Nutri-Score: Wichtige Forderungen des Lebensmittelverbands berücksichtigt

Die Nährwertkennzeichnung Nutri-Score soll europäisch werden. Neben der rechtssicheren Verwendung in allen Mitgliedstaaten sollen erforderliche Anpassungen der Berechnungsgrundlage von unabhängigen Wissenschaftlern diskutiert werden, um Widersprüche zu gängigen Ernährungsempfehlungen aufzulösen. Damit haben sowohl das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) als auch die Minister weiterer europäischer Mitgliedstaaten bei einem ersten Treffen zum Nutri-Score wichtige Forderungen des Lebensmittelverbands Deutschlands aufgegriffen und auf den Weg gebracht. Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer des Lebensmittelverbands, erläutert: „Die Tatsache, dass unsere wesentlichen Forderungen vom BMEL sowie weiteren europäischen Ministerien als wichtig für den Erfolg und die Aussagekraft des Nutri-Score angesehen werden, zeigt, dass es richtig war, sich konstruktiv in den Prozess einzubringen und diesen mit zu begleiten.“
Der Lebensmittelverband hatte im Dezember 2019 mit Blick auf ernährungswissenschaftliche, rechtliche und gesundheitspolitische Aspekte notwendige Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Einführung des Nutri-Score auf freiwilliger Basis formuliert und diese dem BMEL übermittelt. Die Kernforderung ist, dass der Nutri-Score ein europäisches System wird. Alle Rechte in Bezug auf den Nutri-Score liegen aktuell bei der französischen Gesundheitsbehörde Santé Publique France, die allein entscheiden kann, welche Anliegen Berücksichtigung finden und welche nicht. Damit sämtliche europäischen Ernährungsgewohnheiten abgebildet werden können, sollte die Modellhoheit an eine übergeordnete europäische Institution abgegeben werden. Das soll nun angegangen werden. So soll es nicht nur ein internationales Registrierungsportal der aktuellen Markenrechtsinhaberin Santé Publique France in allen Amtssprachen der beteiligten Staaten geben, sondern auch ein europäisches Sekretariat für den Nutri-Score, das der Markenrechtsinhaberin zuarbeitet. Ebenfalls soll eine international koordinierte Hotline für allgemeine Fragen eingerichtet werden, damit diese als Hilfestellung für die Wirtschaft einheitlich beantwortet werden können.
Auch über die vom Lebensmittelverband geforderten Anpassungen der Berechnungsgrundlage des Nutri-Score, um Widersprüchen zu allgemeinen Ernährungsempfehlungen aufzulösen, soll nun auf europäischer Ebene beraten werden. Hierfür soll ein international wissenschaftliches Gremium mit unabhängigen Wissenschaftlern aus den beteiligten Mitgliedstaaten etabliert werden. Mehr Rechtssicherheit bei der Verwendung des Nutri-Score soll schließlich dadurch gewährleistet werden, dass offizielle Dokumente, etwa zu den Verwendungsbedingungen, in allen Amtssprachen der beteiligten Staaten zur Verfügung stehen.
Das nächste Treffen der Minister soll im April 2020 stattfinden. Dann sollen die Maßnahmen konkretisiert werden.

Coronavirus: BGN informiert im Internet


Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe
hat auf ihrer Website www.bgn.de die wichtigsten Informationen zum Coronavirus
zusammengestellt.
Am wichtigsten dürfte sicherlich die Frage sein, wie man sich und andere schützen
kann. Ganz einfach, lautet der Rat der BGN: Es gelten die gleichen
Verhaltensweisen wie beim Schutz vor einer Virus-Grippe. Nach Möglichkeit sollte
man sich nicht ins Gesicht fassen und somit die Berührung der Schleimhäute im
Gesicht (Mund, Augen, Nase) vermeiden. Man sollte Abstand zu Mitmenschen
halten, größere Menschenansammlungen meiden und auch auf das
Händeschütteln sollte man verzichten.
Die vielleicht wichtigste Empfehlung: Richtiges Händewaschen, Husten und
Niesen.
„Richtiges“ Händewaschen:
1. Hände unter fließendes Wasser halten
2. Hände gründlich einseifen: Handinnenflächen wie auch Handrücken,
Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen. Denken Sie auch an die
Fingernägel.
3. Der gesamte Vorgang des „gründlichen Händewaschens“ sollte mindestens
20-30 Sekunden dauern.
4. Hände unter fließendem Wasser abspülen. In öffentlichen Toiletten zum
Schließen des Wasserhahns Einweghandtuch oder Ellenbogen verwenden.
5. Anschließend die Hände sorgfältig abtrocken, auch in den
Fingerzwischenräumen.
So husten und niesen Sie richtig:
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1. Beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen
Personen halten und wegdrehen.
2. Am besten in ein Einwegtaschentuch husten und niesen und das direkt
entsorgen.
3. Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!
4. Ist kein Taschentuch griffbereit: Beim Husten und Niesen die Armbeuge vor
Mund und Nase halten und sich dabei von anderen Personen abwenden.
Weitere Informationen, Tipps und Poster in verschiedenen Sprachen unter
www.bgn.de.

