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Eine rasche Umsetzung des Sonderprogramms Milch hat der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Udo Folgart , gefordert. Mit dem Sonderprogramm helfe der Staat den Milchbauern in einer existenzbedrohenden Situation. „Nun muss alles getan werden, dass dieses Geld auch zeitnah bei den Milcherzeugern ankommt“, betonte Folgart auf dem Netzwerktreffen Milch des DBV am Montag vergangener Woche in Berlin. Bei dem Treffen diskutierten dem Verband zufolge Milcherzeuger aus allen Regionen des Bundesgebiets mit dem Staatssekretär vom Bundeslandwirtschaftsministerium, Gert Lindemann , über die Umsetzung des Programms. Die Auferlegung eines zweijährigen Grünlandmilchprogramms in Höhe von insgesamt 500 Mio Euro sei angesichts knapper Kassen keine Selbstverständlichkeit gewesen, sagte Folgart. Es sei zwar richtig, dass diese Mittel nicht die den Milchviehhaltern durch den Verfall der Milchpreise entstandenen Verluste ausgleichen könnten. Genauso richtig sei aber, dass „in der Not jede Hilfe zählt“, unterstrich der DBV-Vizepräsident. Er appellierte an den Staatssekretär, bei der Umsetzung des Programms alle Milcherzeuger gleichermaßen zu unterstützen. Um den Betrieben den nötigen Impuls zu geben, müsse ihnen das Geld rasch und unbürokratisch zur Verfügung stehen. Die weiteren Aussichten auf dem Milchmarkt beurteilte Folgart vorsichtig positiv. Es sei zu beobachten, dass die Milchbauern langsam aus dem Preistief herauskämen. Global sei wieder eine verbesserte Nachfrage und höhere Kaufbereitschaft zu erkennen. Die Weltmarktpreise für Milchprodukte seien im Verlauf der letzten Monate teils kräftig gestiegen. Auch Deutschland profitiere von diesem Trend. Die Listungsgespräche für Trinkmilch und Butter seien insgesamt gut gelaufen, berichtete der DBV-Vizepräsident. Er wies darauf hin, dass in der Milchkrise auch die Intervention dazu beigetragen habe, die Milchpreise vor einem noch größeren Absturz zu bewahren. Ansonsten wäre die Situation der Betriebe noch dramatischer geworden. Nun gelte es, dass die Milch zum richtigen Augenblick wieder auf den Markt komme. „Dieses muss von der EU-Kommission fein ausgesteuert werden, um die positive Entwicklung der Preise nicht zu gefährden“, verlangte Folgart. Bislang reguliere die EU den Milchmarkt noch, aber deutlich schwächer als vor ein paar Jahren. Langfristig werde sie sich als „Marktpartner“ aber ganz zurückziehen. Die Verantwortung für Märkte und Preise würden dann voll und ganz auf die Molkereien und die Milcherzeuger übergehen. Hierfür seien neue Konzepte für eine wettbewerbsfähige Weiterentwicklung erforderlich, so Folgart. Er forderte in diesem Zusammenhang die Molkereien zu einer stärkeren Zusammenarbeit und Bündelung auf. AgE
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