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Die Milchanlieferung an die deutschen Molkereien nähert sich weiter ihrem saisonalen Tiefpunkt, der etwa Mitte November erreicht werden dürfte. In der 42. Woche wurden im Bundesgebiet 0,6 % weniger Milch erfasst als in der Vorwoche. Die Vorjahreslinie wurde damit um 1,0 % übertroffen. In Frankreich wurden zuletzt 1,9 % mehr Milch angeliefert als in der Vorjahreswoche.
An den Märkten für flüssigen Rohstoff sind Ende Oktober uneinheitliche Tendenzen zu beobachten. Für Magermilchkonzentrat und Versandmilch werden stabile Preise erzielt, während bei Rahm vermutlich feiertagsbedingt eine Abschwächung eingetreten ist.
Die Lage am Markt für Magermilchpulver stellt sich auch in den letzten Oktobertagen anhaltend sehr fest dar. Der Nachfrage steht ein knappes Angebot gegenüber. Freie Mengen stehen bis zum Jahresende kaum mehr zur Verfügung. Vielmehr wird von Lieferschwierigkeiten und Verzögerungen berichtet, die anscheinend in verschiedenen europäischen Werken auftreten. Für das vierte Quartal gehen aus der europäischen Industrie noch einzelne Anfragen ein. Die meisten Einkäufer haben inzwischen ihren Bedarf decken können. Eine Entspannung der knappen Angebotssituation bis zum Jahresende ist nicht zu erwarten. Auch für das erste und zweite Quartal des kommenden Jahres werden Verhandlungen geführt.
Die Bereitschaft der Käufer die Preisforderungen der Hersteller zu akzeptieren ist unterschiedlich. Teilweise kommen Abschlüsse zu Stande. Teils sind die Einkäufer auch noch zögerlich, nachdem sie von dem kräftigen Preisanstieg in den vergangenen Monaten überrascht worden sind. Was Exporte betrifft, sind die Neuabschlüsse dem Vernehmen nach zuletzt etwas ruhiger geworden. Am Weltmarkt ist wieder mehr Konkurrenz aus den USA zu bemerken, die etwas preisgünstiger anbietet als die EU. Bei dem knappen Angebot tendieren die Preise weiterhin fester.
Für Lebensmittelware haben sich erneut höhere Preise durchsetzen lassen. Bei Futtermittelware hat sich der Preisanstieg dem Vernehmen nach verlangsamt fortgesetzt.
Bei Vollmilchpulver wird von ruhigen Aktivitäten berichtet. Am Binnenmarkt werden noch Restmengen für das laufende Quartal abgedeckt und es besteht auch Kaufinteresse für das kommende Quartal. An den Exportmärkten ist die Konkurrenzfähigkeit der EU eingeschränkt. Die Preise bewegen sich unverändert auf dem Niveau der Vorwochen. Molkenpulver hat sich weiter gefestigt. Am Markt für Futtermittelware haben sich festere Preise durchgesetzt, wobei für das erste Quartal 2020 von einer ruhigen Nachfrage berichtet wird. Lebensmittelware trifft bei festen Preisen auf eine gute Nachfrage, insbesondere auch für Exporte. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

 
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