Notierungen für Butter und Milchpulver stabil

Zum Stichtag den 14. August 2019 berichtet die Süddeutsche Butter- und Käsebörse von nahe zu unveränderten Notierungen für Butter und Milchdauerwaren im Vergleich zur Vorwoche.
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Butter: Nachdem zur vergangenen Woche (KW 32) neue Kontrakte mit dem Lebensmittelhandel in Kraft getreten sind (- 10 Cent/250g Markenbutter; siehe hier), bleiben die Preise für Päckchenbutter und auch für lose Ware in dieser Woche unverändert. Die Nachfrage nach geformter Ware wird als normal beschrieben, während sich die für lose Ware zur Weiterverarbeitung (25 kg-Block) als abwartend darstellt.
-Markenbutter geformt (250g): 3,34 bis 3,42 €/kg
-Markenbutter lose (25 kg): 3,45 bis 3,65 €/kg
Milchpulver: Die ZMB Zentrale Milchmarkt Berichterstattung GmbH beschreibt, dass am Markt für Magermilchpulver (MMP) der Bedarf für das dritte Quartal 2019 weitestgehend vollständig abgedeckt und damit die meisten konkreten Kaufgespräche derzeit auf das vierte Quartal gerichtet seien. Auch für das erste Quartal 2020 und darüber hinaus besteht Kaufinteresse. Hier agierten die Käufer aber noch abwartend. Wenn aktuell Abschlüsse zu Stande kommen, dann mehr für den Export auf den Weltmarkt als am Binnenmarkt. Ware aus der EU ist demnach international weiter konkurrenzfähig. Die Preise veränderten sich diese Woche mit leichter festerer Tendenz nur für MMP in Futtermittelqualität.
-Magermilchpulver in Lebensmittelqualität: 2.050 bis 2.200 €/t (unverändert)
-Magermilchpulver in Futtermittelqualität: 1.910 bis 1.930 €/t (Vorwoche: 1.890 bis 1.910 €/t)
Vollmilchpulver ist dagegen derzeit wenig gefragt und die Konkurrenzfähigkeit der EU am Weltmarkt hat sich etwas verschlechtert. Gleichwohl sind zuletzt noch kleinere Exportaufträge zu Stande gekommen. Die Preise für Vollmilchpulver sind in Deutschland stabil, innerhalb der EU aber uneinheitlich.
-Vollmilchpulver in Lebensmittelqualität: 2.820 bis 2.920 €/t (unverändert) ( Süddeutsche Butter- und Käsebörse e.V. Kempten)