Hochdorf trennt sich von Uckermärker Milch

Hochdorf verkauft die Mehrheitsbeteiligung von 60 Prozent an der Uckermärker Milch GmbH an die Ostmilch Handels GmbH, welche bisher 40 Prozent der Anteile gehalten hat. Der Verkauf begründet sich mit der strategischen Fokussierung auf die Geschäftsbereiche Baby Care und Dairy Ingredients mit den Schweizer Produktionsstandorten. Der Verkauf erfolgt mit dem Vollzugstag am Freitag, 28. Februar 2020. Die Hochdorf Holding AG erwarb per Anfang 2015 eine 60%-Beteiligung an der Uckermärker Milch GmbH. In diesem Werk sollte unter anderem Babynahrung für Europa sowie für die mittel- und südamerikanischen Märkte zu produziert werden. Weil in der Folge die Verkäufe von Swiss made-Babynahrung ein unerwartet starkes Wachstum erlebten, wurden die zusätzlich benötigten Produktionskapazitäten in der Schweiz realisiert. Mit dem Entscheid zum Bau der Sprühturmlinie 9 und der damit realisierten Kapazitätserhöhung am Standort Sulgen, Schweiz, verlor die Beteiligung an der Uckermärker Milch GmbH für die Gruppe an strategischer Bedeutung. Zusätzlich wurden in den letzten Jahren in der EU zahlreiche Kapazitäten zur Produktion von Säuglingsmilchen aufgebaut. Damit ist auch mittel- und langfristig eine Investition in Prenzlau für das Unternehmen keine Option mehr. Aus diesem Grund wurde für das Werk eine Käuferin gesucht.
Mit der Vertragsunterzeichnung vom 26. Februar wird die Ostmilch Handels GmbH zur alleinigen Besitzerin der Uckermärker Milch GmbH.

FrieslandCampina garantiert im März 36,25 Cent


FrieslandCampina hat für März 2020 einen Garantiepreis von 36,25 € pro 100 kg Standardmilch konventioneller Erzeugung angekündigt. Der Garantiepreis gilt nun für 100 kg Rohmilch mit 3,57 % Eiweiß, 4,41 % Fett, 4,53 % Laktose, exklusive Mehrwertsteuer und bei einer durchschnittlichen jährlichen Anlieferungsmenge von 850.000 kg Milch bzw. 550.000 kg bei Bio-Milch.  Damit verringert sich dieser gegenüber Februar um 0,25 €. Das Molkereiunternehmen begründet die Senkung mit rückläufigen Preistendenzen bei ihren Referenzmolkereien und der eher negativen Stimmung am Weltmarkt für Milcherzeugnisse.  Für Biomilch stellt die Molkerei im kommenden Monat einen Garantiepreis von 48,25 € pro 100 kg in Aussicht. Auch hier ist eine Senkung von 0,25 € gegenüber dem Vormonat zu verzeichnen; aus denselben Gründen wie am konventionellen Milchmarkt.

2020-03-19 und 2020-03-20

11. Berliner Milchforum zum Thema „Marktrealität und Verbraucherwunsch“
Die Milchwirtschaft im Spannungsfeld „Zwischen Marktrealität und Verbraucherwunsch“ steht im Fokus des 11. Berliner Milchforums, das am 19. und 20. März in Berlin stattfindet. Ausgerichtet wird die Tagung vom Deutschen Bauernverband (DBV) und dem Milchindustrie-Verband (MIV) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) und dem Deutschen Raiffeisenverband (DRV). Laut den Veranstaltern stehen Erzeuger und Verarbeiter heute vor der Herausforderung, die Milchproduktion nachhaltiger zu gestalten und sich gleichzeitig auf Klimawandel, Brexit sowie weiter zunehmende Anforderungen der Gesellschaft und des Handels einzustellen. Innovation und Kommunikation seien gefragt, um hier einen Beitrag zu leisten. Andererseits dürften die Milcherzeuger nicht überfordert werden. Die Tagung wird laut DBV zu diesen Fragen im Rahmen einer Podiumsdiskussion, der Abendveranstaltung und im Anschluss an Vorträge ausreichend Gelegenheit für Diskussionen und Erfahrungsaustausch bieten. Das vollständige Programm und Anmeldeformulare sind im Internet abrufbar. Der Frühbucherpreis von 274 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer gilt bis zum 5. März. (www.berliner-milchforum.de) (AgE)

2020-03-03 bis 2020-03-05

Jahrestagung der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie
 Fragen zur globalen Nutztierernährung und deren Rolle im Kreislaufsystem stellt die Gesellschaft für Ernährungsphysiologie (GfE) in den Mittelpunkt ihrer 74. Jahrestagung, die vom 3. bis 5. März an der Universität Göttingen stattfindet. Angeboten werden insgesamt 55 Kurzvorträge und 69 Poster zu aktuellen Themen der Tierernährung, wissenschaftlichen Fragestellungen und neuesten Forschungsergebnissen. Außerdem soll der fachliche Gedanken- und Erfahrungsaustausch nicht zu kurz kommen. Zu den Höhepunkten der Veranstaltung zählt laut GfE das Übersichtsreferat am zweiten Tag, bei dem die „Chancen und Grenzen einer globalen Nutztierernährung“ erörtert und die einzelnen fachlichen wie gesellschaftlichen Aspekte herausgearbeitet werden. Ein Workshop am dritten Tag, der sich der Frage nach dem „Sinn der Nutztierhaltung und -ernährung im Kreislaufsystem“ widmet, wird diese Diskussion weiter vertiefen. Dazu werden verschiedene Aspekte wie „Grobfutter als Basis der Erzeugung von Milch und Rindfleisch“, die „Nutzung von Koppelprodukten beim Wiederkäuer“ sowie die „Industriellen Nebenprodukte als Futtermittel für Schwein und Geflügel“ beleuchtet. Zusätzliche Einblicke sollen „Reserven und Lösungen für die Nutztierfütterung aus der Pflanzenzüchtung“ liefern. (www.gfe-frankfurt.de) (AgE)

