Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 21. Oktober

In Deutschland war der saisonale Rückgang der Milchanlieferung zuletzt unterbrochen. Die Molkereien erfassten in der 41. Woche laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,4 % mehr Milch als in der Vorwoche. Damit war die Anlieferung um 0,6 % niedriger als in der Vorjahreswoche. Der saisonale Tiefpunkt dürfte erfahrungsgemäß Mitte November erreicht werden. In Frankreich bewegte sich das Milchaufkommen zuletzt knapp unter dem Niveau der Vorjahreswoche.
Der Handel mit flüssigem Rohstoff ist in der laufenden Woche recht ruhig gestartet. Die Preise für Industrierahm sind weiter sehr fest, bewegen sich aber nicht mehr auf ihrem Höchststand von vor einigen Wochen. Magermilchkonzentrat hatte Ende der vergangenen Woche etwas nachgegeben und sich inzwischen wieder befestigt.
Am Markt für Magermilchpulver ist eine gute Nachfrage zu beobachten. Bei den Werken gehen immer wieder Anfragen vom europäischen Binnenmarkt und vom Weltmarkt ein. Das Kaufinteresse konzentriert sich eher auf kurzfristige Termine. Für längerfristige Kontrakte werden viele Gespräche geführt. Was längerfristige Abschlüsse betrifft, ist die Haltung aktuell wieder mehr abwartend, was mit der Unsicherheit aufgrund der wieder stärkeren Zunahme der Corona-Fälle in Zusammenhang stehen dürfte. Die Verfügbarkeit für die kommenden Monate ist nach wie vor begrenzt und zuletzt weiter zurückgegangen.
Die Preise für Lebensmittelware tendieren seitwärts mit einer leicht festeren Tendenz. Bei Futtermittelware haben sich etwas festere Preise durchgesetzt.
Bei Vollmilchpulver besteht ein stetiges Kaufinteresse, das auch immer wieder zu neuen kleineren Abschlüssen führt. Die Preisentwicklung bei deutscher Ware ist fest, während von vergleichsweise günstigen Angeboten aus anderen EU-Ländern berichtet wird.
Am Markt für Molkenpulver hat sich die Nachfrage nach Lebensmittelware etwas belebt, wobei die Erlöse etwas nachgegeben haben. Der Markt für Futtermittelware ist von Stabilität gekennzeichnet. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

Lockdown: Molkerei Berchtesgadener Land holt die Milch weiterhin ab

Der Landkreis Berchtesgadener Land ist ein Corona-Hotspot. Stand 22. Oktober weist das Robert-Koch-Institut für den Kreis im Südostzipfel der Republik einen Inzidenzwert von 292,6 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen aus.
Dennoch geht die Milchverarbeitung bei der Molkereigenossenschaft Berchtesgadener Land weiter. Die seit dem 20. Oktober für 14 Tage geltenden Ausgangsbeschränkungen haben keine Auswirkungen auf den direkten Geschäftsbetrieb,
Laut Pointner ist die volle Produktionsfähigkeit der Molkerei gesichert. Bereits seit Mitte Februar gelte ein vorsorglich eingeführtes strenges Hygienekonzept. Entgegen anderslautender Pressemeldungen seien aktuell von den rund 500 Mitarbeitern nur drei Mitarbeiter Corona positiv getestet. In Abstimmung mit dem örtlichen Gesundheitsamt befänden sich diese in häuslicher Quarantäne.
Das Unternehmen betont, dass Lebensmittel generell kein Übertragungsweg für Coronaviren sind. Milch und Milchprodukte würden zudem mindestens pasteurisiert und im Anschluss vollautomatisch verarbeitet und abgepackt. (Topagrar.com)

Germany: Hochland bannes imported feed

The southern German private dairy Hochland specialized in cheese, with in 2019 a production of 378000 tons cheese, a turnover of 1.59 billion (10*9) euro and more than 5000 employees, does no longer allow that milk delivering farms use feed that is imported from oversee. Earlier Hochland banned the use of non-selective herbicides such as glyphosate used on delivering farms their fields or grassland, which the farms mainly utilize to plant feed for their own requirements.

