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"Ich bin richtig enttäuscht“, erklärte der Vorsitzende des Vorstandes der Molkereigenossenschaft Erding, Simon Selmeier, in der Gebietsversammlung im Gasthaus Bauer in Kirchasch am 25. Januar. Mit der Forderung von 32 Cent pro Liter waren die Milchbauern in den letzten Tagen in „den Kampf um höhere Preise gegangen“, so Selmeier. Doch das Milchwerk Jäger bot zuerst nur wie bisher 27 Cent. Juniorchef Hermann Jäger legte schließlich einen Cent für die nächsten drei Monate drauf. Mehr war nicht drin. Die Milchbauern brachen die Verhandlungen ab. „Dennoch können wir zufrieden sein. Es gibt Molkereien in Bayern, die zahlen nur 23,9 Cent. Die Bauern, die an Weihenstephan liefern, bekommen nur 26,24 Cent“, so Selmeier. Jäger machte den Landwirten wenig Mut. „Wenn es möglich ist, zahlen wir mehr. Aber wir müssen der Realität ins Auge schauen. Als der Butterpreis gestiegen ist, sank der Verbrauch um drei Prozent. Wenn der Markt nicht mitspielt, bricht der Preis zusammen“, warnte Jäger. Aufmerksam verfolgt der Molkerei-Juniorchef die Entwicklung beim Discounter Lidl. Wenn dort die Bauernmilch zum Erfolg werde, könne das langfristig positiv für die Landwirte sein. Dann würden andere Discounter einsteigen, und die Preise könnten nach oben gehen. „Aber darauf können wir derzeit nur hoffen“, so Jäger. (merkur-online/nie) |