EU-Milchprodukte weltweit begehrt

Die europäischen Exporteure von Milchprodukten haben 2019 meist mehr Ware in Drittländern absetzen können als im Jahr zuvor. Laut vorläufigen Daten der EU-Kommission stiegen die Magermilchpulververkäufe aufgrund der Auslagerung aus der Intervention um 146 350 t oder 17,9 % auf die neue Rekordmarke von 962 360 t. Größter Kunde war China mit 126 300 t, wobei die Lieferungen in die Volksrepublik um 37,6 % zulegten. Auch Indonesien, die Philippinen, Nigeria und Saudi-Arabien kauften bedeutend mehr Magermilchpulver in der Gemeinschaft. Der ehemals wichtigste Abnehmer Algerien rutschte mit einem Rückgang seiner Bezüge um fast 30 % auf 100 720 t auf Platz zwei der bedeutendsten Ausfuhrdestinationen. Die Käseexporte der EU-Mitgliedstaaten blieben 2019 weiterhin auf Wachstumskurs. Insgesamt 879 700 t wurden in Drittstaaten abgesetzt, was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 47 310 t oder 5,7 % bedeutete und so viel war, wie nie zuvor. Trotz der im Oktober 2019 verhängten Strafzölle blieben die USA wichtigster Käufer von EU-Käse; die Liefermenge über den Atlantik nahm gegenüber 2018 um 4,1 % auf 139 100 t zu. Der stärkste relative Anstieg wurde indes im Geschäft mit der Ukraine verzeichnet; die Ausfuhren dorthin schnellten um fast 70 % auf 23 710 t nach oben. Japan als zweitwichtigster EU-Kunde kaufte mit 114 130 t gut 7 % mehr Käse. Deutlich zugenommen haben 2019 auch die Butterausfuhren der Gemeinschaft. Diese erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 52 260 t beziehungsweise 40,9 % auf 180 200 t. Dabei bestellten die USA mit 33 860 t gut ein Fünftel mehr Butter in der EU; die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) steigerten ihre Bezüge sogar um mehr als 150 % auf 10 950 t. Zum neuen Großkunden bei den EU-Anbietern wurde die Türkei mit einer Abnahmemenge von 10 110 t. Zudem stieg die Ausfuhr von Butteröl aus der EU um 12,3 % auf 31 100 t. Vollmilchpulver zählte hingegen, neben der Laktose zu den wenigen Erzeugnissen mit rückläufigem Drittlandsabsatz. Die Exporte nahmen im Vorjahresvergleich um 36 730 t oder 11,0 % auf 297 430 t ab. Neben der großen Konkurrenz des Wettbewerbers Neuseeland sorgte die Kaufzurückhaltung bei Kunden im Oman, Algerien, China oder der Dominikanischen Republik für das hier schwächere EU-Ausfuhrergebnis. Umfangreichere Verkäufe als 2018 erfolgten dagegen nach Nigeria und Kuwait. (AgE)

Arla plant auch in Dänemark Ausstieg aus GVO-Futter

Der Molkereikonzern Arla Foods will nun – wie schon in Deutschland und weiteren Ländern geschehen – auch auf dem dänischen Heimatmarkt aus dem Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) im Milchviehfutter aussteigen. Wie das genossenschaftlich organisierte Unternehmen am 20. Februar bekanntgab, sollen alle konventionell wirtschaftenden Milchviehhalter ab dem 1. April 2021 nur noch Milch von Tieren abliefern, die vollständig gentechnikfrei gefüttert werden. Sofern ein Mitglied damit nicht einverstanden ist, muss es spätestens am 31. August mit Wirkung zum 1. Januar 2020 seinen Ausstieg aus der Genossenschaft erklären. Begründet wird das Aus für GVO-Futter nicht zuletzt mit der steigenden Nachfrage nach gentechnikfreien Milchprodukten und den sich daraus ergebenden Exportchancen. „Wenn wir unsere gesamte dänische Verarbeitungsmenge 2021 auf GVO-frei umstellen, dann können wir auch den Wünschen von Kunden im Ausland besser gerecht werden“, erklärte der Europa-Vorstand bei Arla Foods, Peter Giørtz-Carlsen. Deutsche Kunden sicherten dann Absatz und damit auch die Zukunft der dänischen Milcherzeugung ab. Zudem erleichtere der Verzicht auf Gentechnik im Futter die Verarbeitung und Logistik in Dänemark und darüber hinaus. Nach Angaben des Konzerns machen gentechnisch veränderte Pflanzen aktuell ohnehin nur noch bis zu 10 % der Gesamtfuttermenge bei den dänischen Genossenschaftsmitgliedern aus. Um den Bauern den Wechsel zu erleichtern, will das Unternehmen in der Umstellungsphase zwischen dem 1. Januar 2021 und dem 1. April einen Cent pro Kilogramm angelieferter Milch zusätzlich zahlen. Danach wird der Konzern jedes Jahr schätzungsweise rund 10 Milliarden Kilogramm Milch aus GVO-freier Produktion erfassen. Bereits im Oktober 2018 hatte Arla die vollständige Umstellung der Futtergrundlage auf „GVO-frei“ für Deutschland, die Niederlande, Belgien und Luxemburg bekanntgegeben. Diese wurde Ende vergangenen Jahres abgeschlossen. Die schwedischen Rohmilchlieferanten waren schon zuvor aus dem Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermitteln ausgestiegen. (AgE)