Neuer Rechtsrahmen für weniger Schadstoffe in Lebensmittelverpackungen gefordert

Wirksamere Gesetze und bessere Kontrollen, um Schadstoffbelastungen durch Lebensmittelverpackungen zu vermeiden, hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gefordert. In der Praxis fänden sich immer wieder gesundheitsschädigende Rückstände in Nahrungsmitteln, berichtete der vzbv am 7. Oktober) und nannte als Beispiel freigesetztes Formaldehyd in Bechern aus Bambus. Behörden könnten die Unbedenklichkeit von Lebensmittelkontaktmaterialien, die von den Herstellern eigentlich belegt werden müsse, häufig gar nicht überprüfen. Neben Personal fehle es auch an Daten, um die vielen tausend Stoffe zu bewerten, die in Lebensmittelkontaktmaterialien zum Einsatz kämen, berichtete der vzbv. Für die Verbraucher sei die Unbedenklichkeit von Lebensmittelverpackungen aber ein wichtiges Thema. Laut den Ergebnissen einer aktuellen repräsentativen Umfrage im Auftrag des vzbv wollten 93 % der Verbraucher keine gesundheitsschädlichen Chemikalien in Lebensmittelverpackungen oder in Koch- und Essgeschirr. Vor diesem Hintergrund forderte der Bundesverband einen neuen Rechtsrahmen zur Sicherstellung der Unbedenklichkeit. Der Einsatz besonders bedenklicher Stoffe, wie beispielsweise Stoffe mit krebserregenden, erbgut-verändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Eigenschaften, müsse für ganze Stoffgruppen verboten werden. Zudem sei die Unbedenklichkeit von Lebensmittelkontaktmaterialien nachzuweisen und von einer unabhängigen Behörde zu bestätigen. Gebraucht werden nach Einschätzung des vzbv auch Positiv- und Negativlisten, aus denen klar hervorgeht, welche Chemikalien und Materialien für welche Produktbereiche verwendet werden dürfen und welche nicht. Ebenfalls gefordert werden eine eindeutige Kennzeichnung der Materialien, eine stärkere Kontrolle durch die Lebensmittelüberwachung und die Eindämmung des Imports potentiell gefährlicher Materialien. Zustimmung erhielt der vzbv von der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. In Lebensmittelverpackungen hätten Schadstoffe nichts zu suchen. Bereits der „kleinste Risikoverdacht muss zu einem unverzüglichen Bann führen“. Die Bundesregierung müsse ihren rechtlichen Handlungsspielraum zugunsten der Gesundheit „endlich nutzen“. (AgE)

MIV legt Geschäftsbericht 2019/20 vor

Einblicke in sein vielfältiges Aufgaben- und Themenspektrum gibt der Milchindustrie-Verband (MIV) in seinem aktuellen Geschäftsbericht 2019/20, der als PDF-Download in der Mediathek des Verbandes verfügbar ist. Laut MIV war der Berichtszeitraum neben den Veränderungen durch die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Milchindustrie unter anderem durch die Branchenstrategie Milch 2030, die Themen Nachhaltigkeit und Tierwohl, die Farm-to-Fork-Strategie im Rahmen des Green Deal sowie die Diskussionen um den Nutri-Score und das neue Verpackungsgesetz geprägt. Abgerundet wird die Publikation durch interaktive Beiträge wie das persönliche Grußwort des MIV-Vorsitzenden Peter Stahl in einem Video und durch Audiobeiträge zu den Themen Milchmarkt, Brexit und Milch-Güteverordnung. In der ebenfalls erhältlichen E-Paper-Version kommen animierte Analysen hinzu. (AgE)

