Estnische Molkerei erhält EIB-Darlehen über 29 Millionen Euro

Um in Estland den Bau einer Molkerei zu unterstützen, hat die Europäische Investitionsbank (EIB) mit dem dortigen Milcherzeuger E-Piim Tootmine einen Darlehensvertrag über 29 Mio Euro geschlossen. Wie die EU-Kommission am 13. Mai dazu erläuterte, wird die Förderung mit Geldern des Europäischen Fonds für strategische Investitionen, der Hauptsäule der Investitionsoffensive für Europa, unterstützt. Ziel sei es, den estnischen Milcherzeuger bei der Ausweitung der Produktion und der Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft zu helfen. Konkret soll das neue Werk einige in die Jahre gekommene Produktionsstätten teilweise ersetzen und die bestehende Kapazität erheblich erweitern, während gleichzeitig eine vierte Anlage hinzukommt. Dort soll beispielsweise Milch der Genossenschaftsmitglieder zu Milchprodukten mit hoher Wertschöpfung wie Hart- und Halbhartkäse – zum Beispiel Gouda und Cheddar – sowie pasteurisierter Sahne verarbeitet werden. Darüber hinaus soll die geplante Investition auch eine nachhaltige Landwirtschaft in Estland unterstützen. Konkret fördert das Unternehmen laut der Brüsseler Behörde bei seinen Genossenschaftsmitgliedern die nachhaltige Tierhaltung und implementiert ein Null-Netto-CO2-Unternehmensprogramm. Bis zu Jahr 2040 würden CO2-Emissionen von Null und bis 2030 bereits eine Reduzierung um 55 % angestrebt. Dese Vorgaben würden auch für die Milchlieferanten gelten. (AgE)

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 27. April

Der saisonale Anstieg der Milchanlieferung hat in Deutschland Mitte April bei freundlichen Witterungsverhältnissen wieder eingesetzt. In der 15. Woche erfassten die Molkereien laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,4 % mehr Milch als in der Vorwoche. Die Milchanlieferung war damit um 2,5 % niedriger als in der Vorjahreswoche. In Frankreich lag die Milchmenge zuletzt um 2,0 % unter dem Vorjahresniveau. Am Markt für flüssigen Rohstoff ist eine Beruhigung eingetreten. Die Preise für Industrierahm, Magermilchkonzentrat und Rohmilch haben etwas nachgegeben. Bei Magermilchpulver ist die Marktlage nach Ostern weiterhin teilweise beruhigt und außerdem uneinheitlicher geworden. In der Lebensmittelindustrie am europäischen Binnenmarkt besteht noch hoher Bedarf für die kommenden Quartale, was teilweise zu entsprechenden Anfragen führt. Für den Weltmarkt wird weiterhin von einer ruhigeren Nachfrage berichtet, wenngleich Marktbeteiligte für den Rest des Jahres aufgrund der beschränkten Verfügbarkeit von Futtermitteln mit einem eher gedämpften Milchaufkommen in den Exportregionen der Welt rechnen.
Für die Importeure ist es allerdings herausfordernd, die starken Preissteigerungen auf die nachgelagerten Stufen weiterzugeben, was vermutlich zu der aktuellen Beruhigung mit beiträgt. Zusätzlich sind die Lieferketten wieder stärker gestört, seit in China wieder größere Lockdowns verhängt worden sind. Die Situation erschwert die Abwicklung von Lieferungen, da Container und Schiffsraum wieder knapper geworden sind. Die Abgabebereitschaft bei den Werken ist aktuell unterschiedlich. Teils hat sie etwas zugenommen. Teils ist das Angebot aber unverändert knapp, insbesondere wenn der bestehende Kundenstamm die Versorgung sichern will. Dies hat auch Auswirkungen auf das Preisgefüge bei Lebensmittelware, das je nach Auftragslage uneinheitlicher geworden ist. Bei Futtermittelware hat sich die Situation für die Einkäufer mit der zuletzt höheren Verfügbarkeit von preisgünstigerem Konzentrat etwas entspannt.
Die Lage am Markt für Vollmilchpulver ist nach den Osterfeiertagen recht ruhig. Die Preise in Deutschland tendieren bei geringem Angebot weiter stabil.
Das Marktgeschehen bei Molkenpulver ist aktuell etwas uneinheitlich. Während für Lebensmittelware stabile Preise erzielt werden, wird Futtermittelware erneut etwas schwächer gehandelt.(Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

Ireland: Glanbia launched sustainability action payment

In Ireland the biggest dairy cooperative Glanbia has launched an 18 million euro annual sustainability action payment as part of a three-year programme to assist its 5000 milk supplying dairy farms to enhance the environmental and economic sustainability of their farms. The programme is designed to assist dairy suppliers in reducing their carbon footprint, enhancing water quality and biodiversity and improving air quality and soil health in line with Glanbia sustainability strategy, Living Proof. As part of Living Proof, Glanbia, along with its member farms, has pledged to deliver a 30 percent reduction in greenhouse gas (GHG) emissions associated with each litre of milk produced by 2030. As part of this initiative, dairy suppliers will receive 0.5 cent per litre (including VAT) through delivering specific sustainability actions. This will equate to almost 3000 euro in 2022 for the average supplier. Across the lifetime of this three-year programme, over 54 million euro in total will be made available to farms as they continue to adopt a range of actions.

