Statistiken

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Das Milchjahr 2011 war geprägt von einem stabilen Preisgefüge und einer zunehmenden Internationalisierung des deutschen Molkereisektors, so Dr. Rudolf Schmidt, Geschäftsführer der LV Milch NRW. Die weltweit steigende Nachfrage nach Milchprodukten hätte sich auch für die Milcherzeuger in NRW positiv bemerkbar gemacht. Bei einem eher stagnierenden deutschen Milchmarkt liegen Chancen vor allem im Export. Daher seien die zunehmenden Kooperationen auch in der NRW-Molkereilandschaft notwendig und richtig. Da sich derzeit die Märkte - trotz anhaltender Finanz- und Wirtschaftskrise - sehr robust zeigen, geht Schmidt von einer Marktstabilisierung in 2012 für Verbraucher und Erzeuger auf dem Niveau von 2011 aus.
Nordrhein-westfälischer Milchmarkt
Im Jahr 2011 wurden in NRW rund 2.960 Mio. Tonnen Milch produziert. Die in NRW erzeugte Milchmenge sei im Vergleich zum Vorjahr damit um 3,3 Prozent angestiegen. Auf der Erzeugerseite habe sich der Strukturwandel fortgesetzt. Nach den Informationen des Statistischen Landesamtes sei die Anzahl der Milchkuhhalter lt. Novemberzählung um 5 Prozent gesunken, die Anzahl der Milchkühe allerdings um 0,6 Prozent auf knapp über 400.000 gestiegen. Die durchschnittliche Kuhzahl je Betrieb in NRW sei dadurch bedingt um 5,8 Prozent auf 50 Kühe gestiegen. Im Zeitraum Januar bis November 2011 habe der Auszahlungspreis mit 34,38 Ct./kg ab Hof bei 4,0 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß ohne MwSt. um 4,3 Ct./kg bzw. 14,3 Prozent über dem Preis des Vorjahreszeitraums gelegen. Der Anstieg der Auszahlungspreise war für die Milcherzeuger aufgrund der gestiegenen Kosten für Betriebsmittel auf den Höfen unbedingt erforderlich. Die Herstellung von Konsummilch und Milcherzeugnissen insgesamt habe im Jahr 2011 mit rund 1,68 Mio. Tonnen 2,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum betragen.
Stabilität am Milchmarkt
Der Gleichklang in der Bedienung des Exportes und des Binnenmarktes sei ein entscheidender Faktor für die weitere Zukunft der regionalen, nationalen und europäischen Milchwirtschaft. Preisschwankungen zwischen Produkten und Märkten lassen sich, so Schmidt, von breiter aufgestellten Molkereiunternehmen besser auffangen. Dies wirke, im Sinne von Erzeugern und Verbrauchern, auch preisstabilisierend. Kooperationen und Fusionen im Molkereisektor NRW und Deutschland böten für die Milcherzeuger die Chance sowohl am stark umkämpften Binnenmarkt als auch an den wachsenden Exportmärkten zu partizipieren. Neue Instrumente zur Marktstabilisierung (z. B. Börsen für Milchprodukte) befinden sich in der Entwicklung. Ob diese Instrumente von der Milchwirtschaft angenommen werden und welchen Beitrag sie zur Risikoabsicherung leisten können müsse die Zukunft zeigen.
Das EU-Milchpaket und NRW
Die NRW-Milchwirtschaft zeige sich in der Jahreswende 2011/2012 gut aufgestellt. Die aus dem EU-Milchpaket resultierende politische Forderung der stärkeren Bündelung der Milcherzeuger sei in NRW bereits praktizierte Wirklichkeit. Über 75 % der Erzeuger seien zur Vermarktung ihres Produkts in Genossenschaften zusammengeschlossen. Die an private Molkereien liefernden Erzeugergemeinschaften seien seit Jahren gut organisiert. Seit vier Jahrzehnten sei die Ausgestaltung von Milchlieferverträgen in NRW gängige Praxis. Als neutraler Partner leiste in diesem Gefüge die LV Milch NRW für Erzeuger und Molkereien ihren Beitrag, auch durch aktive Branchenkommunikation.

Das Foto zeigt die Sprechergruppe (v.l.n.r. Gerd Krewer(Stvtr.Geschäftsführer LV Milch NRW), Dr. Rudolf Schmidt (Geschäftsführer LV Milch NRW), Wilhelm Brüggemeier (Geschäftsführender Vorstand LV Milch NRW), Hans Stöcker (Geschäftsführender Vorstand LV Milch NRW), Frank Maurer (Pressereferent)

 
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