Germany: requirements for German dairy farms that produce hay milk

German dairy farms that produce hay milk and will market this under the official hay milk logo of Austrian origin now have the meet the same requirements as Austrian producers of hay milk. Hay milk comes from cows that among others in winter get traditional (dry) hay, in summer they are on pasture. So far the German hay milk producers had only to meet the EU regulations but now they have to meet the stronger official Austrian hay milk regulations. This means among others that year round it is not allowed to feed silage to cows, that in cubicle barns every cows has to have a cubicle available, and that the cows at least 120 days a year have to have entrance to pasture.

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 27. Mai

In Deutschland bewegt sich das Milchaufkommen weiter um den saisonalen Höhepunkt. Die Molkereien nahmen in der 20. Woche laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,2 % weniger Milch auf als in der Vorwoche. Die Vorjahreslinie wurde damit um 0,4 % überschritten. In Frankreich ging die Milchanlieferung stärker zurück und bewegte sich um 2,0 % unter der Vorjahreslinie.
Die Preise für Magermilchkonzentrat tendieren bei guter Nachfrage und begrenztem Angebot fester. Auch Industrierahm wird zu festeren Preisen gehandelt.
Die Nachfrage nach Magermilchpulver hat sich nach lebhaften Vorwochen zuletzt etwas beruhigt. Diese Entwicklung dürfte zumindest teilweise auf die Pfingstferien zurückzuführen sein. Anfragen gehen bei den Werken für das dritte und vierte Quartal und auch für Anfang 2021 ein. Für spätere Termine differieren die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern noch, so dass nur wenige Abschlüsse getätigt werden. Da bereits umfangreiche Mengen kontrahiert worden sind, besteht bei den Werken derzeit kein Verkaufsdruck. Zur Privaten Lagerhaltung wurden bis zum 24. Mai EU-weit 4.797 t Magermilchpulver angemeldet, was 1.421 t mehr waren als in der Vorwoche.
Am Weltmarkt wird Magermilchpulver stabil nachgefragt. Aus dem Mittleren Osten wird kurzfristig mit einer Belebung der Nachfrage gerechnet, nachdem der Ramadan inzwischen zu Ende gegangen ist. Da sich Ozeanien im Saisontief befindet, ist das Angebot von dort begrenzt. Die Preise für US-Ware haben zuletzt wieder angezogen und die Preisdifferenz zu EU-Ware hat sich damit verringert. Hierzulande tendieren die Preise für Lebensmittel- wie auch für Futtermittelware weiterhin fester.
Der Markt für Vollmilchpulver präsentiert sich innerhalb der EU weiterhin uneinheitlich. In Deutschland wird überwiegend auftragsbezogen produziert und nach der Erholung der Preise für flüssigen Rohstoff sind die Forderungen für Vollmilchpulver gestiegen.
Das Angebot an Molkenpulver in Futtermittelqualität in Deutschland ist recht überschaubar. Die Trocknung von Molke ist aufgrund knapper Kapazitäten auf den Trockentürmen nur begrenzt möglich, wobei bevorzugt Lebensmittelware produziert wird. Die Preise für Futtermittelware tendieren etwas fester. Der Markt für Lebensmittelware wird bei stabilen Preisen als ruhig beschrieben. (proplanta.de)