EU exportiert mehr Milchprodukte

Die Ausfuhren von Milcherzeugnissen aus der Europäischen Union sind laut Daten der EU-Kommission im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum meist gestiegen. Den stärksten Zuwachs verzeichnete dabei auch wegen der Interventionsauslagerungen Magermilchpulver mit einem Plus von rund 120 700 t oder 30,6 % auf 514 600 t. Davon wurde mit 67 350 t die größte Menge nach China verkauft; das waren 71,2 % mehr als in der ersten Jahreshälfte 2018. Zudem haben sich die Lieferungen nach Indonesien, den Philippinen und Saudi-Arabien jeweils mehr als verdoppelt. Schwächer verlief das Geschäft dagegen mit Algerien, wohin mit 50 130 t rund ein Drittel weniger Ware verschifft wurde. Auch wenn Marktanalysten für das zweite Halbjahr von einem geringeren Exportzuwachs ausgehen, dürfte der Ausfuhrrekord von 822 000 t aus dem Vorjahr im Kalenderjahr 2019 übertroffen werden. Den Kommissionsdaten zufolge war Belgien mit 95 900 t unter den Mitgliedstaaten der größte Exporteur von Magermilchpulver; allerdings spielt hierbei der große Hafen in Antwerpen eine Rolle. Die deutschen Magermilchpulverausfuhren lagen mit 95 800 t fast gleichauf; gegenüber der ersten Jahreshälfte bedeutete das einen Anstieg um 11,7 %. Der EU-Butterexport befand sich nach rückläufigen Ausfuhren im Jahr 2018 in den ersten sechs Monaten dieses Jahres wieder im Aufwind. Die Mitgliedstaaten konnten ihren Absatz jenseits der Gemeinschaftsgrenzen gegenüber der Vorjahresperiode um 9,5 % auf 75 075 t ausbauen. Dazu trugen die um 42,0 % auf 17 270 t gesteigerten Ausfuhren in die USA ebenso bei, wie das Absatzplus von 37,1 % auf 5 010 t in Japan. China orderte mit 4 550 t fast 8 % mehr Butter in der Gemeinschaft und löste damit Saudi-Arabien als drittwichtigsten Kunden ab. Irland als wichtigster EU-Drittlandsexporteur von Butter konnte seine internationalen Verkäufe überdurchschnittlich stark um 35,8 % auf 21 600 t steigern. Die deutschen Anbieter mussten hingegen einen Rückgang von fast 15 % auf 5 200 t verkraften.
Der seit Jahren wachsende Käseexport der EU legte von Januar bis Juni 2019 aufgrund der stagnierenden Erzeugung gegenüber der Vorjahresperiode nur noch moderat zu, nämlich um 0,9 % auf 423 610 t. Der wichtigste Abnehmer, die USA, erhöhte die Bezugsmenge aber um 3,9 % auf 63 260 t; dahinter folgte Japan mit einem Plus von 5,6 % auf 56 990 t. Zudem profitierten die EU-Anbieter von der wachsenden Käsenachfrage in China und konnten ihre Verkäufe dorthin um 17,2 % auf 10 310 t ausdehnen. Dagegen ging die Liefermenge nach Südkorea um 16,4 % auf 17 980 t zurück, und auch der Libanon kaufte weniger Ware in der Gemeinschaft. Bei den deutschen Käseexporteuren verringerte sich der Drittlandsabsatz gegenüber den ersten sechs Monaten 2018 um 2,7 % auf 67 400 t; jedoch fand ihr Produkt mehr Absatz innerhalb der Gemeinschaftsgrenzen.
Deutlich unter dem Vorjahresniveau blieben im ersten Halbjahr 2019 die Vollmilchpulverexporte der Mitgliedstaaten; sie gingen um 22,1 % auf 143 990 t zurück. Neben der Einschränkung der EU-Erzeugung trugen auch die höheren Exporte des Wettbewerbers Neuseeland zu dem schwachen Ausfuhrergebnis bei. So verlor die EU Marktanteile in China an die „Kiwis“; die Lieferungen in die Volksrepublik gingen um 24,4 % auf 8 820 t zurück. Zudem kam es – neben anderen Ländern – auch beim Hauptkunden Oman zu einem kräftigen Ausfuhrminus, und zwar von 18,2 % auf 25 560 t. Dieses konnte durch umfangreichere Vollmilchpulververkäufe nach Angola, Kuwait und Kuba nicht ausgeglichen werden. Bei anderen Molkereierzeugnissen fällt vor allem der deutliche Anstieg der Trinkmilchexporte ins Auge. Insgesamt wurden 591 400 t in Länder außerhalb der EU verkauft; das waren gut 94 000 t oder 19,0 % mehr als in der ersten Jahreshälfte 2018. Daran hatte Deutschland mit einem Zuwachs von 37,0 % auf 199 200 t großen Anteil. Zudem nahm die Ausfuhr der Gemeinschaft von konzentrierter oder gezuckerter Milch um 14,8 % auf 152 700 t zu. Ebenfalls im Aufwind befand sich der Drittlandsabsatz von Laktose, der sich um 11,3 % auf 115 500 t erhöhte. Davon entfielen allein auf Deutschland 51 100 t oder 44 %, wobei die am Weltmarkt abgesetzte Menge das Niveau der ersten Jahreshälfte 2018 um 19,4 % übertraf. (AgE)

