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Unter dem Druck der Regierung hat die französische Milchwirtschaft die nationale Erzeugerpreis-Empfehlung um ein weiteres Vierteljahr verlängert. In einer Krisensitzung unter Leitung von Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire einigten sich die führenden Verbände der Erzeuger, der Privatmolkereien und der Genossenschaften am Dienstag in Paris, das Milchpreis-Abkommen vom 03.06.2009 auch im zweiten Quartal 2010 anzuwenden. Diese Übereinkunft sieht eine Erhöhung der Erzeugerpreise um 5,7% bis 11,6% je nach Sortiment der jeweiligen Molkerei vor. Ab dem 1. Juli dieses Jahres soll sich die Preisfindung auf drei neue Indizes stützen: einen Index zum Preisabstand zwischen Deutschland und Frankreich, einen Index der Wertschöpfung aus Butter und Milchpulver sowie aus höherwertigen Verbraucherprodukten und einen Produktionskostenindex. Die Einzelheiten des Modells sollen bis spätestens Ende Mai vereinbart werden. Ziel der französischen Milchverarbeiter ist es, ihre Konkurrenzfähigkeit gegenüber deutschen Wettbewerbern zu verbessern. Sie hatten die Verhandlungen über die Fortschreibung des Preisabkommens am 18. März zunächst platzen lassen, weil nach ihrer Auffassung der französische Erzeugerpreis im Vergleich zum deutschen Niveau um 15 Prozent zu hoch sei. Mit der Einigung unter dem Einfluss von Minister Le Maire sind die Spannungen in der Milchwirtschaft des Landes allerdings nicht völlig ausgeräumt. Minderheitenverbände wie die Coordination Rurale und die Organisation der Milcherzeuger (OPL) kritisierten das Abkommen als unzureichend. Sie befürchten einen weiteren Preisdruck durch die neuen Indizes. |




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