Great Britain: Arla – back-up option for its logistics team

In the United Kingdom, the Denmark headquartered dairy cooperative Arla has trained 19 dairy farmers and 10 members of its agriculture team to provide a back-up option for its logistics team if needed. When coronavirus contingency planning moved into full swing at Arla in the UK, it was recognised that if a significant number of milk tanker collection drivers went off sick, the company would struggle to fulfil its cooperative obligations to collect all the milk from its 2400 UK farmer owners. Should there be a shortage of tanker drivers, Arla would then be able to use drivers from outside the industry with the newly trained farmers available to follow the tanker by car and manage the milk collection and quality checking aspects at farms in their region.

Ireland: Glanbia payed subsidy

In Ireland the biggest dairy cooperative Glanbia has in May paid to its member dairy farms a subsidy of 0.20 eurocents per litre delivered milk to boost biodiversity on dairy farms. Among the measures Glanbia Ireland is encouraging dairy farmers to consider for their farms are: riparian buffer strips on watercourses; creating shelter belts and wildlife corridors; pollinator plots; planting additional hedgerows and native trees. Later this year, a survey of the 4500 family farms supplying milk to Glanbia Ireland will be undertaken to measure progress and provide advice on enhancing the standards of biodiversity on the farms.

Sweden: project on integrating calves in automatic milking systems

In Sweden, in an on-going research project at the University of Agricultural Sciences in Uppsala some cows in a dairy herd are kept together with their calves in the beginning of the lactation. The aim of the project is to test if calves can be integrated in automatic milking systems (AMS). The group have a contact area where the calves stay at all times. After passing through the milking unit the cow can go to the selection gate again and will then be directed to the contact area. Provisional results show that there has been a large variation between cows in the frequency of visits to the milking unit. Some went several times per 24-hours while others did not go at all or did not release milk to the milking machine but spent is all to their calf. After all cows have passed the first two weeks of lactation they visit the milking unit twice a day or more often.

Milchindustrie senkt Zuckeranteil in Kinderjoghurts deutlich

Der Milchindustrie-Verband (MIV) sieht die deutschen Milchverarbeiter bei der Reduktions- und Innovationsstrategie der Bundesregierung auf einem guten Weg. Der Verband beruft sich dabei auf den aktuellen Ergebnisbericht zum Produktmonitoring des Max Rubner-Instituts (MRI), der bestätigt, dass die Unternehmen der Milchindustrie freiwillig die Zusammensetzung ihrer Produkte den aktuellen Entwicklungen, der Nachfrage und damit den Verbrauchererwartungen entsprechend anpassen. Wie aus dem Bericht hervorgeht, hat die Milchindustrie zwischen 2016 und 2019 beispielsweise den Zucker- sowie den Energiegehalt bei Joghurt- und Quarkzubereitungen, jeweils mit Kinderoptik, signifikant reduziert. Bei Joghurt sind es laut MRI 20 % weniger Zucker und bei Quark etwa 18 %. Der Energiegehalt bei Joghurt mit Kinderoptik sei im gleichen Zeitraum um 22 % gesenkt worden, bei Quark mit Kinderoptik um 9 %. Darüber hinaus bewegten sich die Zuckergehalte von Joghurt- und Quarkzubereitungen mit Kinderoptik unterhalb der jeweiligen Kategorie ohne Kinderoptik. Der MIV weist zusätzlich darauf hin, dass der Branchenbeitrag, wonach die Milchindustrie bei gesüßten Milchprodukten mit Kinderoptik eine Senkung des Gesamtzuckergehaltes um 15 % im Median anstrebt, bei Joghurt- und Quarkzubereitungen von den Molkereien sogar übertroffen werde. „Diese außerordentlich positive Entwicklung erweitert die Vielfalt an gesunden und schmackhaften Milchprodukten als Teil einer ausgewogenen Ernährung im Regal des LEH“, betonte die Geschäftsführende Wissenschaftliche Leiterin beim MIV, Dr. Gisela Runge. Obwohl Milchprodukte keine Hauptquelle für Zucker in der Ernährung darstellten, leistet die Milchindustrie nach ihrer Darstellung mit ihrer Prozessvereinbarung und weiterführenden Maßnahmen in Form von Forschungsprojekten sowie Kommunikations- und Weiterbildungsaktivitäten einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Strategie. (AgE)