Arla 2019 mit positiven Zahlen in wichtigen Geschäftsbereichen

Insbesondere ein kräftig steigender Markenproduktabsatz im internationalen Geschäft hat dem dänischen Molkereikonzern Arla Foods im vergangenen Jahr sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn Zuwächse beschert. Wie das Unternehmen am 19. Februar berichtete, erhöhte sich der Konzernumsatz 2019 gegenüber dem Vorjahr um rund 100 Mio Euro auf etwa 10,5 Mrd Euro. Dieser Anstieg ist laut Arla hauptsächlich auf das globale Markenportfolio zurückzuführen, das im Vergleich zu 2018 ein Umsatzplus von 5,1 % erzielte. Der Nettogewinn lag mit 311 Mio Euro um 21 Mio Euro über dem Vorjahreswert. Der konzernweite Milchabnahmepreis zog weiter an: Nach 36,4 Cent/kg Milch im Vorjahr konnte der Milchverarbeiter seinen Lieferanten 2019 im Jahresdurchschnitt 36,6 Cent/kg auszahlen. Arlas-Vorstandschef Peder Tuborgh betonte, dass der Konzern im Laufe des Jahres 2019 seine „positive Dynamik“ habe ausbauen können und sich nun „in einer stärkeren Position als noch vor einem Jahr“ befinde. Eine positive Bilanz zieht Arla Foods-Deutschland-Chef Markus Mühleisen auch für den bundesdeutschen Markt. Nach seinen Angaben legte hierzulande ebenfalls in erster Linie das Markengeschäft zu, und zwar im Bereich der Kernmarken um 2,6 %. Arla Bio habe sich dabei mit einem Absatzplus von 15,2 % in der gesamten weißen Linie wieder sehr stark gezeigt. Mit einem Plus von 22,4 % sei die Arla Bio Frischmilch auch 2019 in Deutschland die Nummer eins unter den Bio-Markenmilchen geblieben. Deutlich zugelegt habe außerdem der Verkauf von Protein und des Frischkäses Arla Buko.
Mühleisen zufolge setzt Arla Deutschland auch weiterhin auf Markenwachstum, um die Wertschöpfung für die Milch weiter zu erhöhen. Geplant sei zudem die Entwicklung innovativer Produkte. Dabei solle insbesondere eine im vergangenen Herbst in Betrieb genommene Pilotanlage in Upahl zum Einsatz kommen. Der Gesamtkonzern plant für 2020 Rekordnettoinvestitionen in Höhe von 619 Mio Euro. Diese sollen in wichtige Projekte für Kapazitätserweiterungen in Wachstumssektoren wie Milchpulver für die internationalen Märkte fließen. Dazu zählen unter anderem der Bau eines weiteren Turms zur Milchpulverherstellung in Pronsfeld sowie Kapazitätserweiterungen für die Mozzarellaherstellung im dänischen Branderup. Fortgesetzt werden sollen auch das Transformations- und Effizienzprogramm „Calcium“ sowie Maßnahmen der Nachhaltigkeitsagenda. Aktuell rechnet die Konzernspitze für dieses Jahr mit einem Umsatz zwischen 10,3 Mrd Euro und 10,8 Mrd Euro. Der Anteil des Nettogewinns am Umsatz soll zwischen 2,8 % und 3,2 % erreichen. (AgE)

TINE-Molkerei meldet spürbaren Gewinnrückgang

Trotz „erheblicher“ Kostensenkungen und einem Umsatzplus verzeichnete die TINE Group als Norwegens führendes Molkereiunternehmen im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang. Nach Angaben des Konzerns lag der Umsatz mit umgerechnet 2,31 Mrd Euro zwar um 3,6 % über dem Wert von 2018. Ungeachtet dessen verschlechterte sich jedoch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 34,4 Mio Euro auf 117,5 Mio Euro. Dafür macht die Konzernspitze insbesondere den spürbaren Rückgang der Milchmenge verantwortlich. Die Verluste seien allerdings durch Kosteneinsparungen von fast 30 Mio Euro begrenzt worden. Deutlich positiver sind nach Angaben von TINE-Vorstandschef Gunnar Hovland die Geschäfte auf den Auslandsmärkten verlaufen. Nach seinen Angaben zog der Umsatz hier im Jahresvergleich um fast ein Viertel auf 351,5 Mio Euro an. Dazu beigetragen hätten vor allem Akquisitionen, so beispielsweise die Übernahme der US-amerikanischen Lotito Foods, die nun eine Tochtergesellschaft des Konzerns sei. In diesem Jahr will das TINE-Management laut Hovland den Fokus auf Investitionen für effizientere Verarbeitungs- und Logistikstrukturen legen. Geplant seien zudem weitere Rationalisierungsprozesse im Zuge des bereits Mitte 2019 begonnenen Strategieplans, mit denen der Arbeitsaufwand um wenigstens 400 „Mannjahre“ reduziert und damit erhebliche Personalkosten eingespart werden sollten. (AgE)

