Milchpulverpreise in Deutschland geben leicht nach

Der Markt für Milchprodukte in Deutschland war in der vergangenen Woche weiterhin von einer ferienbedingt abgeschwächten Nachfrage geprägt. Wie der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) berichtete, konnten aber die Exportgeschäfte etwas ausgedehnt werden. Die Milchfettvermarktung präsentiere sich im saisonalen Vergleich freundlich. Nach Angaben der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse in Kempten vom 21. Juli war die Nachfrage nach geformter und loser Markenbutter „normal“ beziehungsweise „ruhig“. Dennoch wurde die Notierung für die lose Ware am Mittwoch am unteren Ende um 10 Cent auf 3,70 Euro/kg herabgesetzt, aber am oberen Ende bei 3,90 €/kg belassen. Indes blieben die Kemptener Notierungen für Hartkäse unverändert. Der Börse zufolge wurde Emmentaler sehr gut abgesetzt. Beim Schnittkäse wurde die Obergrenze der amtlichen Notierung in Hannover für Brotware im Zuge der guten Nachfrage aber um 5 Cent auf 3,45 €/kg angehoben; die Untergrenze verharrte dagegen auf dem Vorwochenniveau von 3,20 €/t. Fast durchweg leichter entwickelten sich die Kemptener Notierungen im Milchpulversegment. Bei der Notierungsspanne für Magermilchpulver als Futtermittelware wurden am unteren und oberen Ende Abschläge von jeweils 3 Cent auf 2,38 €/kg sowie 2,41 Euro/kg vorgenommen. Ware für die Lebensmittelindustrie notierte für 2,45 €/kg bis 2,53 €/kg, nach zuvor 2,50 €/kg bis 2,62 €/kg. Nach Angaben der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) in Berlin beruhigten sich die Aktivitäten am Markt für Magermilchpulver zuletzt, nachdem in den Wochen zuvor kurzfristig mehr Abschlüsse zustande gekommen waren. Für Süßmolkenpulver in Futtermittelqualität verzeichnete die Notierungskommission einen Nachlass im Mittel von 1 Cent auf 0,92 Euro/kg bis 0,94 Euro/kg. Die Notierung für Sprühware in Lebensmittelqualität gab am unteren Ende um 1 Cent auf 1,07 Euro/kg nach, am oberen Ende um 2 Cent auf 1,12 Euro/kg. Am Weltmarkt standen die Milchpulverpreise bei der Auktion an der Global Dairy Trade (GDT) am Dienstag weiter unter Druck. Für Magermilchpulver ging es im Vergleich zum 6. Juli um 5,2 % auf durchschnittlich 2 971 $/t (2 525 Euro) abwärts. Vollmilchpulver verbilligte sich um 3,8 % auf 3 730 $/t (3 170 Euro) (Umrechnungskurs: 1 $ = 0,8499 €). (AgE)