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 24. Juni

In Deutschland hat sich der saisonale Rückgang des Milchaufkommens zuletzt etwas verstärkt. In der 24. Woche erfassten die Molkereien laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,9 % weniger Milch als in der Vorwoche. Damit wurde die Vorjahreslinie noch um 0,5 % überschritten. In Frankreich war die Milchanlieferung zuletzt um 0,7 % niedriger als in der Vorjahreswoche.Am Markt für flüssigen Rohstoff sind aktuell feste Tendenzen zu beobachten. Die Preise für Industrierahm bewegen sich auf hohem Niveau seitwärts. Wieder gestiegen sind die Erlöse für Magermilchkonzentrat, das zeitweise etwas schwächer bewertet worden war.Die Lage am Markt für Magermilchpulver ist wie bereits in den vergangenen Wochen vergleichsweise ruhig. In der vergangenen Woche sind in gewissem Rahmen noch neue Abschlüsse, vornehmlich für das dritte Quartal, zu Stande gekommen. Kaufinteresse bestand dabei vor allem von europäischen Abnehmern. Vom Weltmarkt kommen aktuell wenig neue Impulse. Hier und da gehen noch kleinere Anfragen ein. Insgesamt ist aber von einer recht abwartenden Haltung zu sprechen. Der aktuell starke Eurokurs dürfte mit zu dieser Entwicklung beitragen. Außerdem ist die Unsicherheit über die Auswirkungen und den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie weiter präsent.Die Werke verfügen aber nach wie vor über eine gute Auftragslage und haben daher keinen Verkaufsdruck. In der Ferienzeit, die nun beginnt, ist der Marktverlauf ohnehin üblicherweise recht ruhig. Die bestehenden Kontrakte werden reibungslos abgerufen.Bei dem ruhigen Marktgeschehen bewegen sich die Preise seitwärts. Lebensmittelware wird weiter auf dem Niveau der Vorwochen gehandelt. Futtermittelware tendiert bei ruhiger Nachfrage ebenfalls stabil.Vollmilchpulver war Mitte Juni am europäischen Markt etwas stärker nachgefragt, was auch zu neuen Abschlüssen geführt hat. Dabei konnten etwas festere Preise in Deutschland realisiert werden. Für die laufende Woche wird die Nachfrage wieder als ruhiger eingeschätzt. Hier und da gehen auch kleinere Exportanfragen ein, wobei sich die Preisvorstellungen aber meist nicht durchsetzen lassen. Am Markt für Molkenpulver ist die Situation ebenfalls ruhig. Futtermittelware wird zu stabil bis etwas schwächeren Preisen gehandelt. Bei Lebensmittelware wird aktuell von einer überwiegend zurückhaltenden Nachfrage berichtet, vor allem auch aus Asien. Die Preise tendieren weitgehend stabil. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de=

Branchenverband wertet Drosselung der Milcherzeugung als Erfolg

In Frankreich hat die Unterstützung für eine freiwillige Drosselung der Milcherzeugung offenbar die gewünschte Wirkung entfaltet. Der Präsident des Milchbranchenverbandes (CNIEL), Thierry Roquefeuil, bezeichnete den Solidaritätsfonds der Organisation, über den Landwirte für einen Produktionsverzicht entschädigt werden, in der vergangenen Woche als Erfolg. Nach Angaben des CNIEL wurden insgesamt 48 Mio l Milch nicht erzeugt, und rund 22 000 Betriebe werden über das Instrument entschädigt. Die Kosten dafür beziffert der Verband auf 15,28 Mio Euro; ursprünglich sollten maximal 10 Mio Euro bereitgestellt werden. Laut Roquefeuil wird der CNIEL aber seine Reserven mobilisieren, um niemanden leer ausgehen zu lassen. Nach Angaben des Statistischen Dienstes beim Pariser Landwirtschaftsministerium (Agreste) gingen die Milchanlieferungen in Frankreich im April 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um rund 14,2 Mio l oder 0,7 % auf 2,12 Mrd l zurück. Laut den Statistikern hat zu dem Rückgang die Frühjahrsdürre beigetragen, da sie das Graswachstum in den wichtigsten Erzeugerregionen verlangsamt habe. Die von Januar bis April dieses Jahres erzeugte Milchmenge stieg gegenüber der Vorjahresperiode indes um 1,6 % auf 8,41 Mrd l. (AgE)

