Lebensmittelpreise legen wieder etwas stärker zu

Der Preisaufschlag, den die Verbraucher in Deutschland beim Lebensmitteleinkauf gegenüber dem Vorjahr zu zahlen haben, hat sich zuletzt wieder erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 12.11. in Wiesbaden mitteilte, verteuerten sich im Oktober 2020 die Nahrungsgüter im Vergleich zum Vorjahresmonat um durchschnittlich 1,4 %. Im September hatten die Preise im Mittel nur um 0,6 %, im August um 0,7 % und im Juli um 1,2 % höher gelegen als vor Jahresfrist, im Juni allerdings um 4,4 %. Die Teuerungsrate insgesamt fiel im Berichtsmonat zum dritten Mal in diesem Jahr unter null; sie betrug erneut minus 0,2 %. Ursächlich dafür war den Wiesbadener Statistikern zufolge einerseits die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze. Andererseits schlug vor allem die Verbilligung der Energieprodukte zu Buche: Die Preise für Heizöl und Kraftstoffe lagen um 37,2 % beziehungsweise 10,7 % unter dem Niveau von Oktober 2019. Dagegen mussten die Konsumenten für bestimmte Lebensmittel zum Teil deutlich tiefer in die Tasche greifen. Dies galt insbesondere für Fleisch und Fleischwaren, für die im Mittel 4,1 % mehr gefordert wurden. Obst verteuerte sich um durchschnittlich 3,8 %, Gemüse um 1,5 %. Teurer als im Oktober 2019 waren auch alkoholische Getränke und Tabakwaren, nämlich im Schnitt um 2,4 %. Im Vergleich zum September 2020 erhöhten sich die Preise für Lebensmittel im Berichtsmonat im Mittel um 0,4 %. Dabei kletterten die Forderungen für Gemüse an der Ladentheke mit 3,1 % besonders deutlich. Derweil meldete das Bundesamt für den September eine Fortsetzung des Preisrückgangs für landwirtschaftliche Produkte auf Erzeugerebene. Gegenüber August verzeichneten die Statistiker einen durchschnittlichen Abschlag von 1,4 %. Maßgeblich dafür war die Entwicklung der Preise für tierische Erzeugnisse, die binnen Jahresfrist um 9,9 % nachgaben. So stark waren sie zuletzt im Mai 2016 gesunken. Der Rückgang kam vor allem aufgrund der sinkenden Preise für Schweinefleisch zustande, die um 25,6 % niedriger lagen als im September 2019. Für pflanzliche Produkte erlösten die Landwirte im Vergleich zum Vorjahresmonat hingegen im Schnitt 1,0 % mehr. Hierbei schlugen vor allem die um 7,7 % höheren Getreidepreise durch. (AgE)

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