Kurz und knapp

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 18. November

In Deutschland bewegt sich die Milchanlieferung weiter um das Saisontief. In der 45. Woche erfassten die Molkereien laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,3 % weniger Milch als in der Vorwoche. Damit wurde die Vorjahreslinie um 0,6 % unterschritten. In Frankreich hat sich der Rückstand zur Vorjahreslinie auf 1,9 % verringert.
An den Märkten für flüssigen Rohstoff werden vergleichsweise feste Preise für Magermilchkonzentrat und Rohmilch erzielt. Die Preise für Industrierahm haben sich wieder befestigt, während bei Magermilchkonzentrat die höchsten Preise aus der vergangenen Woche aktuell nicht gezahlt werden.
Bei Magermilchpulver ist eine Belebung der Nachfrage zu beobachten. In den letzten Tagen sind bei den Werken wieder mehr Anfragen eingegangen und es sind auch mehr neue Abschlüsse zu Stande gekommen. Sowohl bei Käufern innerhalb wie der EU wie auch in Drittländern ist ein stärkeres Kaufinteresse festzustellen. Die belebten Tendenzen halten auch aktuell weiter an. Zusätzlich ist eine größere Exportausschreibung im Gang. Die Auftragslage bei den Herstellern ist weiterhin gut und hat sich zuletzt noch verbessert.
Die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität stabilisieren sich aktuell, nachdem in den Vorwochen hier und da von etwas günstigeren Offerten berichtet worden war. Futtermittelware wird weiter zu unveränderten Preisen gehandelt.
Bei Vollmilchpulver wird teilweise von einer leichten Belebung der Nachfrage berichtet. Für das erste Quartal 2021 sind zuletzt etwas mehr Anfragen eingegangen. Die Preise sind innerhalb der EU weiter uneinheitlich.
Der Markt für Molkenpulver hat sich zuletzt belebt. Vor allem an Lebensmittelware wurden in der vergangenen Woche größere Mengen gehandelt, wobei unveränderte Preise erzielt wurden. Bei Futtermittelware ist die Preistendenz etwas fester. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

Auch Biomilcherzeugung ist nicht kostendeckend

Nicht nur bei konventionell wirtschaftenden Milchbauern, sondern auch bei den Biobetrieben, reicht das Milchgeld nicht zur vollständigen Kostendeckung aus. Wie die Milcherzeugergemeinschaft (MEG) Milch Board am 16. November mitteilte, lagen die durchschnittlichen Milcherzeugungskosten für Biomilch im Wirtschaftsjahr 2019/20 in Deutschland bei 64,63 Cent/kg. Dem habe ein mittlerer Milchpreis von 47,17 Euro/kg gegenübergestanden, so dass 17,46 Cent/kg oder 27 % der Produktionskosten nicht gedeckt gewesen seien. Im Schnitt der vergangen fünf Jahre habe die Unterdeckung bei 26 % gelegen, berichtete die MEG Milch Board. Nach ihren Angaben wurde das Ergebnis auf Basis neuester Daten zur wirtschaftlichen Lage der Biomilcherzeugungsbetriebe im Testbetriebsnetz und mit Preisen für wichtige Betriebsmittel aus Zahlen der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) und des Statistischen Bundesamtes (Destatis) berechnet. Von den Milcherzeugungskosten seien Einnahmen aus Direktzahlungen und Zuschüsse, wie die Bioprämie, abgezogen worden. Die MEG stellte fest, dass sich die Biomilchpreise je Kilogramm seit 2012 relativ konstant in einer Spanne von 47 Cent bis 49 Cent bewegt hätten und nicht den extremen Schwankungen des konventionellen Milchpreises gefolgt seien. Zurückzuführen sei dies auf den kontinuierlichen Anstieg der Nachfrage nach ökologisch erzeugten Milchprodukten und dem Fakt, dass mit einem Erzeugerpreis von 47 Cent/kg offensichtlich die Grenzerlösschwelle erreicht sei, unterhalb derer die Bauern nicht mehr produzieren und wieder auf konventionelle Milchproduktion umstellen würden. Die fortgesetzte Unterdeckung der Gesamtkosten bedeute aber, dass auf den Betrieben Geld fehle, um in eine nachhaltigere und umweltfreundlichere Milchproduktion zu investieren. Für den Vorsitzenden der MEG Milch Board, Frank Lenz, ist deshalb klar, „dass die meisten Produkte, unter anderem auch Biomilchprodukte, in Deutschland viel zu billig sind und dass eine nachhaltige und sozial verträgliche Biomilchproduktion einen höheren Milchpreis für die Produzenten voraussetzt“. Der faire Erzeugerpreis liege bei gut 64 Cent/kg, wenn alle Kosten abgegolten würden.(AgE)