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 17. Juni

Anfang Juni war der saisonale Rückgang des Milchaufkommens in Deutschland moderat ausgeprägt. Laut Schnellberichterstattung der ZMB erfassten die Molkereien in der 23. Woche 0,1 % weniger Milch als in der Vorwoche. Damit hat sich der Vorsprung zur Vorjahreslinie auf 1,2 % vergrößert. Die französischen Molkereien nahmen in der 23. Woche 1,6 % weniger Milch auf als in der Vorjahreswoche.
Am Markt für flüssigen Rohstoff haben die Preise in der vergangenen Woche vermutlich bedingt durch den nicht-flächendeckenden Feiertag Fronleichnam leicht nachgegeben. Bei Magermilchkonzentrat war der Rückgang etwas ausgeprägter als bei Industrierahm. Für die laufende Woche zeichnen sich etwas festere Tendenzen ab.
Magermilchpulver bewegt sich in stabilen Bahnen. Aktuell sind die Aktivitäten, was neue Abschlüsse betrifft, recht ruhig. Viele Marktteilnehmer scheinen sich bereits auf die Ferienzeit vorzubereiten. Für die kommenden Monate besteht bei Verkäufern und Käufern wenig Handlungsbedarf. Die Produktionsmengen stehen weitgehend unter Kontrakt, so dass kaum freies Angebot verfügbar ist. Auch die Käufer verfügen über eine gute Deckung. Für das vierte Quartal wird eher abwartend agiert, da die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern auseinandergehen und eine generelle Unsicherheit aufgrund der Corona-Pandemie besteht. Die bestehenden Kontrakte werden gut abgerufen. Vergleichsweise geringe Mengen gehen in die Private Lagerhaltung ein. In der zweiten Juniwoche wurden EU-weit 2.080 t angemeldet. Damit belaufen sich die Gesamtanmeldungen seit dem 7. Mai 2020 auf 11.194 t.
Die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität bewegen sich weiter in der Bandbreite der Vorwoche. Futtermittelware wird ruhig zu unveränderten Preisen gehandelt.
Bei Vollmilchpulver haben die Anfragen am Binnenmarkt zuletzt wieder etwas zugenommen. Es sind auch mehr Geschäfte zum Abschluss gekommen, wobei sich etwas festere Preise durchgesetzt haben.
Der Markt für Molkenpulver entwickelt sich insgesamt stabil. Bei Futtermittelware wird von stabilen bis leicht schwächeren Preisen berichtet. Lebensmittelware wird für den Export wieder etwas stärker nachgefragt, während die Abrufe am Binnenmarkt teilweise etwas ruhiger verlaufen. Die Preise haben sich auf dem bisherigen Niveau weitgehend behauptet. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

