Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 21. September

In Deutschland war der saisonale Rückgang der Milchanlieferung zuletzt unterbrochen. In der 36. Woche erfassten die deutschen Molkereien laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,1 % mehr Milch als in der Vorwoche. Die Anlieferung war damit um 0,7 % höher als in der Vorjahreswoche. Unverändert niedrig sind dem Vernehmen nach aber die Inhaltsstoffe in der angelieferten Milch. In Frankreich war die Milchanlieferung zuletzt um 0,7 % niedriger als in der Vorjahreswoche. Die Märkte für flüssigen Rohstoff bieten weiterhin gute Verwertungsalternativen für die Molkereien, auch wenn die Preise für Magermilchkonzentrat in der vergangenen Woche leicht nachgegeben haben. Industrierahm wird weiter zu festen Preisen gehandelt und gut nachgefragt. Die Lage am Markt für Magermilchpulver stellt sich aktuell für die Jahreszeit vergleichsweise ruhig und außerdem etwas uneinheitlich dar. Die Nachfrage nach Magermilchpulver in Lebensmittelqualität ist innerhalb der EU zurückhaltend. Dies dürfte den hohen Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Nachfrage nach Fertigerzeugnissen im Umfeld von hohen Inflationsraten geschuldet sein. Auch die Energiekrise belastet weiter die Aussichten für die nähere Zukunft und führt zu einem zurückhaltenden Angebotsverhalten der Hersteller, da die Kalkulation der Produktionskosten erschwert ist. Die bestehenden Kontrakte werden weiter abgewickelt, wobei die Abrufe je nach Kunde etwas unterschiedlich sind. Überwiegend erfolgen sie normal. Hier und da kommt es aber zu leichten Verzögerungen. Vereinzelt gehen aber auch Anfragen für Zusatzmengen ein. Für spätere Termine ist man weiter im Gespräch. Das Kaufverhalten bleibt bislang aber abwartend. Von den Exportmärkten kommen derzeit nur wenig Impulse. Die Nachfrage aus asiatischen Ländern ist weiterhin überwiegend zurückhaltend. Gleichzeitig sind Offerten von Wettbewerbern aus anderen Regionen der Welt vorhanden. Die Verfügbarkeit hat sich in den letzten Wochen verbessert. Die Preise für Lebensmittelware sind weiterhin uneinheitlich, wobei die Durchsetzung von Forderungen am oberen Ende der Preisspanne schwieriger geworden ist. Futtermittelware trifft auf eine ruhige Nachfrage. Bei Vollmilchpulver ist eine ruhige Marktlage zu beobachten. Deutschland bewegt sich in Europa am oberen Ende der preislichen Bandbreite. Gewisse Absatzmöglichkeiten innerhalb Europas sind vorhanden, während sich im Export bei der aktuellen Preisstellung kaum Chancen bieten. Die Preise bewegen sich weiter in der Spanne der Vorwochen. Der Markt für Molkenpulver ist indessen von Stabilität gekennzeichnet. Futtermittelware wird kontinuierlich nachgefragt und tendiert etwas fester. Lebensmittelware ist weiterhin uneinheitlich, aber stabil. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu))

New Zealand: substantial access to EU’s market causes worries

After the EU and New Zealand reached a political agreement on a comprehensive trade agreement with New Zealand that includes a substantial access to the EU’s market on dairy, sheep meat and beef, Copa and Cogeca the umbrella organisations of European farmers and European cooperatives, are worried about the effects. New Zealand exporters already have market access for 75000 tonnes of butter and 11000 tonnes of cheese, this additional access to the EU’s added value protein market and sensitive products (butter 15000 tonnes, cheese 25000 tonnes, milk powder 15000 tonnes) will substantially increase market pressure and will provide a strong bargaining hold on import management to one dairy company according to Copa and Cogeca.

Poland: private dairy company Polmlek implements foreign expansion

The France headquartered private dairy Bel Group and Polmlek the largest private dairy company in Poland have signed an agreement to sell Bel’s stake in the Morrocon dairy Safilait, and the Tarmast farm which supplies Safilait. Morocco is a key market for Bel where it also has a factory and where it will continue to invest. In 2015, the group had expanded its offer in Morocco by acquiring Safilait, a dairy company specializing in the processing, packaging and sale of fresh milk, UHT milk and fresh dairy products. Polmlek offers a wide range of dairy products: Dutch and Swiss-type cheeses, mozzarella, cheese spreads, curd cheeses, creams, yoghurts, butter, UHT milk, powdered milk, milk desserts and others. The transaction will enable Polmlek to implement a long-term plan of foreign expansion.