AEF erarbeitet Masterplan für den Klimaschutz

In Niedersachsen will die Agrar- und Ernährungswirtschaft eigene strategische Ziele zum Klimaschutz sowie Vorschläge zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen erarbeiten. Wie das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) mitteilte, fand dazu unter Leitung ihres Vorsitzenden Uwe Bartels am 12.8. die Auftaktveranstaltung der Ad-Hoc-Arbeitsgruppe „Klimaschutz“ statt. Die Runde mit Experten aus Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft sei auf Anregung des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil und der Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast kurzfristig gebildet worden, berichtete der AEF. Beide Regierungsvertreter hätten es kürzlich bei einem Treffen mit einer AEF-Delegation als wünschenswert bezeichnet, wenn aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft des Oldenburger Münsterlandes eigene Ziele und konkrete Maßnahmen zur Erhöhung der Klimaschutzleistungen des Sektors formuliert würden. Im Ergebnis solle daraus ein Masterplan entstehen. Allen Beteiligten sei dabei klar, dass die Agrar- und Ernährungswirtschaft einen Spagat zwischen den Herausforderungen Welternährung, Anpassung an den Klimawandel und dem Beitrag zur Erhöhung ihrer Reduktionsanteile leisten müsse, erläuterte Bartels. Gerade deshalb sei es von besonderer Bedeutung, dass die Betroffenen der gesamten Wertschöpfungskette den Anpassungsprozess mit eigenen Vorschlägen proaktiv gestalten könnten. Die wissenschaftliche Begleitung der Arbeitsgruppe übernimmt laut AEF der emeritierte Agrarökonom der Humboldt-Universität in Berlin, Prof. Harald von Witzke. Bereits am 20. September sollen Ergebnisse der Arbeitsgruppe der Landesregierung vorgestellt werden. Das Agrarressort in Hannover wird in der Arbeitsgruppe durch den Leiter der Abteilung für Landwirtschaft, Agrarpolitik und Nachhaltigkeit, Prof. Ludwig Theuvsen, vertreten. (AgE)

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 31. Juli

Mitte Juli war in Deutschland eine annähernd stabile Entwicklung des Milchaufkommens zu beobachten. In der 29. Woche erfassten die deutschen Molkereien laut Schnellberichterstattung der ZMB im Schnitt 0,1 % weniger Milch als in der Vorwoche. Der Rückstand gegenüber der Vorjahreswoche hat sich damit auf 0,4 % verringert. Aufgrund der hohen Temperaturen in der 30. und 31. Woche sind inzwischen dem Vernehmen nach die Milchanlieferungen wie auch die Inhaltsstoffe gesunken. In Frankreich war die Milchanlieferung in der 29. Woche gegenüber der Vorwoche leicht um 0,2 % rückläufig, womit die Vorjahreslinie um 0,1 % unterschritten wurde.
Bei Magermilchkonzentrat und Industrierahm wurde nach den Preisabschwächungen der Vorwoche über eine Stabilisierung auf dem ermäßigten Niveau berichtet.
Am Markt für Magermilchpulver wird über eine ferienbedingt vergleichsweise ruhige Situation berichtet. Dennoch gehen bislang mehr Anfragen sowohl vom EU-Binnenmarkt wie auch vom Weltmarkt bei den Werken ein, als für die Jahreszeit üblich. Es kamen zuletzt weitere Abschlüsse zu Stande, die sich vermehrt stärker auf spätere Termine konzentrierten. Die Werke verfügen über eine gute Auftragslage und bestehende Kontrakte werden kontinuierlich abgerufen. Die Lebensmittelindustrie hat ihren Bedarf im Vorfeld zu einem hohen Anteil gedeckt. Allerdings scheint, wie die Anfragen bei den Werken nach zusätzlichen Mengen zeigen, noch ein gewisser Deckungsbedarf, auch für das dritte Quartal, zu bestehen. Das Exportgeschäft nach Drittländern verläuft weiter kontinuierlich.
Die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität sind uneinheitlich mit einer Tendenz zur Befestigung.
Der Markt für Futtermittelware ist anhaltend ruhig. Die Preise sind stabil in der Spanne der Vorwochen.
Der Markt für Vollmilchpulver bewegt sich ferienbedingt in etwas ruhigeren Bahnen. Zuletzt waren die niedrigsten Preisen dem Vernehmen nach nicht mehr im Markt. Insgesamt zeigt sich der Markt uneinheitlich bei stabilen bis leicht festeren Preisen. Der Markt für Molkenpulver wird als ruhig beschrieben. Die Preise für Lebensmittel- und Futtermittelqualitäten bewegen sich auf dem Niveau der Vorwoche. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta)

EU: 0,3 % mehr Milch produziert

Die Milchviehhalter in der EU produzierten von Januar bis Mai mehr Milch als noch im Vorjahr. In Irland stieg die Milchanlieferung um 11 %, während sie in Deutschland um 0,4 % zurückging.
Deutschland hat in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 0,4 % weniger Milch produziert als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt stieg die Milchanlieferung in der EU jedoch um 0,3 %. Das meldet die EU-Kommission. Den größten Milchmengenzuwachs verzeichneten Irland mit 11,5 %, das Vereinigte Königreich mit 3,1 % und Polen mit 2,9 %.
Die Niederländischen Milchviehhalter lieferten 2,7 % weniger Milch an. Auch in Italien und Frankreich ging die Milchmenge zurück. (Topagrar.com)