Schwaches Exportgeschäft sorgt in Ernährungswirtschaft für Umsatzrückgang

Die deutsche Ernährungsindustrie musste im Juli coronabedingt einen kräftigen Einbruch beim Export verzeichnen, konnte diesen aber teilweise durch das Inlandsgeschäft kompensieren. Wie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) am vergangenen Donnerstag (1.10.) in ihrem Konjunkturreport mitteilte, verzeichnete die Branche im Berichtsmonat im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang von 2,0 % auf insgesamt 15,6 Mrd Euro. Während die Exporte deutlich zurückgingen, und zwar um 6,6 % auf 5,0 Mrd Euro, legte der Inlandsumsatz mit Lebensmitteln um 0,3 % zu, was die Erlöseinbußen unter dem Strich begrenzte. Gegenläufig entwickelten sich auch die Erzeugerpreise im In- und Ausland: Auf dem heimischen Markt befestigten sich diese laut BVE gegenüber Juli 2019 um 0,5 %, während sie im Ausland um 0,7 % sanken. Wie schon in den Monaten zuvor zeigten sich auch im Juli die negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Produktion, wie die Bundesvereinigung weiter berichtete. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank ihr zufolge um 2,1 % im Vorjahresvergleich. Die Beschaffungskosten von Agrarrohstoffen sind zuletzt für die Lebensmittelproduzenten gestiegen. Im August 2020 legte der Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) im Vergleich zum Vormonat um 1,3 % auf 87,6 Punkten zu. Auch gegenüber dem Vorjahresmonat stieg der Index, nämlich um 1,9 %. Die Stimmung in der Ernährungsindustrie hellte sich ungeachtet dessen auf. Der Saldo des monatlich erscheinenden ifo-Geschäftsklimaindexes als Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie erhöhte sich nach einem kurzen Dämpfer im August im Folgemonat um 5,2 Punkte und lag damit bei insgesamt 10,7 Punkten. Auch die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage fiel positiver als noch im Vormonat aus; der betreffende Index kletterte auf insgesamt 19,5 Punkte. Die Geschäftserwartung der nächsten Monate spricht laut der BVE für einen moderat optimistischen Blick in die Zukunft: Der entsprechende Indikator stieg um 2,4 Punkte auf einen Saldo von plus 2,3 Punkten. (AgE)

EU-Milchanlieferung wächst schneller

Im Juli haben die Molkereien in der EU-28 nach teils noch vorläufigen Daten insgesamt rund 13,7 Millionen Tonnen erfasst. Das waren zwei Prozent mehr Milch als ein Jahr zuvor und bedeutet einen Mengenanstieg um knapp 277.400 Tonnen. Damit haben sich die expansiven Tendenzen zu Beginn der zweiten Jahreshälfte fortgesetzt. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr nahm dabei weiter zu, nachdem im April und Mai kurzfristig geringere Anstiege zu verzeichnen gewesen waren. Im Zuge dessen wurden im Juli sogar die Zuwachsraten vom Jahresbeginn übertroffen.
In Frankreich war im Juli im EU-weiten Vergleich der mengenmäßig größte Anstieg zu verzeichnen. Hier wurde die Vorjahresanlieferung um rund drei Prozent oder rund 53.700 Tonnen übertroffen. Nach zuvor drei Monaten mit rückläufigen Tendenzen bedeutete dies einen sichtbaren Sprung beim dortigen Rohstoffaufkommen. Mit gewissem Abstand folgen Italien und Irland. In beiden Ländern stieg die Anlieferung gegenüber dem Vorjahresmonat um gut vier Prozent. In Italien bedeutete dies, bei gegenüber Juni etwas geringerer Zuwachsrate, ein Mengenwachstum um knapp 44.300 Tonnen. Die Produktionsausweitung in Irland bewegte sich in einem ähnlichen Umfang. Eine im Vergleich zu den Vormonaten weitere Zunahme des Wachstums auf 4,4 Prozent brachte den Molkereien auf der grünen Insel im Juli gut 42.700 Tonnen mehr Rohstoff für die Verarbeitung. Nennenswerte Zuwächse beim Milchaufkommen meldeten darüber hinaus Polen mit rund 21.800 Tonnen und Deutschland mit rund 21.100 Tonnen. In Spanien lieferten die Milcherzeuger 18.300 Tonnen mehr Rohstoff an die Molkereien, in den Niederlanden und in Tschechien waren es jeweils rund 13.000 Tonnen.
Insgesamt wiesen die Statistiken der Mitgliedstaaten, mit nur wenigen Ausnahmen, nahezu durchgängig Anlieferungen oberhalb des Vorjahresniveaus aus. Nur punktuell und in geringerem Umfang wurden die Vorjahresmengen in Österreich und Malta unterschritten. Durch den darüber hinaus erfolgten Rückgang beim, im Februar aus der EU ausgetretenen, Vereinigten Königreich ergab sich für die EU-27 im Juli ein Zuwachs gegenüber 2019 um zwei Prozent. (AMI/topagrar.com)

