Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 12. Januar

In Deutschland setzt sich der saisonale Anstieg der Milchanlieferung fort. Die Molkereien erfassten laut Schnellberichterstattung der ZMB in der 51. Woche 0,6 % und in der 52. Woche 0,8 % mehr Milch als in der Vorwoche. Damit bewegte sich die Milchmenge um 3,0 % bzw. 2,8 % unter der Vorjahreslinie. In Frankreich hat sich der Rückstand zur Vorjahreslinie in der 52. Woche auf 1,6 % verringert.
Am Markt für flüssigen Rohstoff hat die Verfügbarkeit von Industrierahm zuletzt zugenommen und die Preise haben etwas nachgegeben, sind für die Jahreszeit aber weiter ungewöhnlich hoch. Magermilchkonzentrat wird weiter gut nachgefragt und erzielt stabile Preise.
Der Markt für Magermilchpulver entwickelt sich zum Jahresauftakt von 2022 erneut fester. Das Kaufinteresse hält ungebrochen weiter an. Aus der Industrie am Binnenmarkt wie auch von den Exportmärkten gehen immer wieder neue Anfragen bei den Werken ein. Der vergleichsweise frühe Ramadan im laufenden Jahren dürfte zu der guten Exportnachfrage mit beitragen. Der Nachfrage steht nur ein recht begrenztes Angebot gegenüber. Für die kommenden Monate haben die Molkereien bereits umfangreiche Mengen unter Vertrag. Bei zwar saisonal steigender, aber dennoch unter Vorjahresniveau liegender Milchanlieferung und hoher Käsenachfrage ist die Rohverfügbarkeit für die Herstellung von Magermilchpulver limitiert, so dass in Deutschland überwiegend kaum noch freie Mengen verfügbar sind.
Auch in den USA ist die Erzeugung in den letzten Monaten zunehmend geschrumpft. Diese Entwicklungen führen zu höheren Preisforderungen.
Für Lebensmittelware wurden zuletzt höhere Preise aufgerufen und durchgesetzt. Auch für Futtermittelware müssen bei sehr knappem Angebot höhere Preise bezahlt werden.
Am Markt für Vollmilchpulver trifft eine niedrige Produktion auf eine kontinuierliche Nachfrage. Vor allem in der Lebensmittelindustrie am Binnenmarkt besteht Bedarf. Auch aus den Exportmärkten gehen in gewissem Umfang Anfragen ein. Die Preise tendieren auf hohem Niveau seitwärts bis etwas fester.
Von einem knappen Angebot ist auch der Markt für Molkenpulver gekennzeichnet. Die Preise für Futtermittelware haben seit Jahresanfang kräftig angezogen. Die Preise für Lebensmittelware tendieren bei geringer Verfügbarkeit ebenfalls fester, wobei sich der Preisabstand zur Futtermittelware merklich verringert hat. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

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