Milch-Wissenschaftlicher Innovationspreis für Usleber

Der Milchindustrie-Verband (MIV) hat in diesem Jahr Prof. Ewald Paul Usleber von der Justus-Liebig-Universität Gießen mit dem Milch-Wissenschaftlichen Innovationspreis ausgezeichnet. Die Verleihung fand online im Rahmen der elften Ideenbörse Forschung am 18. November statt. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis stehe für innovative milchspezifische und praxisnahe Leistungen aus den verschiedenen Wissenschaftsbereichen und sei in diesem Jahr an einen Wissenschaftler gegangen, der sich seit langem ganz besonders um die Milchwissenschaft an sich und damit um den Milchforschungsstandort Deutschland verdient gemacht habe, teilte der Verband mit. „Wir verdanken Usleber durch sein grundlagen- und gleichzeitig praxisnahes wissenschaftliches Denken und Handeln zahlreiche hilfreiche Anstöße in den Unternehmen“, hob der Vorsitzende der MIV-Arbeitsgruppe Forschung, Dr. Hans Besner, hervor. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner betonte laut MIV in ihrem Grußwort, dass Forschung Fortschritt bedeute. Wenn neue Erkenntnisse umgesetzt würden, entwickle sich die Gesellschaft weiter. „Innovationen schaffen neue Arbeitsplätze und unsere Wirtschaftsleistung wächst. In der Folge erhöht sich unser Lebensstandard“, erklärte Klöckner. Das gelte auch für den Milchsektor, der sich ständig erneuern müsse. Dem MIV zufolge ist Usleber seit dem Jahr 2000 Lehrstuhlinhaber der Professur für Milchwissenschaften an der Universität Gießen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Nachweis pathogener Mikroorganismen, Mykotoxinen und Tierarzneimittelrückständen in Milch sowie anderen Lebensmitteln. Im Rahmen seiner Tätigkeit ist außerdem die einfache Anwendbarkeit der von ihm etablierten Testsysteme und der damit mögliche Vororteinsatz, beispielsweise in Molkereien, ein weiteres wichtiges Themenfeld. So stünden Praxisnähe und Relevanz stets im Vordergrund, stellte der MIV dazu fest. Zudem habe sich Usleber für den Weiterbestand der Milchforschung im veterinärmedizinischen Bereich einen Namen gemacht. (AgE)

Keine Wiedereinführung der CMA geplant

Die Bundesregierung plant nicht, die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) wiederzubeleben. Das hat die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion klargestellt. Verwiesen wird zugleich auf das Absatzförderungsprogramm der Europäischen Union. Das Programm biete Fördersätze von 70 % bis 80 % und sei 2020 mit annähernd 182 Mio Euro ausgestattet. Es bestehe ein – auch politisches – Interesse, dass sich deutsche Unternehmen hier stärker beteiligten, wie es beispielsweise in Frankreich, Spanien, Griechenland und Italien üblich sei. Laut der Bundesregierung lagen im Juni 129 Bewerbungen für Einzelland-Programme vor, davon nur drei von deutschen Wirtschaftsbeteiligten. Der Vermögensüberschuss von rund 69,76 Mio Euro nach Abwicklung der CMA und des Absatzfonds wurde der Antwort zufolge an die Landwirtschaftliche Rentenbank zur Verwendung für das Zweckvermögen überwiesen. Der Betrag sei im Rahmen des § 2 des Gesetzes über das Zweckvermögen zu verwenden, demzufolge der Einsatz nur zur Förderung von Innovationen in der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft, dem Gartenbau und der Fischerei erfolgen dürfe. (AgE)