Rohstoffwert Milch im Mai bei 25,8 Cent

Im Mai 2020 verringerte sich der ife Rohstoffwert Milch um 1,2 Cent oder 4,4 % von 27,0 auf 25,8 Cent je kg Milch. Die erneute, insgesamt vierte in diesem Jahr, Verringerung ist auf die geringeren Preise für Butter und die dagegen nur im geringen Maße steigenden Preise für Magermilchpulver zurückzuführen. Während die Butterpreise um -11,7% nachgaben, gab es bei Magermilchpulver Preiszuschläge von -3,6%. Die mittleren Butterpreise sinken um 37,4 €/100 kg von 319,5 € auf 282,1 €/100 kg Produkt. Die Preise für Magermilchpulver steigen um 6,8 €/100 kg von 187,1 € auf 193,9 €/100 kg.
Der vom ife Institut für Ernährungswirtschaft, Kiel monatlich ermittelte Rohstoffwert Milch ist ein Frühindikator für die Preisentwicklungen auf den Milchmarkt in Deutschland. Berechnungsbasis sind die Bruttoerlöse abgeleitet aus den durchschnittlichen Marktpreisen der Notierungsbörse in Kempten für Butter (geformt und lose) sowie für Magermilchpulver (Lebensmittel- und Futtermittelqualität), ohne Berücksichtigung langfristiger Kontrakte.
Er gilt für eine Standardmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß, ab Hof des Milcherzeugers, ohne Mehrwertsteuer, d.h. durchschnittliche Erfassungskosten vom Milcherzeuger bis zur Molkerei in Höhe von 1,4 Cent je kg Milch sind berücksichtigt. Der Rohstoffwert Milch gibt nicht den Milchauszahlungspreis einer bestimmten Molkerei an, da er nur Erlöse aus Butter und Magermilchpulver zugrunde legt, keine Vertragslaufzeiten zwischen Weiterverarbeitung, Handel und Molkereien berücksichtigt und nur das gewählte Erlös-, Kosten- und Mengenszenario den Wert für den Rohstoff Milch ermittelt.

Hochland: Nur noch EU-Futtermittel

Milcherzeuger, die ab dem 1. Juli ihre Milch an die süddeutsche Molkerei Hochland liefern, dürfen künftig keine Futtermittel aus Übersee einsetzen. Die neue Regelung ist Teil des Qualitätsprogramms „Milch für Hochland“ und gilt für Grundfutter und Kraftfutter. Das haben Vertreter der Milchlieferanten, der Bayern MEG und von Hochland in einer gemeinsamen Sitzung vereinbart, teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit.   Die Milchlieferanten von Hochland werden in Zukunft nur noch Futtermittel aus Europa an ihre Tiere verfüttern. Damit sollen unerwünschte Begleiterscheinungen des Futtermittelimports aus Ländern wie Brasilien und Argentinien vermieden werden Dort fehlten Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor, da diese nach Europa importiert würden, so das Unternehmen. Die ursprünglich fruchtbaren Böden dort würden veröden, während ein Nährstoffüberschuss in vielen europäischen Ländern zu erhöhten Nitratwerten im Grundwasser führe – auch in Deutschland als einem der weltweit größten Importeure von Sojabohnen und Sojaschrot.
Zuletzt hatten die Milchlieferanten zusammen mit Hochland erklärt, auf ihren Wiesen und Feldern auf Totalherbizide sowie auf Gärsubstrate zu verzichten, die Plastikteilchen enthalten könnten. Den Mehraufwand aus dem Programm „Milch für Hochland“ vergütet Hochland den Landwirten mit einem Aufschlag von 1,0 ct/kg zusätzlich zum Milchpreis.