Neue Ursprungsbezeichnungen genehmigt

Die Europäische Kommission hat die Anträge Italiens und Ungarns sowie der Türkei über die Aufnahme von Spezialitäten in die Register der geschützten Ursprungsbezeichnungen (g.U.) genehmigt. Wie die Brüsseler Behörde am 23.9. mitteilte, erhält der italienische Käse „Provola dei Nebrodi“ die g.U.; hergestellt wird dieser traditionell aus Kuhmilch in den Bergregionen des Nebrodi im Nordosten Siziliens. Laut EU-Kommission zeichnet sich diese Spezialität durch einen „weichen und delikaten“ Geschmack aus, der mit zunehmender Reife intensiver wird. Bei „Provola dei Nebrodi“ soll es sich um eine der ältesten Käsesorten Siziliens handeln, dabei, so die Beschreibung, würden die Rezepturen seit Jahrhunderten mündlich von Generation zu Generation weitergegeben. Außerdem erhielt die ungarische Salmonide „Szilvásváradi pisztráng“ die geschützte Ursprungsbezeichnung. Der Kommission zufolge soll sich der Geschmack dieses Fisches von denen ähnlicher Fischarten deutlich unterscheiden. Charakteristisch seien sowohl das rosa Fleisch, die besondere Textur sowie der subtile Geschmack des Fisches. Sämtliche Phasen des Produktionsprozesses fänden im Szalajka-Tal im Bükk-Gebirge im Norden Ungarns statt. Die Wasserqualität der Bergquellen sowie die lokale Expertise in der Aufzucht seien dafür verantwortlich, dass „Szilvásváradi pisztráng“ seine „einzigartigen Eigenschaften“ bewahrt habe. Sowohl „Szilvásváradi pisztráng“ als auch „Provola dei Nebrodi“ werden als neue g.U. in die Liste der mehr als 1 480 geschützten Produkte aufgenommen.
Der Kommission zufolge enthält das entsprechende EU-Register gegenwärtig 34 geschützte Herkunftsangaben aus EU-Drittländern wie der Türkei, einschließlich Lebensmittel, Wein und Spirituosen. (AgE)

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 23. September

Die Milchanlieferung folgt Mitte September wieder ihrer für die Jahreszeit üblichen rückläufigen Entwicklung, nachdem sie in den Vorwochen witterungsbedingt vergleichsweise stark geschwankt hatte. Laut Schnellberichterstattung der ZMB erfassten die Molkereien in der 37. Woche 0,3 % weniger Milch als in der Vorwoche. Die Vorjahreslinie wurde damit um 0,6 % unterschritten. In Frankreich hat sich der Vorsprung der Milchanlieferung zum Vorjahresniveau zuletzt auf 0,6 % verringert.
Am Markt für flüssigen Rohstoff hat sich die Verfügbarkeit verbessert, nachdem die Hitzewelle seit mehreren Wochen vorüber ist. In den letzten Tagen haben die Preise für Industrierahm etwas nachgegeben. Die Preise für Magermilchkonzentrat sind stabiler geblieben.
Bei Magermilchpulver ist eine gewisse Belebung der Nachfrage zu beobachten. Die Anfragen bei den Werken haben zuletzt wieder zugenommen. Am Weltmarkt wie auch in der europäischen Industrie macht sich mehr Kaufinteresse bemerkbar. Die festeren Signale, die in der vergangenen Woche vom Global Dairy Trade-Tender ausgingen, scheinen mit zu einer Veränderung der Stimmung beigetragen zu haben. Es wird auch über mehr Abschlüsse berichtet, die vorrangig im vierten Quartal 2020 oder dem ersten Quartal 2021 zur Auslieferung kommen sollen.
Am Weltmarkt ist die Konkurrenzfähigkeit von EU-Ware durch den nach wie vor starken Euro eingeschränkt. Dennoch können in gewissem Umfang Abschlüsse getätigt werden. Die Verfügbarkeit von Magermilchpulver bis zum Jahresende ist nach wie vor eingeschränkt. Die Preise für Lebensmittelware sind je nach Qualität etwas uneinheitlich und bewegen sich in der Bandbreite der Vorwoche, wobei das Angebot am unteren Ende der Preisspanne kleiner wird. Die Nachfrage nach Futtermittelware hat sich bei etwas festeren Preisen belebt.
Für Vollmilchpulver besteht bei der Lebensmittelindustrie noch Bedarf für die kommenden Monate. Zuletzt sind wieder mehr Aufträge zu Stande gekommen. Das Exportgeschäft ist, was neue Abschlüsse betrifft, aufgrund der Wettbewerbssituation ruhig. Teilweise können sehr feste Preise durchgesetzt werden, wobei das Preisgefüge innerhalb der EU uneinheitlich ist.
Molkenpulver in Futtermittelqualität wird zu stabilen bis leicht festeren Preisen in normalem Umfang gehandelt. Der Markt für Molkenpulver in Lebensmittelqualität ist uneinheitlich. Die Preise bewegen sich in einer vergleichsweise großen Bandbreite. Die Nachfrage aus Südostasien nach Exportware ist dem Vernehmen nach überwiegend abwartend. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta)

