DBV sieht Lebensmittelversorgung gesichert

 In Deutschland ist die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln auch in Zeiten der Corona-Epidemie gesichert. Darauf hat der Deutsche Bauernverband (DBV) hingewiesen. „Grundnahrungsmittel wie Getreide, Kartoffeln, Obst und Gemüse wird es weiterhin in ausreichender Menge geben“, erklärte DBV-Präsident Joachim Rukwied heute in Berlin. Auch Fleisch, Wurst und Milch würden weiter verfügbar sein.
Nach den Worten des DBV-Präsidenten ist Deutschland mit heimischen Lebensmitteln so gut versorgt, dass Hamsterkäufe nicht notwendig seien. Verbandsangaben zufolge ist der Selbstversorgungsgrad bei Grundnahrungsmitteln hierzulande nach wie vor hoch. Bei Hart- und Weichweizen gebe die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beispielsweise einen Selbstversorgungsgrad von zuletzt 117 % an; bei Kartoffeln liege der Wert bei 148 % und bei Frischmilcherzeugnissen bei 116 %.
Auch die anderen Akteure der Lebensmittelkette arbeiten derweil daran, die Versorgung sicherzustellen. Laut dem Vorstandsvorsitzenden der Agravis Raiffeisen AG, Dr. Dirk Köckler, setzt das Unternehmen alle Hebel in Bewegung, um arbeitsfähig zu bleiben und die Standorte in der Fläche geöffnet zu halten. „Unsere Kunden können darauf vertrauen, dass sie bei uns weiterhin alles Notwendige erhalten, damit die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln versorgt werden kann“, so Köckler. Mit „aller Macht“ müssten die Produktion von Futtermitteln und die Lieferketten aufrechterhalten werden.
Unterdessen dementierte der Handelsverband Deutschland (HDE) Gerüchte über eingeschränkte Öffnungszeiten im Lebensmittelhandel und versicherte ebenfalls, dass in der Bundesrepublik die Versorgung mit Lebensmitteln gewährleistet sei. Wegen der stark erhöhten Kundennachfrage sei die Warenlogistik die größte Herausforderung. Besonders begehrt seien Lebensmittel mit längerer Haltbarkeit. „Es gibt genügend Produkte am Markt“, beruhigte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Bei dem einen oder anderen Produkt würden sich dennoch Engpässe vorübergehend nicht vermeiden lassen. Genth appellierte deshalb an die Verbraucher, weiterhin bedarfsgerecht einzukaufen. (AgE)

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