Bayern sucht nach Corona-Pause wieder „Käseschätze“

Die Suche nach den besten Spezialitäten der kleinen handwerklichen Käsereien Bayerns geht nach langer Corona-Pause jetzt wieder weiter. Unter dem Motto „Bayerische Käseschätze gesucht!“ startete Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber am 3. März zum vierten Mal die Schatzsuche nach regionalen Käseköstlichkeiten aus Bayerns Käseküchen. „Ein herausragender Käse beginnt mit der hochwertigen Milch unserer heimischen Landwirtschaft. Durch das individuelle Können unserer Käserinnen und Käser entstehen daraus echte Genussschätze Bayerns, die weit über unsere Grenzen geschätzt werden. Die bayerischen Käsespezialitäten sind so facettenreich, wie unsere bayerische Kulturlandschaft, aus der sie stammen“, so die Ministerin. Der Wettbewerb ist ein Teil der Premiumstrategie für Lebensmittel, mit der die einzigartige Vielfalt regionaler Spezialitäten in den Mittelpunkt gerückt wird. Mit diesem wird den kleinen bayerischen Käseherstellern eine Plattform gegeben, um die Aufmerksamkeit gezielt auf ihre lokalen Spezialitäten zu lenken. Teilnehmen können alle milchverarbeitenden Betriebe, die ihren Käse in Bayern produzieren, höchstens 49 Beschäftigte haben und nicht mehr als 10 Mio Euro Jahresumsatz erzielen. Zur Anmeldung zugelassen sind die Käsegruppen „Weichkäse“, „Halbfester Schnittkäse“, „Schnittkäse“ und „Hartkäse“ aus Kuh-, Ziegen-, Schaf-, oder Stutenmilch sowie Mischungen der vier Milcharten. Außerdem müssen mindestens zwei Drittel der verarbeiteten Milchmenge aus dem Freistaat stammen. Bewerbungsschluss ist der 24. April 2022. Die eingereichten Käseschätze werden im Anschluss an eine Laboruntersuchung von der Expertenjury nach Aussehen, Geruch, Geschmack und Textur bewertet. Zusätzliche Punkte können durch die individuelle Geschichte des Käses erworben werden. Die Sieger des Wettbewerbs werden voraussichtlich am 25. September im Rahmen des Käse-Genussmarktes parallel zur Bauernmarktmeile in München im Landwirtschaftsministerium ausgezeichnet. (www.genussschaetze.bayern) (AgE)

Ernährungsindustrie meldet für Dezember 2021 Umsatzplus

Die deutsche Ernährungsindustrie hat im Dezember 2021 einen Umsatz von 16,8 Mrd Euro erwirtschaftet und damit das Vorjahresergebnis um 4,6 % übertroffen. Wie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) am 1. März weiter mitteilte, resultierte das Umsatzplus aus steigenden Verkaufspreisen im In- und Ausland sowie einer Absatzsteigerung im Exportgeschäft. Der Inlandsumsatz betrug 11,0 Mrd Euro und lag damit 1,6 % über dem Niveau von Dezember 2020. Bei um durchschnittlich 6,8 % gestiegenen Verkaufspreisen habe die Branche einen Absatzrückgang von 4,8 % verzeichnet, berichtete die BVE. Im Auslandsgeschäft konnten die Hersteller nach Angaben des Dachverbandes dagegen auch den Absatz steigern, und zwar um 1,6 %. Die Erlöse wuchsen um 11,0 % auf rund 5,5 Mrd Euro, wobei die Verkaufspreise im Mittel um 9,2 % zulegten. In Anbetracht des niedrigeren Inlandsabsatzes senkten die Hersteller ihre Lebensmittelproduktion: Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex fiel im Dezember 2021 um 2,1 % gegenüber dem Vorjahr. Die im Februar 2022 erhobenen Daten zur Stimmung der Lebensmittelhersteller und ihre Beurteilung der aktuellen wie zukünftigen Geschäftslage dürften indes überholt sein, da die Befragung noch vor dem russischen Überfall auf die Ukraine erfolgte. (AgE)