Denmark: research on recovery of lame cows

In Denmark, research of the university of Aarhus shows that light lame cows recover sooner on straw than on a hard floor. After four weeks on hard floors of the lame cows still 73 percent was lame, on straw 40 percent. On straw 46 percent of the cows recovered totally, on harder floors only 16 percent.

Finland: electronic ear tags for cattle

In Finland all the cattle born after January 1, 2021 must have electronic ear tags on one ear. The other ear tag can be no electronic tag. Initially this should have been obligated in 2020 but the legislation was postponed because not the whole cattle chain was ready to fullfill all the requirements.

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 9. September

Nach dem Ende der Hitzewelle hat sich die Milchanlieferung in Deutschland stabilisiert. Laut Schnellberichterstattung der ZMB erfassten die Molkereien in der 35. Woche 0,2 % mehr Milch als in der Vorwoche. Damit bewegte sich die Milchanlieferung um 0,3 % unter dem Niveau der Vorjahreswoche, die durch einen hitzebedingt deutlichen Rückgang gekennzeichnet gewesen war. In Frankreich lag die Milchmenge gleichzeitig um 0,1 % unter der Vorjahreslinie. Magermilchkonzentrat hat bei verbesserter Verfügbarkeit leicht nachgegeben. Die Preise für Industrierahm bewegen sich stabil auf dem hohen Niveau der Vorwoche. Versandmilch steht wieder in umfangreicheren Mengen zur Verfügung und wird etwas gehandelt.Der Markt für Magermilchpulver bewegt sich nach einer Belebung der Nachfrage aktuell wieder in etwas ruhigeren Bahnen. Sowohl Käufer wie auch Verkäufer agieren derzeit abwartend. Der Bedarf für das vierte Quartal dürfte dem Vernehmen nach noch nicht vollständig gedeckt sein. Unsicherheit besteht über die weitere Entwicklung im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie, was die Zurückhaltung begünstigt. Abschlüsse kommen oft nur kurzfristig zu Stande, während man mit langfristigen Kontrakten vorsichtig ist. Am Weltmarkt sind neue Geschäfte schwierig zum Abschluss zu bringen, da der Wechselkurs des Euro zum Dollar weiter ungünstig ist und Ware aus den USA zu sehr wettbewerbsfähigen Konditionen angeboten wird. Magermilchpulver in Lebensmittelqualität wird zu stabilen Preisen gehandelt. Die Preise für Futtermittelware bewegen sich ebenfalls stabil auf dem Niveau der Vorwoche.Der Markt für Vollmilchpulver ist weiterhin ruhig. Geschäfte werden vor allem innerhalb der EU getätigt. Am Weltmarkt ist aus anderen Herkünften zu günstigeren Preisen verfügbar. Die Preise für deutsche Ware bewegen sich auf dem Niveau der Vorwoche. Innerhalb der EU sind die Preise uneinheitlich. Die Nachfrage nach Molkenpulver in Lebensmittelqualität ist stabil bis leicht belebt. Die Preise bewegen sich weiter in der Bandbreite der Vorwochen. Futtermittelware wird zu bisherigen Preisen gehandelt. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

