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China hat seinen Markt für brasilianische Milcherzeugnisse geöffnet. Wie das Landwirtschaftsministerium in Brasília am 23. Juli mitteilte, wurden von Peking insgesamt 24 brasilianische Molkereien für Lieferungen unter anderem von Milchpulver und Käse zugelassen. Ressortchefin Tereza Cristina da Costa Días sprach von einer „hervorragenden Nachricht“ für die krisengeschüttelte Branche. Allein der Milchpulverimport Chinas betrage jedes Jahr insgesamt 800 000 t; die brasilianische Milchpulvererzeugung umfasse derzeit 600 000 t. Auch der brasilianische Milchwirtschaftsverband Viva Lácteos freute sich über die Marktöffnung. Er geht davon aus, dass das südamerikanische Land künftig Molkereiprodukte im Wert von 4,5 Mio $ (4,0 Mio Euro) nach China liefern kann. Informationen zum jetzigen Auslandsgeschäft der brasilianischen Milchwirtschaft lieferte der Verband nicht. Staatliche Zahlen liegen allerdings für den Zeitraum Januar bis September 2018 vor. In den drei Quartalen setzte das südamerikanische Land demnach Milch und Molkereiprodukte im Wert von zusammen 58,3 Mio $ (52,0 Mio Euro) auf dem globalen Markt ab. Die Milchbranche in Brasilien steckt seit längerem in der Krise, laut Angaben des Milcherzeugerverbandes Leite Brasil auch wegen der Konkurrenz aus Argentinien und Uruguay. Hinzu komme, dass die Produktionskosten im internationalen Vergleich hoch seien, auch infolge der Besteuerung von Produktionsmitteln. Mit Blick auf die Zukunft bereitet dem Wirtschaftszweig zudem das aktuell vorgelegte Ergebnis der Freihandelsgespräche zwischen dem Mercosur und der Europäischen Union Sorgen. Demnach sollen künftig 30 000 t Käse, 10 000 t Milchpulver und 5 000 t Babynahrung von der EU zollfrei in den Mercosur eingeführt werden dürfen (Umrechnungskurs: 1 $ = 0,8917 Euro). (AgE)



 
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