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Mit 26 Cent könnte der Auszahlungspreis für 2010 knapp vier Cent über dem von 2009 liegen. Doch wie die Regionalpresse berichtet, stimmt diese  Prognose keinen der Milchbauern nlässlich der Bezirksversammlung der Hansa Milch Mecklenburg-Holstein eG positiv . Die Molkereigenossenschaft Karstädt hatte sich vor fünf Jahren mit der in Upahl ansässigen Molkerei zusammengeschlossen. Diese firmiert unter der Marke "hansano", produziert aber auch für Fremdanbieter.

"2009 war für uns ein schwarzes Jahr, wir haben alle richtig Geld verbrannt. Auch gegenwärtig geht es uns dreckig und mit dem Abschmelzen der Interventionspreise kommt noch einiges auf uns zu", befürchtet Uwe Kessler, Vorsitzender der Agrargenossenschaft Pirow. Konrad Schmidt, Agrarchef aus Steesow, verwies auf eine Untersuchung der Landwirtschaftsberatung, Sitz Rostock, die einen kostendeckenden Milchpreis mit 34,7 Cent beziffert.  Es sei weiterhin zuviel Milch auf dem Markt. Kessler forderte, dem einen Hebel vorzuschieben. Man nehme seit zwei Jahren keine Fremdmilch mehr an, doch habe man keine rechtliche Handhabe, Überlieferungen der Mitglieder zu verhindern, hielt Manfred Remus, Geschäftsführer der Hansa Milch AG, dagegen. Natürlich könne man einen Beschluss dazu fassen, doch 70 Prozent der Betriebe überlieferten bereits, um mit den Einnahmen der Quotenüberlieferung ihre Liquidität zu sichern. Da sei fraglich, ob solch ein Beschluss zustande komme. "Auch würden bei solidarischem Verhalten andere die Lücke füllen und wir hinten anstehen."

"Jedem, der überliefert, muss bewusst sein, dass er mit jedem Liter Milch noch ein Minus macht", rechnete Konrad Schmidt vor. Es sei fünf vor zwölf für die Milchproduzenten. Was die Preisverhandlungen mit dem Handel betreffe, müsse Upahl im Verbund mit anderen Molkereien agieren. Auch seien neue Ideen gefragt. Es gebe Gespräche zu neuen Strategien, zu Kooperationen und auch Bioprodukten, so Remus. Doch solange es einen Überschuss auf dem Markt gebe, werde es der Handel in Preisverhandlungen leicht haben. Hinzu komme die Globalisierung auf dem Markt, was den Wettbewerb noch härter werden lasse. "Tatsache ist, dass wir nicht alle überleben werden", meinte Hansa Milch-Vorstandsvorsitzender Uwe Krause. In der Prignitz gaben bisher u. a. Karsten Heisler, Dallmin, und Reiner Guhl, Düpow, die Milchproduktion auf. (svz.de)

 
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