DBV sieht wegen Corona erhebliche Auswirkungen auf die Agrarmärkte

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen für die Gesellschaft und die Gesamtwirtschaft werden nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) erhebliche Auswirkungen auf die Agrarmärkte haben. Wie der Verband am 20. März in Berlin erklärte, sind zunächst kurzfristige Schocks durch unterbrochene und verzögerte Handelsbeziehungen und umzulenkende Absatzkanäle zu beobachten. Beispiele dafür seien erhebliche Nachfragerückgänge in der Gastronomie und in der Gemeinschaftsverpflegung sowie Unsicherheiten im Handelsverkehr mit China. Mittelfristige Marktwirkungen durch eine globale Rezession seien wahrscheinlich, könnten aber zurzeit nicht abgeschätzt werden. Bei den Milcherzeugnissen sind laut DBV vor allem lagerfähige Produkte gefragt, so dass Nachfragerückgänge aus dem Hotel- und Gaststättenbereich zum Teil mehr als kompensiert würden. Diese Verlagerung der Nachfrage sei eine logistische Herausforderung für viele Molkereien. Logistikprobleme gebe es auch im EU-Binnenmarkt und in China, dem mit Abstand wichtigsten Importeur von Molke-, Mager- und Vollmilchpulver.  (AgE)

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