Süßwarenindustrie pocht bei Nährwertkennzeichnung auf Freiwilligkeit

Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) hat seine Forderung nach einer freiwilligen Nährwertkennzeichnung bekräftigt. Der Verband betonte am 19. Mai in Bonn zwar seine Unterstützung für die Einführung eines visualisierenden Nährwertkennzeichnungsmodells, um Verbrauchern auf der Vorderseite von Lebensmitteln eine rasche Orientierung bei der Kaufentscheidung zu ermöglichen, warnte aber auch vor den möglichen Folgen für kleine und mittelständische Unternehmen. „Was die Unternehmen in und auch nach der Corona-Krise brauchen, sind Entlastungen und keine neuen Belastungen. Deshalb muss ein neues Kennzeichnungssystem für Lebensmittel unbedingt freiwillig bleiben“, erklärte der BDSI-Vorsitzende Bastian Fassin. Neue regulatorische Auflagen wie die Umstellung aller Verpackungen werden nach seiner Einschätzung gerade die kleineren und mittleren Unternehmen der deutschen Süßwarenindustrie nicht mehr zusätzlich stemmen können. Der BDSI wirbt deshalb für ein in der Europäischen Union harmonisiertes „Front-of Pack-Kennzeichnungssystem“, das „freiwillig bleibt, strikt wissenschaftlich basiert ist und nicht diskriminiert sowie der Komplexität von Ernährung und Ernährungsempfehlungen gerecht wird“. Hierzu müsse die EU-Kommission unterschiedliche Kennzeichnungsmodelle ergebnisoffen prüfen. Entscheidend ist für den Verband, dass die Verbraucher „klare Schlüsse daraus ziehen können, welchen Beitrag das Lebensmittel in Bezug auf den Energie- und Nährstoffgehalt leistet“. (AgE)

Schweiz: Käse-Rückruf

Die Käserei Vogel AG hat im Rahmen von internen Kontrollen Bakterien im Käse sowie der Produktionsstätte nachgewiesen. Die Produkte des Schweizer Unternehmens gelangten laut des europäischen Schnellwarnsystems RASFF neben der Schweiz auch nach Deutschland. Außerdem könnten sie in Belgien in Umlauf gekommen sein.
Vom Konsum der Produkte wird dringend abgeraten*. Bei den nachgewiesenen Bakterien handelt es sich nämlich um Listerien (serotype 4B, ST6). Die stäbchenförmigen Bakterien, die auch in französischem Käse gefunden wurden, könnten mitunter tödlich enden.
Diese Produkten sind betroffen
Insgesamt könnten mehrere Produkte vom Bakterienbefall* betroffen sein. Hierbei ist wichtig, dass es sich dabei um Käse mit der Betriebsnummer CH-5707 handelt. Diese ist auf der Verpackung nachgewiesen. Konkret könnten folgende Produkte betroffen sein.
Bärlauch-Rahmkäse, Bio Knoblauch-Rahmkäse, Bio Pfeffer-Rahmkäse, Bio Schafbergkäse, Bio Schafbrie, Bio Schafmutschli, Bio Ziegenkäse, Bio Brie, Brie de-luxe/Brie Bloc, Brie Tomate, Brie Carré, Chnobli Chäs, Denner Bergkäse aus der Innerschweiz, Grottenkäse, Pfeffer-Rahmkäse „Don Pepe“, Rauch-Chäsli, Steinerberger Bio Bergkäse, Steinerberger Mutschli, Steinerberger viertelfett, Tell Geisskäse, Ur-Schwyzer Bergkäse (Swiss Knife Valley), Urschwyzer halbfett, Urschwyzer Kräuterkäse, Wildspitz-Bergkäse, Wildspitzkäse Bio Rahm, Ziegenfrischkäse, Ziegenkäse A.X.V., Migros Deutschschweiz (außer Migros Genossenschaften Wallis und Aare), Bio Schafkäse (Offenverkauf), Käseplättli mild, Steinerberger halbfett, Steinerberger viertelfett (Offenverkauf) und Zuger Wildspitzkäse.