Sommerflaute am Milchmarkt

Beim Absatz von Milchprodukten in Deutschland macht sich die Ferienzeit immer stärker bemerkbar; die Nachfrage hat sich Anfang Juli abgeschwächt. Wie der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) berichtete, hat sich insbesondere der Bedarf an Milchfett zuletzt spürbar verringert. Sowohl Päckchenbutter als auch Blockbutter seien bei den Herstellern nur noch in einem geringen Umfang abgerufen worden. Diese Markteinschätzung teilte auch die Süddeutsche Butter- und Käsebörse und sprach von einem ruhigen Marktverlauf. Die amtliche Notierung für die lose Ware wurde am 7. Juli in Kempten am unteren Ende um 5 Cent auf 3,80 Euro/kg gesenkt, am oberen um 1 Cent auf 3,94 Euro/kg. Bei der abgepackter Butter gab der untere Notierungswert nach dem kürzlichen Abschluss der Kontraktverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel um 2 Cent auf 4,04 Euro/kg nach, und der obere Wert blieb mit 4,20 Euro/kg unverändert. Die Abgabepreise der Hersteller von Hart- und Schnittkäse änderten sich in der vergangenen Woche hingegen nicht; folglich blieben die Notierungen in Kempten und Hannover stabil. Der Markt wurde insgesamt als ausgeglichen beschrieben. Bei Milchpulver setzte sich vergangene Woche das ferienbedingt ruhige Marktgeschehen fort. Die Mengen an Magermilchpulver aus laufender Produktion wurden vorwiegend genutzt, um bestehende Kontrakte zu bedienen. Laut Zentraler Milchmarktberichterstattung (ZMB) war am Weltmarkt nur wenig Nachfrage zu spüren und der Export durch knappen Frachtraum begrenzt. Die lebensmitteltaugliche Ware konnte zu stabilen Preisen zwischen 2,50 Euro/kg und 2,62 Euro/kg abgesetzt werden; bei Futtermittelware erfolgte ein Abschlag von 2 Cent auf 2,43 Euro/kg bis 2,45 Euro/kg. Beim Verkauf von Vollmilchpulver mussten die Hersteller ihren Spitzenpreis im Vorwochenvergleich um 3 Cent auf 3,27 Euro/kg senken; der Minimumpreis blieb mit 3,20 Euro/kg jedoch stabil. Auf unveränderter Basis wurde auch Molkenpulver für die Lebensmittelindustrie abgerechnet, während beim Verkauf von Futtermittelware ein durchschnittlicher Nachlass von 1 Cent auf 0,97 Euro/kg bis 0,99 Euro/kg gewährt wurde.
Am Weltmarkt gerieten die Preise für Standardmilcherzeugnisse bei der jüngsten Auktion an der Global Dairy Trade (GDT) stärker unter Druck als in Deutschland. Der zusammenfassende Index aller sieben gehandelten Produkte gab am 6. Juli gegenüber der Versteigerung von Mitte Juni um 3,8 % nach; das war der sechste und stärkste Rückgang in Folge. Mitverantwortlich dafür war ein Preisminus beim umsatzstärksten Produkt Vollmilchpulver im Mittel aller Lieferkontrakte um 3,0 % auf 3.864 $/t (3.269 Euro). Noch stärker ging es für Magermilchpulver mit einem Wertverlust von 7,0 % auf 3.126 $/t (2.644 Euro) nach unten. Trotz der jüngsten Korrekturen liegt der Vorsprung auf den Vorjahrespreis bei Vollmilchpulver aber noch bei 20 % und bei Magermilchpulver bei 16 %. Mit einem deutlichen Abschlag von 9,2 % auf 3.949 $/t (3.340 Euro) wurde bei der GDT-Auktion im Vergleich zu Mitte Juni Cheddarkäse gehandelt; er fiel auf ein neues Jahrestief. Gleiches galt für Butter, deren Preis sich im Mittel aller Kontrakte um 3,2 % auf 4.458 $/t (3.771 Euro) abschwächte. Nachgebende Preise an der GDT sind in dieser Jahreszeit bei steigender Milcherzeugung auf der Südhalbkugel nicht ungewöhnlich. Die verkaufte Menge an der GDT nahm gegenüber der vorherigen Auktion um fast 13 % auf 24.278 t zu. Analysten zeigten sich deshalb entspannt und hoben hervor, dass Nachfrage vorhanden sei. Die Kunden würden jedoch die Spitzenpreise des Frühjahres nicht mehr zahlen wollen (Umrechnungskurs: 1$ = 0,8459 Euro). (AgE)

Molkereien und Haushalte sind die größten Lebensmittelverschwender

In Dänemark fallen jedes Jahr schätzungsweise mehr als 800 000 t an vermeidbaren Lebensmittelabfällen an. Das ist das Ergebnis der ersten umfassenden Erhebung zu dieser Problematik, die Landwirtschaftsminister Rasmus Prehn und Umweltministerin Lea Wermelin in dieser Woche vorgestellt haben. Wie aus den Daten hervorgeht, liegt die gesamte Lebensmittelverschwendung bei jährlich 814 000 t. Davon entfallen auf die Lebensmittelindustrie rund 385 000 t, wobei die Molkereien dabei mit 218 000 t den Löwenanteil verursachen. Laut Report gehen in der Landwirtschaft jedes Jahr 44 000 t und in Restaurants 42 000 t verzehrsfähiger Nahrungsmittel verloren. Die Verluste im Großhandel belaufen sich auf 96 000 t. Einen beachtlichen Posten machen allerdings auch die privaten Haushalte aus, wo jährlich gut 250 000 t an eigentlich noch nutzbaren Lebensmitteln im Müll landen. „Lebensmittelverschwendung macht keinen Sinn – und das schon gar nicht in der Lebensmittelbranche“, erklärte Prehn bei der Vorstellung der Studienergebnisse. Er sieht aber in der Lebensmittelkette eine große Bereitschaft für Veränderungen. Mit den konkreten Daten will der Minister eine neue Debatte zur Reduzierung vermeidbarer Lebensmittelverluste anstoßen. (AgE)