Kein Absturz der globalen Milchpreise wegen Corona-Pandemie

Die weltweite Corona-Krise hat auch den Weltmilchmarkt getroffen, doch hielt sich – von einigen Ländern abgesehen – der Milchpreisrückgang bisher in Grenzen. Dieses Resümee wurde auf der 21. Internationalen Milchkonferenz mit 70 Experten des International Farm Comparison Networks (IFCN) gezogen, die Anfang Juni im Netz stattfand. Als Indikator für eine Krise wird vom IFCN die Entwicklung der nationalen Milcherzeugerpreise herangezogen. Im Mittel der erfassten 75 Länder hätten diese von Februar bis Mai um 4,6 % und damit vergleichsweise moderat nachgegeben. Negative Ausnahmen waren dem Netzwerk zufolge unter den größeren Produzentenländern die USA und Indien mit einem Minus von 29 % beziehungsweise 19 %, die somit als „Epizentrum der Milchkrise“ gelten. Insgesamt reichte die Spanne der Milchpreisveränderungen in den einzelnen Staaten im Betrachtungszeitraum von minus 30 % bis zu einem Plus von 5 %. Zwei Drittel der befragten Experten waren der Auffassung, dass der Tiefpunkt bereits erreicht ist; ein Drittel sah ihr Land allerdings erst am Beginn der Krise. Abschläge von 5 % bis 15 % beim Milchgeld gab es im Vergleich von Mai zu Februar 2020 laut IFCN in Kanada, Russland und einigen EU-Mitgliedstaaten wie Frankreich und den Benelux-Ländern. Allerdings tendierten in Europa die Milchpreise bei saisonal steigendem Milchaufkommen im Frühjahr üblicherweise schwächer. Für Deutschland wird ein Minus von bis zu 5 % ausgewiesen. Gestiegen sind die Preise im fraglichen Zeitraum nur in Norwegen, Chile und Südafrika. Laut IFCN sind die Aussichten für die weitere Milchpreisentwicklung wegen der Corona-Unsicherheiten „komplex“; die Zukunftserwartungen der Futuremärkte und der Analysten stimmen nicht überein. So wird laut den Kursen an den Terminmärkten ein recht schneller Wiederanstieg des durchschnittlichen Weltmilchpreises auf 35 $/100 kg (31,0 Euro) erwartet, was eine rasche V-förmige Erholung bedeuten würde. Die Mehrheit der Milchexperten rechnete während der Konferenz indes mit einer U-förmige Erholung und damit einem längeren Zeitraum, bis das bisherige Preisniveau wieder erreicht wird. Gründe dafür seien das solide Wachstum des Rohmilchangebots sowie ein voraussichtlicher Rückgang der Nachfrage als Folge der Wirtschaftskrise (Umrechnungskurs: 1$ = 0,8866 Euro). (AgE)

Genossenschaftliche Molkereien spüren Markterholung

 Die Folgen der Corona-Pandemie haben den Milchmarkt geschwächt; eine scharfe Krise wie im Jahr 2016 ist aber nicht zu erwarten. Zu dieser gemeinsamen Einschätzung gelangten die Interessengemeinschaft genossenschaftliche Milchwirtschaft (IGM) und der Milchpräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Karsten Schmal, bei einem Austausch in Berlin. Wie die IGM am 9. Juni mitteilte, ist mit den schrittweisen Corona-Lockerungen, wie zum Beispiel den Öffnungen von Gastronomiebetrieben und Hotels, sowie der Förderung der Privaten Lagerhaltung (PLH) einiger Milchprodukte durch die EU-Kommission eine spürbare Erholung am Milchmarkt festzustellen. Es sei der deutschen Milchbranche gelungen, die laufende Milchabholung sowie Milchgeldzahlungen auch zum Höhepunkt des Corona-Geschehens weiterhin zu gewährleisten. „Dieser Kraftakt gelang auch durch konstruktive Zusammenarbeit in der gesamten Branche“, betonte der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Franz-Josef Holzenkamp. IGM-Sprecher Peter Manderfeld wies darauf hin, dass die aktuellen Herausforderungen die genossenschaftlichen Molkereien, je nach Geschäftsmodell, sehr unterschiedlich träfen. Lösungsansätze seien beispielsweise „Produktdiversifizierung innerhalb der Molkereien, Investitionen in Produktinnovationen und in neue Absatzmärkte, Fokussierung auf Kernmärkte und auf Qualität, statt Produktion für Massenmärkte“. Manderfeld zufolge sind Marktbeobachtung, Marktprognosen und eine daraus resultierende Mengenplanung mit den Milcherzeugern weitere Tools, die unternehmensintern genutzt werden sollten, um für den globalen Markt besser gerüstet zu sein. Schmal stellte fest, dass „die Molkereien der IGM erste greifbare Fortschritte zeigen, um im Sinne ihrer Milcherzeuger auf Preisschwankungen zu reagieren“. Dies gelte es weiter auszubauen, um den Milchbauern mehr Verlässlichkeit zu bieten und Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. Der DBV-Milchpräsident betonte, dass es der Anspruch des Bauernverbandes sei, die Lieferbeziehungen marktgerechter und moderner zu gestalten. Staatliche Vorgaben könnten nur dann ein Weg sein, wenn aus der Wirtschaft heraus, wie etwa mit der Strategie 2030, keine entsprechenden Modelle an den Start gebracht würden. (AgE)

