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Arten- und Klimaschutz Hauptthemen im Jubiläumsjahr - Tschimpke: Starkes Umweltengagement ist Erfolgsstory des NABU
Der NABU feierte am  1. Februar sein 111-jähriges Bestehen. Mit 420.000 Mitgliedern und 40.000 Fördern ist der NABU heute Deutschlands mitgliederstärkster Umweltverband, der in allen umweltpolitischen Bereichen engagiert ist. "Die Geschichte des NABU ist eine Erfolgsgeschichte des gesellschaftlichen Engagements für den Natur- und Umweltschutz in Deutschland", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich der Jubiläums-Pressekonferenz in Berlin. "Bundesweit arbeiten Mitarbeiter und ehrenamtlich Aktive im NABU für eine intakte und artenreiche Umwelt. Sowohl in der Vergangenheit wie heute können wir auf eine starke Unterstützung der Bevölkerung bauen. Darauf sind wir stolz, das macht uns stark und gibt uns Rückhalt für die Herausforderungen der Zukunft", so Tschimpke weiter. Neben einem Rückblick auf die umweltpolitische Arbeit des Verbandes sowie einem Ausblick auf das laufende Jahr, stellte der NABU eine Studie zu "Klimaschutz in der Landwirtschaft" vor.

 "In der Klimabilanz der Landwirtschaft lassen die Politiker gerne den Umbruch von Grünland und die Entwässerung von Mooren unter den Tisch fallen, obwohl dadurch in Deutschland eines gutes Drittel der Agraremissionen verursacht wird", so Tschimpke. Das belege das NABU- Gutachten "Klimaschutz in der Landwirschaft". Angesichts dieser negativen Ergebnisse fordert der NABU ein Aktionsprogramm für mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft. "Wenn wir weiter machen wie bisher, wird die deutsche Landwirtschaft ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 gerade mal um 20 Prozent gegenüber 1990 verringern können. Notwendig ist aber wie im Energiebereich das Doppelte, nämlich 40 Prozent", so Carsten Wachholz, NABU-Klimaexperte. Im anstehenden Reformprozess der EU-Agrarpolitik müsse sich Deutschland daher vorrangig dafür einsetzen, dass Fördermittel künftig nur noch für öffentliche Güter ausgegeben werden, zu denen insbesondere der Klimaschutz gehört.

Tschimpke forderte vor allem von Bundesagrarministerin Aigner mehr Engagement im Klimaschutz: "Für die Bundesregierung sollte sie die Chance nutzen, die EU-Verhandlungen in Brüssel aktiv mitzugestalten. Für eine ernst gemeinte Strategie muss der Klimaschutz konsequenter als bisher in der Agrarpolitik verankert werden."

 
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