Milchindustrie fordert Unterstützung bei Umsetzung des Green Deal

Für eine hinreichende finanzielle Unterstützung zur Umsetzung des Green Deal durch die Milchwirtschaft haben sich die Teilnehmer des Milchgipfels am 20. Januar in Brüssel ausgesprochen. Mit Blick auf die in Brüssel begonnenen Verhandlungen über den künftigen Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der Europäischen Union wies der Vorstandsvorsitzende des Milchindustrie-Verbandes (MIV), Peter Stahl, darauf hin, dass sich die Umsatzrendite in seinem Sektor aktuell lediglich auf 2 % belaufe. Bei derartig niedrigen Margen könnten die Unternehmen nicht auch noch einen Green Deal finanzieren. Nichtsdestoweniger stellte der MIV-Vorstandsvorsitzende aber klar, dass die deutsche Milchwirtschaft neuen klimafreundlichen und innovativen Ansätzen offen gegenüberstehe und das Hauptziel des Green Deal, die Klimaneutralität bis 2050, unterstütze. Er kritisierte, dass in den Gewinn- und Verlustrechnungen der Unternehmen eine mangelnde Nachhaltigkeit noch nicht einfließe. Mit Nachdruck sprach sich Stahl deshalb für eine stärkere „Internalisierung externer Effekte“ aus. Zudem müsse Europa stärker auf die Möglichkeiten schauen, mittels innovativer Techniken bestehende Probleme zu lösen. Beispielhaft nannte Stahl hier die neuen Züchtungstechniken (NBT). Unterdessen äußerte auch die Hauptberaterin des Generaldirektors in der Generaldirektion für Landwirtschaft der EU-Kommission (DG AGRI), Cristina Lobillo Borrero, die Hoffnung, dass der Europäische Rat die geplanten Green-Deal-Maßnahmen mit zusätzlichen Geldern unterfüttert.
From-farm-to-fork“-Strategie am 25. März
Laut Lobillo Borrero gilt dies insbesondere für die 10 Mrd Euro, die laut den Kommissionplänen im Forschungsrahmenprogramm „Horizon Europe“ speziell für die Agrarforschung vorgesehen sind. Die „From-farm-to-fork“-Strategie, die einige für die Landwirtschaft wichtige Elemente zum Green Deal enthalten wird, soll der Spanierin zufolge am 25. März vorgestellt werden. Welche Anforderungen auf die Landwirte im Einzelnen zukämen, werde derzeit noch beraten. Die Kommissionsberaterin stellte jedoch klar, dass wohl eine Reduzierung antimikrobieller Resistenzen (AMR) sowie des Dünge- und Pflanzenschutzmitteleinsatzes angestrebt werde.
Ernährung vor Klimaschutz
Derweil stellte der Agrarsprecher der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europaparlament, Herbert Dorfmann, fest, dass es zwar in einigen Regionen der EU Probleme mit einem zu hohen Viehbesatz und daraus resultierend Nitratbelastungen im Grundwasser gebe. Jedoch sei die Viehwirtschaft insgesamt deutlich nachhaltiger als häufig in der Öffentlichkeit kolportiert. Vergleichsweise scharf griff der Südtiroler den Europäischen Rat an. Er warf den Regierungen der Mitgliedstaaten vor, kaum Interesse daran zu haben, die EU und speziell die Landwirtschaft hinreichend zu finanzieren. Mit Nachdruck forderte der Italiener, dass mit der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ein Einstieg in den Ausstieg der Direktzahlungen angegangen werden müsse. Dorfmann kritisierte zugleich, dass entsprechende Ansätze in den Reformvorschlägen nicht zu finden seien. Natürlich müsste ein solcher Übergang im Sinne der Landwirtschaft vorsichtig und schrittweise erfolgen. Der Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), Günther Felßner, appellierte an die Staats- und Regierungschefs, die von den Bauern geforderten Maßnahmen auch entsprechend finanziell zu hinterlegen. Würde es einen angemessenen Ausgleich geben, seien die Landwirte auch bereit, mehr Umweltleistungen zu erbringen. Zugleich betonte Felßner jedoch, dass die Ernährung der Weltbevölkerung bei noch immer rund 800 Millionen hungernden Menschen für ihn eine höhere Priorität als der Klimaschutz habe. (AgE)