Bayerische Milchbranche leidet unter Corona-Krise

Nicht nur die bayerischen Gastwirte und ihre Beschäftigten trifft die Corona-Krise hart; auch die gesamte Milchwirtschaft im Freistaat hat unter den Folgen des Shutdowns und dem Wegbrechen des Außer-Haus-Verzehrs zu leiden. Darauf hat der Bayerische Milchförderungsfonds (MFF) am 5. Mai aufmerksam gemacht und gemeinsam mit der Gastronomie, dem Braugewerbe und dem Lebensmittelhandwerk klare Signale von der Politik für Wege aus der Krise gefordert. Nach Angaben des MFF werden nur rund 40 Prozent der Milchprodukte in Fachgeschäften oder Supermärkten verkauft; der größere Anteil von 60 Prozent finde normalerweise Abnehmer im Export oder komme Außer-Haus auf den Tisch. Seitdem Gastrobetriebe geschlossen und Volksfeste abgesagt seien, entfalle jedoch dieser wichtige Vermarktungsweg, und der verlorene Absatz könne nicht mehr aufgeholt werden. Auch beim Export bayerischer Spezialitäten, vom Käse bis zum Bier, gebe es Einbußen, weil die Gastronomie in den Urlaubsregionen ebenfalls von Sperrungen betroffen sei, beklagte der Verband. Der aktuelle Shutdown bedeute für die Molkereien massive Erlöseinbußen; den Milcherzeugern drohe ein spürbarer Preisverfall und die gesamte mittelständische Struktur im bayerischen Lebensmittelsektor sei bedroht. „Die Bauernfamilien brauchen jetzt klare Signale zur Öffnung der wichtigen Absatzwege neben den Supermärkten und Discountern“, betonte der Vorsitzende des MFF-Verwaltungsbeirats, Alfred Enderle. Ohne eine ausgewogene Öffnungsstrategie drohe ein massiver Preisverfall für die Bauernfamilien, denn gerade die gehobene Gastronomie sei ein wichtiger Partner in der Vermarktung der Spezialitäten aus Milch und Fleisch. Enderle wies darauf hin, dass Bayerns Milchwirtschaft solidarisch und schlagkräftig auf die Corona-Pandemie reagiert habe. Die gesamte auf den Höfen erzeugte Milch sei abgeholt und komplett verarbeitet worden. Mit jeder Verlängerung des Shutdowns werde das jedoch schwieriger. Die Schwächung der Wirtschaft verringere die Kaufkraft der Menschen, wodurch auch der Milchmarkt nachhaltig unter Druck gerate. (AgE)

Denmark: tax on consumers price of mik

The Danish Council on Climate Change has proposed to put a tax of two Danish crown (26 eurocent) per litre on the consumers price of milk, 20 crown (2.60 euro) per kilogram on the consumers price of cheese and 26 crown (3.38 euro) per kilogram on the consumers price of beef. This with the aim to decrease consumption to lower the exhaust of green gases of Danish dairy and beef farming and industry.

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 29. April

Die Milchanlieferung in Deutschland ist saisonal weiter steigend. Erfahrungsgemäß setzt in der zweiten Maihälfte der saisonale Rückgang ein. In der 16. Woche erfassten die Molkereien laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,9 % mehr Milch als in der Vorwoche. Die Vorjahreslinie wurde damit um 1,2 % überschritten. In Frankreich hat sich der Vorsprung zur Vorjahreslinie gleichzeitig auf 0,3 % verringert.
Am Markt für flüssigen Rohstoff haben die Preise in der laufenden Woche wieder nachgegeben. Dazu dürften auch die Feiertage in der laufenden Woche beitragen. Sowohl Magermilchkonzentrat wie auch Industrierahm werden zu schwächeren Preisen gehandelt als zuvor.
Die Lage am Markt für Magermilchpulver ist stabil. Die Produktion ist entsprechend der saisonal hohen Milchanlieferung und der teilweise gedrosselten Käseerzeugung hoch und die Trockentürme sind voll ausgelastet. Die Werke verfügen für die kommenden Monate aber über eine gute Auftragslage, die sich nach zwei Wochen mit lebhaften Anfragen und umfangreichen Abschlüssen für Lieferungen innerhalb des europäischen Marktes wie auch nach Drittländern erneut verbessert hat. Die Anfragen für kurzfristigere Lieferungen sind aktuell wieder ruhiger geworden.
Für langfristige Termine besteht weiter ein hohes Kaufinteresse. Offensichtlich wollen sich die Einkäufer möglichst langfristig niedrige Preise sichern. Die Werke agieren bislang eher abwartend. Für die kommenden Monate ist die Verfügbarkeit an freien Mengen gering. Die bestehenden Aufträge werden zum allergrößten Teil planmäßig abgewickelt. Erschwerend wirken sich zum Teil Kürzungen der Kreditversicherungslinien aus.
Die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität bewegen sich stabil auf dem Niveau der Vorwoche. Futtermittelware hat sich in den vergangenen Wochen befestigt.
Vollmilchpulver hat sich nach einer Belebung in den vergangenen Wochen aktuell beruhigt. Es finden aber weiterhin Verhandlungen im Gang, vor allem für Abschlüsse innerhalb der EU. Die Preise tendieren in Deutschland stabil und sind innerhalb der EU weiter uneinheitlich.
Die Lage am Markt für Molkenpulver ist von einem begrenzten Angebot gekennzeichnet. Dies ist auf die hohe Auslastung der Trocknungskapazitäten zurückzuführen. Das Angebot an Molkenkonzentrat hat indessen wieder zugenommen und die Preise haben sich uneinheitlicher entwickelt. Lebensmittelware wie auch Futtermittelware werden zu stabilen Preisen gehandelt.
(Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