Wenig Spielraum für höhere Milcherzeugerpreise

Die Forderung von Organisationen des „Milchdialogs“ nach einer kurzfristig deutlichen Anhebung der nicht kostendeckenden Milcherzeugerpreise war in der vergangenen Woche ein viel beachtetes Marktthema. Doch schaut man auf die Produktpreise und Verwertungsmöglichkeiten am Milchmarkt, sieht das Bild im Corona-Jahr 2020 eher trübe aus. Die Butterpreise konnten das hohe Vorjahresniveau nicht halten, die Pulverpreise gaben im Corona-Frühling deutlich nach und auch bei den kürzlich beendeten Verhandlungen zur „weißen Linie“ mussten die Molkereiunternehmen Analysten zufolge leichte Preisabschläge hinnehmen. Zwar haben sich die Produkt- und die Milcherzeugerpreise nach dem Sommer etwas erholen können, doch liegen sie aktuell, wie bei Käse und Päckchenbutter, bestenfalls auf dem Vorjahresniveau, bei Milchpulver und loser Butter jedoch darunter. Die Verwertung der Rohmilch ab Hof mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß über Butter und Magermilchpulver lag nach Angaben des Instituts für Ernährungswirtschaft (ife) im Oktober bei 31,5 Cent/kg; das waren 2,7 Cent oder fast 8 % weniger als zwölf Monate zuvor. Seit Wochen tendieren die Notierungen für wichtige Milcherzeugnisse seitwärts. Das war in der vergangenen Woche bei Butter und Käse erneut der Fall; die amtlichen Notierungen an der Süddeutschen Butter- und Käsebörse änderten sich nicht.
Wie zu erwarten, haben sich im Teil-Lockdown die Warenströme erneut hin zum Lebensmitteleinzelhandel verschoben; der Großhandelbereich und die Gastronomie orderten weniger Ware. Allerdings seien die Effekte nicht so stark ausgeprägt, wie im ersten Lockdown, merkte die Börse an. Etwas Bewegung gab es nach Angaben der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) bei Magermilchpulver, da sich die Nachfrage danach belebt hat. Futtermittelware konnte im Schnitt für 1 Cent mehr veräußert werden und erlöste zwischen 2,03 Euro/kg und 2,05 Euro/kg. Bei den Lebensmittelqualitäten stieg der Mindestpreis um 3 Cent auf 2,13 Euro/kg; gleichzeitig ging aber der Maximumpreis um 2 Cent auf 2,23 Euro/kg zurück. Zudem verbuchte Molkenpulver in Futtermittelqualtät einen Aufschlag von 2 Cent auf 0,70 Euro/kg bis 0,72 Euro/kg.
Derzeit zogen die Preise für die am Dienstag vergangener Woche (17.11.) bei der Handelsbörse Global Dairy Trade (GDT) verkauften Standardmilchprodukte in der Tendenz an; der zusammenfassende Preisindex für die sechs gehandelten Milcherzeugnisse legte gegenüber der vorherigen Handelsrunde von Anfang November um 1,8 % zu. Verantwortlich dafür waren vor allem höhere Verkaufserlöse für das umsatzstarke Produkt Vollmilchpulver. Diese stiegen im Schnitt aller Kontrakte und Fälligkeiten des einzigen Anbieters Fonterra um 1,8 % auf 3 037 $/t (2 567 Euro). Magermilchpulver erlöste 2 799 $/t (2 366 Euro) und damit 25 % mehr, womit das Preisniveau höher als in der Europäischen Union lag. Für Butter konnte nach starken Zugewinnen in den Vormonaten nur noch einen moderater Anstieg des Verkaufspreises von 0,4 % auf 3 838 $/t (3 244 Euro) durchgesetzt werden. Bei Cheddarkäse waren die Käufer dagegen zurückhaltender; der mittlere Erlös lag hier mit 3 641 $/t (3 078 Euro) um 3,5 % unter dem Ergebnis der Handelsrunde von Anfang November.
Der Geschäftsführer des neuseeländischen Molkereikonzerns Fonterra und Hauptakteur an der GDT, Miles Hurrel, zeigte sich zufrieden mit dem Auktionsergebnis, mit dem die Verluste der vorherigen Handelsrunde wieder ausgeglichen worden seien. Laut Hurrell hatte die Nachricht von einem möglichen Covid-19-Impfstoff keinen Einfluss auf das positive Resultat. Vielmehr habe die Wiederbelebung der chinesischen Wirtschaft eine Rolle gespielt. Die Nachfrage bei der jüngsten GDT-Auktion sei stark von China dominiert worden, berichtete Hurell, wo es nach Covid-19 einen konjunkturellen Aufschwung gebe. Dagegen leide der Rest der Welt noch immer unter den Folgen der Pandemie (Umrechnungskurs: 1 $ = 0,8453 €). (AgE)

Milchkuhhalter am Leistungslimit

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) hat sich besorgt darüber gezeigt, dass aufgrund des wirtschaftlichen Drucks immer mehr Kühe von den nur knapp verfügbaren Arbeitskräften betreut werden müssen. „Auf vielen unserer Betriebe sind zu wenige Arbeitskräfte für zu viele Tiere vorhanden, das lässt die Gefahr von Fehlentwicklungen steigen“, stellte der BDM-Vorsitzende Stefan Mann am 17. November in einer Pressemitteilung fest. Wer nicht mindestens 800 000 kg Milch je Arbeitskraft erzeugen könne, gelte bei vielen Beratern und Experten als nicht fähig, einen Betrieb wirtschaftlich zu führen, monierte Mann. Dabei gehe dieser Ansatz allerdings vom Optimalfall aus, bei dem alle Arbeitskräfte und Tiere absolut gesund, leistungsfähig und auch gut qualifiziert seien. Doch sehe die Praxis und Lebenswirklichkeit auf den Betrieben meist anders aus. Weder Mensch noch Tier funktionierten auf Knopfdruck. „Wir arbeiten in einem System, das bis zur Kante ausgereizt ist“, berichtete der BDM-Vorsitzende. Schuld daran sei die aktuelle Agrarmarktpolitik, die einen extremen Wettbewerbs- und Intensivierungsdruck für die tierhaltenden Betriebe zur Folge habe. Es müsse immer enger kalkuliert werden. „Wir als Bäuerinnen und Bauern müssen aber wieder in die Lage versetzt werden, uns hoch motivierte und gut ausgebildete Fachkräfte wirtschaftlich leisten zu können“, forderte Mann. Als verantwortungsvolle Halter von Kühen und Kälbern müssen wir auch eingestehen, dass sehr viele von uns in Bezug auf die Arbeitsbelastung längst das für Körper und Geist verträgliche Maß überschritten haben. „Das einzugestehen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke“, betonte der BDM-Chef. Stärke zu zeigen, bedeute jedoch auch, der Politik und der Beratung, die immer noch auf das Ausreizen der letzten Reserven setzten, die Stirn zu bieten und Grenzen aufzuzeigen. Dazu gehöre auch, Forderungen zu stellen, die nicht dem Credo „Wachsen oder Weichen“ folgten. „Es sind bereits so viele Betriebe gewachsen und gewichen und nichts hat sich in der Folge für die verbleibenden Betriebe – geschweige denn für Mensch, Tier und Umwelt – verbessert“, so Mann. Ein gründliches Umdenken sei deshalb nötig. (AgE)

