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In den vergangenen drei Jahren hat die Alpenmilch 23 Mill. Euro in das neue Hochregallager in Salzburg-Itzling und eine neue Produktionsanlage investiert. Im Juli 2010 wurden 51 Prozent des Käsehofs Seekirchen übernommen, der 13 Millionen Euro Schulden angehäuft hatte. Die Restrukturierung des Käsehofs sei noch nicht abgeschlossen, die Wende aber bereits geschafft, meint Leeb: „Der Käsehof wird sich mit der Zeit selbst entschulden. Schon jetzt ist er von einer Eigenkapitalquote von sechs Prozent wieder zurück auf 40 Prozent. Das ist das gleiche Niveau, das die Alpenmilch hat.“ Die Alpenmilch-Bauern bräuchten also nichts zuzuschießen – und der Käsehof sei weiter eine eigenständige GmbH, sagt Leeb. Größte Aufgabe werde sein, die vier Käsehof-Standorte – neben der Zentrale in Seekirchen noch Kothgumprechting, Schleedorf und Lamprechtshausen – zu einem zusammenzulegen, sagt der Geschäftsführer: „Die Entscheidung wird bis Ende Juni fallen.“ Zur Auswahl steht, entweder ein bestehendes Werk auszubauen – die besten Chancen dafür werden Lamprechtshausen eingeräumt. Die Alternative sei, ein neues Gebäude auf die grüne Wiese zu stellen, sagt der Milchmanager. „Ein Zubau wird rund zehn bis zwölf Millionen Euro kosten, beim Neubau werden wir mit 20 Millionen nicht auskommen.“ Die knapp 120 Käsehof-Arbeitsplätze seien aber nicht gefährdet, beruhigt Leeb. Was Alpenmilch wie Käsehof zugute kommt, ist die aktuelle Milchknappheit, bedingt durch vermehrten Export nach Asien und Russland. „Heuer kaufen wir bis zu zehn Millionen Liter zu, nur aus Österreich. Das sind vier Prozent der Menge im Konzern.“ Auch die Marktposition der Salzburger hat sich gemausert: „Die Alpenmilch allein war in den vergangenen zwei Jahren die am stärksten wachsende Molkerei in Österreich.“ Mit dem aktuellen Umsatz von 164 Millionen Euro sei man der Nummer drei, der Gmundner-Milch (170 Mill. Euro) dicht auf den Fersen. Leeb: „Im Handel werden wir bereits als die gute dritte Alternative gesehen.“ Man wolle aber nicht wie die Branchenriesen Bergland und NÖM noch mehr exportieren. „Wir wollen uns über Qualität und Frische definieren und mit Bio- und Heumilch das Überleben der Bauern sichern.“ (salzburg.com) |











