Milchindustrie senkt Zuckeranteil in Kinderjoghurts deutlich

Der Milchindustrie-Verband (MIV) sieht die deutschen Milchverarbeiter bei der Reduktions- und Innovationsstrategie der Bundesregierung auf einem guten Weg. Der Verband beruft sich dabei auf den aktuellen Ergebnisbericht zum Produktmonitoring des Max Rubner-Instituts (MRI), der bestätigt, dass die Unternehmen der Milchindustrie freiwillig die Zusammensetzung ihrer Produkte den aktuellen Entwicklungen, der Nachfrage und damit den Verbrauchererwartungen entsprechend anpassen. Wie aus dem Bericht hervorgeht, hat die Milchindustrie zwischen 2016 und 2019 beispielsweise den Zucker- sowie den Energiegehalt bei Joghurt- und Quarkzubereitungen, jeweils mit Kinderoptik, signifikant reduziert. Bei Joghurt sind es laut MRI 20 % weniger Zucker und bei Quark etwa 18 %. Der Energiegehalt bei Joghurt mit Kinderoptik sei im gleichen Zeitraum um 22 % gesenkt worden, bei Quark mit Kinderoptik um 9 %. Darüber hinaus bewegten sich die Zuckergehalte von Joghurt- und Quarkzubereitungen mit Kinderoptik unterhalb der jeweiligen Kategorie ohne Kinderoptik. Der MIV weist zusätzlich darauf hin, dass der Branchenbeitrag, wonach die Milchindustrie bei gesüßten Milchprodukten mit Kinderoptik eine Senkung des Gesamtzuckergehaltes um 15 % im Median anstrebt, bei Joghurt- und Quarkzubereitungen von den Molkereien sogar übertroffen werde. „Diese außerordentlich positive Entwicklung erweitert die Vielfalt an gesunden und schmackhaften Milchprodukten als Teil einer ausgewogenen Ernährung im Regal des LEH“, betonte die Geschäftsführende Wissenschaftliche Leiterin beim MIV, Dr. Gisela Runge. Obwohl Milchprodukte keine Hauptquelle für Zucker in der Ernährung darstellten, leistet die Milchindustrie nach ihrer Darstellung mit ihrer Prozessvereinbarung und weiterführenden Maßnahmen in Form von Forschungsprojekten sowie Kommunikations- und Weiterbildungsaktivitäten einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Strategie. (AgE)

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