France: Bel Group acquired 70 percent of Shandong Junjun Cheese’s share capital

The France headquartered private dairy Bel Group has acquired 70 percent of the Chinese of Shandong Junjun Cheese’s share capital. Shandong Junjun Cheese is based in North-Eastern China. Founded in 2017, their portfolio of products is comprised of a large range of cheese which achieved over a 100 percent annual growth since 2018. The Bel Group specialized in cheese and snacks generated in 2021 with 11800 employees sales of 3.38 billion euros.

Italy: Emmi sells its Ambrosi stake to Lactalis

In Italy the Switzerland headquartered private manufacturer of dairy products Emmi is selling its 25 percent stake in the Italian cheese specialist Ambrosi SpA to the France headquartered private dairy Lactalis. According to Emmi, the stake, acquired in 2007, was aimed at achieving joint international growth in several selected countries in the specialty and premium cheeses segment. And while Italian cheese classics such as Parmigiano Reggiano and Grana Padano have been the ideal addition to Emmi’s range of Swiss cheese specialities, they are no longer part of Emmi’s core range.

Fusion von Arla und FrieslandCampina: Das spricht für das Gerücht

Nach Angaben des niederländischen Magazins Foodbusiness prüfen die Vorstände von FrieslandCampina und Arla gerade die Möglichkeit einer Fusion. Die beiden Molkereien weisen den Bericht als Spekulation zurück.
Arla habe eine mögliche Zusammenlegung sogar vehement abgestritten. Foodbusiness wisse aber aus zuverlässiger Quelle um die seit Wochen laufenden Verhandlungen, die zwischen den Vorstandsvorsitzenden aus Dänemark und den Niederlanden liefen. Sybren Attema, der Vorstandsvorsitzende von FrieslandCampina, sei zu dem Entschluss gekommen, dass die Fusion mit einer anderen Molkereigenossenschaft der einzig sinnvolle Weg sei. Schon jetzt verliere FrieslandCampina laut Foodbusiness an Mitglieder und Milch. Arla sei der logische Gesprächspartner gewesen. Es werde bereits über die Zentrale in Århus – dem Hauptsitz von Arla – und das Innovationszentrum in Wageningen gesprochen. In Wageningen hat FrieslandCampina seinen Forschungs- und Entwicklungsstandort.
Wie Foodbusiness feststellt, würde aus einer Fusion von FrieslandCampina und Arla das größte Molkereiunternehmen der Welt hervorgehen. Mit einem entstehenden Gesamtumsatz von 22,7 Mrd. Euro würde der aktuelle Marktführer Lactalis überholt werden. Das niederländische Magazin vermutet, dass besonders bei FrieslandCampina ein großes Interesse an einer Fusion besteht. So könnten die Widerstände gegen die Sickstoffpolitik in den Niederlanden dazu führen, dass die Bedeutung von FrieslandCampina für die Milchversorgung abnimmt, weil abnehmende Mitgliederzahlen in der Genossenschaft zu erwarten seien. Dagegen entwickle sich Arla besser und sei für weiteres Wachstum aufgestellt. Unter dem Geschäftsführer Peder Tuborgh würden starke Strategien entwickelt und umgesetzt.Bereits vor 17 Jahren sei ein Zusammenschluss von Arla und FrieslandCampina angestrebt worden. Jedoch habe es von Arlas Genossenschaftsmitgliedern keine Zustimmung gegeben.
Für eine Fusion sei die Zustimmung der Europäischen Kommission notwendig, erläutert Foodbusiness. Auch wenn diese erfolgt, müssten Maßnahmen ergriffen werden, um eine zu große Dominanz auf dem Milchmarkt zu verhindern. (wochenblatt)

Global Dairy Trade: Durchschnittspreis steigt um 2 %

Am zweiten Septembertermin (20.09.2022) stieg der Durchschnittspreis aller gehandelten Produkte auf der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade um 2 % auf 4.072 $. Die gehandelte Produktmenge lag mit 26.106 Tonnen unterhalb des Niveaus der letzten Auktion (27.127 t).
Die Preise der einzelnen Produktkategorien entwickelten sich uneinheitlich. Der Preis für Vollmilchpulver stieg um 3,7 %, Käse um 2,1 % und wasserfreies Milchfett um 4 %. Dahingegen fiel der Butterpreis um 0,2 % und der Preis für Magermilchpulver um 0,7 %.
Der positive Trend dürfte aufgrund einer geringeren Verfügbarkeit von Milch am Weltmarkt weiter anhalten. Dieser Meinung ist auch Mike Cronin, Geschäftsführer für Genossenschaftsangelegenheiten von Fonterra. „Die Nachfrage Chinas ist in der letzten Auktion wieder etwas gestiegen“, erklärte er einem neuseeländischen Nachrichtenmagazin. Das sei vielversprechend. „Wir haben gehört, dass möglicherweise eine gewisse Aufstockung der Lagerbestände erforderlich ist, also könnte es dort einige positive Zukunftstrends geben.“ Eine gute Aussicht, um in das neue Geschäftsjahr zu starten, so Conin. Bei der derzeitigen Marktlage sieht er viel Raum, um für die ganze Saison optimistisch zu bleiben. (elite-magazin)