LV Milch in Nordrhein-Westfalen feiert internationalen Milchtag

Viele geplante Veranstaltungen zum internationalen Tag der Milch mussten am 1. Juni aufgrund der Corona-Krise abgesagt werden. Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen (LV Milch) konnte hingegen nach eigenen Angaben auf der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort zahlreiche Gäste und Besucher begrüßen. Alle vier Präsidenten beziehungsweise Präsidentinnen der rheinischen sowie westfälischen Landwirtschafts- und Landfrauenverbände ließen es sich nicht nehmen, persönlich das wichtige Grundnahrungsmittel Milch an seinem Ehrentag zu würdigen. Denn gerade in Krisenzeiten wie diesen seien regionale Lebensmittel wie die Milch wichtig wie nie zuvor, betonten die Verbandschefs. Den ganzen Tag konnten sich die Besucher über die moderne Milcherzeugung im „Kuhmobil“ informieren. In einem fahrbaren Kuhstall wurden Themen von „Futter“ über „Melken“ bis hin zur „Liegebox“ und „Wellness für die Kuh“ von erfahrenen Agrar-Scouts erklärt. Am Infostand der Landesvereinigung erfuhren die Verbraucher zudem alles über eine gesunde Ernährung mit Milch sowie über die große Vielfalt von Milchprodukten und deren abwechslungsreiche Einsatzmöglichkeiten in der Küche. Für die jungen Besucher standen vier Lotte-Melkgestelle und zwei „Durchschau“-Kühe für Selfies bereit. Anlässlich des Tages der Milch wurden auch die neuen Hofplakate, die den Begriff „systemrelevant“ aufgreifen, vorgestellt. Diese werden in den nächsten Wochen allen Milchviehbetrieben in Nordrhein-Westfalen angeboten. Die Plakate thematisieren der Landesvereinigung zufolge die Bedeutung der heimischen Milchproduktion. Sowohl bei den Milcherzeugern als auch bei den Molkereien stehe die Versorgung der Verbraucher mit hochwertigen und nachhaltig produzierten Milchprodukten an erster Stelle. Dies gelte es – nicht nur in Krisenzeiten – zu unterstützen. (AgE)

Speiseeis im Lebensmittelhandel mehr nachgefragt

Das überdurchschnittlich sonnige Wetter und der coronabedingte „Lockdown“ haben in den vergangenen Wochen zu einem deutlichen Anstieg bei den Umsätzen von Speiseeis im Lebensmittelhandel geführt. Wie der „E.I.S. Eis Info Service“ der deutschen Markeneishersteller, die dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) angeschlossen sind, am 5. Juni in Bonn mit Verweis auf Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mitteilte, legte der Verkauf von Speiseeis im Handel von Januar bis März 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent zu. Besonders stark sei dabei die Nachfrage nach Haushaltspackungen für den Verzehr zu Hause gestiegen, und zwar um 15 Prozent. Die Verbraucher würden ihr Eis noch mehr als üblich im eigenen Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon verzehren, weil der Eisgenuss unterwegs aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen nur eingeschränkt möglich sei. Außerdem habe das warme Wetter in den ersten Monaten des Jahres 2020 Lust auf Eis gemacht. Die beliebtesten Sorten bei den Haushaltspackungen waren 2019 den Angaben zufolge weiterhin mit großem Abstand Vanille und Schokolade gewesen. Auf den weiteren Plätzen folgten Stracciatella, Walnuss, Schwarzwälder Kirsch und Fürst Pückler. (AgE)

Germany: requirements for German dairy farms that produce hay milk

German dairy farms that produce hay milk and will market this under the official hay milk logo of Austrian origin now have the meet the same requirements as Austrian producers of hay milk. Hay milk comes from cows that among others in winter get traditional (dry) hay, in summer they are on pasture. So far the German hay milk producers had only to meet the EU regulations but now they have to meet the stronger official Austrian hay milk regulations. This means among others that year round it is not allowed to feed silage to cows, that in cubicle barns every cows has to have a cubicle available, and that the cows at least 120 days a year have to have entrance to pasture.

