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Im vergangenen Milchjahr (bis März) haben rund ein Drittel (36?%) der 6561 Tiroler Milchbauern die ihrem Betrieb zugewiesene Milchquote überschritten. Sie haben insgesamt 9800 Tonnen Milch zu viel an Molkereien und Käsereien geliefert und müssen nun insgesamt 307.000 Euro Strafe zahlen. Dieses Geld wird ihnen vom Milchgeld abgezogen. Österreichweit haben die Bauern die EU-Milchquote um 21.200 Tonnen überschritten. Damit müssen sie rund 6 Mio. Euro Strafe zahlen. „Ein relativ guter Milchpreis hat die Lieferung stimuliert“, schildert Wolfgang Messner vom Agrarmarketing Austria: „Viele liefern auch deshalb mehr, weil sie sich sagen: Wenn die Milchquote weg ist, dann habe ich eine gute Absprungbasis.“ 2011 werde die Milchproduktion steigen, glaubt Messner. Die Milchquote wird heuer um 1?% aufgestockt. Im April 2015 läuft die von der EU vorgeschriebene Milchquotenregelung gänzlich aus. Viele Tiroler Bauern haben im vergangenen Milchjahr allerdings weniger geliefert, als sie eigentlich dürften. Damit ist die tirolweit produzierte Milchmenge gesunken. So haben Tirols Milchbauern insgesamt 291.000 Tonnen Milch abgeliefert – ein Rückgang von 0,3?% im Vergleich zum Jahr davor. „Im Gegensatz zum Österreichtrend ist in Tirol die Milchproduktion gesunken“, ist der Milchwirtschaftsreferent der Landwirtschaftskammer Stefan Hörtnagl erstaunt. Er ortet zwei Gründe für den Rückgang: Wegen des hohen Preises wurde weniger Kraftfutter verfüttert, zudem sei der Viehbestand in Tirol um 400 Kühe gesunken. Der Milchpreis in Tirol lag 2010 im Schnitt bei 34,72 Cent und liegt derzeit bei etwa 39 Cent brutto. Hörtnagl erwartet für die nächsten Monate einen stabilen Milchpreis. (tt.com)
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