Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 1. Dezember

Die Milchanlieferung in Deutschland bewegt sich weiter an im Saisontief, könnte aber ihren Tiefpunkt durchschritten haben. Laut Schnellberichterstattung der ZMB erfassten die Molkereien in der 46. Woche 0,4 % mehr Milch als in der Vorwoche. Die Vorjahreslinie wurde weiter deutlich um 3,1 % unterschritten. In Frankreich schrumpfte der Rückstand gegenüber der Vorjahreswoche zuletzt auf 3,0 %.
Am Markt für flüssigen Rohstoff haben die Preise für Industrierahm und Magermilchkonzentrat in der vergangenen Woche zeitweise leicht nachgegeben. Industrierahm tendiert in der laufenden Woche wieder etwas fester. Bei Magermilchkonzentrat wird teilweise von einer Seitwärtsbewegung und teilweise wieder höheren Preisen berichtet.
Die Lage am Magermilchpulver ist weiterhin so fest wie seit mehreren Jahren nicht. Die Nachfrage für neue Geschäftsabschlüsse aus dem europäischen Binnenmarkt und vom Weltmarkt hält weiter an. Bei den Herstellern gehen immer wieder weitere Anfragen ein, auch wenn sie teilweise nicht mehr ganz so lebhaft sind wie in der Vorwoche. Es zeigt sich, dass mehr sehr langfristige Verträge nachgefragt werden, da die Käufer offensichtlich versuchen die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Auch melden sich immer wieder Interessenten, mit denen seit längerem keine Geschäftsverbindung besteht. Das Angebot reicht voraussichtlich nicht aus, um alle Anfragen anzunehmen.
Die weitere Entwicklung des Milchaufkommens ist unsicher und die verfügbaren Mengen sind zu einem hohen Anteil bereits verplant. Innerhalb der Unternehmen und im Markt insgesamt nimmt der Wettbewerb um den Rohstoff absehbar zu. Die Abwicklung der bestehenden Kontrakte ist aufgrund der Rohstoffknappheit und den Engpässen bei Verpackungsmaterial und Transportkapazitäten herausfordernd. In aktuellen Verhandlungen werden erneut höhere Preise gefordert. Dabei spielen auch die deutlich gestiegenen Kosten u.a. für Verpackungsmaterial und Energie eine Rolle. Die Preise für Lebensmittelware und Futtermittelware tendieren erneut fester und liegen aktuell bei einem sehr geringen Angebot an Futtermittelqualitäten sehr eng beieinander.
Für Vollmilchpulver besteht anhaltendes Kaufinteresse für verschiedene Lieferzeiträume vom Binnenmarkt und teilweise auch vom Weltmarkt. Bei knappem Rohstoffangebot werden höhere Preise gefordert und auch durchgesetzt.
Bei Molkenpulver wird ebenfalls von festen Tendenzen berichtet. Futtermittelware wird dem Vernehmen nach etwas fester gehandelt. Lebensmittelware wird für das erste Quartal zu festen Preisen gehandelt und ist nach umfangreichen Abschlüssen nur noch begrenzt verfügbar. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu/proplanta)

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