DMK Group verkauft Tochterfirma für Nahrungsergänzungsmittel

Die DMK Group hat ihre Tochtergesellschaft Sanotact GmbH als Hersteller von funktionellen Lebensmitteln an die Flotte Holding GmbH verkauft. Wie das Molkereiunternehmen am 1. April mitteilte, wurde der Kaufvertrag einen Tag zuvor von beiden Parteien unterzeichnet; über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Übergang ist rückwirkend zum 1. Januar 2020 vorgesehen. Die Sanotact mit Sitz in Münster beschäftigt rund 190 Mitarbeiter und ist spezialisiert auf das Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln. Flotte wird den Standort Münster inklusive der Mitarbeiter komplett übernehmen und will gemeinsam mit dem Management den Wachstumskurs und die Internationalisierung von Sanotact fortsetzen. Die Flotte Holding ist laut DMK der Beteiligungsarm der Familie Piëch-Nordhoff, die gerade im Aufbau eines Direktbeteiligungsportfolios mit Fokus auf nachhaltige Unternehmen ist. „Wir haben im Sommer 2019 ein strategisches Zielbild ‚DMK 2030‘ erarbeitet und verfolgen daraus abgeleitet eine vor allem auf Milchprodukte fokussierte Ausrichtung“, erklärte DMK-Geschäftsführer Ingo Müller. Sanotact mit den Standbeinen Nahrungsergänzungsmittel, Traubenzucker und Atemerfrischern falle nicht in den Kerngeschäftsbereich der DMK. Das Molkereiunternehmen wolle seinen Fokus auf Milchprodukte konzentrieren, um „die Potentiale der DMK frei zu setzen und in diesen Bereichen zu wachsen“, erläuterte Müller. Entsprechend habe das Unternehmen bereits einige Veränderungen vorgenommen. So sei beispielsweise das Geschäftsfeld Babynahrung um die Marke Alete ergänzt worden; bei der Molkenveredlung sei die DMK Group mit dem Erwerb der DVN zu einem der weltweit größten Anbieter für Molkenderivate geworden. Zudem habe das Geschäft mit Käse um die holländische Traditionsmarke Uniekaas erweitert werden können. (AgE )