International FoodTec Award 2021: Anmeldephase gestartet

Bereits zum elften Mal hat die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) jetzt den International FoodTec Award ausgeschrieben, mit dem wegweisende Innovationsprojekte von Unternehmen der Lebensmittel- und Zulieferindustrie ausgezeichnet werden. Anmeldungen für den renommierten Technologie-Preis sind bis zum 17. Juni möglich. Verliehen werden die Gold- und Silbermedaillen Ende März 2021 im Rahmen der Anuga FoodTec 2021, der internationalen Zuliefermesse für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie in Köln. Mit dem International FoodTec Award würdigt die DLG nach eigenen Angaben zusammen mit Partnern wegweisende Entwicklungen hinsichtlich Innovation, Nachhaltigkeit und Effizienz im Bereich der Lebensmitteltechnologie. Eine international besetzte Experten-Jury aus Forschung und Lehre sowie Vertretern der Praxis wähle die fortschrittlichsten Konzepte aus. Zugelassen seien Neuentwicklungen aus den Bereichen Prozesstechnologie inklusive Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Automatisierung und Robotik, Abfüll- und Verpackungstechnologie, Umwelttechnik, Biotechnologie, Prozessmanagement inklusive Softwarelösungen, Logistik sowie Lebensmittelsicherheit und Qualitätsmanagement. Mit einer Goldmedaille werden laut DLG Produkte mit neuer Konzeption gewürdigt, bei denen sich die Funktion entscheidend geändert hat und deren Einsatz ein neues Verfahren ermöglicht oder ein bekanntes Verfahren wesentlich verbessert. Silbermedaillen gingen an Produkte, die so weiterentwickelt worden seien, dass dadurch eine wesentliche Verbesserung der Funktion oder des Verfahrens erreicht werde. (www.foodtecaward.com) (AgE)

Positive Bilanz nach der Biofach 2020

Eine positive Bilanz hat die Messe Nürnberg zum Abschluss der Biofach 2020 gezogen, die vom 12. bis zum 15. Februar in der mittelfränkischen Stadt ihre Tore geöffnet hatte. Zur diesjährigen Ausgabe der Weltleitmesse für Biolebensmittel seien Bestmarken bei der Ausstellerzahl, der Fläche und der Internationalität erreicht worden, teilte die Messeleitung mit. Insgesamt 3 792 Aussteller aus 110 Ländern hätten sich auf einer Nettofläche von 57 609 m2 den Besuchern präsentiert; im Vergleich zum Vorjahr seien nochmals zwei Hallen hinzukommen. Mehr als 47 000 Facheinkäufer aus 136 Ländern seien zum jährlichen Branchentreff gekommen und hätten sich über Neuheiten, Trends und Innovationen aus aller Welt informiert, berichtete Petra Wolf von der Geschäftsleitung der NürnbergMesse. Trotz der erkennbaren Zurückhaltung wegen des Coronavirus, seien das nur 8 % weniger als im Vorjahr. In den Messehallen hätten das Networking, der Handel sowie der Austausch zu Branchenthemen an erster Stelle gestanden. Zufrieden mit dem Verlauf der Biofach zeigte sich auch der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) als nationaler, ideeller Träger der Messe. Biobauern sowie Verarbeiter und Händler aus der Ökobranche hätten sich als Impulsgeber für den notwendigen Umbau von Landwirtschaft und Ernährung gezeigt, erklärte BÖLW-Geschäftsführer Peter Röhrig. Gemeinsam mit vielen Gästen aus Forschung, Politik, Behörden und der Zivilgesellschaft sei diskutiert worden, wie mit Bio eine nachhaltige Zukunft gelinge. Erfreut zeigte sich Röhrig über die Zusicherung von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel von 20 % Ökoflächen bis zum Jahr 2030 erreichen zu wollen. Besonders wichtig sei es, dass die Ministerin bei der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) die Weichen in Richtung „enkeltaugliche Landwirtschaft“ stelle und Bio zur Aufgabe der gesamten Bundesregierung werde. Zudem hofft der BÖLW auf ein starkes Engagement Deutschlands bei den Verhandlungen für das neue EU-Ökorecht. Die nächste Biofach wird vom 17. bis 20. Februar 2021 wieder in Nürnberg stattfinden. (AgE)