Notierungen für Butter und Käse stabil

BONN. Die amtlichen Notierungen für Butter, Schnitt- und Hartkäse haben sich in der ersten vollen Septemberwoche kaum verändert. Marktbeobachtern zufolge hat das Ferienende, wie häufig im Herbst, die Nachfrage belebt. Allerdings war der Absatzzuwachs im Vergleich zu den Vorjahren geringer, da wegen Corona weniger Menschen ins Ausland gefahren sind und sich daher der „Rückkehreffekt“ nur abgeschwächt zeigte. Bei Butter ließ sich die Stückware fortgesetzt besser verkaufen als die Blockware. Laut Süddeutscher Butter- und Käsebörse wird zum aktuellen Notierungsniveau hauptsächliche lose Butter aus Tiefkühlbeständen abgesetzt. Frische Blöcke ließen sich zum gegenwärtigen Preisniveau kaum produzieren; die Herstellung und der Verkauf von Sahne sei bei der Fettverwertung lukrativer. Die Verkäufe von Schnittkäse liefen bei guter Nachfrage auf einem zufriedenstellenden Niveau zu stabilen Preisen, meldete die Notierungskommission in Hannover. Dem Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) zufolge ließ sich Emmentaler und Viereckhartkäse weiter gut vermarkten. Bei Rohmilchemmentaler mache sich hingegen die coronabedingte Absage der Volksfeste bemerkbar; die Bestellmengen der Kunden seien deutlich geringer als in den Vorjahren. An der Kemptener Börse wurde deshalb am 9. September der obere Spannenwert für diese Käsespezialität um 1,05 Euro auf 6,20 Euro/kg deutlich zurückgenommen. Bei Magermilchpulver tendierten im Berichtszeitraum die Preise uneinheitlich. Ware in Lebensmittelqualität wurde der Kemptener Börse zufolge mit Aschlägen zwischen 2 Cent und 3 Cent gehandelt und erlöste je Kilogramm zwischen 2,10 Euro und 2,25 Euro. Eine etwas ruhigere Nachfrage, der starke Eurokurs im Export und die Ungewissheit über die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie waren laut der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) Gründe für die leichte Schwäche. Beim Verkauf von Magermilchpulver an die Futtermittelindustrie ließ sich dagegen von den Anbietern ein Zuschlag von 2 Cent auf 1,99 Euro/kg bis 2,02 Euro/kg realisieren. Der Markt für Vollmilchpulver war der ZMB zufolge von einem ruhigen Geschäftsverlauf geprägt; die Preise blieben stabil. Gleiches galt für Molkenpulver in Futter- und in Lebensmittelqualität, das jeweils zu unveränderten Konditionen abgerechnet wurde. (AgE)

Bio-H-Milch bei Verbrauchern besonders gefragt

Der Absatz von Konsummilch in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen. Insbesondere die Verkäufe von Bio- und Weidemilch hätten dabei zugelegt, teilweise deutlich im zweistelligen Bereich, berichtete das Landvolk Niedersachsen am 27. August. Weil sich viele Menschen in den vergangenen Corona-Monaten zusätzlich mit lang haltbaren Erzeugnissen bevorratet hätten, sei vor allem die Nachfrage im Bio-H-Milchsegment gestiegen. Das große Absatzplus habe auch daran gelegen, dass durch Hamsterkäufe in den Monaten März und April Versorgungslücken bei konventioneller H-Milch in den Supermärkten aufgetreten und Verbraucher auf Öko-H-Milch ausgewichen seien. Die Anlieferungsmengen von Bio-Milch haben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zufolge hierzulande von Januar bis Mai gegenüber der Vorjahresperiode um 4,4 % zugenommen. Nach Angaben des Landesbauernverbandes führt das dritte trockene Jahr in Folge in einigen Regionen Deutschlands jedoch dazu, dass die Futtervorräte bei konventionellen und ökologisch wirtschaftenden Milchviehbetrieben knapp werden. Bisher hätten die Erzeuger durch ein proaktives Futtermanagement größere Einbrüche in der Produktion verhindern können. Das nachlassende Milchmengenwachstum in den vergangenen Monaten zeige jedoch, dass die Trockenheit auch den Biomilchbetrieben zu schaffen mache. Die private Nachfrage nach haltbarer Bio-Milch sei hingegen ungebrochen, berichtete das Landvolk. Im Juni 2020 hätten die Haushalte in Deutschland etwa ein Drittel mehr Bio H-Milch eingekauft als im entsprechenden Vorjahresmonat, so dass sich für das erste Halbjahr ein Mengenplus von fast 40 % im Vorjahresvergleich ergebe. Der gute Absatz habe auch die leicht rückläufigen Erzeugerpreise für Ökomilch stoppen können. „Anders als bei der konventionellen Milcherzeugung ist das Biomilchsegment durch den steigenden Absatz im Lebensmitteleinzelhandel von Marktverwerfungen weitestgehend verschont geblieben“, erklärte der Vorsitzende des Milchausschusses im Landvolk Niedersachsen, Jan Heusmann. Doch erste Molkereien würden nun auf wieder bessere Markterlöse reagieren und erhöhten leicht die Erzeugerpreise für konventionelle Milch. (AgE)