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 13. November

Die Milchanlieferung in Deutschland war zuletzt saisonal rückläufig. In der 44. Woche erfassten die Molkereien laut Schnellberichterstattung 0,6 % weniger Milch als in der Vorwoche. Das waren 0,4 % mehr als in der Vorjahreswoche.
An den Märkten für flüssigen Rohstoff sind derzeit sehr feste Tendenzen zu beobachten. Das Angebot ist gering, insbesondere an Magermilchkonzentrat. Industrierahm und Magermilchkonzentrat werden aktuell zu höheren Preisen gehandelt als zuletzt.
Am Markt für Magermilchpulver haben sich zuletzt erneut festere Tendenzen durchgesetzt. Die Anfragen für das erste Quartal 2020 und darüber hinaus haben in den letzten Tagen zugenommen. Vom Binnenmarkt und vom Weltmarkt ist eine zunehmende Nachfrage zu beobachten. Auch die Bereitschaft der Einkäufer, die Preisforderungen für das kommenden Quartal zu akzeptieren, ist gestiegen, nachdem vor kurzem noch ein eher zögerliches Kaufverhalten zu beobachten war. Für das laufende Quartal kommen inzwischen nur noch vereinzelt neue Abschlüsse zu Stande. Es ist ohnehin keine freie Ware mehr verfügbar. Die bestehenden Kontrakte werden kontinuierlich abgewickelt.
Am Weltmarkt hat sich die Konkurrenz aus den USA zuletzt etwas stärker bemerkbar gemacht. Es besteht aber weiterhin eine gute Nachfrage nach Ware aus der EU. Die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität, auch für Lieferungen nach dem Jahreswechsel, haben sich in den letzten Tagen etwas nach oben bewegt. Bei Futtermittelware wird von einer guten Nachfrage bei ebenfalls festeren Preisen berichtet.
Vollmilchpulver entwickelt sich stabil. Es gehen immer wieder Anfragen ein, wobei die Aktivitäten aber weniger lebhaft sind als bei Magermilchpulver. Vorrangig findet Handel innerhalb des Binnenmarktes statt. Ab und zu kommen aber auch Exportaufträge zu Stande. Die Erlöse bewegen sich weiter in der Bandbreite der Vorwochen, wobei die niedrigsten Preise aus dem Markt verschwunden sind.
Bei Molkenpulver sind stabile Tendenzen zu beobachten. Futtermittelware wurde zuletzt für kurzfristige Termine teilweise leicht fester gehandelt. Bei Lebensmittelware bewegen sich die Preise weiter in der Bandbreite der Vorwoche. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu/proplanta))

