Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 10. November

Die Milchanlieferung in Deutschland bewegt sich weiter auf einem niedrigen Niveau, wenngleich der saisonale Rückgang zuletzt unterbrochen wurde. Das Saisontief dürfte inzwischen kurz bevorstehen. In der 43. Woche erfassten die Molkereien laut Schnellberichterstattung der ZMB eben so viel Milch wie in der Vorwoche. Damit war die Milchanlieferung um 2,9 % niedriger als in der Vorjahreswoche. In Frankreich hat sich der Rückstand zur Vorjahreslinie zuletzt auf 2,0 % verringert.
Am Markt für flüssigen Rohstoff haben sich die Preise für Industrierahm, Magermilchkonzentrat und Versandmilch auf hohem Niveau stabilisiert. Zuletzt hatten die Preise für Magermilchkonzentrat nochmals einen Schub erhalten.
Die Lage am Markt für Magermilchpulver ist unverändert sehr fest. Es wird von einer guten Nachfrage berichtet. Kaufinteresse besteht innerhalb des europäischen Marktes und zuletzt auch zunehmend am Weltmarkt, wobei sich der schwache Euro positiv für die EU-Anbieter auswirkt. Dem Bedarf steht nur ein begrenztes Angebot gegenüber. Teilweise wird von Zuteilungen berichtet. Für Lieferungen bis zum Jahresende, die noch vereinzelt nachgefragt werden, stehen nur noch Restmengen zur Verfügung, die sich aber zu für die Verkäufer attraktiven Preisen absetzen lassen.
Vor allem werden die bestehenden Verträge beliefert. Verhandlungen werden nun schwerpunktmäßig für Lieferungen im ersten Quartal des kommenden Jahres geführt, teilweise auch darüber hinaus. Die Werke agieren dabei vorsichtig, da Teile der Produktion bereits verkauft sind und die Verfügbarkeit unsicher ist. Nach dem Abbau von umfangreichen Beständen in den Vorjahren und nicht mehr wachsendem Milchaufkommen in der EU bei gleichzeitig steigender Käsenachfrage, werden die Verkaufsmengen vorsichtiger geplant. Auch in den USA ist die Produktion in den vergangenen Monaten eingeschränkt worden, was sich beim Angebot am Weltmarkt bemerkbar machen dürfte.
Für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität haben sich zuletzt erneut höhere Preise realisieren lassen. Auch für Futtermittelware müssen höhere Preise angelegt werden.
Fester hat sich auch Vollmilchpulver entwickelt. Es besteht weiterhin Kaufinteresse für verschiedene Termine, vorrangig aber nicht ausschließlich, innerhalb des Binnenmarktes. Es wird überwiegend lediglich auftragsbezogen produziert. Mit den höheren Rohstoffkosten haben auch die Preise für Vollmilchpulver weiter zugelegt.
Am Markt für Molkenpulver sind aktuell stabile Tendenzen bei den Preisen für Futtermittelware zu beobachten. Lebensmittelware wird gut nachgefragt und tendiert aktuell fester. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta)

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