Russland steigert Milchexport um ein Viertel

Russland hat im ersten Halbjahr 2020 mehr Milchprodukte ins Ausland verkauft als im Vorjahreszeitraum. Laut Handelsstatistik nahm die Ausfuhrmenge um 25 % auf 407 000 t Milchäquivalent zu; die daraus resultierenden Exporterlöse legten um 15 % auf 178 Mio $ oder umgerechnet 150 Mio Euro zu. Mit gut 90 % wurde der überwiegende Teil der Milcherzeugnisse in die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) geliefert, darunter Kasachstan, die Ukraine und Weißrussland. Zu den größten Abnehmern russischer Milchprodukte aus Nicht-GUS-Ländern zählten die Mongolei, Abchasien, Georgien und China. Beim wichtigen Exportprodukt Butter stiegen die Ausfuhreinnahmen im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2019 um 76 % auf 61 Mio Euro, bei Eiscreme um 14 % auf 29 Mio Euro und bei Milch und Sahne um 19 % auf 24 Mio Euro. Leicht rückläufig waren hingegen die Exporte von Magermilchpulver und Quark. Bei der milchwirtschaftlichen Einfuhr verzeichnete Russland von Januar bis Juni 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Zuwachs von 2,4 % auf 3,6 Mio t Milchäquivalent; die Importausgaben erhöhten sich um 4,0 % auf 1,19 Mrd Euro. Dabei nahm der Bezug von Käse und Quark um 9 % auf 142 600 t zu, wofür sich die Rechnung auf 490 Mio Euro belief. Rund 84 % dieser Produkte stammten aus Weißrussland; dahinter folgte Argentinien mit einem Anteil von 4 % (Umrechnungskurs: 1 $ = 0,8441 Euro). (AgE)

Rohstoffwert Milch im August bei 29,9 Cent

Im August 2020 verringerte sich der Kieler Rohstoffwert Milch gegenüber dem Vormonat um 0,2 Cent auf 29,9 Cent je kg Milch. Der Rückgang ist auf die geringeren Preise für Magermilchpulver zurückzuführen, die nicht durch die höheren Preise für Butter kompensiert werden konnten. Während sich die Butterpreise um +1,7 % (+5,7 € auf 349,1 €/100 kg) erhöhten, gab es bei Magermilchpulver eine Reduzierung um -2,3 % (-4,7 € auf 203,0 €/100 kg). Gegenüber dem Vorjahresmonat August 2019 (29,8 Cent/kg) liegt der derzeitige Kieler Rohstoffwert Milch im August 2020 um 0,1 Cent/kg leicht höher.