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 27. Mai

In Deutschland bewegt sich das Milchaufkommen weiter um den saisonalen Höhepunkt. Die Molkereien nahmen in der 20. Woche laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,2 % weniger Milch auf als in der Vorwoche. Die Vorjahreslinie wurde damit um 0,4 % überschritten. In Frankreich ging die Milchanlieferung stärker zurück und bewegte sich um 2,0 % unter der Vorjahreslinie.
Die Preise für Magermilchkonzentrat tendieren bei guter Nachfrage und begrenztem Angebot fester. Auch Industrierahm wird zu festeren Preisen gehandelt.
Die Nachfrage nach Magermilchpulver hat sich nach lebhaften Vorwochen zuletzt etwas beruhigt. Diese Entwicklung dürfte zumindest teilweise auf die Pfingstferien zurückzuführen sein. Anfragen gehen bei den Werken für das dritte und vierte Quartal und auch für Anfang 2021 ein. Für spätere Termine differieren die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern noch, so dass nur wenige Abschlüsse getätigt werden. Da bereits umfangreiche Mengen kontrahiert worden sind, besteht bei den Werken derzeit kein Verkaufsdruck. Zur Privaten Lagerhaltung wurden bis zum 24. Mai EU-weit 4.797 t Magermilchpulver angemeldet, was 1.421 t mehr waren als in der Vorwoche.
Am Weltmarkt wird Magermilchpulver stabil nachgefragt. Aus dem Mittleren Osten wird kurzfristig mit einer Belebung der Nachfrage gerechnet, nachdem der Ramadan inzwischen zu Ende gegangen ist. Da sich Ozeanien im Saisontief befindet, ist das Angebot von dort begrenzt. Die Preise für US-Ware haben zuletzt wieder angezogen und die Preisdifferenz zu EU-Ware hat sich damit verringert. Hierzulande tendieren die Preise für Lebensmittel- wie auch für Futtermittelware weiterhin fester.
Der Markt für Vollmilchpulver präsentiert sich innerhalb der EU weiterhin uneinheitlich. In Deutschland wird überwiegend auftragsbezogen produziert und nach der Erholung der Preise für flüssigen Rohstoff sind die Forderungen für Vollmilchpulver gestiegen.
Das Angebot an Molkenpulver in Futtermittelqualität in Deutschland ist recht überschaubar. Die Trocknung von Molke ist aufgrund knapper Kapazitäten auf den Trockentürmen nur begrenzt möglich, wobei bevorzugt Lebensmittelware produziert wird. Die Preise für Futtermittelware tendieren etwas fester. Der Markt für Lebensmittelware wird bei stabilen Preisen als ruhig beschrieben. (proplanta.de)

Rohstoffwert Milch im Mai bei 25,8 Cent

Im Mai 2020 verringerte sich der ife Rohstoffwert Milch um 1,2 Cent oder 4,4 % von 27,0 auf 25,8 Cent je kg Milch. Die erneute, insgesamt vierte in diesem Jahr, Verringerung ist auf die geringeren Preise für Butter und die dagegen nur im geringen Maße steigenden Preise für Magermilchpulver zurückzuführen. Während die Butterpreise um -11,7% nachgaben, gab es bei Magermilchpulver Preiszuschläge von -3,6%. Die mittleren Butterpreise sinken um 37,4 €/100 kg von 319,5 € auf 282,1 €/100 kg Produkt. Die Preise für Magermilchpulver steigen um 6,8 €/100 kg von 187,1 € auf 193,9 €/100 kg.
Der vom ife Institut für Ernährungswirtschaft, Kiel monatlich ermittelte Rohstoffwert Milch ist ein Frühindikator für die Preisentwicklungen auf den Milchmarkt in Deutschland. Berechnungsbasis sind die Bruttoerlöse abgeleitet aus den durchschnittlichen Marktpreisen der Notierungsbörse in Kempten für Butter (geformt und lose) sowie für Magermilchpulver (Lebensmittel- und Futtermittelqualität), ohne Berücksichtigung langfristiger Kontrakte.
Er gilt für eine Standardmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß, ab Hof des Milcherzeugers, ohne Mehrwertsteuer, d.h. durchschnittliche Erfassungskosten vom Milcherzeuger bis zur Molkerei in Höhe von 1,4 Cent je kg Milch sind berücksichtigt. Der Rohstoffwert Milch gibt nicht den Milchauszahlungspreis einer bestimmten Molkerei an, da er nur Erlöse aus Butter und Magermilchpulver zugrunde legt, keine Vertragslaufzeiten zwischen Weiterverarbeitung, Handel und Molkereien berücksichtigt und nur das gewählte Erlös-, Kosten- und Mengenszenario den Wert für den Rohstoff Milch ermittelt.

