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In der Agrarwirtschaft gibt es seit einem Jahr einen neuen Ausbildungsberuf. Die Bezeichnung „Milchtechnologin/Milchtechnologe“ zeigt, dass es dabei um die Herstellung von Milcherzeugnissen geht. Joghurt, Eiskrem, Quark, Käse, Butter und andere „weiße Produkte“ setzen heute aufwendige technische Verfahren voraus, die hohe Anforderungen an die Beschäftigten stellen, so die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in einer Pressemitteilung. Mit ihrem Fachwissen rund um den natürlichen und empfindlichen Rohstoff Milch und dessen Verarbeitung gehören Absolventen des neuen Ausbildungsberufes zu begehrten Fachkräften der Lebensmittelwirtschaft.
Die Ausbildung zum Milchtechnologen dauert drei Jahre. Besonders geeignet sind Gymnasium- und Realschul-Absolventen mit guten naturwissenschaftlichen und mathematischen Kenntnissen, technischem Interesse und Grundfertigkeiten in der EDV. Die praktische Ausbildung im Betrieb wird in jedem Jahr durch einen Blockunterricht bzw. Überbetriebliche Ausbildung über 15 Wochen ergänzt, die im Milchwirtschaftlichen Bildungszentrum der LUFA Nord-West in Oldenburg stattfinden.
Zurzeit bietet die niedersächsische und nordrhein-westfälische Milchwirtschaft rund 60 Ausbildungsplätze an, die bis zum 1. August 2012 besetzt werden sollen. Da die Unternehmen für ihren eigenen Bedarf ausbilden, ist bei erfolgreichem Abschluss die Übernahme der Regelfall. Zurzeit beschäftigen die niedersächsischen Molkereien rund 6.500 Fachkräfte, die mit der Produktion klassischer Milchprodukte und vieler Spezialitäten beschäftigt sind.
Wer sich nach der Ausbildung beruflich weiterentwickeln möchte, findet als Milchtechnologin/Milchtechnologe viele Möglichkeiten: So kann der Meisterbrief erworben und die Technikerausbildung absolviert werden. Auch Fachhochschulen und Universitäten bieten weiterführende Studiengänge an. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.milchtechnologe.de und www.lwk-niedersachsen.de/beruf.
Die Milchtechnologin/der Milchtechnologe ist eine Weiterentwicklung des ehemaligen Ausbildungsberufs „Molkereifachfrau/Molkereifachmann“. Nach einer gründlichen Überarbeitung und Aktualisierung der Ausbildungsordnung sind Anfang August 2010 die ersten Jugendlichen unter der neuen Bezeichnung in die Berufsausbildung gestartet.
Das Bild zeigt junge Männer und Frauen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, die im August ihre Ausbildung zur Milchtechnologin/zum Milchtechnologen begonnen haben. Das Know How zur Herstellung vieler leckerer Milchprodukte lernen die Schüler nicht nur in ihren Ausbildungsbetrieben, sondern auch in speziellen Trainingseinheiten der Lehrmolkerei des Instituts für Lebensmittelqualität und in Kursen der Berufsbildenden Schule (BBS 3). Dr. Hildegunde Kamin (hinten links) und Aenne Kreutzmann-Rode (hinten rechts) von der BBS 3 begrüßen die neuen Schüler im Institut für Lebensmittelqualität, das zur LUFA Nord-West in Oldenburg gehört und Gastgeber der Berufsschule ist.

 

 
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