Statistiken

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MOSKAU/KIEW. Während die die Milchproduktion in Russland von Januar bis September 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugelegt hat, wurde die betreffende Erzeugung in der Ukraine zurückgefahren. Nach Angaben des Moskauer Landwirtschaftsministeriums wurden im eigenen Land im Berichtszeitraum 24,2 Mio t Milch erzeugt, was gegenüber der Vorjahresperiode einem Anstieg von 1,7 % entsprach. Davon entfielen 12,8 Mio t Milch auf landwirtschaftliche Betriebe; das bedeutete einen Zuwachs um 3,4 %. Für die durchschnittliche Milchleistung je Kuh in diesen Betrieben wurde ein Plus von 5,9 % auf 4 918 kg ausgewiesen. Dem Moskauer Statistikamt (Rosstat) zufolge verringerte sich im Einzelnen aber die Produktion von Trinkmilch in den ersten drei Quartalen 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,3 % auf 3,9 Mio t und die von fermentierten Milcherzeugnissen um 2,5 % auf 2,1 Mio t. Die Erzeugung von milchhaltigen Produkten mit Milchfettersatz ging sogar um 9 % auf 129 200 t zurück. Außerdem wurde die Buttererzeugung um 0,8 % auf 197 800 t eingeschränkt. Dagegen stellten die Statistiker einen Anstieg der Käseproduktion um 8,8 % auf 389 800 t fest. Auch die Milchpulvererzeugung wurde ausgeweitet, und zwar um 12,5 % auf 120 100 t. Unterdessen ist die Milchproduktion in der Ukraine von Januar bis September 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 % auf 7,6 Mio t gesunken. Davon entfielen nach Angaben des staatlichen Statistikdienstes in Kiew 2,1 Mio t auf landwirtschaftliche Betriebe, die 1,2 % weniger erzeugten. Die Produktion der Hauswirtschaften verringerte sich um 4,4 % auf 5,5 Mio t Milch. Branchenbeobachter begründen diese negative Entwicklung vor allem mit der Abstockung der Rinderbestände als Folge der bevorstehenden Öffnung des Bodenmarktes. Ineffiziente Milcherzeuger konzentrierten sich vor diesem Hintergrund zunehmend auf die Pflanzenproduktion, hieß es. Derweil rechnen Marktfachleute mit Blick auf die ukrainischen Exporte von Milcherzeugnissen für 2019 mit einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um rund 300 000 t auf etwa 800 000 t in Milchäquivalenten. Dagegen dürften die betreffenden Importe um 90 000 t auf rund 250 000 t Milchäquivalente ausgeweitet werden.( AgE) 

 
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