Hochland: Nur noch EU-Futtermittel

Milcherzeuger, die ab dem 1. Juli ihre Milch an die süddeutsche Molkerei Hochland liefern, dürfen künftig keine Futtermittel aus Übersee einsetzen. Die neue Regelung ist Teil des Qualitätsprogramms „Milch für Hochland“ und gilt für Grundfutter und Kraftfutter. Das haben Vertreter der Milchlieferanten, der Bayern MEG und von Hochland in einer gemeinsamen Sitzung vereinbart, teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit.   Die Milchlieferanten von Hochland werden in Zukunft nur noch Futtermittel aus Europa an ihre Tiere verfüttern. Damit sollen unerwünschte Begleiterscheinungen des Futtermittelimports aus Ländern wie Brasilien und Argentinien vermieden werden Dort fehlten Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor, da diese nach Europa importiert würden, so das Unternehmen. Die ursprünglich fruchtbaren Böden dort würden veröden, während ein Nährstoffüberschuss in vielen europäischen Ländern zu erhöhten Nitratwerten im Grundwasser führe – auch in Deutschland als einem der weltweit größten Importeure von Sojabohnen und Sojaschrot.
Zuletzt hatten die Milchlieferanten zusammen mit Hochland erklärt, auf ihren Wiesen und Feldern auf Totalherbizide sowie auf Gärsubstrate zu verzichten, die Plastikteilchen enthalten könnten. Den Mehraufwand aus dem Programm „Milch für Hochland“ vergütet Hochland den Landwirten mit einem Aufschlag von 1,0 ct/kg zusätzlich zum Milchpreis.

Süßwarenindustrie pocht bei Nährwertkennzeichnung auf Freiwilligkeit

Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) hat seine Forderung nach einer freiwilligen Nährwertkennzeichnung bekräftigt. Der Verband betonte am 19. Mai in Bonn zwar seine Unterstützung für die Einführung eines visualisierenden Nährwertkennzeichnungsmodells, um Verbrauchern auf der Vorderseite von Lebensmitteln eine rasche Orientierung bei der Kaufentscheidung zu ermöglichen, warnte aber auch vor den möglichen Folgen für kleine und mittelständische Unternehmen. „Was die Unternehmen in und auch nach der Corona-Krise brauchen, sind Entlastungen und keine neuen Belastungen. Deshalb muss ein neues Kennzeichnungssystem für Lebensmittel unbedingt freiwillig bleiben“, erklärte der BDSI-Vorsitzende Bastian Fassin. Neue regulatorische Auflagen wie die Umstellung aller Verpackungen werden nach seiner Einschätzung gerade die kleineren und mittleren Unternehmen der deutschen Süßwarenindustrie nicht mehr zusätzlich stemmen können. Der BDSI wirbt deshalb für ein in der Europäischen Union harmonisiertes „Front-of Pack-Kennzeichnungssystem“, das „freiwillig bleibt, strikt wissenschaftlich basiert ist und nicht diskriminiert sowie der Komplexität von Ernährung und Ernährungsempfehlungen gerecht wird“. Hierzu müsse die EU-Kommission unterschiedliche Kennzeichnungsmodelle ergebnisoffen prüfen. Entscheidend ist für den Verband, dass die Verbraucher „klare Schlüsse daraus ziehen können, welchen Beitrag das Lebensmittel in Bezug auf den Energie- und Nährstoffgehalt leistet“. (AgE)

