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Eine stärkere Förderung des Milchexports hat der Vorsitzende der Milcherzeugervereinigung Schleswig-Holstein (MEV), Klaus-Peter Lucht, bei der Milchwirtschaftlichen Kundgebung gefordert, die die MEV am 4. September vor der Eröffnung der Norddeutschen Landwirtschaftlichen Fachausstellung und Verbrauchermesse (Norla) in Rendsburg ausrichtete. Angesichts nur begrenzter Zuwachsraten im EU-Markt sei der Export von Agrarprodukten gut, erklärte Lucht. In Schleswig-Holstein könne man sehr effizient produzieren. Daher sei die Politik gefordert, Exportwege zu öffnen. Zudem punkte „Made in Germany“ im Ausland aufgrund hoher Qualitäts- und Sicherheitsstandards. „Wir müssen lernen, über die Milchproduktion eine Geschichte zu erzählen“, so Lucht. Die Iren könnten das doch auch. Kritisch wertete Lucht das aktuelle Ansteigen der Produktionsstandards. Trotz eines absolut nicht kostendeckenden Milchpreises werde auch vom Lebensmitteleinzelhandel eine Produktdiversifizierung befördert. Preisaufschläge für höhere Produktionsauflagen seien jedoch nicht beständig. Der Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, Werner Schwarz, forderte, dass Mehrkosten für steigende Produktionsstandards ausgeglichen werden müssten. Die höhere Umschichtung von EU-Geldern in die Zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) werde daher hoffentlich der Landwirtschaft zugutekommen. Außerdem müsse die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher dadurch erhöht werden, dass ihnen Probleme der Erzeuger und Zielkonflikte aufgezeigt würden. Auch der Geschäftsführer von CM Milch und gleichzeitige Referatsleiter Milch beim Deutschen Bauernverband (DBV), Ludwig Börger, beklagte, dass der Lebensmitteleinzelhandel ständig neue Standards entwickle, um sich gegenüber Wettbewerbern abzusetzen. Es sei ein strukturelles Problem hierzulande, dass vier große Lebensmittelketten den Markt unter sich aufteilten und mit sehr vielen Erzeugergemeinschaften verhandelten, die untereinander in Konkurrenz stünden. Missstände sieht Börger auch im Bereich des Marketing. Der Milchsektor leiste es sich, föderal zu argumentieren“. Dabei hätten nur die Milcherzeugervereinigungen in Westfalen und Niedersachsen ausreichend Mittel für eine schlagkräftige Öffentlichkeitsarbeit. (AgE)

 
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