Lebensmittelpreise legen wieder etwas stärker zu

Der Preisaufschlag, den die Verbraucher in Deutschland beim Lebensmitteleinkauf gegenüber dem Vorjahr zu zahlen haben, hat sich zuletzt wieder erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 12.11. in Wiesbaden mitteilte, verteuerten sich im Oktober 2020 die Nahrungsgüter im Vergleich zum Vorjahresmonat um durchschnittlich 1,4 %. Im September hatten die Preise im Mittel nur um 0,6 %, im August um 0,7 % und im Juli um 1,2 % höher gelegen als vor Jahresfrist, im Juni allerdings um 4,4 %. Die Teuerungsrate insgesamt fiel im Berichtsmonat zum dritten Mal in diesem Jahr unter null; sie betrug erneut minus 0,2 %. Ursächlich dafür war den Wiesbadener Statistikern zufolge einerseits die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze. Andererseits schlug vor allem die Verbilligung der Energieprodukte zu Buche: Die Preise für Heizöl und Kraftstoffe lagen um 37,2 % beziehungsweise 10,7 % unter dem Niveau von Oktober 2019. Dagegen mussten die Konsumenten für bestimmte Lebensmittel zum Teil deutlich tiefer in die Tasche greifen. Dies galt insbesondere für Fleisch und Fleischwaren, für die im Mittel 4,1 % mehr gefordert wurden. Obst verteuerte sich um durchschnittlich 3,8 %, Gemüse um 1,5 %. Teurer als im Oktober 2019 waren auch alkoholische Getränke und Tabakwaren, nämlich im Schnitt um 2,4 %. Im Vergleich zum September 2020 erhöhten sich die Preise für Lebensmittel im Berichtsmonat im Mittel um 0,4 %. Dabei kletterten die Forderungen für Gemüse an der Ladentheke mit 3,1 % besonders deutlich. Derweil meldete das Bundesamt für den September eine Fortsetzung des Preisrückgangs für landwirtschaftliche Produkte auf Erzeugerebene. Gegenüber August verzeichneten die Statistiker einen durchschnittlichen Abschlag von 1,4 %. Maßgeblich dafür war die Entwicklung der Preise für tierische Erzeugnisse, die binnen Jahresfrist um 9,9 % nachgaben. So stark waren sie zuletzt im Mai 2016 gesunken. Der Rückgang kam vor allem aufgrund der sinkenden Preise für Schweinefleisch zustande, die um 25,6 % niedriger lagen als im September 2019. Für pflanzliche Produkte erlösten die Landwirte im Vergleich zum Vorjahresmonat hingegen im Schnitt 1,0 % mehr. Hierbei schlugen vor allem die um 7,7 % höheren Getreidepreise durch. (AgE)

Arla stellt dänische Frischmilchmolkereien auf „klimaneutral“ um

Nachdem der Milchkonzern Arla Foods in der Woche zuvor zum Schutz des Klimas bereits das Aus für den Schraubverschluss auf seinen Öko-Milchkartons verkündet hat, folgt nun der nächste Schritt für weniger Treibhausgasemissionen in der Produktionskette. Das Unternehmen kündigte am vergangenen Donnerstag (12.11.) die „grüne“ Umstellung der Energieversorgung in seinen drei größten dänischen Frischmilchmolkereien an. In Zukunft soll der Energiebedarf der Standorte Slagelse, Hobro und Christiansfeld ausschließlich über Ökostrom und Biogas gedeckt werden. Davon erwartet Arla eine Einsparung von rund 26 000 t CO2-Äkquivalenten pro Jahr, was 84 % der Gesamtemissionen dieser Molkereien entspricht. Um die Standorte vollständig „klimaneutral“ zu machen, soll die „Emissionslücke“ über den Einkauf von CO2-Zertifikaten geschlossen werden. Dabei setzt Arla ausschließlich auf den Erwerb von Zertifikaten, die von dänischen Windkraftanlagen und Biogasanlagen mit RED/ISCC-Label stammen. Die geschäftsführende Arla-Vizepräsidentin für globales Marketing und Innovation, Hanne Søndergaard, stellte fest, dass der Konzern mit diesem Schritt das eigene Versprechen für mehr Klimaschutz einlöse. Zugleich diene die Maßnahme auch zur Unterstützung der dänischen Nachfrage nach erneuerbaren Energien. Den Verbrauchern könne man zudem garantieren, dass ihre Milch künftig aus CO2-neutralen Molkereien komme, betonte Søndergaard. Die Umstellung der Energieversorgung ist Teil des konzerneigenen Klimaschutzplans, gemäß dem Arla bis zum Jahr 2030 seinen Ausstoß an Treibhausgasen im Vergleich zu 1990 um 30 % senken und bis 2050 vollständig klimaneutral werden will. (AgE)

