Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 18. März

 
Der saisonale Anstieg der Milcherzeugung setzt sich in Deutschland nach einer kurzfristigen Unterbrechung fort. Die Molkereien erfassten in der 10. Woche laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,6 % mehr Milch als in der Vorwoche. Der Vorsprung zur Vorjahreslinie hat sich damit auf 2,5 % vergrößert. Am Markt für flüssigen Rohstoff haben sich die Preise insgesamt etwas abgeschwächt. Dazu trägt auch die Situation an den innereuropäischen Grenzen mit kilometerlangen Staus bei verstärkten Kontrollen bei. Industrierahm hat in den letzten Tagen nachgegeben und Magermilchkonzentrat tendiert weiter vergleichsweise schwach.
Die Lage am Markt für Magermilchpulver ist vergleichsweise ruhig. Es gehen aber immer wieder Anfragen ein und es kommen auch Abschlüsse zu Stande. Innerhalb der letzten Wochen haben sich die Aktivitäten, ausgelöst durch die Corona-Epidemie, aber insgesamt beruhigt. Die bestehenden Kontrakte werden weiter abgewickelt. Überwiegend sind die Abrufe normal. Hier und da kommt es aber auch zu Verzögerungen. Am Weltmarkt besteht weiter ein gewisses Kaufinteresse aus verschiedenen Regionen für Magermilchpulver, wobei für China bislang von einer zuhaltenden Nachfrage berichtet wird. Die Logistik stellt weiterhin eine große Herausforderung dar. Nachdem es in China zu einem Rückstau bei der Abwicklung von Importen in den Häfen gekommen ist, ist der Rücklauf von Containern weiterhin verzögert. Die Kosten für Container und Frachten sind deutlich gestiegen. Während sich die Situation in China deutlich verbessert, treten innerhalb der EU zunehmend Probleme auf.
Obwohl der Warenverkehr frei ist, kommt es an den Grenzen wegen Personenkontrollen zu langen Staus und Wartezeiten. Außerdem fehlen LKW-Fahrer.
Die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität geben aktuell nach und sind uneinheitlich. Futtermittelware hat sich weiter abgeschwächt. Auch am Weltmarkt haben die Preise zuletzt nachgegeben.
Vollmilchpulver wird vor allem innerhalb des europäischen Binnenmarktes gehandelt, während die Nachfrage für den Weltmarkt ruhig ist. Das Kaufinteresse wird von den Marktbeteiligten unterschiedlich beurteilt. Nach Produkten, die Vollmilchpulver enthalten und länger haltbar sind, wie Schokolade und Kekse besteht eine recht gute Nachfrage, was wohl zu weiteren Abschlüssen geführt hat. Die Preise tendieren etwas schwächer und uneinheitlich. Der Rückgang ist aber weniger ausgeprägt als bei Magermilchpulver.
Bei Molkenpulver wird teilweise von einem rückläufigen Angebot berichtet, da die Trocknungskapazitäten begrenzt sind und vorrangig Magermilch getrocknet wird. Dennoch haben die Preise für Futtermittelware weiter nachgegeben. Bei Lebensmittelware wird teilweise von einer wieder verbesserten Nachfrage berichtet, wobei die Preise leicht schwächer sind. Auch Molkenderivate werden wieder stärker nachgefragt.
(Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta)

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