Russland: Ekosem-Agrar wächst weite

Die Ekosem-Agrar AG, eine deutsche Holdinggesellschaft der auf Milchproduktion in Russland ausgerichteten Unternehmensgruppe EkoNiva, ist in den ersten neun Monaten 2019 weiter deutlich gewachsen. Das Unternehmen erweiterte die Gesamtherde im laufenden Jahr auf rund 176.000 Tiere (+ 32%). Einen Zuwachs von 41 % hatte die Zahl der Milchkühe seit Jahresbeginn. Sie stieg auf 89.000 Kopf. Infolge der gewachsenen Herde stieg die durchschnittliche tägliche Rohmilchleistung im bisherigen Jahresverlauf deutlich von 1.650 t auf rund 2.200 t (+33 %). Von Januar bis September 2019 erzeugte die Gesellschaft rund 550.000 t Rohmilch. Das entspricht einem Anstieg von 57 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum und liegt bereits deutlich über den im Gesamtjahr 2018 gemolkenen 484.000 t Rohmilch. Trotz des hohen Wachstumstempos stieg die Milchleistung pro gemolkener Kuh weiter: In den ersten neun Monaten 2019 lag sie bei durchschnittlich 28,75 kg/Tag (2018: 28,38 kg/Tag). Nach eigenen Angaben gehen die Betreiber von einem weiteren Anstieg der Milchleistung aus, da die neuen Anlagen erst nach einiger Zeit ihre volle Effizienz erreichten. In den ersten neun Monaten 2019 hat die Ekosem-Agrar weitere neun Milchviehanlagen mit Platz für rund 28.400 Milchkühe eröffnet. Bis zum Jahresende plant das Unternehmen noch drei Anlagen für etwa 11.600 Tiere in Betrieb zu nehmen, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Vorstand rechnet mit einer Ausweitung der Milchkuhherde auf rund 100.000 Tiere um den Jahreswechsel sowie einem Anstieg der produzierten Rohmilch auf ca. 800.000 t für das Gesamtjahr. Die russischen Milchpreise, die in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schon eine deutliche Erholung gezeigt haben, entwickelten sich seit Sommer 2019 weiter positiv und liegen derzeit bei etwa 43 Eurocent je Kilogramm (2018 rund 38 Eurocent).
Nach eigenen Angaben sei auch der Ackerbau im laufenden Jahr bei weiterhin guten Rahmenbedingungen gewachsen. So wurde die landwirtschaftliche Nutzfläche von rund 504.000 ha zu Beginn des Jahres auf 594.000 h zum 30. September 2019 ausgebaut (+18 %). Davon befinden sich mit 310.000 ha rund 52 % im Besitz des Unternehmens, heißt es. Im Bereich Milchverarbeitung arbeite die Unternehmensgruppe fortlaufend an der Modernisierung und Erweiterung ihrer Verarbeitungskapazitäten und baue die Marktpräsenz ihres EkoNiva-Sortiments konsequent aus. Im Zuge dessen habe das Unternehmen das Sortiment um eine Biomilch mit einem natürlichen Fettgehalt zwischen 3,3 % und 6 % erweitert. Bisher sei diese Milch in Hypermärkten der Globus-Gruppe im Großraum Moskau und Kaluga sowie in eigenen Verkaufsstellen erhältlich. Die neue Biomilch stammt vom Ekosem-Agrar Betrieb Savinskaya Niva in der Region Kaluga, heißt es weiter. Die 120 Kühe an dem Standort erhielten frisches Gras und zertifiziertes Biofutter aus eigener Produktion. Nach Angaben des Unternehmens produzieren die Tiere täglich rund 1.300 l Bio-Rohmilch. Die EkoNiva Bio-Milch sei unabhängig geprüft worden und trage sowohl das staatliche russische als auch das EU Biolabel. (Topagrar.com)

Zweitgrößte US-Molkerei ist insolvent

Die zweitgrößte Molkerei der USA, Dean Foods, hat Insolvenz angemeldet. Es werden Verkaufsgespräche geführt. Das Unternehmen begründet die schlechte wirtschaftliche Lage mit dem jahrelangen Rückgang des Milchkonsums und mit der zunehmenden Nachfrage nach pflanzlichen Ersatzdrinks, wie „agrar heute“ berichtet.   Der Plan ist, Dean Foods an Dairy Farmers of America zu verkaufen. Dabei handelt es sich um die Nr. 1 im US- und die Nr. 4 im weltweiten Milchmarkt.

Arla baut Mozzarellaproduktion deutlich aus

Wegen unvermindert starker Nachfrage innerhalb und außerhalb der Europäischen Union wird der dänische Molkereikonzern Arla Foods seine Mozzarellaproduktion am Standort Branderup in Südjütland im kommenden Jahr erheblich erweitern. Das Unternehmen will dort umgerechnet rund 80 Mio Euro in den Aufbau von neuer Verarbeitungstechnik, neuen Milchsilos und zusätzlichen Lagerkapazitäten investieren. Dadurch soll die jährliche Mozzarellaerzeugung auf etwa 91 Mio kg steigen, was mehr als dem Doppelten der aktuellen Kapazität entspricht. Mit dem Ausbau der Produktionsstrecke ist auch die Einstellung von 25 neuen Mitarbeitern verbunden. Die Erweiterung der Molkerei soll bis Ende 2021 abgeschlossen sein. Der Konzern betonte, dass die Erweiterung zur Nachhaltigkeitsstrategie von Arla Foods beitrage, da die Installation mit der neuesten und effizientesten Technik erfolge. Künftig werde man bei der Mozzarellaherstellung beispielsweise mit deutlich weniger Wasser auskommen, da dieses in sämtlichen Phasen recycelt werde. Der Ausbau der Molkerei in Branderup sei außerdem ein weiterer Schritt auf dem Weg, den CO2-Ausstoß konzernweit bis 2030 gegenüber 2015 um 30 % zu senken.( AgE)