LTO ab 2021 unter neuer Führung

Der Mitgliederrat des niederländischen Bauernverbandes (LTO) hat Sjaak van der Tak zum neuen Präsidenten gewählt. Wie der Verband am 10.11. in Den Haag mitteilte, wird van der Tak die dreijährige Amtszeit am 1. Januar 2021 antreten. Zurzeit leite der designierte Präsident noch die LTO-Abteilung Gewächshausanbau – Glastuinbouw Nederland. In dieser Funktion habe er in den vergangenen drei Jahren unter anderem an den Verhandlungen mit der Haager Regierung über Klimaschutzvereinbarungen und über Durchführungsprogramme für den Pflanzenschutz mitgewirkt. Zuvor sei van der Tak 13 Jahre Bürgermeister von Westland gewesen; zur Gemeinde gehört das größte Unterglasanbaugebiet der Niederlande. Van der Tak wies darauf hin, dass die niederländische Agrarbranche vor zahlreichen Herausforderungen stehe. „Die Gewinnmargen sind klein, der Regeldruck ist hoch, und die politisch-gesellschaftliche Debatte wird immer erbitterter“, stellte er fest. Zudem sei die Zukunft der Branche zum Beispiel mit Blick auf die Stickstoff- und Pflanzenschutzpolitik unsicher. Das betreffe auch die kommende Generation. Umso wichtiger sei es, für finanziell gesunde Betriebe, für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und für gesellschaftliche Unterstützung zusammenzuarbeiten. Der LTO wird seit Mitte Mai 2020 vom Vorstand gesteuert, nachdem Marc Calon von seinem Amt als Verbandspräsident vorzeitig zurückgetreten war. Als Grund für diesen Schritt hatte Calon die unzureichende Unterstützung bei einem Teil der Verbandsmitglieder angeführt. (AgE)

Milchanlieferung am saisonalen Tiefpunkt

Die Milchanlieferungen an die Molkereien in Deutschland haben Marktbeobachtern zufolge Mitte November ihren Jahrestiefpunkt erreicht. Bis etwa Mitte Mai 2021 dürfte nun das Rohstoffaufkommen saisonal wieder zunehmen. Laut vorläufiger Erhebung der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) wurden bei den meldenden Molkereien von Januar bis Oktober insgesamt 26,66 Mio t Rohmilch erfasst; das waren 0,5 % mehr als in der gleichen Vorjahresperiode. Aus der ZMB-Schnellberichterstattung geht weiter hervor, dass in diesem Zeitraum bei den an der Erhebung teilnehmenden Molkereien die Produktion von Butter um 4,0 % ausgeweitet wurde, die von Käse ohne Schmelz- und Frischkäse um 1,2 %. Bei Magermilchpulver war dagegen ein leichtes Minus von 0,2 % zu verzeichnen, allerdings werden bei diesem Produkt nur rund 60 % der Gesamterzeugung von der Schnellberichterstattung erfasst. Am Markt für Milchprodukte setzte sich in der vergangenen Woche die seit Beginn des verhängten Teil-Lockdown bekannte Entwicklung fort: Der Lebensmitteleinzelhandel orderte bei den Herstellen recht umfangreich Stückbutter, Käse und Frischmilchprodukte, während der Absatz im Großverbrauchersegment und in der Außer-Haus-Verpflegung große Schwächen zeigte. Die amtlichen Notierungen für Milchprodukte an der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten beziehungsweise in Hannover änderten sich vergangene Woche aber kaum. Butter und Schnittkäse wurden auf dem vorwöchigen Niveau bestätigt. Bei Emmentaler konnten die Hartkäsehersteller aufgrund einer guten Nachfrage teilweise höhere Verkaufspreise erzielen; die entsprechende Notierung wurde am vergangenen Mittwoch (11.11.) in Kempten am oberen Spannenende um 50 Cent auf 5,20 Euro/kg angehoben. Nach Angaben der ZMB verlief der Handel mit Magermilchpulver in ruhigen Bahnen. Die Käufer seien bei neuen Abschlüssen wegen der ungewissen Entwicklung der Corona-Pandemie zurückhaltender geworden. Der seit Anfang November wieder anziehende Wert des Euro gegenüber dem US-Dollar habe den Drittlandsexport etwas erschwert. Die Verkaufspreise für lebensmitteltaugliches Pulver konnten sich laut Kemptener Börse halten; sie gaben aber bei Futtermittelware gegenüber der Vorwoche um 1 Cent/kg nach. Beim Vollmilchpulver fielen die Abschläge mit 2 Cent bis 3 Cent etwas größer aus; das Kilogramm erlöste zuletzt zwischen 2,70 Euro und 2,80 Euro. Der Handel mit Molkenpulver verlief laut ZMB stetig, und die Preise dafür änderten sich nicht. (AgE)