Danone meldet trotz Umsatzsteigerung kleineren Gewinn

Der französische Molkereikonzern Danone konnte nach einem schwachen Jahresauftakt dank eines Schlussspurts im vierten Quartal das Geschäftsjahr 2021 mit einem Umsatzplus beenden, musste aber dennoch beim Gewinn Einbußen hinnehmen. Wie das Unternehmen am 23. Februar berichtete, legten die Erlöse gegenüber dem Vorjahr um 2,8 % auf rund 24,281 Mrd Euro zu; organisch belief sich der Anstieg auf 3,4 %. Der Nettogewinn fiel mit 1,924 Mrd Euro um rund 40 Mio Euro beziehungsweise 1,6 % kleiner aus als 2020. Mit milch- und pflanzenbasierten Produkten wurden 2021 nach Unternehmensangaben insgesamt rund 13,090 Mrd Euro erlöst; das entsprach gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 2,1 %. Während der Umsatz in der Sparte Spezialernährung um 7,230 Mrd Euro oder 0,5 % zulegte, konnten die Erlöse im Wassersegment deutlich gesteigert werden, nämlich um 9,9 % auf 3,961 Mrd Euro. Den größten Teil des Umsatzes erzielte der Konzern wieder in Europa und Nordamerika; in diesen Regionen wurden 13,762 Mrd Euro erlöst und damit 2,6 % mehr als 2020. Um 3,0 % auf 10,520 Mrd Euro stiegen die Umsätze im Rest der Welt. Laut Darstellung von Danone ist es mit Preiserhöhungen gelungen, in der zweiten Jahreshälfte zu profitablem Wachstum zurückzukehren. Mit 6,242 Mrd Euro lag der Umsatz im vierten Quartal 2021 um 10,9 % höher als im Vorjahresquartal. Konzernchef Antoine de Saint-Affrique, der erst seit Mitte September 2021 im Amt ist, hob hervor, dass im Berichtsjahr alle Kategorien zur soliden Leistung des Unternehmens beigetragen hätten. „Wir haben unser Versprechen, im zweiten Halbjahr zu profitablem Wachstum zurückzukehren, mit einer wiederkehrenden operativen Marge von 13,7 % im Jahr 2021 erfüllt“, so de Saint-Affrique. Der Verwaltungsrat von Danone wird der Hauptversammlung am 26. April vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende von 1,94 Euro pro Aktie auszuschütten; dies entspricht dem Vorjahresniveau. (AgE)

Schweiz: Emmi und Nestlé starten umfassendes Klimaschutzprojekt

Die beiden Konzerne Emmi und Nestlé haben im Verbund mit der Milchproduzentenorganisation aaremilch und den Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP) das Ressourcenprojekt „KlimaStaR Milch“ ins Leben gerufen. Wie die beiden Unternehmen am 21. Februar mitteilten, verfolgt die branchenübergreifende Initiative das Ziel, gemeinsam wissenschaftlich abgestützte Erkenntnisse zu gewinnen, um die Schweizer Milchwirtschaft im Hinblick auf den Klimaschutz sowie die Ressourceneffizienz nachhaltiger und wettbewerbsfähiger zu gestalten. Mit einem Maßnahmenmix sollen die Treibhausgasemissionen aus der Milchproduktion um durchschnittlich 20 % verringert werden. An der Initiative werden sich laut Emmi und Nestlé rund 300 landwirtschaftliche Pilotbetriebe beteiligen, unterstützt vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW). Als wissenschaftliche Partner begleiteten die Berner Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) sowie die ETH Zürich das Projekt. Um das gesteckte Reduktionsziel zu erreichen, setzen die Projektpartner bei vier zentralen Punkten an: der Fütterung, dem Herdenmanagement, der Energie und dem Hofdünger. Für die Messung der Fortschritte sollen wissenschaftlich fundierte Erhebungsmethoden und eigens entwickelte Analysetechnologien zum Einsatz kommen. Auch im Bereich der sogenannten „Feed-Food Competition“, also der Nahrungsmittelkonkurrenz, werden Fortschritte angestrebt. Mithilfe von ressourcenschonenden Fütterungsmethoden und einer raufutterbasierten Milchwirtschaft sollen für die Fütterung von Tieren künftig weniger Nahrungsmittel eingesetzt werden, die auch für die menschliche Ernährung geeignet wären. Auch hier hat sich die Initiative ein Reduktionsziel von 20 % gesteckt. Die Initiative ist auf eine Laufzeit von sechs Jahren ausgerichtet. Von den Ergebnissen versprechen sich alle Beteiligten partnerschaftliche Erkenntnisse, die über das Projekt hinaus die Umsetzung zielführender Maßnahmen erlauben und so mithelfen, die im internationalen Vergleich eher moderaten Treibhausgasemissionen der Schweizer Milchwirtschaft weiter zu senken. (AgE)

