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Heute, Dienstag  den 27. Juli,findet am Sitz des Migros-Genossenschafts-Bundes in Zürich eine Kundgebung von Milchproduzenten statt. Die Migros hat Verständnis für die  angespannte Situation auf dem Milchmarkt und nimmt die Bedenken der  Milchbauern ernst, weist deren Behauptungen jedoch zurück. Hauptursache für die die Probleme auf dem Schweizer Milchmarkt  sind die Überkapazitäten. Die Preise sind demzufolge unter Druck,  umso mehr die Schweiz keine Insel ist. Aus dem Ausland, wo  internationale Discounter und Hersteller den Milchpreis tief halten,
gelangen vermehrt verarbeitete Produkte in die Schweiz. Zudem wächst  derzeit der Einkaufstourismus. Da die Migros auch in Zukunft ihren  Kundinnen und Kunden das beste Preis-/Leistungsverhältnis bieten  will, hat sie bisher - von der Butter abgesehen - darauf verzichtet,  den Verkaufspreis für Milchprodukte zu erhöhen. Wo nötig, trägt die Migros die Mehrkosten selbst und verzichtet auf einen Teil der Marge.

Langfristige Verträge mit Milchbauern
Richtig ist, dass die Branchenorganisation Milch (BOM), der auch die  Migros angehört, eine Richtpreiserhöhung beschlossen hat. Doch  Richtpreise sind keine Fixpreise. Der Migros-Industriebetrieb ELSA  regelt mit all seinen Produzenten die Milchpreise über langfristige  Verträge. Tatsache ist, dass ELSA ihren Milchlieferanten einen  substantiell höheren Preis zahlt als andere Verarbeiter. ELSA hat  sich mit ihren Lieferanten denn auch einvernehmlich über die  Umsetzung des BOM-Richtpreises für die nächste Periode geeinigt. Migros investiert rund 100 Millionen Franken in die Zukunft der  Schweizer Milchwirtschaft. Die Migros nimmt die Bedenken der Milchbauern um ihre Zukunft  ernst. Sie setzt im Milchmarkt auf eine nachhaltige und  qualitätsorientierte Vorwärtsstrategie. So fördert sie mit  Innovationen und Investitionen konsequent und langfristig den Absatz  von Schweizer Milch- und Molkereiprodukten. Im Gegensatz zur  Konkurrenz verkauft sie beispielsweise ausschliesslich Joghurts aus  Schweizer Milch, und zwar in allen Preislagen. Der  Migros-Industriebetrieb ELSA investiert laufend in neue  Produktionsstätten und -anlagen. Dies ist ein wichtiges Bekenntnis gegenüber den Schweizer Milchlieferanten.

Den Dialog fortsetzen
Die Migros führt laufend Gespräche mit allen Beteiligten der Land- und Milchwirtschaft. Sie kann aber den Milchmarkt nicht alleine ins Lot bringen. Dies ist Aufgabe der ganzen Branche - der Produzenten und der Verarbeiter. Auch mit Big-M kam es bereits einmal zu einem Gedankenaustausch. Die Migros bedauert, dass Big-M im Vorfeld der heutigen Kundgebung nicht auf sie zugekommen ist, signalisiert jedochgleichwohl Gesprächsbereitschaft.

 
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