2022-09-29: Faktencheck Ernährung: Lebensmittel retten

Der nächste Live-Talk „Faktencheck Ernährung“ des Kompetenzzentrums Ernährung (KErn) am 29. September zwischen 18 und 19 Uhr widmet sich dem Thema Lebensmittelverschwendung. Darauf hat Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber vergangene Woche hingewiesen. Wladimir Putins Krieg in der Ukraine, Dürren, Missernten, Lieferengpässe und steigende Preise machten längst deutlich: „Wir haben keine Lebensmittel zu verschwenden. Wer Lebensmittel wegwirft, vernichtet nicht nur Werte, sondern auch Ressourcen“, so Kaniber. Trotzdem wanderten in Bayern jährlich rund 1 Mio t Lebensmittel, die noch verwertbar wären, in den Abfall. Das seien im Durchschnitt zwei prallvoll gefüllte Einkaufswagen mit Lebensmitteln pro Person, und zwar vom Kind bis zum Greis. Sie habe dieses Dialogformat gestartet, um allen Interessierten nützliche Informationen an die Hand zu geben, die für einen vernünftigen und respektvollen Umgang mit Lebensmitteln und eine ausgewogene Ernährung unerlässlich seien, erklärte die Ministerin. Der Live-Talk, bei dem Bürger für eine Stunde einen Experten befragen können, soll laut Kaniber helfen, “sich eine eigne Meinung zu bilden“. Beim Faktencheck am 29. September wird der Ernährungsexperte Dr. Malte Rubach im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche gegen Lebensmittelverschwendung Rede und Antwort stehen. Er ist Leiter des Bereichs Wissenschaft am KErn in Kulmbach. Rubach beschäftigt sich seit 2012 am Ministerium mit den Themen „Lebensmittelverschwendung vermeiden“ und „Lebensmittelwertschätzung“. Seit 2016 koordiniert er das Bündnis „Wir retten Lebensmittel!“ in Bayern.

Käse-Rückruf bei Aldi, Lidl und Edeka

Vom Rückruf betroffenes Produkt Verschiedene Ziegenkäse-Produkte
Vertrieben durch Unter anderem Edeka, Lidl und Aldi Süd
Grund Metallische Fremdkörper
Käse-Rückruf bei Aldi Süd, Lidl und Edeka sollte dringend beachtet werden

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlicht den großen Rückruf des Unternehmens Lactalis Deutschland GmbH und streicht damit gleich mehrere Marken Käse vom Speiseplan. Denn die Lactalis Deutschland GmbH beheimatet viele verschiedene Marken.
Gleich siebenmal ist Ziegenkäse in unterschiedlichen Formen von dem Rückruf betroffen und sollte auf keinen Fall verzehrt werden. Alle Produkte haben gemeinsam, dass sie von der Société Fromagère de Riblaire in Frankreich produziert wurden. Und bei allen Produkten sei laut Mitteilung nicht auszuschließen, dass sich metallische Fremdkörper darin befinden könnten.

 

Folgende Produkte sollten daher auf keinen Fall verzehrt werden:

„Président Saint Maure Weichkäse Rolle“ (200 g), EAN Nr.: 3228020114225, Identitätskennzeichen: FR 79.299.001 CE, deutschlandweit im Verkauf, Mindesthaltbarkeitsdatum: Bis zum 19/10/2022
„Président Ziegenkäse“ (1 kg), EAN Nr.: 3228021975078, Identitätskennzeichen: FR 79.299.001 CE, deutschlandweit im Verkauf, Mindesthaltbarkeitsdatum: Bis zum 31/10/2022
„Milbona Ziegenweichkäse“ (200 g), EAN Nr.: 0000020490454, Identitätskennzeichen: FR 79.299.001 CE, vertrieben durch Lidl, Mindesthaltbarkeitsdatum: 01/10/2022, 03/10/2022, 04/10/2022, 05/10/2022, 06/10/2022, 09/10/2022, 11/10/2022, 15/10/2022
„Chêne d’Argent Ziegenkäserolle“ (200 g), EAN Nr.: 0000020490454, Identitätskennzeichen: FR 79.299.001 CE, vertrieben durch Lidl, Mindesthaltbarkeitsdatum: 01/10/2022, 03/10/2022, 04/10/2022, 05/10/2022, 06/10/2022, 09/10/2022, 11/10/2022, 15/10/2022
„Cabriolait Französischer Weichkäse aus pasteurisiert er Ziegenmilch“ (200 g), EAN Nr.: 3228022160169, Identitätskennzeichen: FR 79.299.001 CE, vertrieben durch Pierre Meyer, Mindesthaltbarkeitsdatum: 04/10/2022, 11/10/2022
„Gut & Günstig Französischer ZiegenWeichkäse“ (200 g), EAN Nr.: 4311596460120, Identitätskennzeichen: FR 79.299.001 CE, vertrieben durch Edeka, Mindesthaltbarkeitsdatum: Bis zum 15/10/2022
„Roi de Trèfle Saint Maure Ziegenrolle“ (200 g), EAN Nr.: 4061458043342, Identitätskennzeichen: FR 79.299.001 CE, vertrieben durch Aldi Süd, Mindesthaltbarkeitsdatum: Bis zum 27/09/2022
Laut Angaben des Unternehmens Lactalis Deutschland GmbH seien andere Mindesthaltbarkeitsdaten nicht von dem Käse-Rückruf betroffen. Die Produkte seien seit Ende August deutschlandweit im Verkauf gewesen.
Der Verkauf in den Supermärkten und Discountern – unter anderem Lidl, Edeka und Aldi Süd – sei umgehend gestoppt geworden.

Weniger Milch in EU-Molkereien verarbeitet

Die Kuhmilchanlieferungen an die Molkereien in der Europäischen Union sind im ersten Halbjahr 2022 unter dem vorjährigen Niveau geblieben. Nach Angaben der Brüsseler Kommission wurden in den 27 Mitgliedstaaten insgesamt 74,02 Mio t Rohmilch erfasst; das waren 503 000 t oder 0,7 % weniger als in den ersten sechs Monaten von 2021. Wesentlichen Anteil daran hatten Deutschland und Frankreich als die beiden Schwergewichte der EU-Milcherzeugung: Hierzulande gingen die Milchanlieferungen an die Molkereien um 1,5 % auf 16,15 Mio t zurück, in Frankreich um 1,4 % auf 12,52 Mio t. Ebenfalls um 1,5 % nahm die Erzeugung in den Niederlanden ab, und zwar auf 6,91 Mio t. Eine relativ noch viel stärkere Drosselung der Milchanlieferungen wurde aus den südosteuropäischen Ländern Rumänien, Ungarn und Bulgarien gemeldet, wo sich diese zwischen 4,6 % und 6,5 % verringerten. Beim viertgrößten Milchproduzenten in der Gemeinschaft, Italien, konnten die Molkereien dagegen unverändert 6,78 Mio t Rohmilch verarbeiten. Es gab aber auch einige Länder, in denen die Milchmenge im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2021 stieg. So legten die Milchanlieferungen in Dänemark, Lettland und Estland zwischen 0,5 % und 1,1 % zu. In Litauen und Österreich wurden mit 3,1 % beziehungsweise 3,5 % die größten Zunahmen verzeichnet. Das insgesamt geringere Rohstoffangebot führte aber dazu, dass die Molkereien in der EU gegenüber der Vorjahresperiode 2,6 % weniger Butter und 3,8 % weniger Magermilchpulver herstellten. Die Erzeugung von anderem Milchpulver, darunter Vollmilchpulver, ging um 3,2 %, diejenige von Käse aber nur unterdurchschnittlich um 1,0 % zurück. Laut Kommission war Sahne das einzige Produkt mit einem Produktionszuwachs, der sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 auf 1,7 % belief.
Das knappe Rohstoffangebot in Europa und auch in anderen Teilen der Welt hat die Preise für Milchprodukte nach oben getrieben; hierzulande wurden im Frühjahr bei Butter und Milchpulver sowie im Sommer bei Käse neue Rekordhöhen erreicht. Seitdem bröckeln bei einigen Erzeugnissen die Preise etwas ab. Am vorigen Mittwoch (14.9.) wurde an der Süddeutschen Butter- und Käsebörse die amtliche Notierung für Blockbutter im Spannenmittel um 10 Cent auf 6,95 Euro/kg bis 7,05 Euro/kg zurückgenommen; sie lag damit aber immer noch 70 % über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. Die Päckchenbutter übertraf den Vorjahreswert sogar um 77 % und blieb in einer Spanne von 7,44 Euro/kg bis 7,62 Euro/kg unverändert. Auch die Notierungen des gut gefragten Schnitt- und Hartkäses blieben stabil. Bei Magermilchpulver war laut der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) die Nachfrage für die Jahreszeit verhaltener als normal. Anscheinend dämpften die Unsicherheiten über die zukünftige Rohstoffverfügbarkeit, die hohen Energiekosten und das Verbraucherverhalten die Geschäftstätigkeit, so die Experten aus Berlin. Die Handelspreise für Magermilchpulver blieben laut Kemptener Börse unverändert. Bei Vollmilchpulver mussten die Hersteller jedoch gewisse Zugeständnisse machen und im Verkauf einen Abschlag von 5 Cent auf 4,90 Euro/kg bis 5,15 Euro/kg akzeptieren. Molkenpulver in Lebensmittelqualität wurde der ZMB zufolge schwächer nachgefragt; die Preise dafür gaben im Vorwochenvergleich im Schnitt um 4 Cent auf 1,18 Euro/kg bis 1,36 Euro/kg nach. (AgE)

