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Verunreinigungen von Lebensmitteln erscheinen Verbrauchern vor allem dann als gefährlich, wenn es sich um synthetische Kontaminanten oder um Schwermetalle handelt; das Risiko durch natürliche Kontaminanten wird dagegen oft unterschätzt. Das zeigt die neue, repräsentative Studie „Risikowahrnehmung von Kontaminanten in Lebensmitteln“, für die das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) insgesamt 1 001 Personen interviewt hat. Den Ergebnissen zufolge sehen etwa 60 % der deutschen Bevölkerung in unerwünschten Stoffen in Lebensmitteln ein hohes oder sehr hohes gesundheitliches Risiko. Die bekanntesten Kontaminanten seien Quecksilberverbindungen und Dioxine. Sie seien von 78 % beziehungsweise 70 % der Befragten genannt worden. Von Pyrrolizidinalkaloiden (PA) als natürlichen Kontaminanten hätten dagegen bislang nur rund 13 % der Untersuchungsteilnehmer gehört, heißt es in der Studie. Und lediglich ein Drittel derer, denen PA ein Begriff sei, sähen bei diesen Substanzen ein bedeutsames gesundheitliches Risiko. Arsen in Reis und Reisprodukten sei 26 % der Studienteilnehmer bekannt. In dieser Gruppe von Befragten werde es von 57 % als bedeutsames gesundheitliches Risiko beurteilt. BfR-Präsident Prof. Andreas Hensel riet dazu, in der Risikokommunikation über Kontaminanten diese subjektive Risikowahrnehmung zu berücksichtigen. Eine weitere Herausforderung der Aufklärungsarbeit bestehe darin, speziell weniger gut über Lebensmittelkontaminationen informierte Personengruppen für die Thematik zu sensibilisieren. Zusätzliche Informationen zu möglichen Schutzmaßnahmen, rechtlichen Regelungen und betroffenen Produktgruppen wünschten sich den Studienergebnissen zufolge nämlich vor allem Befragte, deren Informationsstand bereits vergleichsweise hoch sei. Hier gebe es zum Beispiel Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Generell setzten sich Männer weniger häufig mit der Thematik auseinander als Frauen. Daneben fühlten sich jüngere Personen im Allgemeinen schlechter über unerwünschte Stoffe in Lebensmitteln informiert als ältere Menschen. (AgE)

 
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