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Die Nordmilch zählte im letzten Jahr mit 51 Millionen Euro zu den großen Empfängern von EU-Zahlungen. Mit dem Aufkauf von Milchpulver und Butter bei der größten deutschen Molkerei hatte die EU im vergangenen Jahr den Milchmarkt deutlich entlastet und damit die Milchpreise gestützt. „Das Eingreifen der Europäischen Union in den Milchmarkt und der Kauf von Milchpulver und Butter im Wert von 47 Millionen Euro bei der Nordmilch, hat im letzten Jahr das Überleben tausender Milchbauern in Deutschland mit gesichert“, erklärt Hermann Cordes, Pressesprecher Nordmilch AG. Die Genossenschaft mit rund 7.500 Eigentümern, sei dadurch in der Lage gewesen, den Milchauszahlungspreis für die Landwirte bei über 21 Cent pro kg Milch zu halten. Der Rettungsschirm der EU sei zudem nur mit den großen Molkereien möglich geworden. Nur sie seien in der Lage, Milchpulver und Butter in entsprechender Menge und Qualität produzieren zu können, argumentiert die Nordmilch. Im freien Milchhandel, auf dem sogenannten „Spotmarkt“, sei der Preis für Milch zeitweise auf 15 bis 18 Cent pro kg gesunken. Ein Preis, der für Bauern nicht mehr zu verkraften sei. Keinesfalls seien hier Steuergelder ohne Gegenwert an die Bauern ausgeschüttet worden, sondern die EU habe dafür, mit Butter und Milchpulver, einen marktgerechten Gegenwert erhalten. „Bei steigendem Marktpreisen kann die EU jetzt sogar noch daran verdienen“, so Cordes. Diese Auffassung werde auch vom IFE, dem Forschungszentrum für Ernährungswirtschaft in Kiel, gestützt. Die Forscher erklärten: „Mit einem feindosierten Abverkauf könnte die EU eine Menge Geld über das hinaus hinzubekommen, was sie im vergangenen Jahr für den Ankauf zu sehr niedrigen Preisen und für die Lagerhaltung eingesetzt hat. Darin unterscheidet sich die Intervention 2009/10 von der Intervention 2000, als eingelagerte Waren nur mit hohen Preisabschlägen wieder verkauft werden konnten.“ Weitere vier Millionen Euro erhielt die Nordmilch im vergangenen Jahr in Form von Erstattungen, die in der Wirtschaftskrise Handelsnachteile der Dollarschwäche auf internationale Märkte gemindert haben. (topagrar)


 

 
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