GDT bekommt weitere Eigentümer

Die internationale Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) will weiter wachsen und wird dafür neue strategische Partner ins Boot holen. Wie die GDT am 16. Februar mitteilte, wird der neuseeländische Milchkonzern Fonterra als bisheriger Alleineigentümer die Neuseeländische Börse (NZX) sowie die Leipziger Terminbörse European Energy Exchange (EEX) als neue Anteilseigner beteiligen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien und Wettbewerbsbehörden soll die Partnerschaft voraussichtlich Mitte 2022 in trockenen Tüchern sein, wobei Fonterra, NZX und EEX jeweils zu einem Drittel an der globalen Auktionsplattform für Milcherzeugnisse beteiligt sein werden. Laut Fonterra-Geschäftsführer Miles Hurrell ist der Wechsel zu einer breiteren Eigentümerstruktur der nächste Schritt in der Entwicklung der GDT. Dadurch werde deren Ansehen als unabhängige, neutrale und transparente Preisermittlungsplattform weiter gestärkt. „Es wird mehr Teilnehmer und Transaktionen geben und ein liquideres Handelsumfeld für Milchprodukte geschaffen“, erklärte Hurrell. Dies ermögliche auch die Entwicklung von Finanzinstrumenten, die von allen Beteiligten genutzt werden könnten, um Preisschwankungen besser zu bewältigen. Laut dem EEX-Chefstrategen Dr. Tobias Paulun passt die Beteiligung an der GDT perfekt zur Strategie der Terminbörse, Anlageklassen, die bereits erfolgreich bedient werden, in eine globale Dimension zu führen. „Mit unserer Erfahrung im Betrieb von Europas führender Handelsplattform für Molkereifuture, aber auch mit zahlreichen Spotkontrakten im Energiebereich, glauben wir, dass wir die Wachstumsvision von GDT unterstützen können“, so Paulun. Gleichzeitig könne durch eine weitere Verbesserung der Preisermittlung und der Instrumente für das Preisrisikomanagement ein Mehrwert für die globale Wertschöpfungskette der Milchwirtschaft geschaffen werden.
Wie aus dem Jahresbericht der GDT hervorgeht, wurden 2021 an der Handelsplattform Milchprodukte im Wert von insgesamt rund 2,5 Mrd $ (2,21 Mrd Euro) umgesetzt; das war ein Anstieg um etwa 400 Mio $ (353 Mio Euro) gegenüber dem Vorjahr. Bei den üblicherweise alle zwei Wochen stattfindenden Versteigerungen wurden Lieferkontrakte für Standardmilcherzeugnisse aus acht Produktgruppen über insgesamt 626 747 t abgeschlossen; gegenüber 2020 bedeutete das ein Minus von 51 329 t oder 7,6 %. Aufgrund des knapper verfügbaren Rohstoffes Milch wurden weniger Standardmilchprodukte an der GDT angeboten. Der Umsatzanstieg resultierte ausschließlich aus den höheren Verkaufspreisen; der zusammenfassende Preisindex über alle Produkte hinweg legte von Januar bis Dezember 2021 um 25,2 % zu. Grund dafür war die nach der Corona-Pandemie wieder anziehende Nachfrage, vor allem in Asien und China, die auf ein vergleichsweise kleines Angebot traf. Dies führte dazu, dass die Preise für Lieferkontrakte von Butter und Buttermilchpulver an der GDT im Jahresdurchschnitt gegenüber 2020 um jeweils gut ein Drittel stiegen, bei wasserfreiem Milchfett sogar um 42,6 %. Für Magermilchpulver mussten die Kunden bei den Versteigerungen im Mittel 21,6 % und für Vollmilchpulver 28,9 % mehr bezahlen. Etwas moderater fiel im Vorjahresvergleich der Anstieg bei Cheddarkäse mit 15,5 % und bei Laktose mit 12,0 % aus.
Mit einem Anteil von 57 % an der gesamten Handelsmenge war Vollmilchpulver 2021 erneut das wichtigste Molkereiprodukt an der GDT, gefolgt von Magermilchpulver mit 22 %. Eine gewisse Bedeutung hatten bei den Versteigerungen außerdem Butterreinfett und Normalbutter, auf die 9 % beziehungsweise 7 % der umgesetzten Kontrakte entfielen. Der ebenfalls bei den globalen Auktionen angebotene Cheddarkäse kam auf einen Anteil von 3 %, während die Werte für Buttermilchpulver, Laktose und Labkasein darunter lagen. Die gut 300 bietenden Käufer bei den GDT-Versteigerungen stammten zu 58 % aus Asien und Ozeanien. In Europa und Afrika waren jeweils 11 % ansässig, im Mittleren Osten 9 % sowie in Mittel- und Südamerika 8 %. Lediglich 3 % der Kaufgebote stammten aus Nordamerika. Die größte Zahl bei den Anbietern gab es bei Magermilchpulver mit insgesamt fünf aus Ozeanien, Europa, Asien und den USA. Bei Vollmilchpulver, Butter und Cheddarkäse ist Fonterra seit Jahren der alleinige Verkäufer. (Umrechnungskurs: 1 $ = 0,8837 Euro) (AgE)