DMK bleibt in Corona-Pandemie stabil

Die DMK Group hat im vergangenen Jahr trotz großer Herausforderungen durch die Corona-Pandemie stabile Geschäftsergebnisse erzielt. Wie Deutschlands größtes Molkereiunternehmen am 14. Juni mitteilte, blieb der Umsatzrückgang gegenüber 2019 mit 182 Mio Euro oder 3,1 % auf 5,59 Mrd begrenzt, während der Konzernüberschuss mit 24,9 Mio Euro sogar leicht über dem Vorjahresniveau von 24,5 Mio Euro lag. Zudem konnte die Eigenkapitalquote bei 33,8 % gehalten werden. Die durchschnittliche Auszahlungsleistung einschließlich aller Zuschläge lag laut DMK stabil bei 32,05 Cent/kg und war „regional wettbewerbsfähig“. Nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) betrug der bundesweite Durchschnittspreis für konventionelle Kuhmilch 2020 mit tatsächlichen Inhaltsstoffen 33,56 Cent/kg, und bei der Standardmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß waren es 32,84 Cent/kg. Das waren jeweils rund 0,85 Cent weniger als 2019. Mit ihrem Strategiekurs DMK 2030 sieht sich die Molkereigenossenschaft für künftige Krisen, Marktschwankungen sowie neue, sich bietende Chancen gut aufgestellt. „2020 hat uns coronaseitig gefordert, aber nicht vom Kurs abgebracht“, betonte DMK-Geschäftsführer Ingo Müller. Mit dem ersten Corona-Lockdown habe es schlagartig ein nahezu vollständig wegbrechendes Geschäft im Food-Service gegeben, während die Nachfrage des Lebensmitteleinzelhandels explosionsartig gestiegen sei. Lieferketten hätten, auch wegen der Schließung von Grenzen, kurzfristig umorganisiert werden müssen. „Die DMK Group hat sich dabei aktiv durch die Pandemie gesteuert und ist zuverlässig ihrem Auftrag nachgekommen, die Bevölkerung sicher mit Lebensmitteln zu versorgen“, hob Müller hervor. Ihm zufolge beeinflusst die Pandemie auch 2021 den Milchmarkt durch ein verändertes Konsumverhalten. Das laufende Jahr sei auf den Produktmärkten jedoch besser als erwartet gestartet, was Zuversicht erlaube. Für die DMK sei der strategische Umbau aber noch nicht abgeschlossen und weitere Projekte der „Vision 2030“ würden vorangetrieben, so der Geschäftsführer. So werde beispielsweise im Markt für Babynahrung großes Potential gesehen. Deshalb werde die Organisationsstruktur in diesem Bereich derzeit schlagfertiger gemacht. Zudem sei die Internationalisierung ein wichtiger Pfeiler der DMK-Zukunftsstrategie. (AgE)

Moderater Milchpreisanstieg trotz saisonal höherer Anlieferungen

Der saisonale Höhepunkt der Milchanlieferungen in Deutschland ist überschritten; bis November dürfte die Rohmilchmenge nun in der Tendenz abnehmen. Eher ungewöhnlich ist in diesem Jahr, dass sich die Erzeugerpreise auch in Zeiten des hohen Milcheingangs befestigen konnten. Nach vorläufigen Angaben der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) lag der durchschnittliche Preis für eine Standardmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß im April bei 34,0 Cent/kg und damit um 0,7 Cent über dem Vormonat, in dem es bereits eine Preiserhöhung von 0,5 Cent gegeben hatte. Das im Vorjahresvergleich geringere Milchaufkommen, eine gute Nachfrage und der Anstieg der Preise am Produktmarkt hätten dazu geführt. Bis zur Jahresmitte werden laut Experten weitere Zuwächse beim Milcherzeugerpreis erwartet, die aus Sicht der Milchbauern aufgrund der gestiegenen Futter- und anderer Kosten auch dringend notwendig seien. Am Markt für Milchprodukte war in der vergangenen Woche dagegen eher wenig Preisbewegung. Die Notierung für Päckchenbutter an der Süddeutschen Butter- und Käsebörse wurde am vergangenen Mittwoch (9.6.) am oberen Spannenende um 6 Cent auf 4,20 Euro/kg heraufgesetzt, während die schwach gefragte Blockbutter dagegen im Spannenmittel 4 Cent verlor und in den Grenzen von 4,00 Euro/kg bis 4,07 Euro/kg notiert wurde. Im Hartkäsesegment war Emmentaler laut Börse sehr gut gefragt, die Notierung änderte sich jedoch nicht. Bei Emmentaler aus Rohmilch wurde der obere Spannenwert um 70 Cent auf 5,80 Euro/kg zurückgesetzt. Bei einem ausgeglichenen Markt blieben die Notierungen für die Schnittkäsesorten Gouda und Edamer in Hannover ebenfalls weitgehend stabil. Angesichts eines ruhigen Geschäftsverlaufs kam auch der Preisanstieg für Magermilchpulver laut Kemptener Börse zum Stillstand. Die Käufer am Weltmarkt verhielten sich eher abwartend, und im EU-Binnenmarkt würden hauptsächlich bestehende Kontrakte bedient, erläuterte die Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB). Am Vollmilchpulvermarkt traf ein begrenztes Angebot auf eine schwache Nachfrage. Die Verkäufer mussten etwas Zugeständnisse machen, weshalb der untere Wert der Preisspanne um 2 Cent auf 3,23 Euro/kg sank. Für Molkenpulver in Lebensmittelqualität gab es der ZMB zufolge eine stetige Nachfrage; die Verkaufspreise erhöhten sich laut Kemptener Börse im Schnitt um 1 Cent auf 1,11 Euro/kg bis 1,16 Euro/kg. (AgE)

