Kieler Rohstoffwert für Milch gibt nach

Die Verwertungsmöglichkeiten der Milch über Butter und Magermilchpulver haben sich im Februar verschlechtert und den daraus abgeleiteten Kieler Rohstoffwert für Milch das erste Mal seit August 2019 wieder sinken lassen. Wie aus Berechnungen des Kieler Informations- und Forschungszentrums für Ernährungswirtschaft (ife) hervorgeht, lag der Rohstoffwert für ein Kilogramm Standardmilch ab Hof mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß im Februar 2020 bei 35,5 Cent. Gegenüber Januar ging der Wert damit um 0,7 Cent/kg oder 1,9 % zurück; im Vergleich zum Februar 2019 lag er aber noch um 3,4 Cent/kg beziehungsweise 10,6 % höher. Verantwortlich für den Rückgang des Rohstoffwertes im Berichtsmonat gegenüber Januar war vor allem die schlechtere Fettverwertung. Die Preise für Butter sanken an der Kemptener Börse binnen Monatsfrist um 11,50 Euro oder 3,1 % auf 357,80 Euro/100 kg. Umgerechnet auf die in der Herstellung der Butter eingesetzte Milch ergab sich pro Kilogramm eine um 0,6 Cent auf 15,5 Cent verringerte Verwertung. Die Durchschnittsnotierung für Magermilchpulver an der Börse gab dagegen „nur“ um 1,30 Euro oder 0,5 % auf 253,10 Euro/100 kg nach. Dadurch verringerte sich die Verwertung der verwendeten Rohmilch in der Pulverherstellung binnen Monatsfrist um 0,1 Cent auf 21,4 Cent/kg. Werden die Verwertungen über Butter und Magermilchpulver zusammengefasst, belief sich laut ife der Milchwert frei Rampe Molkerei im Februar auf 36,9 Cent/kg; nach Abzug der unterstellten Erfassungskosten von 1,4 Cent/kg hatte die Milch auf Erzeugerstufe theoretisch einen Wert von 35,5 Cent/kg. (AgE)

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