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Wie die Regionalpresse berichtet, stellt es sich mühevoll dar,das Ende 2009 geschlossene Tübinger Milchwerk zu ersetzen. Jetzt könnten die Landwirte mit der Regionalmilch loslegen. Doch die privaten Investoren zögern.
 
Nachdem zu  an Weihnachten 2009 das zu den Allgäuland-Molkereien gehörende Milchwerk geschlossen wordenwar, , wollten Landwirte aus dem Landkreis Tübingen und investitionsbereite Bürger möglichst im sommer, spätestens jedoch im Herbst ein neues Werk er bauen.
Zwei  Jahre später gibt es nun immer noch keinen Ersatz für das abgewickelte Werk. Doch Thomas Schäfer aus Bodelshausen hat mit seinen Kollegen die ganze Zeit dafür gerackert und berichtet, dass die zur einer GmbH zusammengeschlossenen Bauern  sich mit Milchquotenregeln herumschlagen, Förderrichtlinien enträtseln und mit dem wirtschaftlich in Schieflage geratenen Allgäuland Molkereiunternehmen verhandeln mussten.
Im Verlauf der letzten zwei Jahre wurdeAllgäuland  vom dänisch-schwedischen Unternehmen Arla gekauft, das nächste größere Milchwerk in Riedlingen geschlossen, viele Landwirte liefern mittlerweile an ganz andere Abnehmer. Die Tübinger Bio-Milch fließt derzeit in einem bizarren Weg erst nach Neckartenzlingen, um schließlich in Bad Wörishofen zu Käse zu werden. „Nur wir schaffen immer noch am Gleichen“, sagt Schäfer.
Die Früchte der Arbeit sind Verträge, Zuschusszusagen, Baugenehmigung und Bankkredit: „Wir haben alles. Wir könnten anfangen.“ Doch jetzt fehlt die einstmals so starke Woge der Unterstützung für eine Regionalmilch. In Tranchen von 100 000 Euro suchen die Landwirte nach privaten Investoren. Der erste Teil war 2010 noch überzeichnet. Angelegt wurde das Geld in eine Abfüllanlage.
Schäfer hat die letzten Wochen an die nicht zum Zuge gekommenen Interessenten der ersten Tranche Zeichnungsscheine geschickt, zurückgekommen sei bisher wenig. „Aber wir brauchen den Rücklauf“, sagt der Bioland-Bauer. Etwa eine Drei-Viertel Million Euro kostet es, die Molkerei auf dem Birkenhof in Bodelshausen aufzubauen. 250 000 Euro kommen über einen Bank-Kredit, 125 000 vom Landwirtschaftsministerium zur Förderung der Marktstruktur, 40 000 Euro beträgt die Gesellschafter-Einlage.
Das reicht noch nicht, um wirklich mit dem Bau zu beginnen. Die zweite 100 000-Euro-Tranche müssen wieder private Investoren füllen. Bisher sind erst 13 000 Euro zusammen.
Wie beim ersten Mal soll wieder über so genannten Genuss-Scheine, die mit drei Prozent verzinst werden, das Geld zusammenkommen. Mindesteinlage und Stückelung sind 500 Euro; nach oben gibt es keine Grenze. Von der dritten Tranche sollten vor Baustart mindestens 40 Prozent eingehen.
500 000 Liter Biomilch möchte Schäfer 2013 in moderne Leichtverpackungen abfüllen. Fast so viel wie die 600 000 Liter, die zuletzt in der Rappstraße jährlich in die Flaschen kamen. In Supermärkten wird es die Tübinger Milch von Bauern aus Talheim, Wankheim, Waldhausen und Weilheim wohl nicht so schnell wieder geben. Die Bauern-GmbH kommt nicht mehr so einfach in deren Regale. Sie will ihre Regionalmilch über Fachgeschäfte vertreiben und auf Verkaufsautomaten setzen. Ein Kollege aus Riedlingen schaffe es, mit den Automaten immerhin rund 200 000 Liter Milch abzusetzen, sagt Schäfer.
Info: Der aktuelle Stand der Finanzierung lässt sich auf der Netzseite www.tue-bio.de einsehen. Dort stehen auch die Bedingungen für die Genuss-Scheine und ein Zeichnungsschein zur Verfügung. (Tagblatt.de)

 

 
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