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Die Molkereiunternehmen in Rumänien haben zuletzt deutlich weniger Milch erfasst. Laut Angaben des Nationalen Statistikinstituts (INS) in Bukarest wurden im ersten Quartal 2010 insgesamt rund 209 000 t Rohmilch verarbeitet, was im Vergleich zur Vorjahresperiode eine Abnahme um 6,6 % bedeutete. Allerdings waren der durchschnittliche Fett- und Eiweißgehalt der angelieferten Milch mit 3,81 % beziehungsweise 3,26 % etwas höher als im Vorjahr. Wie die Statistiker weiter berichteten, erhöhten die Molkereien im Berichtzeitraum die Buttererzeugung um 3,2 % und die Herstellung von Kaffeesahne sowie von Sauermilchgetränken um 3,5 % beziehungsweise 3,9 %. Demgegenüber wurde die Trinkmilchproduktion um 2,8 % und die Käseherstellung um 6,3 % eingeschränkt. Die weiteren Aussichten beurteilen Marketingfachleute der großen Molkereiunternehmen pessimistisch. "Das Jahr 2010 wird für die Milchbranche schwierig werden", erklärte der Präsident der Albalact-Holding, Raul Curtin . Er geht davon aus, dass der Milchmarkt dieses Jahr stagnieren wird. Das rumänische Milchaufkommen war 2009 um 6,5 % gesunken, während gleichzeitig die Rohmilchimporte um 35,7 % zulegten. Auch der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes der Milchindustrie, Valentin Blanavu, prognostiziert für 2010 eine Stagnation des Milchmarktes und erwartet eine Jahresbranchenumsatz von umgerechnet rund 1,1 Mrd Euro. AgE |