Branchenvereinbarung zum Milchsektor unterzeichnet

Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser hat die „Branchenvereinbarung zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Tiergesundheit und Verbesserung der Wertschöpfung in den Milchviehbetrieben in NRW“ mit ihrer Unterzeichnung am 1. Juni in Kraft gesetzt. Bereits zuvor hatten alle beteiligten Parteien, konkret der Landeskontrollverband NRW, die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, der Rheinische Landwirtschaftsverband (RLV), die Rinder Union West, die Tierärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe sowie der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV), das Papier unterschrieben. Man sei sich darin einig, dass vor allem die Themenfelder Kälbervermarktung, Nutzungsdauer der Milchkühe sowie Gesundheit und Fitness der Kühe und ihrer Nachkommen besonderer Aufmerksamkeit bedürften, heißt es in der Vereinbarung. Vor diesem Hintergrund wolle man den Wissenstransfer in die Landwirtschaft, etwa zu den Chancen und Möglichkeiten einer einzelbetrieblichen Verlängerung der Zwischenkalbezeit in Beständen mit entsprechender Milchleistung und Laktationskurve sowie einer Verlängerung der Nutzungsdauer, verbessern. Ferner solle über den gezielten Einsatz von gesextem Sperma zur Erzeugung hochwertiger weiblicher Zuchttiere informiert werden, ebenso über den Einsatz von Sperma von Fleischrinderrassen zur Erzeugung rahmiger, fleischbetonter Kreuzungskälber, über die Etablierung praxistauglicher Verfahren zur Stärkung der Kälbergesundheit sowie über die Herdentypisierung und den damit in Verbindung stehenden Zuchtfortschritt. Mit der Vereinbarung erklären sich die Landwirtschaftskammer, die Rinder-Union West und der Landeskontrollverband NRW bereit, zur Verbesserung der Tiergesundheit von Milchkühen gemeinsam einen jährlichen Bericht über den Fortschritt bei der Etablierung funktionaler Zuchtmerkmale wie Nutzungsdauer, Fruchtbarkeit, Euter- und Klauengesundheit sowie Stoffwechselstabilität zu erstellen.
Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hat zugesagt, im Rahmen der Möglichkeiten ihrer Lehr- und Versuchsbetriebe die genannten Maßnahmen und Empfehlungen modellhaft umzusetzen. Zur effektiven Nutzung vorhandener betrieblicher Tiergesundheits- und Managementdaten gelte es, digitale Managementhilfen wie „Tierwohl-Apps“ in der Praxis voranzubringen, heißt es in der Vereinbarung. Es erscheine sinnvoll, die Daten der amtlichen Preisfeststellung des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) für das Monitoring bei Bedarf zur Verfügung zu stellen. Seitens des LANUV könnten die gemeldeten Rinder je Kategorie und Handelsklasse jährlich zur Verfügung gestellt werden. Die Vereinbarung wurde vor dem Hintergrund der nordrhein-westfälischen Nutztierstrategie geschlossen, die eine nachhaltige und tierwohlgerechte sowie ökonomisch zukunftsfähige Nutztierhaltung anstrebt. „Wir haben in den zurückliegenden Jahren maßgebliche Schritte zur Verbesserung des Tierschutzes in der Nutztierhaltung eingeleitet“, betonte Heinen-Esser. Die Strategie solle die Milchbauern darin unterstützen, neue Wege zu gehen. Verbraucher wünschten sich langlebige Kühe, keine neuen Rekorde über Hochleistungskühe. (AgE)

Internationale Milchpreise nahezu unverändert

Auf der Handelsplattform Global Dairy Trade sank der Durchschnittspreis für Milchprodukte in dieser Woche um 0,2 % auf 4.150 $/t.
Der Durchschnittspreis über alle Produkte und Zeiträume beim Global Dairy Trade sank in der 20. KW e um 0,2 % auf 4.150 $/t. Der Global Dairy Trade-Preisindex ist damit um 3 Punkte auf 1.287 Punkte gesunken. Die Preise für Butter (-2,2 % auf 4.929 $/t), Vollmilchpulver (-0,2 % auf 4.123 $/t) und wasserfreies Milchfett (-0,1 % auf 5.730 $/t) sind gesunken. Bei den Preisen für Lactose (+1,6 % auf 1.251 $/t), Cheddar (+1,0 % auf 4.321 $/t) Magermilchpulver (+0,7 % auf 3.447 $/t) gab es ein Plus. Für Süßmolkenpulver sind keine Preise verfügbar. Buttermilchpulver wurde nicht verhandelt. Die gehandelte Menge lag mit 21.140 t unterhalb des Niveaus der vergangenen Auktion (22.020 t). (topagrar.com)

Finland: average milk production in 2020

In Finland the average milk production of recorded cows in 2020 exceeded first time the limit of 10 000 kg milk/cow/year. In 2020 it was 10 168 kg milk/cow/year and 10 771 kg ECM/cow year. (ECM: energy-corrected milk, taking into account the fat and protein content.) The average herd size of recorded herds exceeded first time the limit of 50 cows and was 50.5 cows/herd. A number of 204792 cows which was 80.1 percent of the national dairy cow herd was recorded. The average lifetime production of culled cows exceeded first time the limit of 30 000 kilograms and in 2020 it was 30 612 kg milk/cow/lifetime.