Russische Milchproduktion 2019 gestiegen

 Nach Angaben des Russischen Statistikamtes (Rosstat) haben im vergangenen Jahr alle landwirtschaftlichen Betriebe des Landes zusammen 31,3 Mio t Rohmilch produziert; das waren 2,4 % mehr als im Vorjahr. Die Milchanlieferungen an die Molkereien nahmen dabei um 4,8 % auf 19,6 Mio t zu. Laut Angaben der stellvertretenden Landwirtschaftsministerin Oksana Lut dürfte die Milchproduktion 2020 zwischen 31,6 Mio t und 32,0 Mio t. liegen. Lut zufolge ist trotz der gestiegenen Milcherzeugung der angestrebte Selbstversorgungsgrad von 90 % im vergangenen Jahr nicht erreicht worden; er lag bei 85,1 %. Nach Angaben des Milknews Analytical Centers ist der durchschnittliche Verbrauch von Milchprodukten 2019 gegenüber dem Vorjahr um rund 3 % auf etwas mehr als 236 kg pro Kopf gestiegen. Das größere Rohstoffangebot haben die russischen Hersteller genutzt, um die Erzeugung von Milchpulver gegenüber 2018 um 16 % auf 171 000 t auszudehnen. Zur Marktversorgung standen zudem 134 000 t Importware zur Verfügung, was im Vorjahresvergleich ein Plus von 11 % bedeutete. Bei Butter blieb das Produktionsvolumen mit 260 000 t in etwa auf dem Niveau von 2018. Die Einfuhrmenge schnellte bei gesunkenen Weltmarktpreisen jedoch um 28 % auf 115 000 t nach oben, wobei sich die Menge des Hauptlieferanten Neuseelands verdoppelte. Die Herstellung von Käse wuchs 2019 um 10 %, während die von Quark um gut 7 % abnahm. Zusammen lag die Produktion mit 981 000 t um 1 % über dem Vorjahresergebnis. Stärker zugelegt hat der Import von Käse und Quark, und zwar um 9 % auf 272 000 t. Unterdessen hat das russische Ministerium für Industrie und Handel vorgeschlagen, die probeweise Herkunftskennzeichnung von Milchprodukten bis zum 31. Mai 2020 zu verlängern. So sei ein nahtloser Übergang in das am 1. Juni startende System einer obligatorischen Kennzeichnung gewährleistet, bei der sich zuerst die Hersteller registrieren müssten. Ab dem 1. Dezember müssen dann laut Ministerium Produkte mit einer Haltbarkeit von mehr als einem Jahr gekennzeichnet werden, ab dem 1. März solche mit kürzerer Haltbarkeit. Zur Kennzeichnung wurde ein zweidimensionaler Code im Data Matrix-Format auf der Produktverpackung verwendet, der detaillierte Daten zum Namen, Hersteller, Datum, Uhrzeit und Ausstellungsort des Erzeugnisses enthalte. Damit solle vor allem Produktfälschungen Einhalt geboten werden. (AgE)

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 19. Februar

In Deutschland hat sich der saisonale Anstieg der Milchanlieferung zuletzt etwas verstärkt. Die sehr milden Temperaturen scheinen sich förderlich auf die Milcherzeugung auszuwirken. Die Molkereien erfassten in der 6. Woche laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,9 % mehr Milch als in der Vorwoche. Damit wurde die Vorjahreslinie etwas stärker um 0,8 % überschritten. In Frankreich hat sich der Vorsprung gegenüber der Vorjahreswoche zuletzt auf 1,6 % verringert.
An den Märkten für flüssigen Rohstoff ist das Angebot aktuell ausreichend. Die Preise für Industrierahm haben weiter nachgegeben. Magermilchkonzentrat wird teilweise stabil und teilweise etwas schwächer gehandelt.
Am Markt für Magermilchpulver ist weiterhin eine abwartende Haltung der Einkäufer zu beobachten, die vor allem auf den Ausbruch des Coronavirus in China und Spekulationen über die Folgen für die Wirtschaft und die Logistik zurückzuführen ist. Für die kommenden Monate verfügen die Hersteller bereits über eine gute Auftragslage und die bestehenden Kontrakte werden zum überwiegenden Teil planmäßig abgewickelt. Für Exporte auf den Weltmarkt, insbesondere aus islamischen Ländern, gehen im Hinblick auf den bevorstehenden Ramadan weiter Anfragen ein und es kommen auch neue Aufträge für eher kurzfristige Lieferungen zu Stande.
Die Exporte der EU an Magermilchpulver auf den Weltmarkt haben 2019 einen neuen Allzeitrekord von 962.359 t erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 18 %. Was längerfristige Abschlüsse betrifft, wird derzeit eher abgewartet. Teilweise sind die Anbieter inzwischen abgabebereiter.
Das Preisgefüge bei Lebensmittelware ist uneinheitlicher geworden und die Preise tendieren insgesamt leicht schwächer. Abgeschwächt hat auch Futtermittelware.
Bei Vollmilchpulver ist die Lage vergleichsweise ruhig. Das Geschäft am europäischen Markt steht im Vordergrund. Am Weltmarkt hat sich die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Ware verschlechtert, wenngleich in gewissem Umfang Kaufinteresse besteht. Die Preise haben leicht nachgegeben.
Bei Molkenpulver in Futtermittelqualität haben die Preise nach einem deutlichen Anstieg vor wenigen Wochen zuletzt wieder etwas nachgegeben. Für Lebensmittelware werden zumeist unveränderte Preise erzielt.
(Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

Biomilch-Produktion in der EU wächst, aber langsamer

Im vergangenen Jahr 2019 wurde zusammen in Deutschland, Frankreich, Österreich, Dänemark, Finnland und Schweden 4,03 Mio. t Biomilch von den Molkereien erfasst. Damit überschritten diese sechs EU-Länder die Vorjahresmenge um +6,3%. Auch wenn die Steigerung mit 18,4% in 2018 gegenüber 2017 erheblich größer war, bewertet die Zentrale Milchmarkt Berichterstattung GmbH das Wachstum im vergangenen Jahr dennoch als stattlich. Das deutlichste Wachstum verzeichnete über das Jahr 2019 Frankreich mit +15,6%, gefolgt von Finnland mit +7,3%, Deutschland (+6,0%), Dänemark (+2,7%) und Österreich (+2,5%). Lediglich in Schweden blieb die Anlieferung von Bio-Milch mit -0,2% leicht unter dem Vorjahresniveau.  Die Anlieferung bzw. Produktion von Biomilch wächst in der EU weiter, aber in 2019 langsamer als in den Vorjahren.  (elite-magazin)

