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Die französische Wettbewerbsbehörde hat die Übernahme der hoch verschuldeten Entremont-Gruppe durch die Molkereigenossenschaft Sodiaal genehmigt. Nach Einschätzung des Kartellamtes wird das neue Unternehmen in der Milcherfassung nur eine begrenzte Macht entfalten. Ausdrücklich verweist die Behörde auf die genossenschaftliche Organisationsstruktur von Sodiaal. Dadurch seien ausgeglichene Beziehungen zwischen den Milcherzeugern und ihrem Abnehmer gesichert. Die Landwirte profitierten von ihrer Stellung als Anteilseigner und dem garantierten Absatz ihrer Produktion. Durch die Akquisition würde Sodiaal zum zweitgrößten Milchverarbeiter Frankreichs hinter der Privatmolkerei Lactalis aufsteigen. Noch steht allerdings die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden in Italien und Belgien aus. Das fusionierte Unternehmen würde jährlich mehr als 4,5 Milliarden kg Milch verarbeiten. Das entspricht einem Fünftel der französischen Milchquote. Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire hatte sich im Herbst 2009 für die Übernahme eingesetzt.
 
Auch auf der Absatzseite hegt die französische Wettbewerbsbehörde keine Bedenken gegen den Zusammenschluss. Der Wettbewerb auf dem Käsemarkt werde nicht beeinträchtigt, so das Kartellamt. Die Überlappung der Aktivitäten von Sodiaal und Entremont auf dem Käsemarkt seien begrenzt. Allein bei Raclettekäse, der unter Handelsmarke verkauft werde, erreiche das neue Unternehmen einen signifikanten Marktanteil. Angesichts der Einkaufsmacht des Einzelhandels gegenüber den Produzenten von Handelsmarkenerzeugnisse sei eine Beeinträchtigung des Wettbewerbs aber nicht zu erwarten.
(dlz agrarmagazin/leh)

 
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