Ernährungsindustrie startet mit Schwung in die zweite Jahreshälfte

Die heimische Ernährungsindustrie ist hinsichtlich ihrer Umsatzentwicklung mit Schwung in die zweite Jahreshälfte gestartet. Wie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) am 7. Oktober mitteilte, erwirtschaftete die Branche im Juli 2019 Erlöse von insgesamt 15,86 Mrd. €. Das bedeutete im Vergleich zum Vorjahresmonat eine Steigerung um 6,9 Prozent. Sowohl das Inlandsgeschäft als auch der Export hätten sich dabei positiv entwickelt, berichtete die BVE. Vor allem das Inlandsgeschäft habe mit 9,1 Prozent im Vorjahresvergleich stark zulegen können. Im ersten Halbjahr war der Branchenumsatz gegenüber der Vorjahresperiode nominal nur leicht gewachsen, und zwar um 1,5 Prozent auf rund 89,5 Mrd. €. Im Export wurden im Berichtsmonat nach Angaben des Dachverbandes Lebensmittel im Gesamtwert von 5,20 Mrd. € abgesetzt, was einem Anstieg von 2,6 Prozent gegenüber dem Niveau von Juli 2018 entsprach. Die Entwicklung sei sowohl auf ein mengenmäßiges Wachstum als auch auf eine Preissteigerung zurückzuführen, stellte die BVE fest. Der reale Umsatz sei insgesamt um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Die Verkaufspreise im Inland hätten sich dabei im Mittel um 1,9 Prozent erhöht; im Ausland um durchschnittlich 2,0 Prozent. Die Lebensmittelproduktion wurde der Vereinigung zufolge im Juli 2019 ebenfalls ausgebaut; der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg um 3,1 Prozent. Zur aktuellen Stimmungslage in der Branche führte die BVE aus, dass sich die Lebensmittelhersteller im September weiterhin zuversichtlich gezeigt hätten, wenn auch der Saldo des Geschäftsklimas des betreffenden ifo-Indexes um 1,3 Punkte gegenüber dem Vormonat gesunken sei. Im Vergleich zu Juli 2018 habe sich das Geschäftsklima indes leicht verbessert. Insbesondere die Einschätzung der eigenen Geschäftslage sei sehr positiv ausgefallen, so der Dachverband. Sowohl die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten als auch die Entwicklung der Ertragslage seien jedoch schlechter eingeschätzt worden als noch im Vorjahr. (AgE)

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