Arla: positive Bilanz für 2019

Die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods hat 2019 ihren erwarteten Umsatz im globalen Markengeschäft übertroffen. Das gibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt. Auch das Deutschlandgeschäft habe sich gut entwickelt. Hier konnte die Molkerei einen mengenbasierten Umsatzwachstum im Bereich der Kernmarken von 2,6 % verzeichnen. Aktuell zählt Arla rund 1770 Genossenschaftsmitglieder in der Bundesrepublik.
Obwohl der Gesamtumsatz in Europa um 154 Mio. € auf 6,35 Mrd. € zurückgegangen sei, habe der Gesamtumsatz der Genossenschaft gesteigert werden können: Nämlich von 10,4 Mrd. € in 2018 auf 10,5 Mrd. € in 2019, heißt es weiter. Diesen Anstieg führt das Unternehmen hauptsächlich auf das globale Markenportfolio zurück, das im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzplus von rund 5 % erzielte. Als Hauptgrund dafür nennt der Milchverarbeiter die Entwicklung der Marke Arla. Der Nettogewinn des europäischen Milchverarbeiters habe 2019 bei 311 Mio. € gelegen. Gleichzeitig habe das Unternehmen durch das Transformations- und Effizienzprogramm Calcium Kosten in Höhe von 110 Mio. € eingespart. Diese Entwicklungen hätten zu einem stabilen Milchpreis geführt.
Die hohe Nachfrage der Buttermarke Lurpak habe verglichen zum Vorjahr zu einer Umsatzsteigerung von rund 27 Mio. € geführt. Laut Arla lag der Lurpak-Gesamtumsatz bei 588 Mio. €. Mit der Marke Puck habe das Unternehmen im Nahen Osten und Nordafrika eine Umsatzsteigerung um 11 Mio. auf 363 Mio. € erreicht. Den Angaben zufolge hat die Genossenschaft auch bei Milchgetränkemarken ihren Umsatz um 20 Mio. € auf 207 Mio. € steigern können. Diese Entwicklung sei hauptsächlich auf das Lizenzgeschäft mit der Marke Startbucks zurückzuführen. Der Umsatz der Käsespezialitäten von Castello sei dagegen mit 179 Mio. € auf dem Vorjahresniveau verblieben.
Der Konzern plane auf dem deutschen Markt künftig vor allem seine Bio-Marke und die Skyr-Produkte weiter auszubauen. Es sollen auch neue Produkte im Joghurtsegment auf den Markt kommen. Darüber hinaus plane Arla Investitionen in Höhe von 619 Mio. €. Das Geld soll den Unternehmensangaben zufolge in den Ausbau des Milchpulversektors und der Mozarella-Produktion sowie in neu erschlossene Standorte fließen.  Für 2020 erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 10,3 und 10,8 Mrd. €. (Topagrar.com)

Milchpreis der BMI gestiegen

Der Vorstandsvorsitzende der BMI, Dr. Thomas Obersojer, kommentiert den  aktuell gestiegenen Milchpreis des Unternehmens.
Die BMI konnte den Milchpreis für Januar um zwei Cent anheben. Diese Nachricht zeig, dass die  Kurzfristmaßnahmen des Unternehmens greifen würden und die Produktion der neuen Hartkäserei in Jessen wesentlich stabiler liefe. Damit haben der Konzern sein Versprechen gehalten und die Wende geschafft. Jetzt gilte es, weiterhin konsequent Verbesserungen zu erzielen, die Kraft auf die mittel- und langfristigen Maßnahmen zu richten und eine saubere Strategie für die nächsten Jahre auszuarbeiten.

Rabobank meldet weiter steigenden Agrarkreditbestand

Der Darlehensbestand der Rabobank für Privatkunden im Lebensmittel- und Agrarsektor (F&A) hat sich auch im Geschäftsjahr 2019 erhöht, und zwar deutlicher als das restliche Kreditportfolio. Der am  13. Februar veröffentlichte Geschäftsbericht des international tätigen Finanzinstituts weist für die F&A-Kredite am 31. Dezember 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt eine Zunahme von 4 % auf insgesamt 107,2 Mrd Euro aus, während das restliche Portfolio nur um 0,6 % auf 534,0 Mrd Euro zulegte. Dem Bericht zufolge verringerten sich aber in den Niederlanden die Verbindlichkeiten der F&A-Kunden um 5,2 % auf 37,9 Mrd Euro. Dagegen wuchsen die im Ausland vergebenen Darlehen für diesen Sektor um 6,6 % auf 69,3 Mrd Euro. Für die kommenden Jahre gibt sich die Bank mit Blick auf das Geschäftsfeld F&A optimistisch, bei dem sie bereits seit Jahren zu den starken nationalen und internationalen Spielern gehöre. Auf dieser stabilen Grundlage ließen sich noch mehr Größenvorteile und umfangreichere Marktanteile erreichen, so die Geschäftsführung. (AgE)