Frankreich: Sodiaal will Überkapazitäten abbauen

Bei der französischen Genossenschaftsmolkerei Sodiaal steht eine Umstrukturierung an. Wie das Unternehmen in der vergangenen Woche mitteilte, sollen Überkapazitäten abgebaut und die Wettbewerbsfähigkeit der verbleibenden Standorte verbessert werden. Man sei mit einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert, müsse sich auf ergiebigere Geschäftsfelder konzentrieren und unrentable Bereiche bereinigen, hieß es. Abgebaut werden sollen den Unternehmensangaben zufolge Produktionskapazitäten für haltbare Milch sowie für Zutaten von Milchprodukten für Kinder. Konkret will Sodiaal den Standort Campbon aufgeben und die dortige Milchproduktion nach Awoingt und Vienne verlagern. Auch der Standort Saint-Martin-Belle-Roche soll geschlossen werden; zudem soll die Milchpulverproduktion in Malestroit vollständig und in Bénestroff teilweise eingestellt werden. Die Produktion von Säuglingsnahrung in Montauban de Bretagne soll ebenfalls nicht länger fortgesetzt werden. Die Umstrukturierung wird nach Angaben der Sodiaal-Führung zum Abbau von insgesamt 316 unbefristeten Stellen führen. Jedem betroffenen Mitarbeiter soll mindestens ein alternativer Arbeitsplatz innerhalb des Unternehmens angeboten werden. Unterstützt werden sollen zudem die Suche nach externen Beschäftigungen und möglicherweise erforderliche Umzüge. Zugleich will sich die Genossenschaft mit Investitionen zukunftssicher aufstellen. Bis 2027 sollen 600 Mio Euro eingesetzt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Mit 450 Mio Euro will Sodiaal die Wertschöpfung bei Käse, Premium-Milch, Butter, Sahne und frischen Milchprodukten ausbauen. Weitere 150 Mio Euro sollen dazu dienen, die Absatzmärkte zu diversifizieren und die Qualität der Produkte zu steigern. Priorität soll dabei laut Sodiaal dem Export eingeräumt werden. Wachstumsmöglichkeiten sieht das Unternehmen dabei in der Außer-Haus-Verpflegung, im Großhandel sowie bei regionalen Käsesorten mit hoher Wertschöpfung. 2020 gehörten der Genossenschaft eigenen Angaben zufolge mehr als 10.000 landwirtschaftliche Betriebe in Frankreich an. Eingesammelt wurden rund 4,5 Mrd. l Milch, die an insgesamt 71 Standorten verarbeitet wurden. Den konsolidierten Umsatz beziffert Sodiaal für das vorvergangene Jahr auf rund 4,84 Mrd. €, das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) auf 121,5 Mio. €. (AgE)

Germany: ban on dairy products from tied cows

In Germany two of the biggest supermarkets, Edeka and Aldi have announced that they will ban dairy products from year round tied cows. Lidl will partly ban it. Several German retailers started in 2021 labelling own brand milk as from non-tied cows. Lidl states it only sells milk of German origin, Aldi has also announced to do so after 2024.

The Netherlands: stronger standards for PlanetProof milk

In Holland the standards for the production of PlanetProof milk have become more strong. PlanetProof milk meets strict requirements for animals, nature and climate. Dairy farms which supply milk under the PlanetProof label receive an extra payment for their milk. Since January 1, 2022 among others the basic standard of feeding protein that originates from the own farm(land) has increased from 50 to 55 percent and for the top level standard from 60 to 65 percent. The standard for age of cows when leaving the farm for slaughter will increase one month per year with in 2022 a basic standard of five years and three months and a top level standard of five years and eight months. With the stronger standards the bonus for PlanetProof milk has increased 0.5 cents to 2.5 eurocents per litre.