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 1. April

In Deutschland hat die Milchanlieferung zuletzt stagniert. Laut Schnellberichterstattung der ZMB erfassten die Molkereien in der 12. Woche 0,2 % weniger Milch als in der Vorwoche. Damit lag das Milchaufkommen um 2,0 % über der Vorjahreslinie. Die Preise im Rohstoffhandel haben zuletzt nachgegeben. Sowohl Industrierahm wie auch Magermilchkonzentrat werden zu schwächeren Preisen gehandelt.
Am Markt für Magermilchpulver ist eine weitere Abschwächung festzustellen. In vielen Teilen der Welt besteht eine große Unsicherheit über die Folgen der Corona-Pandemie, die sich auch auf das Marktgeschehen bei Milchpulver auswirkt. Nur in China normalisiert sich die Lage derzeit weiter. In der vergangenen Woche sind weitere neue Abschlüsse zu Stande gekommen, wobei allerdings schwächere Preise erzielt worden sind. Zu Beginn der laufenden Woche hat sich das Kaufinteresse dem Vernehmen nach zunächst beruhigt. Die Werke verfügen überwiegend weiterhin über eine gute Auftragslage für die nahe Zukunft. Allerdings kommt es teilweise zu Verzögerungen bei der Abnahme von bestehenden Kontrakten und laufende Verhandlungen kommen zum Teil ins Stocken, was grundsätzlich die Verfügbarkeit erhöht. Auf längerfristige Termine ist die Haltung innerhalb der EU überwiegend abwartend.
Am Weltmarkt ist dem Vernehmen nach weiter Konkurrenz aus den USA zu spüren. Die Preise für Lebensmittelware und für Futtermittelware haben zuletzt spürbar nachgegeben.
Bei Vollmilchpulver laufen vorrangig Geschäfte innerhalb der EU. Exportmöglichkeiten bieten sich aktuell nur in beschränktem Rahmen. Auch hier haben die Preise weiter nachgegeben.
Vergleichsweise stabil stellt sich aktuell die Lage am Markt für Molkenpulver dar. Futtermittelware wird zu stabilisierten Preisen gehandelt. Auch Lebensmittelware tendiert stabil, ist allerdings innerhalb der EU recht uneinheitlich. Wie bereits in den vergangenen Wochen wird von einem umfangreichen Angebot an Molkenkonzentrat berichtet. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta)

The Netherlands: Milk Trading Company Nederland – bonus for members

In Holland the participating member dairy farms of the cooperative Milk Trading Company Nederland realized in 2019 a bonus of 1.68 euro per 100 kilogram milk on top of the farmers milk price they got from their dairy. The cooperative Milk Trading Company Nederland has been founded with the aim that member dairy farmers together fix their milk price on dairy futures exchanges.

Bislang keine Übertragung des Coronavirus durch Lebensmittel

Bislang sind keine Fälle bekannt, in denen es durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch Kontakt mit kontaminierten Gegenständen zu einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gekommen ist. Darauf weist das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) hin. Auch für andere Coronaviren seien keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen bekannt, heißt es in den „Fragen und Antworten zur Coronavirus-Epidemie“, die das BfR am 17. März aktualisiert hat. Übertragungen durch Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, seien allerdings durch Schmierinfektionen denkbar. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt sei dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich. Daher und aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege ist es laut BfR nach derzeitigem Kenntnisstand auch unwahrscheinlich, dass importierte Waren wie Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände Quelle einer Infektion sein könnten. Zum Schutz vor dem Erreger empfiehlt die Behörde, die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen zu beachten, das gelte auch bei der Zubereitung von Lebensmitteln. Da Viren hitzeempfindlich seien, könne das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich verringert werden. (AgE)