US-Milchexporte laufen trotz Corona gut

Die US-Exporteure von Milchprodukten können sich im bisherigen Jahresverlauf trotz der Corona-Pandemie über Absatzzuwächse freuen. Nach Daten des amerikanischen Dairy Export Council (USDEC) wurden in den ersten drei Quartalen 2020 Erzeugnisse mit 1,57 Mio t Milchinhaltsstoffen ins Ausland verkauft; das entsprach einem Plus von 15,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das bisherige Ausfuhrvolumen übertrifft auch jenes bis Ende September im Rekordjahr 2018, so dass 2020 ein neuer Höchststand erreicht werden könnte. Die Exporterlöse sprudelten ebenfalls ordentlich; sie nahmen um 12,6 % auf 4,99 Mrd $ (4,20 Mrd Euro) zu. Von der Menge her war Magermilchpulver einschließlich fettfreier Trockenmilch das wichtigste Ausfuhrgut der US-Milchindustrie; die exportierte Menge stieg gegenüber Januar bis September 2019 um rund ein Viertel auf 614 900 t. Vor allem der Absatz in Südostasien boomte mit einem Plus von 69 % auf 259 300 t. Zudem kauften die Kunden in Lateinamerika ohne Mexiko 28 % mehr Ware in den USA; die Ausfuhr in das südliche Nachbarland geriet mit einem Minus von 17 % auf 207 800 t dagegen ins Stocken. Im globalen Verkauf von Molkenpulver machte sich der „Phase 1-Handelsvertrag“ mit China positiv bemerkbar. Die in die Volksrepublik gelieferte Menge verdoppelte sich nahezu gegenüber den ersten drei Quartalen 2019 auf 149 100 t und machte China wieder zum wichtigsten US-Milchpulverkunden. Der wachsende Schweinebestand und die verringerten Zollsätze für der Futtergrundstoff Molkenpermeat haben laut USDEC den Aufschwung im Handel bewirkt. Insgesamt legte der US-Absatz von Molkenprodukten um 19,1 % auf 399 350 t zu. Der Exportvereinigung zufolge würde eine weitere Ausweitung der Ausnahmeregelungen für Vergeltungszölle in China bei Magermilchpulver und Käse diesen Produkten einen weiteren Exportschub geben. Vor allem Käse könnte noch mehr internationale Nachfrage gebrauchen, denn der Exportzuwachs ist bisher mit 2,9 % auf 281 750 t nur unterdurchschnittlich ausgefallen. Zwar nahmen die US-Absatzmengen in Japan, Südkorea und Mexiko der USDEC zufolge um jeweils rund 10 % zu, doch Kunden in Lateinamerika und anderen Regionen orderten teilweise deutlich weniger Ware. Exportrückgänge gab es zudem bei den Produktgruppen Butterfett, Flüssigmilch und Kondensmilch (Umrechnungskurs: 1$ = 0,8415 Euro). (AgE)

Branchenkommunikation Milch kann starten

Die große Mehrheit der deutschen Milchbranche hat sich zur Etablierung einer nationalen Branchenkommunikation bekannt. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV), der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) und der Milchindustrie-Verband (MIV) am 9. November mitteilten, ist nach einer Fristverlängerung nun die notwendige Zustimmung der in Deutschland ansässigen Molkereiunternehmen zur Finanzierung erreicht worden. Die Kommunikationsoffensive soll Anfang 2021 starten, die dafür erforderlichen Schritte werden in den kommenden Wochen angegangen. Um über ausreichende Mittel für die Branchenkommunikation zu verfügen, wurde den drei Verbänden zufolge eine Finanzierungszusage für 80 % der deutschen Milchmenge angestrebt. Die diesem Quorum entsprechende laufende Finanzierung sowie das notwendige Startkapital für das Vorhaben konnten nun über die erfolgreiche und verbindliche Abfrage bei mehr als 100 Molkereien sowie zusätzlichen Mitteln aus dem nationalen Milchförderungsfonds gesichert werden. Bis zum 4. November 2020 habe die Zustimmungsrate bei 78,2 % gelegen, und weitere Rückmeldungen zur Beteiligung gingen noch ein, hieß es. Das gesamte Vorhaben der Branchenkommunikation Milch ist zunächst auf vier Jahre angelegt. Nach Angaben von DBV, DRV und MIV wird damit bei der Umsetzung eines der wesentlichen Ziele aus der Strategie 2030 der deutschen Milchwirtschaft ein „großer Meilenstein“ gesetzt. Anfang 2020 hatten die führenden Vertreter des Sektors gemeinsam beschlossen, zügig eine bundesweite Kommunikation der Branche zu etablieren, um die gesellschaftliche Zustimmung zu Milchproduktion, -verarbeitung und -produkten in Deutschland langfristig zu erhalten und zu stärken. (AgE)