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 19. August

Die Milchanlieferung an die deutschen Molkereien ist weiter saisonal rückläufig. In der 32. Woche wurden im Bundesgebiet laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,7 % weniger Milch erfasst als in der Vorwoche und das Vorjahresniveau geringfügig um 0,2 % übertroffen. In Frankreich lag das Milchaufkommen gleichzeitig auf dem Vorjahresniveau. Für die 33. Woche ist aufgrund der extremen Hitze von einem stärkeren Rückgang aufgrund von Hitzestress der Milchkühe auszugehen. Es wird außerdem über niedrige Gehalte an Inhaltsstoffen in der Milch berichtet.
Die Preise für Industrierahm und Magermilchkonzentrat haben bei sinkender Rohstoffverfügbarkeit und hoher Nachfrage nach Frischprodukten im Laufe der vergangenen Woche kontinuierlich angezogen. Auch für die laufende Woche zeichnen sich derzeit feste Preise ab.
Am Markt für Magermilchpulver hat sich die Lage etwas befestigt. Es sind zwar noch viele Marktbeteiligte in den Sommerferien, was zu weiterhin ruhigen Aktivitäten führt. Dennoch werden aber wieder mehr Gespräche geführt, zum Teil auch für Exporte. Bestehende Kontrakte werden außerdem gut angerufen. Das Angebot für die kommenden Monate ist begrenzt, zumal wetterbedingt Unsicherheit über die Futterversorgung für die Wintermonate besteht. Teilweise stehen die Produktionsmengen für die kommenden Monate bereits weitestgehend unter Kontrakt, so dass bei den Anbietern wenig Handlungsbedarf besteht. Aufgrund der zuletzt extremen Witterungsverhältnisse ist die Verfügbarkeit von Rohstoff für die Trocknung zurückgegangen. Gleichzeitig bietet der Verkauf von Konzentrat eine attraktive Verwertungsalternative. So sind auch die preisgünstigen Partien an Magermilchpulver, die in den vergangenen Wochen hier und da zu finden waren, inzwischen aus dem Markt verschwunden.
Die Forderungen für Lebensmittelware wurden zuletzt wieder etwas angehoben. Die Preise tendieren stabil bis leicht fester, obwohl die Konkurrenzfähigkeit von EU-Ware am Weltmarkt durch den schwachen Dollar-Kurs beeinträchtigt wird. Bei Futtermittelware wird von ruhiger Nachfrage und stabilen Preisen berichtet.
Die Lage am Markt für Vollmilchpulver ist weiter ruhig. Geschäfte werden vor allem am Binnenmarkt getätigt, da EU-Ware am Weltmarkt kaum wettbewerbsfähig ist. Bei der derzeitigen Lage am Rohstoffmarkt wird Vollmilchpulver in der Regel nur für bestehende Aufträge hergestellt. Die Preise sind weiter stabil.
Molkenpulver trifft aktuell bei Futter- und Lebensmittelware auf eine vergleichsweise ruhige Nachfrage und ist ausreichend verfügbar. Futtermittelware wird weiter auf dem Niveau der Vorwoche gehandelt. Für Lebensmittelware werden in Deutschland stabile Preise erzielt, wobei die Preise innerhalb der EU uneinheitlich sind. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

Frankreich: Käsekonzern Bel macht gute Geschäfte

Der französische Käsereikonzern Bel hat im ersten Halbjahr 2020 gute Geschäfte machen können. Wie das Unternehmen mitteilte, konnte der Umsatz im Zeitraum von Januar bis Juni im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4,8 % auf rund 1,7 Mrd Euro gesteigert werden. Das Betriebsergebnis erreichte im selben Zeitraum 175 Mio Euro; das waren 49 Mio Euro oder 38 % mehr als im ersten Halbjahr 2019. Aus Europa und insbesondere Frankreich berichtete der Konzern von lebhaftem Wachstum. Die Produktion sei an die gestiegene Nachfrage nach den etablierten Markenprodukten angepasst worden. In Nordafrika und dem Mittleren Osten schrumpfte den Unternehmensangaben zufolge der Markt für verarbeiteten Käse, da die Corona-Krise besonders die Außer-Haus-Verpflegung schwer getroffen habe. Mit Ausnahme der Levante habe man aber trotzdem Marktanteile gewinnen und den regionalen Erlös um 3,7 % steigern können. Nicht festlegen wollte sich Bel bezüglich des Ausblicks für den Rest des Jahres. Angesichts der anhaltend volatilen Entwicklung der globalen Nachfrage, der Unklarheiten hinsichtlich des Absatzes in der Außer-Haus-Verpflegung und der zunehmenden Preissensibilität der Verbraucher sei eine Abschätzung der weiteren Geschäftsentwicklung nicht möglich. Eigenen Angaben zufolge hat der Konzern in der Corona-Krise bislang auf jegliche staatliche Unterstützung verzichtet. Zudem seien den Rohstofflieferanten stabile Preise garantiert und den Partnern Unterstützung in der Krise gewährt worden. (AgE)