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Mitglieder des genossenschaftlich organisierten australischen Milchverarbeiters Fonterra können künftig mehr Anteile an ihrem Unternehmen kaufen, ohne die Produktion aufstocken zu müssen. Das haben die Anteilseigner Mitte November mit großer Mehrheit in verschiedenen Abstimmungen entschieden. Die Landwirte können demnach bis zu 20 Prozent mehr Anteile an ihrer Genossenschaft halten, als es ihrem Produktionsvolumen entspricht. Für die Aufstockung der Anteile können sich die Milcherzeuger auch zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Fonterra, dem größten Exporteur von Milchprodukten weltweit, fließt damit frisches Kapital zu. Der Wert der zusätzlichen Anteilsscheine soll der gleiche sein wie bei den an die Produktion gebundenen Anteilen. Deren Wert ermittelt momentan ein unabhängiger Gutachter. Die neuen Anteilsscheine sollen auch zwischen den Landwirten handelbar sein. Wie dies vonstatten gehen kann, dazu werden die Milcherzeuger nächstes Jahr vom Fonterra-Management befragt werden. Der Vorsitzende des Fonterra-Aufsichtsrates, Henry van der Heyden, wertete das Votum der Landwirte als große Vertrauensbasis für die Genossenschaft und deren Zukunft. Der Abstimmung war eine Kontroverse um die künftige Ausgestaltung des Fonterra-Geschäftsmodells vorausgegangen. Die Landwirte hatten sich gegen das vom Management befürwortete Modell ausgesprochen, das operative Geschäft künftig in einem börsennotierten Unternehmen auszulagern. |