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 7. April

Der bescheidene saisonale Anstieg des Milchaufkommens in Deutschland hält an. In der 12. Woche war die Milchmenge laut Schnellberichterstattung der ZMB um 0,1 % höher als in der Vorwoche und um 1,0 % unter der Vorjahreslinie. Bei den aktuell niedrigen Temperaturen dürfte die Milchanlieferung zunächst gedämpft bleiben. In Frankeich setzte der saisonale Anstieg zuletzt wieder ein, die Vorjahreslinie wurde jedoch deutlicher als zuvor um 3,4 % unterschritten.
In der Karwoche zogen die Preise für Rahm und Magermilchkonzentrat bei knapp ausreichender Verfügbarkeit etwas an. Zu Beginn der Woche nach Ostern tendieren die Preise zunächst stabil.
Direkt nach den Osterfeiertagen präsentiert sich der Markt für Magermilchpulver ruhig und abwartend. Teils sind die Akteure noch im Osterurlaub. Vereinzelt gehen bei den Werken Anfragen für das zweite Halbjahr ein. Hier muss sich der Markt aber mitunter noch finden. Der in der kommenden Woche beginnende Ramadan dürfte ebenfalls einen Anteil an der Marktberuhigung haben, da die Geschäfte mit den muslimischen Ländern für diesem Zeitraum bereits abgeschlossen sind. Schwerpunktmäßig konzentriert man sich aktuell auf die Abwicklung bestehender Kontrakte, die anhaltend gut abgerufen werden. Die Probleme mit der Logistik im internationalen Handel halten an und erschweren die Abwicklung der Exporte. Die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittel- wie auch in Futtermittelqualität bewegen sich auf dem Niveau der Vorwoche.
Vollmilchpulver wird nach Ostern ebenfalls ruhig nachgefragt. Die Preise in Deutschland tendieren stabil.
Auch am Markt für Molkenpulver ist zu Beginn der Woche nach Ostern wenig Bewegung zu beobachten. Vor den Feiertagen wurden umfangreiche Mengen gehandelt. Die Preise für Lebensmittelware tendieren stabil. Futtermittelqualitäten wird weitgehend unverändert gehandelt. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta)

Milchprodukte vor Ostern gut gefragt

Das Ostergeschäft hat in den Supermärkten für einen regen Absatz von Produkten des Milchsortiments gesorgt. Da die meisten Verbraucher wegen der Corona-Auflagen die Feiertage zu Hause verbringen mussten, wurden Käse, Butter und Milchfrischerzeugnisse über den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) rege geordert, berichtete der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB). Nach Angaben der Süddeutschen Butter- und Käsebörse ging insbesondere Päckchenbutter „sehr gut in den Markt“; das Handelsvolumen habe sich vor den Feiertagen merklich vergrößert. Verhaltener sei das Geschäft mit Blockbutter verlaufen, da die industriellen Verarbeiter das Ostergeschäft bereits abgeschlossen hätten, stellte der VMB fest. Die Notierungen für lose und geformte Ware wurden am 31. März in Kempten auf ihrem vergleichsweise hohen Niveau bestätigt. Auch die amtliche Preisfeststellung für Hartkäse an der Kemptener Börse sowie die Notierung für Schnittkäse in Hannover blieben im Vorwochenvergleich unverändert. Die Nachfrage für diese Produkte wurde von Analysten ebenfalls als gut beschrieben, und auch in Richtung der Mittelmeerländer sei Ware trotz der dort fehlenden Touristen abgeflossen. Das Geschäft mit Magermilchpulver ist vor Ostern laut der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) ruhiger als zuvor gelaufen. Teilweise hätten sich die Einkäufer wohl in den Ferien befunden. Die bestehenden Kontrakte seien aber normal abgewickelt worden. Bei den Verschiffungen in Drittländer hätten sich jedoch logistische Probleme ergeben. Die Verkäufe von Magermilchpulver in Lebensmittel- und in Futtermittelqualität fanden laut Kemptener Börse zu stabilen Preisen auf vorwöchigem Niveau statt. Dies galt im Großen und Ganzen auch für Vollmilchpulver. Allerdings konnten die Hersteller am unteren Ende der Preisspanne einen moderaten Aufschlag von 2 Cent auf 3,20 Euro/kg realisieren; die Höchstpreise blieben mit 3,30 Euro/kg stabil. Uneinheitlich war laut ZMB die Situation bei Molkenpulver. Bei Futtermittelware kam der Preisanstieg zu einem Ende; sie wurde zu unveränderten Konditionen gehandelt. Bei gut gefragtem lebensmitteltauglichem Molkenpulver mussten die Käufer hingegen einen Aufschlag von 4 Cent zahlen; das Kilogramm kostete damit zwischen 1,04 Euro und 1,10 Euro, was das höchste Preisniveau seit Juli 2017 war. (AgE)

