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Milch- und Saftkartons haben in vielen Bereichen eine bessere Ökobilanz als Mehrwegglasflaschen und sind erst recht den Einwegflaschen aus Polyethylenterephthalat (PET) überlegen. Darauf hat am 23. Juli der Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel (FKN) aufmerksam gemacht und auf eine aktuelle Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU) verwiesen, die Ergebnisse früherer Ökobilanzen bestätigt. Diese hätten bereits zu einer positiven Bewertung durch das Umweltbundesamt (UBA) geführt und zur generellen Freistellung des Getränkekartons von der Pfandpflicht geführt, hob der FKN hervor. Laut den Autoren der Studie hat vor allem „der hohe biobasierte Anteil der Getränkekartons zur positiven Ökobilanzbewertung beigetragen“. Die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffs Holz bei der Kartonproduktion bringe entscheidende Pluspunkte; im Vergleich zu allen anderen Verpackungen schneide der Getränkekarton in der priorisierten Kategorie „Klimawandel“ mit Abstand am besten ab, so das Institut. „Deshalb arbeitet unsere Branche intensiv daran, zunehmend Verpackungen auf den Markt zu bringen, die zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen produziert werden“, erklärte FKN-Geschäftsführer Michael Kleene. Ihm zufolge zeigt bei Frischmilch der 1-Liter-Getränkekarton bei fast allen der acht untersuchten Wirkungskategorien - wie Sommersmog, Versauerung, Feinstaub und andere - bessere Werte als die 1-Liter-Mehrweg-Glasflasche. Diese müsse zudem aufgrund der wenigen Abfüllorte weiter transportiert werden, weshalb sie auch bei der Klimabilanz schlechter abschneide. Während die Autoren für 1 000 l abgefüllte Frischmilch in 1-Literkartons einen Ausstoß von 21,8 kg CO2-Äquivalent berechnen, liegt dieser bei der Glasflasche bei 97,6 kg und bei der PET-Flasche sogar bei 133,5 kg. Geringer sind die Abstände bei Saftverpackungen, da diese im Glas nicht nur einzeln, sondern auch in Kästen verkauft werden und zudem mehr Umläufe haben. Hier kommt der Getränkekarton je 1 000 l auf einen Wert von 51,3 kg CO2-Äaquivalent; bei der Mehrwegglasflasche sind es 80,9 kg und bei der Einwegflasche aus PET 155,1 kg. Kleene folgert aus den Ergebnissen, dass „Recycling unbestritten einen hohen ökologischen Nutzen stiftet, aber allein noch keine ökologisch vorteilhafte Verpackung ausmacht“. Wichtig seien Verpackungen, die schon bei der Herstellung möglichst wenig fossile Ressourcen verbrauchten. (AgE)

 
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