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| Geschrieben von: Administrator |
| Montag, 31. Januar 2011 00:00 |
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Die Landesregierung hat sich für die Aufhebung der europaweiten Milchquote ausgesprochen. Im vergangenen Jahr sei die Milchproduktion nicht wesentlich gestiegen, sagte Agrarstaatssekretär Roland Richwien auf dem 15. Thüringer Milchtag am Montag in Erfurt. Daher gebe es keinen Grund, die schrittweise Anhebung der Quote und deren Auslaufen ab April 2015 zu korrigieren. Durch die Maßnahme könnten die Chancen auf dem Weltmarkt künftig besser genutzt werden. Die EU hatte die Milchquote einst eingeführt, um den Milchmarkt in Europa besser zu koordinieren und ein Überangebot zu unterbinden. Für jedes Land wurde eine Produktions-Obergrenze festgeschrieben. Gegen die beschlossene Aufhebung der Quote gibt es aber auch Kritik.
Richwien kritiserte Änderungen der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013. Er lehne eine Obergrenze für Direktzahlungen ab. Auch die viel diskutierte ökologische Komponente sehe er als problematisch an. Die EU-Kommission erwägt eine Deckelung der Agrarförderung nach Betriebsgröße. Zudem sollten ökologische Kriterien wie Naturschutz eine größere Rolle bei der Mittelvergabe spielen. Im vergangenen Jahr wurden an 4.700 thüringische Landwirte Direktzahlungen in Höhe von 250 Millionen Euro ausgeschüttet. Auf dem 15. Thüringer Milchtag zeichnete Richwien 18 Milcherzeuger für beste Rohmilch-Qualität sowie sechs weitere Betriebe für hervorragende Produktqualität aus. In Thüringen wurden Ende 2009 etwa 111.000 Milchkühe gehalten. Mit jährlich 8.964 Kilogramm Milch pro Kuh liegt Thüringen im bundesweiten Leistungsvergleich auf dem ersten Platz. (t-online.de) |
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