Fruit Logistica abgesagt

Die Fruit Logistica wird ihre Tore nicht wie geplant mit einer „Special Edition“ am 18. Mai öffnen. Die Messe Berlin sagte die Veranstaltung am 18. März mit Blick auf die anhaltende Corona-Pandemie in Europa und dem Rest der Welt ab. „Wir wollten eine Vor-Ort-Veranstaltung im Mai ermöglichen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass internationale Geschäftsreisen nach Berlin und größere persönliche Treffen stattfinden können, ist zu gering“, erklärte Senior Product Managerin Madlen Miserius. Unter diesen Umständen sei es unmöglich, persönliche Treffen abzuhalten. Laut Miserius wurde die „Special Edition“ entwickelt, weil in Gesprächen mit der Branche der „sehr starke“ Wunsch des Marktes nach einer physischen Veranstaltung deutlich geworden sei. Daher sei ein Konzept entwickelt worden, das den Ausstellern die größtmögliche Flexibilität bei geringstem Risiko biete. „Leider hat die Pandemie immer noch die Oberhand, was zu der heutigen Absage geführt hat“, so Miserius. Man sei jedoch bereits in Gesprächen mit internationalen Marktteilnehmern und bereite sich mit Hochdruck auf die Fruit Logistica 2022 vor, die vom 9. bis zum 11. Februar 2022 geplant sei. (AgE)

Milchproteine sollen gegen Corona helfen

Untersuchungen des neuseeländischen Pharmaherstellers Quantec haben ergeben, dass ein aus frischer pasteurisierter Kuhmilch gewonnener Proteinkomplex menschliche Körperzellen gegen Covid-19 schützen kann. Verantwortlich dafür sei, so das Unternehmen in einer Mitteilung am vergangenen Donnerstag (11.3.), das patentierte Abwehrprotein „Immune Defense Protein“ (IDP), welches aus mehreren Milcheiweißen bestehe und entzündungshemmend, antioxidativ und antimikrobiell wirke. Eine von einem unabhängigen US-Labor durchgeführte Studie bestätige, dass IDP Körperzellen vor Corona-Viren schützen; aber auch die Schwere der Symptome verringern könne. „Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass IDP als Barriere wirkt und das eigene Immunsystem stärkt, so dass es wirksam gegen Influenza A und Herpes simplex ist“, erläuterte Quantec-CEO Raewyn McPhillips. Nun könne es auch im Kampf gegen Corona helfen. Quantec-Gründer Dr. Rod Claycomb erläuterte, dass IDP ein natürlicher Milchproteinkomplex sei, der mehr als 50 bioaktive Proteine enthalte, die nachweislich entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften hätten. Entscheidend sei, dass IDP viel wirksamer sei als seine Einzelteile, wie reines Lactoferrin oder Lactoperoxidase. Dies sei jüngst in Untersuchungen bestätigt worden. „Dieses Ergebnis stützt andere von uns in Auftrag gegebene Tests, die die Wirksamkeit der natürlichen IDP-Proteine zur Hemmung von Krankheitserregern und zur Unterstützung des körpereigenen und adaptiven Immunsystems demonstrieren“, so Claycomb. Die Einnahme von IDP könne aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung auf Körperoberflächen wie der Haut im Rachenraum und die Auskleidung des Darmtrakts zur Verringerung der gastrointestinalen Symptome beitragen und somit eine gewisse therapeutische Linderung für die an dem Virus leidenden Personen bieten, hob der Quantec-Gründer hervor. Laut McPhillips plant das Unternehmen derzeit mit kommerziellen Partnern klinische Studien mit IDP, um auf wissenschaftlicher Grundlage Produkte für die Verbrauchergesundheit zu entwickeln. (AgE)

Milchpreisindex legt zum Jahresbeginn weiter zu

Im Januar 2021 erreichte der von der Food and Agriculture Organization (FAO) ermittelte Food Price Index 111 Punkte. Damit lag der Milchpreisindex im Vergleich zum Dezember 2020 um 1,6 Prozent höher und nahm den achten Monat in Folge zu. Der Anstieg des weltweiten Preisniveaus resultierte insbesondere aus höheren Notierungen für Butter und Vollmilchpulver.
Preistreibend wirkte vor allem die Nachfrage aus China. Die anstehenden Neujahrsfeierlichkeiten Mitte Februar erhöhten den dortigen Bedarf. Gleichzeitig fiel die exportfähige Ware aus Neuseeland saisontypisch gering aus, was den Effekt zusätzlich verstärkte. Magermilchpulver wurde ebenso zu höheren Konditionen gehandelt. Eine gestiegene Nachfrage nach Spotlieferungen sowie eine gleichzeitig rückläufige Produktion in Westeuropa führte zu festen Preistendenzen.
Im Gegensatz dazu gingen die Preise für Käse zurück und unterschritten leicht das Niveau von Dezember 2020. Ein ruhiger Marktverlauf im europäischen Binnenmarkt sowie der Lageraufbau in den USA führten zu schwächeren Konditionen.  (Topagrar.com)

