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Die Hochwald Gruppe hat für das Geschäftsjahr 2018 eine positive Bilanz gezogen und stützt sich dabei sowohl auf die Stimmung der Landwirte als auch auf die Umsatzentwicklung. Wie die Genossenschaftsmolkerei am 25. Juni anlässlich der Vertreterversammlung in Maria Laach mitteilte, wurde den Milchbauern die Anlieferungsmilch 2018 durchschnittlich mit 34,5 Cent/kg Kilogramm vergütet; das waren 0,6 Cent/kg mehr als im Vorjahr. „Im Gegensatz zum Durchschnitt der Branche konnten wir den Preis steigern, das ist für die Landwirte ein wichtiger Indikator für das Unternehmen“, so Geschäftsführer Detlef Latka. Der Umsatz der Gruppe stieg 2018 im Vorjahresvergleich trotz „erheblicher Volatilitäten am Markt“ um 0,7 % auf 1,545 Mrd Euro, womit das Unternehmen eine neue Höchstmarke setzte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag mit 59,2 Mio Euro „deutlich über dem Niveau des Vorjahres“. Die Eigenkapitalquote erreichte Ende 2018 rund 33,5 %. Auf der Ausgabenseite schlugen bei Hochwald im vergangenen Jahr maßgeblich Investitionen zu Buche; allein 43,4 Mio Euro flossen in Sachanlagen. Davon profitierten laut Bericht die Standorte Thalfang, Bolsward und Hünfeld. Außerdem seien erste Zahlungen für Planung und Genehmigungen für den Neubau der Molkerei in Mechernich getätigt worden. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet die Unternehmensspitze einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Positiv sei unter anderem die Marktstabilisierung in Nordafrika zu bewerten. Was die weitere Entwicklung der Auszahlungspreise für Milch angeht, wollte sich die Geschäftsführung nicht festlegen. Bis Herbst werde das derzeitige Niveau stabil bleiben, und überdurchschnittliche Preise seien weiterhin zu erwarten. Die weltweite Versorgungslage lege eine Verknappung der Rohstoffverfügbarkeit nahe, die zu einem Anstieg der Erlöse führen könne.
Regional betrachtet fiel die Geschäftsentwicklung laut Latka 2018 unterschiedlich aus. Am deutschen Markt seien die Erlöse aufgrund rückläufiger Vermarktungsvolumen trotz gestiegener Preise leicht zurückgegangen. Das Markengeschäft habe sich aber durchaus positiv entwickelt und der Umsatz der „Bärenmarke“ spürbar zugelegt. Das Drittlandsgeschäft schnitt der Geschäftsführung zufolge ähnlich wie 2017 ab. Absatzsteigerungen seien in Südostasien und allen voran in China erzielt worden. Auch für Saudi Arabien zog Laktka eine positive Bilanz. Hier habe man die Marktführerschaft zurückgewinnen können. In Nordafrika hätten Bürgerkriege und die Flüchtlingskrise dagegen zu sinkenden Verkäufen geführt. Mit Blick auf die Produktion für Industriekunden zur Weitervermarktung zeigte sich der Geschäftsführer zufrieden. So sei beim Trocknungswerk zur Magermilchpulverherstellung in Hünfeld die Auslastungsgrenze erreicht worden und durch Kapazitätserweiterungen habe auch mehr Käse verkauft werden können.
Die jüngsten Maßnahmen zur Weiterentwicklung der eigenen Marken bei Hochwald waren nach Angaben Latkas erfolgreich. Der Schritt, Bärenmarke auch als „Frühstücksmarke und Familienmarke“ zu etablieren, trage Früchte. Die Neueinführung eines Joghurts in der Großverpackung sei bei den Kunden gut angekommen; nun solle ein Quark-Joghurt folgen. Den Kundenbedürfnissen entsprechend weiter vorantreiben will Hochwald laut der Geschäftsführung sein Engagement in Sachen Nachhaltigkeit. Umweltschonende und tierwohlgerechte Produktion werde in Zukunft aller Voraussicht nach zu einer Grundvoraussetzung werden, um Produkte im Einzelhandel platzieren zu können. Aber auch bei der Produktion für Industriekunden nehme das Thema eine hohe Priorität ein. „Wir werden in Zukunft wohl ein Segment abschaffen, nämlich das der nicht nachhaltig produzierten Milch“, so Latka. Drei Viertel des Rohstoffs werde bei Hochwald bereits nachhaltig produziert. (AgE)

 
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