Veganer Milchersatz in Dänemark immer beliebter

Getränke auf Soja-, Hafer- und Mandelbasis erfreuen sich in Dänemark wachsender Beliebtheit, stellen aber nach wie vor nur eine Nische dar. Nach Erhebungen des Nationalen Statistikamtes ist der Absatz solcher Pflanzengetränke im dänischen Lebensmitteleinzelhandel 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 22 % auf umgerechnet 22,7 Mio. € gestiegen. Noch sind solche Produkte keine Konkurrenz für Kuhmilch, allerdings machte deren Umsatz im vergangenen Jahr rund ein Siebtel des dänischen Ökomilchgeschäftes aus. Zudem wächst die Nachfrage für „vegane Milch“ deutlich schneller als für herkömmliche, die sich in einigen Produktsparten auf dem Rückzug befindet. Für die dänische Lebensmittelindustrie wird die Herstellung solcher Alternativen zur Milch deshalb immer interessanter. Um den Trend aufzunehmen, startet der Molkereikonzern Arla Foods in diesem Monat unter dem Markennamen „Jörd“ eine neue Produktlinie auf Haferbasis in vorerst drei Geschmacksrichtungen. Alle Erzeugnisse sollen aus ökologischer Produktion stammen; zudem will Arla sich beim Rohstoffeinsatz auf heimische Herkünfte beschränken. Bei der Ankündigung der neuen Produktlinie hatte die Konzernleitung im März jedoch betont, dass die Einführung der veganen Erzeugnisse lediglich als Ergänzung der eigenen Produktpalette zu verstehen sei. Laut der leitenden Vizepräsidentin und Marketingchefin bei der Molkereigenossenschaft, Hanne Søndergaard, wird Milch immer „das Herz“ von Arla sein. Man wisse aber um das wachsende Interesse vieler dänischer Verbraucher an pflanzlichen Trinkprodukten und sehe den Markteinstieg mit der Marke „Jörd“ daher als „natürlichen Schritt und aufregende Geschäftsmöglichkeit“, so Søndergaard. (AgE)

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