Fonterra hebt Milchpreisprognose an

Nach einem guten Jahresauftakt sind die Preise für Standardmilchprodukte an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) weiter gestiegen. Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra hat deshalb seine Milchpreisprognose nach oben korrigiert. Mit Ausnahme von Magermilchpulver konnten bei der GDT-Auktion am 2. Februar alle gehandelten Standardprodukte Zugewinne verbuchen. Der zusammenfassende Preisindex legte gegenüber der vorherigen Versteigerung von Mitte Januar um 1,8 % zu und erreichte damit den höchsten Stand seit Juni 2014; das war der sechste Anstieg in Folge. Erneut kräftig nach oben ging es mit der Butter, deren Preis im Mittel aller Kontrakte um 6,2 % auf 5 028 $/t (4 161 Euro) stieg. Seit dem letzten Tiefpunkt Mitte September 2020 hat sich das Fettprodukt um 53 % verteuert. Dies sei auf die anziehende Nachfrage nach Milchfetten vor allem in Asien zurückzuführen, da dortige Verbraucher in die Restaurants zurückkehrten und der gesamte Foodservicebereich nach weitgehender Überwindung der Corona-Pandemie mehr Ware ordere, erläuterte ein Sprecher des Molkereikonzerns Fonterra. Der Preis für das GDT-Handelsprodukt Vollmilchpulver stieg bei der jüngsten Handelsrunde im Schnitt aller Qualitäten und Liefertermine auf 3 458 $/t (2 861 Euro); das waren 2,3 % mehr als Mitte Januar. Mehr Geld für Vollmilchpulver erlöste der Alleinanbieter Fonterra an der GDT zuletzt vor fünf Jahren. Auf der Handelsplattform stiegen zudem die Preise im Vergleich zur vorherigen Auktion für Cheddarkäse um 2,3 %, für Buttermilchpulver um 10,7 %, für Laktose um 3,8 % und für wasserfreies Milchfett um 1,3 %. Lediglich Magermilchpulver wurde mit einem moderaten Abschlag von 1,5 % auf 3 158 $/t (2 613 Euro) gehandelt; dies war allerdings immer noch das zweithöchste Niveau bei einer GDT-Auktion in den vergangenen fünf Jahren.
Aufgrund der positiven Entwicklung an der GDT hat Fonterra nun schon zum zweiten Mal seine Milchpreisprognose für die Saison 2020/21 angehoben. Wie das Unternehmen am vergangenen Dienstag bekanntgab, soll der Auszahlungspreis in der noch bis zum 31. Mai 2021 dauernden Saison zwischen 6,90 NZ$ (4,10 Euro) und 7,50 NZ$ (4,45 Euro) für das Kilogramm Milchfeststoff liegen. Damit übertrifft der Mittelwert von 7,20 NZ$ (4,27 Euro) denjenigen der Dezember-Prognose um 0,20 NZ$ (11,9 Eurocent) und die zu Beginn der Saison in Aussicht gestellte Auszahlungsleistung sogar um 0,80 NZ$ (47,5 Eurocent). Zusammen mit der Vergütung von Genossenschaftsanteilen können die Fonterra-Lieferanten 2020/21 nun einen Preis von 7,40 NZ$ (4,39 Euro) erwarten; das wäre das höchste Niveau seit 2013/14. Fonterra-Geschäftsführer Miles Hurrell erklärte, dass die höhere Milchpreisprognose auf die starke Nachfrage nach Milchprodukten zurückzuführen sei, was auch an der GDT zu steigenden Kursen geführt habe. „Insbesondere in China und Südostasien haben wir eine starke Nachfrage nach Vollmilch- und Magermilchpulver, was die Haupttreiber für den Milchpreis sind“, erläuterte der Fonterra-Manager. Seine Genossenschaft würde in diesem Jahr durch das gezahlte Milchgeld fast 11 Mrd NZ$ (6,5 Mrd Euro) zur neuseeländischen Wirtschaft beisteuern, was nicht nur den Landwirten, sondern auch den ländlichen Kommunen zugute komme. Nach Fonterra hat auch die neuseeländische ASB-Bank ihre Milchpreisprognose für die Saison 2020/21 auf 7,20 NZ$ (4,27 Euro) angehoben. Das Finanzinstitut Westpac hält sogar einen Durchschnittspreis für das Kilogramm Milchfeststoff von 7,50 NZ$ (4,45 Euro) für realistisch.(Umrechnungskurs: 1 $ = 0,875 €; 1 NZ$ = 0,5937 €) (AgE)

The Netherlands: Roayal Friesland Campina closes plant in Donrijp

In Holland dairy cooperative Royal FrieslandCampina intends to discontinue the powder production at two Dutch plants, in Dronrijp and Gerkesklooster. One of the plants (Donrijp) will be closed, the other plant, in Gerkesklooster will continue to produce other dairy products such as cheese. With this measure 57 people will lose their jobs.