2022-02-15 „DigiMilch im Dialog“ geht in zweite Runde

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising informiert auch in diesem Jahr im Rahmen ihrer Online-Vortragsreihe „DigiMilch im Dialog“ über aktuelle Themen der Milcherzeugung und neue, branchenrelevante Forschungsergebnisse. Nach eigenen Angaben der LfL wird der Moderator Florian Schrei vom Bayerischen Rundfunk gemeinsam mit dem „DigiMilch“-Team verschiedene Themenschwerpunkte der Innen- und Außenwirtschaft präsentieren. Im Fokus stehen dabei der Sensoreinsatz bei Milchkühen, der Einsatz digitaler Technik bei der Fütterung, die Online-Ertrags- und -Qualitätsermittlung, der Sensoreinsatz bei der Wirtschaftsdüngerausbringung sowie die vernetzte Stalltechnik. Die Teilnehmer können sich an der Diskussion beteiligen. Veranstaltungstermine sind der 15. Februar sowie der 15., 22. und 29. März, jeweils von 19.30 Uhr bis 20.30 Uhr. Interessierte können sich im Internet anmelden. (www.lfl.bayern.de/digimilch) (AgE)

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 26. Januar

In Deutschland setzt sich der saisonale Anstieg der Milchanlieferung fort und das Vorjahresniveau wird weiter unterschritten. Die Molkereien erfassten laut Schnellberichterstattung der ZMB in der zweiten Woche von 2022 0,3 % mehr Milch als in der Vorwoche. Die Milchmenge war damit um 2,3 % niedriger als in der Vorjahreswoche. In Frankreich wurde die Vorjahreslinie zuletzt um 1,5 % unterschritten.
Die Märkte für flüssigen Rohstoff sind für die Jahreszeit weiter außergewöhnlich fest, wenngleich Industrierahm in der vergangenen Woche leicht nachgegeben hat. Magermilchkonzentrat und Rohmilch werden zu anhaltend festen Preisen gehandelt und sind knapp verfügbar.
Die Tendenzen am Markt für Magermilchpulver sind weiterhin sehr fest. In der laufenden Woche gehen bei den Werken dem Vernehmen nach wieder mehr Anfragen ein, nachdem in den vergangenen Wochen die Aktivitäten vorübergehend etwas ruhiger gewesen waren. In der Lebensmittelindustrie wie auch in Exportländern ist Kaufinteresse vorhanden. Inzwischen stehen vor allem das zweite Quartal 2022 und spätere Termine im Fokus. Die Kontrakte für das laufende Quartal scheinen weitestgehend geschlossen zu sein. Die Hersteller agieren mit Verkäufen vorsichtig, da die vorhandenen Vorräte außerordentlich niedrig sind, sofern überhaupt welche vorhanden sind, und die weitere Entwicklung des Milchaufkommens und damit der Produktion unsicher sind. Der Wettbewerb um die Ware unter den Käufern wird sich voraussichtlich verstärken.
Die Preise tendieren erneut etwas fester, wobei die Schritte nach oben zuletzt kleiner geworden sind. Für Lebensmittelware wurden zuletzt leicht festere Preise erzielt. Zwischen Futterund Lebensmittelware besteht wegen des sehr geringen Angebotes kaum eine Preisdifferenz.
Für Vollmilchpulver besteht anhaltend Bedarf, vorrangig am europäischen Binnenmarkt, aber teilweise auch am Weltmarkt. Das Angebot ist rohstoffbedingt sehr begrenzt und die Produktion erfolgt in der Regel auftragsbezogen. Die Preise tendieren fester. Sie sind aber gleichzeitig uneinheitlich und bewegen sich in einer recht weiten Spanne.
Von einer geringen Verfügbarkeit ist auch der Markt für Molkenpulver gekennzeichnet. Bei Futter- und Lebensmittelware werden die Preise als stabil bis etwas fester eingeschätzt. Bei Molkenkonzentrat wird ebenfalls von einer festen Nachfrage berichtet. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta)