Schweiz: Käse-Rückruf

Die Käserei Vogel AG hat im Rahmen von internen Kontrollen Bakterien im Käse sowie der Produktionsstätte nachgewiesen. Die Produkte des Schweizer Unternehmens gelangten laut des europäischen Schnellwarnsystems RASFF neben der Schweiz auch nach Deutschland. Außerdem könnten sie in Belgien in Umlauf gekommen sein.
Vom Konsum der Produkte wird dringend abgeraten*. Bei den nachgewiesenen Bakterien handelt es sich nämlich um Listerien (serotype 4B, ST6). Die stäbchenförmigen Bakterien, die auch in französischem Käse gefunden wurden, könnten mitunter tödlich enden.
Diese Produkten sind betroffen
Insgesamt könnten mehrere Produkte vom Bakterienbefall* betroffen sein. Hierbei ist wichtig, dass es sich dabei um Käse mit der Betriebsnummer CH-5707 handelt. Diese ist auf der Verpackung nachgewiesen. Konkret könnten folgende Produkte betroffen sein.
Bärlauch-Rahmkäse, Bio Knoblauch-Rahmkäse, Bio Pfeffer-Rahmkäse, Bio Schafbergkäse, Bio Schafbrie, Bio Schafmutschli, Bio Ziegenkäse, Bio Brie, Brie de-luxe/Brie Bloc, Brie Tomate, Brie Carré, Chnobli Chäs, Denner Bergkäse aus der Innerschweiz, Grottenkäse, Pfeffer-Rahmkäse „Don Pepe“, Rauch-Chäsli, Steinerberger Bio Bergkäse, Steinerberger Mutschli, Steinerberger viertelfett, Tell Geisskäse, Ur-Schwyzer Bergkäse (Swiss Knife Valley), Urschwyzer halbfett, Urschwyzer Kräuterkäse, Wildspitz-Bergkäse, Wildspitzkäse Bio Rahm, Ziegenfrischkäse, Ziegenkäse A.X.V., Migros Deutschschweiz (außer Migros Genossenschaften Wallis und Aare), Bio Schafkäse (Offenverkauf), Käseplättli mild, Steinerberger halbfett, Steinerberger viertelfett (Offenverkauf) und Zuger Wildspitzkäse.

Bayerische Milchbranche leidet unter Corona-Krise

Nicht nur die bayerischen Gastwirte und ihre Beschäftigten trifft die Corona-Krise hart; auch die gesamte Milchwirtschaft im Freistaat hat unter den Folgen des Shutdowns und dem Wegbrechen des Außer-Haus-Verzehrs zu leiden. Darauf hat der Bayerische Milchförderungsfonds (MFF) am 5. Mai aufmerksam gemacht und gemeinsam mit der Gastronomie, dem Braugewerbe und dem Lebensmittelhandwerk klare Signale von der Politik für Wege aus der Krise gefordert. Nach Angaben des MFF werden nur rund 40 Prozent der Milchprodukte in Fachgeschäften oder Supermärkten verkauft; der größere Anteil von 60 Prozent finde normalerweise Abnehmer im Export oder komme Außer-Haus auf den Tisch. Seitdem Gastrobetriebe geschlossen und Volksfeste abgesagt seien, entfalle jedoch dieser wichtige Vermarktungsweg, und der verlorene Absatz könne nicht mehr aufgeholt werden. Auch beim Export bayerischer Spezialitäten, vom Käse bis zum Bier, gebe es Einbußen, weil die Gastronomie in den Urlaubsregionen ebenfalls von Sperrungen betroffen sei, beklagte der Verband. Der aktuelle Shutdown bedeute für die Molkereien massive Erlöseinbußen; den Milcherzeugern drohe ein spürbarer Preisverfall und die gesamte mittelständische Struktur im bayerischen Lebensmittelsektor sei bedroht. „Die Bauernfamilien brauchen jetzt klare Signale zur Öffnung der wichtigen Absatzwege neben den Supermärkten und Discountern“, betonte der Vorsitzende des MFF-Verwaltungsbeirats, Alfred Enderle. Ohne eine ausgewogene Öffnungsstrategie drohe ein massiver Preisverfall für die Bauernfamilien, denn gerade die gehobene Gastronomie sei ein wichtiger Partner in der Vermarktung der Spezialitäten aus Milch und Fleisch. Enderle wies darauf hin, dass Bayerns Milchwirtschaft solidarisch und schlagkräftig auf die Corona-Pandemie reagiert habe. Die gesamte auf den Höfen erzeugte Milch sei abgeholt und komplett verarbeitet worden. Mit jeder Verlängerung des Shutdowns werde das jedoch schwieriger. Die Schwächung der Wirtschaft verringere die Kaufkraft der Menschen, wodurch auch der Milchmarkt nachhaltig unter Druck gerate. (AgE)

Denmark: tax on consumers price of mik

The Danish Council on Climate Change has proposed to put a tax of two Danish crown (26 eurocent) per litre on the consumers price of milk, 20 crown (2.60 euro) per kilogram on the consumers price of cheese and 26 crown (3.38 euro) per kilogram on the consumers price of beef. This with the aim to decrease consumption to lower the exhaust of green gases of Danish dairy and beef farming and industry.