Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 4. November

Die Milchanlieferung in Deutschland bewegt sich aktuell um ihr Saisontief. In der 43. Woche erfassten die Molkereien laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,1 % mehr Milch als in der Vorwoche. Damit wurden 0,5 % weniger angeliefert als in der gleichen Vorjahrswoche. In Frankreich war die Milchanlieferung zuletzt um 1,5 % niedriger als in der Vorjahreswoche.
Die Lage an den Märkten für flüssigen Rohstoff ist uneinheitlich. Die Preise für Industrierahm haben zu Beginn des „Lockdown-Light“ nachgegeben. Magermilchkonzentrat wurde zuletzt zu stabilen bis leicht schwächeren Preisen gehandelt.
Der Markt für Magermilchpulver entwickelt sich weiter insgesamt stabil, wenngleich die verschärften Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Europa für eine gewisse Verunsicherung sorgen. Hier und da hat das Angebot zuletzt etwas zugenommen, wobei Mengen für kurzfristige Lieferungen vor allem von Handelsseite offeriert werden. Die Werke verfügen für die kommenden Monate nach wie vor über eine gute Auftragslage. Für das erste Quartal 2021 sind dem Vernehmen nach inzwischen auch eine Reihe von Aufträgen zu Stande gekommen. Für Exporte auf den Weltmarkt gehen immer wieder Anfragen bei den Werken ein. Mit der Industrie am Binnenmarkt werden vor allem für längerfristige Abschlüsse Gespräche geführt.
Die Preise für Lebensmittelware sind im Vergleich zu den vergangenen Wochen weitgehend unverändert, wobei sich die Preise am oberen Ende der Spanne inzwischen schwieriger durchsetzen lassen. Die Nachfrage nach Futtermittelware ist ruhig und die Preise haben zuletzt etwas nachgegeben.
Bei Vollmilchpulver ist das Angebot zuletzt etwas ausgeweitet worden, insbesondere auch in anderen EULändern. Gleichzeitig ist das Kaufinteresse ruhig. Die Preise sind innerhalb der EU weiterhin uneinheitlich und haben sich auch in Deutschland etwas schwächer entwickelt.
Am Markt für Molkenpulver wird von einer guten Nachfrage nach Lebensmittelware berichtet, wobei die Preise weiterhin als uneinheitlich zu bezeichnen sind. Futtermittelware trifft auf eine ruhige Nachfrage, was mit der Beruhigung der Nachfrage nach Kalbfleisch in Folge der Restaurantschließungen in wichtigen europäischen Ländern in Zusammenhang stehen dürfte. Die Preise haben zuletzt nach mehreren Wochen der Stabilität etwas nachgegeben.
(Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/Proplanta.de)

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