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 11. November

Die Milchanlieferung in Deutschland bewegt sich weiter in der Nähe des saisonalen Tiefpunkts. Die Molkereien erfassten in der 44. Woche laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,1 % weniger Milch als in der Vorwoche. Die Anlieferungen lagen damit auf dem Niveau der Vorjahrswoche. In Frankreich war zuletzt ein Rückgang des Milchaufkommens zu beobachten und der Rückstand zur Vorjahreslinie hat sich auf 3,2 % vergrößert.
An den Märkten für flüssigen Rohstoff sind nach den Rückgängen in der Vorwoche wieder festere Tendenzen zu beobachten. Bei Industrierahm sind die niedrigsten Preise der Vorwoche aktuell nicht mehr im Markt. Die Preise für Magermilchkonzentrat sind weiter gestiegen, während die Verfügbarkeit begrenzt ist.
Die Lage am Markt für Magermilchpulver ist ruhig, aber stabil. Die Anfragen für neue Abschlüsse haben im Vergleich zur Situation vor wenigen Wochen nachgelassen und sind zurückhaltender geworden. Diese Entwicklung wird darauf zurückgeführt, dass die stärkere Ausbreitung der Corona-Pandemie zu einer gewissen Verunsicherung führt, die eine abwartende Haltung für spätere Termine begünstigt. Außerdem hat sich der Euro zuletzt wieder befestigt, was die Konkurrenzfähigkeit von EU-Ware am Weltmarkt erschwert. Hier und da hat auch das Angebot an Magermilchpulver etwas zugenommen, da es aufgrund des Lockdown teilweise, aber nicht überall zu Veränderungen der Rohstoffströme in den Molkereien gekommen ist.
Insgesamt ist die Marktlage aber weiter stabil. Die bestehenden Kontrakte werden normal abgerufen und für die nächste Zeit sind bei guter Auftragslage der Hersteller kaum freie Mengen verfügbar. Die Preise für Lebensmittelware bewegen sich stabil in der Bandbreite der Vorwochen. Futtermittelware wird zu unveränderten Preisen ruhig gehandelt.
Am Markt für Vollmilchpulver ist der Marktverlauf ruhig. Aktuell gehen wenig Anfragen ein und es wird von eher schwächeren Preisen berichtet.
An Molkenpulver ist ein ausreichendes Angebot vorhanden. Lebensmittelware wird stetig, aber ohne besondere Impulse, bei stabilen Preisen nachgefragt. Futtermittelware trifft bei meist leicht schwächeren Preisen auf ein ruhiges Kaufinteresse. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu))

Emmi investiert in Emmen

Emmi setzt auf den Traditionsstandort Emmen und erstellt eine neue Käserei.
Der neue Gebäudetrakt ersetzt das über 40 Jahre alte Käsereigebäude, wie Emmi mitteilt. In Betrieb gehen soll die Käserei auf Ende 2022, der Baustart erfolgt in diesen Tagen.
Ein Neubau hatte sich als sinnvoller als eine Renovation erwiesen. In den letzten Jahren hatte sich am bestehenden Gebäude grosser Investitionsbedarf abgezeichnet. Zudem hätte die Kapazität für die künftige Entwicklung nicht mehr ausgereicht.

EU-Milchpreis im September bei 32,99 Cent

Der durchschnittliche EU-Milchpreis lag im September 2020 bei 32,99 Cent. Das haben der niederländische Bauernverband LTO, ZuivelNL und European Dairy Farmers berechnet. Gegenüber dem Vormonat ergibt sich ein leichtes Plus von 0,28 Cent. Damit setzt sich die im Juni 2020 eingesetzte minimale Steigerung der Milchpreise (plus 0,1 Cent im Juni, plus 0,21 Cent im Juli und plus 0,2 Cent im August) noch einmal fort.
Laut den Marktbeobachtern von ZuivelNL werden die Milchpreise diesen Trend in den nächsten Wochen voraussichtlich weiter verfolgen. Keiner der Molkereien im Vergleich hatte zum Stand Oktober angekündigt dass die Auszahlungspreise fallen. Einige Molkereien haben Preiserhöhungen angekündigt, wie beispielsweise Arla mit +0,5 € im Oktober und +1,0 € im November pro 100 kg Standardmilch*. FrieslandCampina erhöht den Milchpreis im Oktober um +0,5 € und wird ihn im November halten. Die Milchpreise vom Deutschen Milchkontor (DMK) sollten im Oktober um +1,0 € steigen.
Diese minimalen Steigerungen oder Stabilität werde jedoch nicht reichen, um den Jahresdurchschnittspreis von 2019 einzuholen. LTO rechnet damit, dass der EU-Milchpreis in 2020 um 1 bis 2 % unter dem Vorjahr liegen wird.
*Im EU-Milchpreisvergleich werden die Auszahlungen von 16 großen Molkereien in Europa auf einer Basis von Milch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof, bei einer durchschnittlichen Jahresanlieferung von 500.000 kg pro Betrieb, berücksichtigt.  (elitemagazin.de)

