Statistiken

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Die Produktion von Kuhmilch hat im Jahr 2018 trotz Hitze und Trockenheit leicht zugelegt. Wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) am 29. Mai berichtete, kam es im Vergleich zu 2017 zu einem Anstieg von 1,4 % auf rund 33,06 Mio t. Daran habe ökologisch erzeugte Milch einen Anteil von 1,1 Mio t oder 3,5 % gehabt, was einem Zuwachs von 19 % entspreche. Im Gegensatz zur konventionell produzierten Kuhmilch sei die Menge der ökologisch erzeugten in fast allen Monaten 2018 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten im zweistelligen Prozentbereich angestiegen. Den Grund für diesen Sprung sieht die BLE in höheren und stabileren Einnahmen der Ökobauern. Im Jahresdurchschnitt habe der Preis für sie mit 48,37 Cent/l um gut 40 % über dem von konventionell erzeugter Milch mit 34,37 Cent/l gelegen. Ab August 2018 waren die angelieferten Mengen konventionell erzeugter Kuhmilch laut Bundesanstalt unter anderem durch die dürrebedingte Futterknappheit um bis zu 2 % gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat gesunken, da im Juli vermehrt Kühe geschlachtet worden seien. Die größten Rohstoffmengen wurden 2018 im Ländervergleich nach Angaben der Statistiker mit 7,94 Mio t wieder in Bayern sowie in Niedersachsen/Bremen mit 7,08 Mio t produziert. Zusammen mit Nordrhein-Westfalen hätten diese Bundesländer zusammen 18,1 Mio t Milch an die milchwirtschaftlichen Unternehmen geliefert, nach 17,8 Mio t im Vorjahr. Der Anteil dieser drei Länder an der gesamten Anlieferung der deutschen Erzeuger habe 57,1 % entsprochen.
Auch der Strukturwandel in der Milchbranche hat sich der BLE zufolge im vergangenen Jahr erneut in den Zahlen niedergeschlagen. So hätten 2 969 Milchviehhalter oder 4,5 % bundesweit ihren Betrieb aufgegeben, etwa die Hälfte davon in Bayern. Tendenziell habe dies erwartungsgemäß vermehrt kleinere Betriebe betroffen. Dürrebedingt sei auch die Anzahl der Kühe zurückgegangen, und zwar um 2,7 % auf 11 949 Stück. Allerdings habe die Milchleistung je Kuh im Vorjahresvergleich durchschnittlich um 3,8 % auf 8 059 kg zugelegt. Die Aufstockung  der Milchkühe pro Haltung der letzten Jahre setzte sich nach Angaben der Marktbeobachter mit langsamerem Tempo 2018 weiter fort. So sei in Deutschland insgesamt und im Bundesgebiet West im Schnitt ein Anstieg um 1 Milchkuh pro Haltung auf 65 beziehungsweise 57 Tiere festzustellen gewesen. Im Bundesgebiet Ost habe man nach starken Aufstockungen in den Vorjahren eine Verringerung um 2 Milchkühe pro Haltung auf 189 Stück verzeichnet. Die durchschnittliche Anzahl von Milchkühen pro Haltung war der BLE zufolge bei der Zählung 2018 in Mecklenburg-Vorpommern mit 229 und in Brandenburg mit 224 Tieren von allen Flächenländern am größten und in Bayern mit 40 Milchkühen pro Haltung am geringsten.
Innerhalb der Europäischen Union wurden laut BLE im vergangenen Jahr insgesamt 157,4 Mio t Milch an die Molkereien geliefert; das waren 0,9 % mehr als 2017. Der Verlauf der Veränderung gegenüber dem Vorjahr habe weitegehend dem der Milchlieferung konventionell erzeugter Milch in Deutschland entsprochen. So mussten nach Angaben der Statistiker auch staatenübergreifend in der zweiten Jahreshälfte trockenheitsbedingte Verluste hingenommen werden, wogegen vorher und im Gesamtjahr Zuwächse zu verzeichnen waren. Hergestellt wurden 2018 innerhalb der Ländergemeinschaft der BLE zufolge 29,5 Mio t Konsummilch und damit 2,7 % weniger als im Vorjahr. Die Menge an hergestelltem Käse konnte sich mit 9,3 Mio t ebenso wie die von Butter mit 2,2 Mio t gut behaupten. Die Magermilchpulverproduktion ging dagegen um 1,5 % auf 1,6 Mio t zurück. Mit Blick auf den Weltmarkt berichtete die BLE für die USA von einem Plus bei der Rohmilcherzeugung um 0,9 % auf 98,6 Mio t binnen Jahresfrist und von 2,3 % auf 21,9 Mio t in Neuseeland. In Australien habe sich die Erzeugung im gleichen Zeitraum hingegen um 1,9 % auf 9,3 Mio t verknappt. Die Einfuhrmenge an Milcherzeugnissen nach Deutschland sei 2018 im Vorjahresvergleich um 12,9 % auf 3,88 Mio t zurückgegangen, während sich die Ausfuhren um 4,3 % auf 4,57 Mio t verringert hätten. (AgE)

 
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