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Die weltweite Nachfrage nach Agrarerzeugnissen soll in den kommenden zehn Jahren voraussichtlich um 15% steigen, während das Wachstum der landwirtschaftlichen Produktivität voraussichtlich etwas schneller zunehmen wird. Das erwarten OECD und FAO in ihrem neuen Landwirtschaftsausblick 2019 bis 2028.
Wie aiz.info daraus zitiert, könnte dies dazu führen, dass die inflationsbereinigten Preise der wichtigsten Agrarerzeugnisse auf ihrem derzeitigen Niveau bleiben oder sinken. So gehen die Autoren davon aus, dass technische Innovationen zu verbesserten Erträgen sowie einer höheren Produktionsintensität führen, selbst wenn die globale landwirtschaftliche Flächennutzung voraussichtlich weitgehend konstant bleibt.
Die direkten Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft dürften im kommenden Jahrzehnt jährlich um rund 0,5% zunehmen, das liegt unter der 0,7%-Rate der vergangenen zehn Jahre und unter der prognostizierten Wachstumsrate des Ausstoßes - was auf eine rückläufige Kohlenstoffintensität hindeutet, zitiert aiz.info weiter.
Gleichzeitig sehen die Experten neben den üblichen Risiken neue Unsicherheitsfaktoren auf die Landwirtschaft zukommen. Dazu zählen Störungen durch Handelskonflikte, die Ausbreitung von Pflanzen- und Tierkrankheiten, die zunehmende Resistenz gegen antimikrobielle Substanzen, regulatorische Einschränkungen für neue Pflanzenzüchtungstechniken sowie zunehmende extreme klimatische Ereignisse. Zu den Unsicherheiten zählen auch die Verschiebung von Ernährungspräferenzen aus dem Blickwinkel von Gesundheit und Nachhaltigkeit sowie politische Reaktionen etwa auf Fettleibigkeit.
Weltweit wird die Verwendung von Getreide für Lebensmittel im Prognosezeitraum voraussichtlich um rund 150 Mio. t zunehmen, was einem Anstieg von 13% entspricht, heißt es in dem jüngsten OECD/FAO-Agrarausblick weiter. Demnach wird der größte Teil des Zuwachses auf Reis und Weizen entfallen. Dabei wird als wichtigster Faktor für das prognostizierte Wachstum des Lebensmittelverbrauchs von Grundnahrungsmitteln das Bevölkerungswachstum genannt, welches in Afrika südlich der Sahara und in Südasien voraussichtlich am schnellsten zunehmen wird, schreiben die Experten laut aiz.info.
Dem Bericht zufolge wird der Verbrauch von Zucker und Pflanzenöl anscheinend steigen, was den anhaltenden Trend zu Fertiggerichten und stark verarbeiteten Lebensmitteln widerspiegelt, insbesondere in Ländern mit rascher Urbanisierung und hier in den Bevölkerungsschichten mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Gesundheitsbedenken dürften laut dem Bericht in zahlreichen einkommensstärkeren Ländern zu einem geringeren Verzehr von rotem Fleisch und einer Verlagerung von pflanzlichen Ölen zu Butter führen.
Außerdem dürfte die Nachfrage nach Futterpflanzen das Wachstum in der Tierproduktion in jenen Ländern übersteigen, in denen sich der Viehbestand von traditionellen zu kommerziellen Produktionssystemen entwickelt. Derweil dürfte die Verwendung von Agrarrohstoffen als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Biokraftstoffen vor allem in den Entwicklungsländern zunehmen.
Für den Handel mit Agrar- und Fischereierzeugnissen erwarten die Autoren in den kommenden zehn Jahren ein verlangsamtes Wachstum von jährlich rund 1,3% gegenüber durchschnittlich 3,3% in den vergangenen zehn Jahren, da sich das Wachstum der weltweiten Importnachfrage voraussichtlich verlangsamen wird. Auf der Exportseite sollen sowohl Lateinamerika als auch Europa ihre Verkäufe auf Auslandsmärkten steigern können.
Die diesjährige Veröffentlichung des OECD/FAO-Agrarausblicks bis 2028 enthält ein spezielles Kapitel über Lateinamerika und die Karibik, eine Region, auf die 14% der globalen Produktion und 23% der weltweiten Exporte von Agrar- und Fischereierzeugnissen entfallen - ein Anteil, der bis 2028 auf 25% steigen dürfte. (Topagrar.com)

 
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