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Der Umbau der Bützower Molkerei läuft. "Die Liegenschaft ist heruntergewirtschaftet", sagt Almil-Vorstand Tilen Verhovsek. Die Almil AG kaufte vor einem halben Jahr die ehemalige Bützower Molkerei. Der europäische Milchriese will dort nach eigenen Angaben Dauermilcherzeugnisse produzieren. "Wir bauen derzeit die Anlagen ein, stehen aber erst am Anfang", sagt Verhovsek. Noch unklar ist, ob das Unternehmen vom Land finanzielle Unterstützung erhält. Im Raum stehen auch noch Fördermittel-Rückzahlungsansprüche seitens des Landes, denn der Standort wurde schon einmal als Molkerei gefördert. Ob es erneut eine Finanzspritze vom Land gibt, sei noch nicht entschieden, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium. Ein Antrag von Almil liege vor, "ist aber noch nicht ausreichend untersetzt", sagt Ministeriumssprecher Gerd Lange. Ein positiver Bescheid hänge von der geplanten Investition, Art und Ausrichtung des Werkes ab. Die Wiedereinrichtung einer Molkerei sei nicht förderfähig, eine Neuinvestition schon. Man sei mit der Almil AG im Gespräch. Laut SVZ-Informationen übernahm Almil vom Vorgänger auch mögliche Fördermittel-Rückzahlungsansprüche. Vor fünf Jahren gab der Konzern Nordmilch den einst mit Fördermitteln sanierten Bützower Standort auf. Nach der Schließung des Werkes folgten politische Versprechen, eine Pressekonferenz, bei der Agrarminister Till Backhaus (SPD) gemeinsam mit Nordmilch ein neues Unternehmen für den Standort präsentierte. Das Kosmetikwerk CPB wollte in Bützow innovative Creme-Serien herstellen und versprach bis zu 160 neue Jobs. Es blieb bei einem kleinen Lager, einem Labor, einer Hand voll Beschäftigten und Hinhalte-Versprechungen. Umso mehr hält sich die Almil-AG mit Plänen zurück. "Wir sind nicht CPB", sagt Tilen Verhovsek. Über Produktionsstart und die Zahl der Arbeitsplätze könne er noch keine Angaben machen. Fest stehe, "Bützow wird wieder ein Molkerei-Betrieb", so der Almil-Chef. Die Produktion hochwertiger Dauermilchprodukte u. a. für die Lebensmittelindustrie sei das Metier des Unternehmens, das mehrere Standorte in Europa betreibt. Konkurrenz, die Nordmilch verhindern wollte? Der Bützower Bürgermeister vermittelte Kontakte zu Ver- und Entsorgern und Lebensmittelschweißern. Die alten Anlagen teile hatte CPB demontiert und verkauft. Almil fand leere Werkshallen vor. |