DMK Group setzt im Eisgeschäft auf starke Marken

Die Molkereigenossenschaft DMK Group setzt ihren Kurs im Speiseeisgeschäft weiter fort und kooperiert dazu mit starken Marken. Zudem bringt das Unternehmen für das bestehende Portfolio zahlreiche Neuprodukte an den Markt. „Wir haben trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie weiter an dem konsequenten Auf- und Ausbau eines profitablen Markengeschäfts gearbeitet. Mit Marken wie MILRAM und Baileys haben wir bewiesen, dass wir auch für etablierte Marken einen erfolgreichen Transfer in die Kategorie Eis realisieren können“, erklärte der COO des Geschäftsfeldes „Ice Cream“, Marcus-Dominic Hauck, am 27. Januar in Bremen. Die neuen Kooperationen zeigten, dass diese Herangehensweise die DMK für Partner interessant gemacht habe und das Unternehmen mit seinem strategischen Kurs richtig liege. (AgE)

LUFA Nord-West jetzt amtliches Labor für Bioprodukte

Die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) Nord-West, das Laboranalytik-Unternehmen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, ist vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit jetzt als amtliches Labor im Rahmen des europäischen Reglements zum ökologischen Landbau benannt worden. Somit kann die LUFA künftig von den aktuell 18 deutschen Öko-Kontrollstellen mit der Prüfung beauftragt werden, ob ökologische Erzeugnisse mit dem EU-Biosiegel versehen werden können. Wie die Landwirtschaftskammer am 26. Januar mitteilte, blickt die LUFA Nord-West auf eine jahrzehntelange, umfangreiche Erfahrung in der unabhängigen Analyse und Bewertung von Futter- und Lebensmitteln zurück. Als eines von deutschlandweit 48 amtlichen Laboren überprüfe sie die ökologisch erzeugten Lebens- und Futtermittel unter anderem auf Rückstände von Pflanzenschutz- und Reinigungsmitteln und das Vorkommen gentechnischer veränderter Organismen. Zudem untersuche das Labor die Dünge- und Futtermittel sowie deren Zusatzstoffe auf ihre Eignung zum Einsatz im ökologischen Landbau. Die Kammer hob hervor, dass die LUFA die zu prüfenden Produkte – zum Beispiel Obst, Gemüse, Futter- oder Düngemittel – von der Öko-Kontrollstelle erhalte. Von welchem Betrieb die jeweilige Probe stamme, erfahre das Labor nicht. Wie Bioprodukte produziert, kontrolliert und gekennzeichnet werden müssen, ist der Kammer zufolge bereits im Jahr 2007 von der Europäischen Union in der ersten EU-Ökoverordnung festgelegt worden. Diese Verordnung sei jüngst erweitert und ergänzt worden, insbesondere um Passagen, die die Kontrolle von Ökoprodukten regelten. Der rechtliche Rahmen der EU-Ökoverordnung gelte sowohl für tierische als auch für pflanzliche Lebens- und Futtermittel aus ökologischer Landwirtschaft und Verarbeitung. Erzeugnisse, die im Einklang mit dieser Verordnung produziert würden, erhielten von den Öko-Kontrollstellen das EU-Biosiegel. (AgE)

11. Berliner Milchforum erstmals digital

Erstmals wird in diesem Jahr das Berliner Milchforum in digitaler Form ausgerichtet, und zwar vom Deutschen Bauernverband (DBV), dem Milchindustrie-Verband (MIV), dem Deutschen Raiffeisenverband (DRV) und der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). „Milchwirtschaft zwischen Marktrealität und Verbraucherwunsch“ lautet der Titel der Online-Veranstaltung, die am 4. und 5. März stattfindet. Laut Bauernverband hat die Corona-Pandemie verdeutlicht, dass die Landwirtschaft und damit auch die gesamte Milchbranche systemrelevant sind. Die Verbraucher hätten in der Pandemie auf die Milch gesetzt, obwohl ihr Ruf in der Vergangenheit nicht der beste gewesen sei. Auch die Themen Nachhaltigkeit, Tierwohl, Ethik sowie die Erreichung der gesteckten Klimaziele hätten an Fahrt aufgenommen. Der DBV sieht deshalb in der deutschen Milchbranche einen hohen Austauschbedarf. Das Milchforum werde auch in digitaler Form ausreichend Gelegenheit für diese Diskussionen und den Meinungsaustausch der Teilnehmer bieten. Zudem werde das traditionelle Treffen der Milchbranche wieder eine große mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen. (www.berliner-milchforum.de) (AgE)