Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 19. Februar

In Deutschland hat sich der saisonale Anstieg der Milchanlieferung zuletzt etwas verstärkt. Die sehr milden Temperaturen scheinen sich förderlich auf die Milcherzeugung auszuwirken. Die Molkereien erfassten in der 6. Woche laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,9 % mehr Milch als in der Vorwoche. Damit wurde die Vorjahreslinie etwas stärker um 0,8 % überschritten. In Frankreich hat sich der Vorsprung gegenüber der Vorjahreswoche zuletzt auf 1,6 % verringert.
An den Märkten für flüssigen Rohstoff ist das Angebot aktuell ausreichend. Die Preise für Industrierahm haben weiter nachgegeben. Magermilchkonzentrat wird teilweise stabil und teilweise etwas schwächer gehandelt.
Am Markt für Magermilchpulver ist weiterhin eine abwartende Haltung der Einkäufer zu beobachten, die vor allem auf den Ausbruch des Coronavirus in China und Spekulationen über die Folgen für die Wirtschaft und die Logistik zurückzuführen ist. Für die kommenden Monate verfügen die Hersteller bereits über eine gute Auftragslage und die bestehenden Kontrakte werden zum überwiegenden Teil planmäßig abgewickelt. Für Exporte auf den Weltmarkt, insbesondere aus islamischen Ländern, gehen im Hinblick auf den bevorstehenden Ramadan weiter Anfragen ein und es kommen auch neue Aufträge für eher kurzfristige Lieferungen zu Stande.
Die Exporte der EU an Magermilchpulver auf den Weltmarkt haben 2019 einen neuen Allzeitrekord von 962.359 t erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 18 %. Was längerfristige Abschlüsse betrifft, wird derzeit eher abgewartet. Teilweise sind die Anbieter inzwischen abgabebereiter.
Das Preisgefüge bei Lebensmittelware ist uneinheitlicher geworden und die Preise tendieren insgesamt leicht schwächer. Abgeschwächt hat auch Futtermittelware.
Bei Vollmilchpulver ist die Lage vergleichsweise ruhig. Das Geschäft am europäischen Markt steht im Vordergrund. Am Weltmarkt hat sich die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Ware verschlechtert, wenngleich in gewissem Umfang Kaufinteresse besteht. Die Preise haben leicht nachgegeben.
Bei Molkenpulver in Futtermittelqualität haben die Preise nach einem deutlichen Anstieg vor wenigen Wochen zuletzt wieder etwas nachgegeben. Für Lebensmittelware werden zumeist unveränderte Preise erzielt.
(Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

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