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 19. Januar

In Deutschland hält der saisonale Anstieg der Milchanlieferung an und das Vorjahresniveau wird weiter unterschritten. In der ersten Woche von 2022 erfassten die Molkereien laut Schnellberichterstattung der ZMB 1,1 % mehr Milch als in der Vorwoche. Die Milchmenge war damit um 2,7 % niedriger als in der Vorjahreswoche. In Frankreich wurde die Vorjahreslinie zuletzt um 1,2 % unterschritten. Am Markt für flüssigen Rohstoff hat sich die Verfügbarkeit zuletzt etwas verbessert, was vor allem auf die saisonal schwächere Nachfrage nach abgepackter Butter und H-Milch zum Jahresbeginn zurückgeführt wird. Industrierahm wurde zuletzt etwas schwächer gehandelt, während Magermilchkonzentrat stabil tendiert. Die Lage am Markt für Magermilchpulver ist weiterhin sehr fest und von einer anhaltend knappen Verfügbarkeit gekennzeichnet. Bei den Werken gehen immer wieder neue Anfragen für verschiedene Liefertermine ein. Kaufinteresse besteht bei der Industrie im europäischen Markt wie auch bei Importeuren am internationalen Markt. Der Nachfrage steht nur ein begrenztes Angebot gegenüber, das außerdem absehbar nicht wachsen wird und zu hohen Anteilen bereits verplant ist. Neue Kunden können meist nicht angenommen werden. Die bestehenden Kontrakte werden kontinuierlich abgewickelt, wobei die Auslieferung zum gewünschten Zeitpunkt bei der geringen Verfügbarkeit eine Herausforderung darstellt. Die Preise für Lebensmittelware tendieren erneut fester. Sehr knapp ist das Angebot an Futtermittelware, während noch kurzfristiger Bedarf besteht. Hier müssen höhere und ähnliche Preise wie für Lebensmittelware angelegt werden. Auch am Weltmarkt sind festere Preissignale zu beobachten. Unverändert knapp ist das Angebot an Vollmilchpulver. Zuletzt sind weitere Abschlüsse zu höheren Preisen zu Stande gekommen, da in der Lebensmittelindustrie noch Bedarf besteht. Sehr fest ist auch der Markt für Molkenpulver. Futtermittelware wird zu erneut höheren Preisen gehandelt. Auch Lebensmittelware wird weiter als fest eingeschätzt. Ungewöhnlich hohe Preise werden außerdem für verschiedene Molkenderivate erzielt. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

Irland: 2021 für die Lebensmittelindustrie ein Exportrekordjahr

Ungeachtet der Folgewirkungen der Covid-19-Pandemie und des Brexit haben die Lebensmittel- und Getränkeexporteure in Irland 2021 ein Rekordjahr verbucht. Wie die Absatzförderungsorganisation Bord Bia am 12. Januar berichtete, ist der Wert der Lieferungen von Lebensmitteln, Getränken und Gartenbauerzeugnissen gegenüber 2020 um vier Prozent auf insgesamt rund 13,5 Mrd. € gestiegen. Erneut steuerte der Milchsektor mit 5 Mrd. € den größten Anteil an den Agrarexporten bei. Dahinter folgt die Vieh- und Fleischwirtschaft mit einem Exportumsatz von mehr als 3,5 Mrd. €, während die Ausfuhr an zubereiteten Lebensmitteln rund 2,5 Mrd. € in die Kassen brachte. Irland lieferte 2021 laut Bord Bia etwa 90 Prozent seiner gesamten Lebensmittel- und Getränkeproduktion außer Landes. Insgesamt 4,6 Mrd. beziehungsweise 34 Prozent der Exportsumme wurden auf Drittlandsmärkten – ohne das Vereinigte Königreich – eingenommen; jeweils rund 4,5 Mrd. € oder 33 Prozent entfielen auf die EU-27 sowie den Handel mit Großbritannien. Während die Exporte in das Vereinigte Königreich damit gegenüber 2020 leicht zurückgingen, erholte sich laut Bord Bia das Geschäft mit den USA deutlich. Der Wert der betreffenden Lieferungen legte um 22 Prozent auf 1,3 Mrd. € zu, was insbesondere auf den starken Absatz von Whiskey und Likör zurückzuführen war. Dies ist auch auf die Aussetzung der zuvor erhobenen US-Strafzölle zurückzuführen. Der Wert der irischen Lebensmittel- und Getränkeausfuhren nach Afrika legte um 12 Prozent auf 918 Mio. € zu; die Lieferungen nach Südostasien erhöhten sich um ein Fünftel und übertrafen erstmals die Marke von 500 Mio. €.
Die Bord-Bia-Vorstandsvorsitzende Tara McCarthy sprach bei der Vorstellung der Ausfuhrzahlen 2021 von einer „außergewöhnlichen Leistung“ der Branche. Die Fähigkeit des Sektors, seine Leistung von 2019 noch zu übertreffen und Rekorderlöse im Export zu erzielen, „ist wirklich beeindruckend“. Dafür verdienten die heimischen Lebensmittel- und Getränkeerzeuger und -verarbeiter große Anerkennung. Im Hinblick auf die Arbeit von Bord Bia stellte McCarthy fest, dass die Nachhaltigkeit in den kommenden Jahren ein zentrales Thema sein werde. Mit der „Origin Green-Kampagne“ werde die Branche ihren Beitrag leisten, um die irischen Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Herausforderungen für die Branche sieht die Bord-Bia-Vorstandsvorsitzende aufgrund der zuletzt stark gestiegenen Produktionskosten durch die weitere Vollendung des Brexits mit Inspektionen von Lebensmittel- und Getränkelieferungen ab Juli sowie die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt.
Landwirtschaftsminister Charlie McConalogue lobte die Branche ebenfalls für ihren Exporterfolg und bezeichnete den Lebensmittel- und Getränkesektor als „einen der hellsten Leuchttürme unserer Wirtschaft“. Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie und des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der europäischen Zollunion sei dies „wirklich eine hervorragende Exportleistung“ gewesen. Der Präsident des irischen Bauernverbandes (IFA), Tim Cullinan, sieht in den Exportzahlen einen Beleg für die Bedeutung des Sektors für die irische Wirtschaft insgesamt. Vor dem Hintergrund des „massiven Anstiegs“ der Produktionskosten mit höheren Aufwendungen für Futtermittel, Energie und Dünger forderte er höhere Erzeugerpreise in allen Bereichen ein, um dies auszugleichen. „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass der zusätzliche Wert, der durch unsere Lebensmittelexporte entsteht, in vollem Umfang an die Landwirte zurückfließt“, betonte Cullinan. Die Landwirtschaft müsse als wichtigster heimischer Sektor gefördert und unterstützt werden. (AgE)

