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Mit einer Mehrheit von 93,3 Prozent haben heute die gewählten Vertreter der Humana Milchunion eG für eine Verschmelzung der Humana Milchindustrie GmbH mit der Nordmilch gestimmt. Die Gremien der Nordmilch hatten der Fusion zum Stichtag 01. Juli 2010 bereits im Vorfeld zugestimmt. Eine formale Bestätigung des Beschlusses durch die Vertreterversammlung der Nordmilch eG am 03.02.2011 wird erwartet. Das entstehende Gemeinschaftsunternehmen wird den Namen DMK Deutsches Milchkontor GmbH (kurz DMK) tragen und belegt im europäischen Ranking Platz sechs. Das fusionierte Unternehmen wird eine GmbH, beide Vertragspartner sind zu gleichen Teilen daran beteiligt. Die Genossenschaften Humana Milchunion eG und Nordmilch eG als Muttergesellschaften bleiben von den Fusionsplänen unberührt. Als juristischer Sitz des DMKs ist das niedersächsische Zeven vorgesehen, Sitz der Geschäftsführung und zentraler Verwaltungssitz ist Everswinkel in Nordrhein-Westfalen. Der neue Unternehmensname DMK bietet eine angemessene Plattform für den Zusammenschluss der größten Milchverarbeiter Deutschlands - mit Raum für weitere Schritte. Darüber hinaus besetzt er ein weltweit akzeptiertes deutsches Qualitätsversprechen ("Made in Germany"). Die ehemalige Exportgesellschaft der deutschen Milchwirtschaft hat dies in die Märkte getragen, darauf baut die neue Gesellschaft auf. Bei alldem steht "Kontor" für positive Werte wie Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit. Das dazugehörige Unternehmenslogo schafft über den Einsatz von Farben aus der Natur (grüne Wiese, blauer Himmel) eine klare Verbindung zum landwirtschaftlichen Ursprung. Dieser Eindruck wird unterstützt durch die Wahl einer fließenden, weißen Schrift mit optischem Bezug auf das Thema Milch. Humana und Nordmilch arbeiten schon seit längerem und in zunehmendem Maße erfolgreich zusammen, weshalb die Fusion eine logische und konsequente Weiterentwicklung darstellt. "Aufgrund ihrer spezifischen Kompetenzen und der unterschiedlichen Schwerpunkte in den Produktportfolios ergänzen sich beide Unternehmen in idealer Weise.", so Albert Große Frie, Geschäftsführender Vorstand der Humana Milchunion eG. Übergeordnetes Ziel der Fusion von Humana und Nordmilch ist die Erwirtschaftung eines überdurchschnittlichen Milchauszahlungspreises für die genossenschaftlichen Eigentümer beider Unternehmen. Um dies zu erreichen, wurden verschiedene Unterziele gesetzt, wie der Ausbau der Marktführerschaft bei Käse, ein profitables Wachstum des Markengeschäftes und die Sicherung des Marktanteils in der Weißen Linie. Der Ausbau des Ingredientsgeschäftes und die Teilnahme am Wachstum internationaler Märkte stehen genauso im Fokus wie der Ausbau und die Weiterentwicklung der strategischen Zusatzgeschäftsfelder Eis, Babynahrung und Gesundheitsprodukte. Ein besonderer Fokus wird im DMK auf das Geschäftsfeld Eiskrem gelegt. Um dieses in der Zukunft besonders zu fördern, wird das Eiskrem-Geschäft im Laufe des Jahres 2011 in eine eigene Gesellschaft ausgegründet.
Für das fusionierte Unternehmen ist eine Aufbauorganisation mit  sechs Ressorts und sechs Geschäftsführern vorgesehen: Dr. Josef Schwaiger, Sprecher der Geschäftsführung (operatives Geschäft/Strategie); Dr. Dirk Gloy (Landwirtschaft/Rohstoff/Einkauf und Logistik);  Rolf Janshen (Vertrieb); Ingo Müller (Forschung & Entwicklung/Qualitätsmanagement/Ingredients);  Volkmar Taucher (Finanzen);  Sönke Voss (Produktion) Zur Unterstützung der Integration der beiden Unternehmen sieht der zukünftige Gesellschaftsvertrag für die Jahre 2011 bis 2013 die Errichtung einer Integrationsarbeitsgruppe vor. Der zu erstellende Integrationsplan soll der personellen und inhaltlichen Umsetzung der Fusion und der Hebung von Synergien dienen. Designierter Integrationsverantwortlicher ist Albert Große Frie, bis zu seinem Ausscheiden aus Altersgründen.

 

 

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