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Eine „grundsätzliche Richtungsdiskussion“ für eine zukunftsfähige Milcherzeugung hat der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) gefordert. Wie der Verband am Rande der Agrarministerkonferenz (AMK) am 27. September in Mainz deutlich machte, müssen dafür sowohl die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) als auch die Gemeinsame Marktordnung (GMO) weiterentwickelt werden. Eine Schlüsselfunktion für die Erreichung der zunehmend umweltpolitischen Ziele der GAP nimmt für den BDM das Einkommen der Landwirte ein. Solange die Direktzahlungen ganz überwiegend eine Ausgleichsfunktion hätten und damit eine existenziell notwendige Einkommenskomponente darstellten, seien die Möglichkeiten echter Politikgestaltung relativ begrenzt, erläuterte der BDM-Vorsitzende Stefan Mann. Die GMO müsse daher so ausgestaltet werden, dass sich die Betriebe wirtschaftlich nachhaltig aus den Verkaufserlösen ihrer Produkte weiterentwickeln könnten. Nur so hätten Politik und Landwirte die nötige - auch finanzielle - „Beinfreiheit“ für eine sinnvolle Ausgestaltung und Umsetzung der GAP-Ziele, erläuterte Mann. Erst wenn die Agrargelder nicht mehr im Wesentlichen zur Einkommensstützung verwendet werden müssten, könnten sie mit mehr Wirkungskraft für die Erreichung wichtiger gesellschaftlicher Ziele eingesetzt werden. Laut Darstellung des BDM-Vorsitzenden werden die Fördergelder aktuell jedoch schrittweise mit höheren Anforderungen und damit höheren Kosten verknüpft, ohne gleichzeitig über die grundlegenden Möglichkeiten der Marktausrichtung nachzudenken, die den Bauern ein mindestens kostendeckendes Wirtschaften ermöglichten. In einer Situation, in der die Milchviehhalter dauerhaft rund 10 Cent pro Liter Milch von einer Kostendeckung entfernt seien, bedeute damit jede weitere Anforderung einen zusätzlichen Substanzverlust, warnte Mann. Es sei fatal, wenn man den Landwirten einerseits eine Schlüsselrolle für Klima-, Arten- und Naturschutz zuweise, sie aber nicht gleichzeitig für diese Anforderungen stärke. (AgE)

 

 
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