Coronavirus: Molkereien fordern freie Fahrt für Milchsammelwagen

Der Verband weist darauf hin, dass die Nachfrage nach Milch und Milchprodukten in fast allen EU-Mitgliedstaaten aufgrund der Corona-Krise deutlich gestiegen sei. Da die Rohmilcherfassung und die Lieferketten für Milchprodukte europaweit grenzüberschreitend organisiert seien, sollten die zuständigen Behörden die notwendigen Sonderregeln erlassen, fordert der Industrieverband in einem Schreiben an die EU-Generaldirektionen für Landwirtschaft und Gesundheit sowie die EU-Vertretungen der Mitgliedstaaten.
Die Milchsammlung müsse – auch über Staatsgrenzen hinweg – ununterbrochen fortgesetzt werden. Die Lieferketten müssten quer durch die EU aufrechterhalten werden.
Der EDA weist darauf hin, dass die europäische Milcherzeugung auf ihren saisonalen Höhepunkt Ende April zusteuere. Damit die Regale und Kühltheken im Einzelhandel gefüllt blieben, müsse die Milchindustrie deren Warenfluss auch über Grenzen hinweg managen können.
Der Molkereiverband verweist ferner darauf, dass Milch und Milchprodukte keine Viren übertragen würden. Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) habe erst am 9. März nochmals bekräftigt, dass das Coronavirus nicht über Lebensmittel übertragen werde.
Unterbrechungen der Milchlogistik seien auch zu vermeiden, weil Rohmilch ein leicht verfallendes Lebensmittel sei und innerhalb von 48 Stunden verarbeitet werden müsse. (agrarheute.com)

EIB-Kredit über 50 Millionen Euro für polnische Molkerei

Die polnische Molkereigenossenschaft Mlekpol soll von der Europäischen Investitionsbank (EIB) einen Förderkredit über 50 Mio Euro erhalten. Wie die Bank mit Sitz in Luxemburg kürzlich mitteilte, sind die Gelder vorwiegend für eine „bessere Produktion, Logistik und Lagerung“ vorgesehen. Mit dem Kredit an Mlekpol solle eine der größten polnischen Molkereigenossenschaften in ihrer Modernisierungs- und Wachstumsstrategie unterstützt werden, hieß es vonseiten der EU-Kommission. Finanziert werden solle mit dem Geld eine Reihe von anstehenden Investitionen in der Milchverarbeitung im Werk in Grajewo – einem von zwölf Werken, die das Unternehmen in ganz Polen betreibe. Dadurch soll Mlekpol zusätzliche Kapazitäten zur Verarbeitung von Frischmilch erhalten, wodurch laut Kommission ein Ausgleich saisonaler Angebotsverschiebungen erleichtert wird. Des Weiteren sei vorgesehen, in den Bau eines neuen Lager- und Logistikzentrums zu investieren. Schließlich solle auch ein neues Blockheizkraftwerk, das neben der Kläranlage von Mlekpol in Grajewo gebaut werden solle, den Energieverbrauch nachhaltiger gestalten. EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski lobte die Beihilfen für Investitionen in moderne Technologien. Dadurch würden den Landwirten und den ländlichen Gebieten insgesamt große Chancen zur Entwicklung geboten. Erfreulich sei zudem, dass dieses Projekt sowohl dem Unternehmen als auch der Umwelt zugutekomme. (AgE)

Geschützte geografische Angabe für spanischen Käse

Die Europäische Kommission hat für den spanischen Käse „Queso Castellano“ die Aufnahme in das Register der geschützten geografischen Angaben (g.g.A.) genehmigt. Wie die Brüsseler Behörde am 25. Februar mitteilte, handelt es sich hierbei um einen „fettreichen bis extra fettreichen“ Käse aus roher oder pasteurisierter Schafsmilch, der auf Betrieben in Kastilien und León hergestellt werde. Der Geschmack wird als „vollmundig und intensiv“, aber am Gaumen saurer als bei vergleichbaren Käsesorten beschrieben. Zudem soll es sich bei „Queso Castellano“ um ein Produkt mit leicht würzigen sowie mit mäßig bis sehr anhaltenden Aromen und einem begrenzten endgültigen Nachgeschmack handeln. Die Schafzucht und die Käseherstellung in den genannten spanischen Regionen gehen der Beschreibung im g.g.A.-Register zufolge mindestens bis in das 16. Jahrhundert zurück. Laut Kommission ist der „Queso Castellano“ heute vor allem auf ländlichen Märkten, in Geschäften und in Spezialläden besonders beliebt. Nach Angaben der Brüsseler Behörde sind mittlerweile mehr als 1 470 g.g.A. registriert. (AgE)