FrieslandCampina plant massiven Stellenabbau

Laut Vorstandschef Heim Schumacher geriet FrieslandCampina durch die Corona-Pandemie „in einen perfekten Sturm“. Zu den Rückschlägen gehören die geschlossene Grenze zwischen Hongkong und China, der Rückgang des Umsatzes mit Produkten für Gastronomie und Großverbraucher, der starke Euro sowie niedrigere Preise für Basisprodukte wie Milchpulver, Butter und Käse.
Schumacher bereitet die genossenschaftlichen Inhaber des Unternehmens auf einen schlechten Jahresabschluss vor. Die Rückwirkungen auf die Rentabilität würden sich nicht vollständig ausgleichen lassen, so der Vorstandschef. Zudem werden die einmaligen Kosten der geplanten Restrukturierung in Höhe von 150 Mio. bis 175 Mio. Euro größtenteils zu Lasten des Gewinns im laufenden Jahr gehen.
FrieslandCampina deutet auch an, die Finanzierung des Unternehmens über die genossenschaftlichen Mitglieder auf den Prüfstand zu stellen. Das System solle zukunftssicher gestaltet werden, um zu einem finanziell soliden und erfolgreichen Unternehmen beizutragen, heißt es von Seiten des Unternehmens, ohne ins Detail zu gehen.
Zu den verkündeten Sparmaßnahmen gehört auch, dass das Spitzenmanagement für 2020 auf langfristige Boni verzichtet. In den Produktionsstätten sollen strukturelle Überkapazitäten abgebaut werden.
Um sich für die Zukunft besser aufzustellen, will sich FrieslandCampina noch stärker auf Produkte mit höher Wertschöpfung konzentrieren. Die Nachhaltigkeit der Produkte soll gegenüber den Verbrauchern stärker betont werden.
Außerdem will der Milchverarbeiter stärker in den Onlinehandel investieren. Über den E-Commerce soll der Kunde jederzeit und überall erreicht werden. Das gilt besonders für den Onlinehandel mit Kindernahrung in Hongkong und China.
Für das erste Halbjahr 2020 hatte FrieslandCampina im Juli bei einem stabilen Umsatz einen Gewinneinbruch um 37 Prozent vermelden müssen. Die vorläufige Ausschüttung an genossenschaftliche Mitglieder war deutlich reduziert worden. (Agrarheute.com)

Pandemie setzt weltgrößtem Schokoladehersteller zu

Barry Callebaut (BC) verkaufte 2,096 Millionen Tonnen Schokolade und Kakao, 2,0 Prozent weniger als im Vorjahr, wie der Konzern gemäss Nachrichtenagentur SDA in einer Mitteilung schreibt. Der Umsatz sank um 5,7 Prozent auf CHF 6,9 Mia. Das Geschäftsjahr hatte für BC gut angefangen, doch dann kam die Corona-Pandemie. Vor allem im Geschäft Gourmet & Spezialitäten mit der Belieferung von Hotels, Restaurants, Konditoreien oder Chocolatiers brachen die Umsätze ein. Im letzten Quartal des Geschäftsjahres konnte sich dieser Geschäftsbereich wieder leicht erholen. Dazu machten dem Konzern negative Währungseffekte zu schaffen. Der Betriebsgewinn (EBIT) sank um fast einen Fünftel auf CHF 491,0 Mio. Unter dem Strich blieb ein Konzerngewinn von CHF 311 Mio., 15,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Für seine mittelfristigen Ziele bleibt der Konzern jedoch weiterhin optimistisch.

The Netherlands: rersearch on livestock on dairy farms

Dutch dairy farms became in seven years less intensive according to Dutch Statistics. In 2019 44 percent of the farms kept less than two livestock units (2 cows) per hectare available land. In 2013 this was 35 percent. Also the percentage of farms with more than two livestock units per hectare is going down.

The Netherlands: organic farms + organic milk production

Holland had end of 2019 a number of 488 organic dairy farms which was seven more than in 2018. In 2019 a number of 19 dairy farms were in transition to organic dairying.
In Holland in 2019 organic milk production was 265 million kilogram, five million kilogram more than in 2018.

The Netherlands: research on barns flooring systems

In Holland regional practical research on farms shows that in cow barns flooring systems that have been developed and are certified to have a lower ammonia emission may in practise not always have a lower ammonia emission than conventional slatted floors. This provisional statement has been made after in barns with a low emission floor ammonia concentrations have been measured that are higher than in conventional barns. The compounding of the manure seems to have more influence on the ammonia concentration.