Verbraucheraufklärung steigert Zahlungsbereitschaft für Bio

Informierte Verbraucher sind eher bereit, deutlich mehr für Bioprodukte zu bezahlen als weniger aufgeklärte Konsumenten. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung, die das Future of Food Institute in Den Haag im Auftrag des niederländischen Ökoverbandes Bionext durchgeführt hat. Demnach waren 75 Prozent der Studienteilnehmer bereit, für Bioprodukte nach einer Aufklärung über deren Mehrwert einen Aufpreis von zehn Prozent gegenüber konventioneller Ware zu akzeptieren. Bei der Kontrollgruppe, die die Frage nach der Zahlungsbereitschaft ohne zusätzliche Hintergrundinformationen zu beantworten hatte, lag der betreffende Anteil bei lediglich 52 Prozent. Laut Bionext wurde den Verbrauchern der höhere Preis für Bioprodukte damit erklärt, dass bei deren Anbau unter anderem keine chemischen Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger verwendet werden dürfen; deshalb sei der Ökoanbau arbeitsintensiver. Außerdem werde den Tieren in Biobetrieben mehr Platz zur Verfügung gestellt, was höhere Kosten verursache als die konventionelle Haltung. Dem Bioverband zufolge ergab die Studie außerdem, dass 56 Prozent der Verbraucher der Unterschied zwischen Bio- und konventionellen Produkten gar nicht klar ist. Es gebe also noch viel Spielraum, um das Wissen der Konsumenten zu verbessern. Für 43 Prozent der Studienteilnehmer sei das überzeugendste Argument für den ökologischen Landbau der Verzicht auf den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel gewesen. An zweiter Stelle habe der Tierschutz mit einem Anteil von 27 % gestanden, und an dritter Stelle mit 26 Prozent der Verzicht auf künstliche Farbstoffe, Aromen und Geschmacksstoffe. Derweil hätten die Studienteilnehmer als „stärkste negative Assoziation“ den höheren Preis von Ökoware angeführt. Bionext-Direktor Michaël Wilde schlussfolgerte, dass die Branche beim Marketing besser und häufiger kommunizieren müsse, was „bio“ bedeute. „Solange wir das nicht erklären, wird sich nichts ändern. Wir müssen als ganze Kette arbeiten, um den Verbraucher vom Mehrwert des ökologischen Landbaus zu überzeugen“, so Wilde. (AgE)

Finland: comparison on how cattle is living

In Finland in 2020, 65 percent of the cattle lived in loose housing, where the can move around freely without being tied. To compare: in 2010 about 50 percent of all cattle lived in loose housing. Correspondingly, the number of cattle living in stanchion-tied stables has decreased from 30 to 16 percent. In 2020 approximately 70 percent of the cattle farms used pastures. Dairy farms used pastures a little more than other cattle farms. The pasture season was slightly less than five months for dairy cattle, and nearly six months for other cattle. Approximately 40 percent of all cattle had access to an outdoor yard. An outdoor yard was open during nine months per year on average. Dairy cows had access to an outdoor yard during a little more than seven months.

The Netherlands: milk recording year 2020/2021 – data

In Holland in the milk recording year 2020/2021 a number of 3263 cows crossed the border of 100 000 kilogram milk production. In the year before a number of 2657 cows did. Total in Holland 43707 cows did. The number of cows with a production of more than 10 000 kilogram fat and protein increased eight cows to a total of 300. In Holland total 3801 cows produced during their life more than 10 000 kilogram fat and protein.