Höhere Nahrungsmittelinflation bestätigt

Einige Experten gehen davon aus, dass die Inflationsrate in Deutschland bis zum Dezember auf 10 % oder mehr steigen wird. Bei Lebensmitteln ist dies längst bei weitem Realität. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, haben sich laut den endgültigen Daten für August die Nahrungsmittel gegenüber dem Vorjahresmonat um durchschnittlich 16,6 % verteuert, womit die vorläufige Berechnung bestätigt wurde. Damit hat sich der Preisauftrieb den sechsten Monat in Folge verstärkt. Im Juli lag die Teuerung bei 14,8 %, im Juni bei 12,7 % und im Februar bei noch aus heutiger Sicht vergleichsweise moderaten 5,3 %. Die Zunahme der Verbraucherpreise für Lebensmittel war im Vorjahresvergleich damit außerdem erneut viel stärker ausgeprägt als die für alle Waren und Dienstleistungen; die allgemeine Inflationsrate für August wurde von Destatis mit 7,9 % ebenfalls bestätigt. Hierbei legten die Preise für Energieprodukte mit 35,6 % im Mittel kräftig zu. Besonders tief in die Tasche greifen müssen die Konsumenten weiterhin für Speisefette und -öle; diese haben sich laut den Statistikern aus Wiesbaden gegenüber August 2021 um 44,5 % verteuert. Überdurchschnittlich stark sind auch die Preise in den Läden für Molkereiprodukte und Eier angestiegen, nämlich im Schnitt um 26,8 %. Die Produktion von Molkereierzeugnissen ist sehr energieintensiv und damit teuer; zudem stand aufgrund der rückläufigen Milchanlieferungen weniger Rohstoff für die Verarbeitung zur Verfügung. Einen durchschnittlichen Preisaufschlag von 18,6 % meldete Destatis für Fleisch und Fleischwaren. Brot und Getreideerzeugnisse verteuerten sich binnen Jahresfrist um 17,1 %. Nicht ganz so deutlich fiel die Teuerung bei Gemüse und Obst mit 9,7 % beziehungsweise 4,3 % aus. (AgE)

Haltungsform-Kennzeichnung macht staatliches Label überflüssig

Die Haltungsform-Kennzeichnung im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) ist hierzulande 68 % der Verbraucher bekannt. Von diesen finden 89 % diese Kennzeichnung gut oder sehr gut; 76 % sind der Auffassung, dass diese Information zu einem bewussteren Einkaufsverhalten der Konsumenten mit Blick auf das Tierwohl führt. Das sind laut Mitteilung der Initiative Tierwohl (ITW) die Ergebnisse einer repräsentativen forsa-Befragung, die im Juli und August 2022 in ihrem Auftrag durchgeführt wurde. „Das sind hervorragende Ergebnisse für die Haltungsform-Kennzeichnung. Die Deutschen kennen und vertrauen ihr eindeutig“, erklärte ITW-Geschäftsführer Robert Römer am 13.9. in Bonn. Für den LEH bedürfe es angesichts dieser Zahlen keines staatlichen Eingreifens in den Markt in Form einer weiteren Haltungskennzeichnung. „Die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geplante staatliche Tierhaltungskennzeichnung gefährdet in dem aktuellen Entwurf die etablierten Systeme der Wirtschaft und ist in der geplanten Form für den LEH und für die Verbrauchertransparenz vollkommen überflüssig“ betonte Römer. Die ITW kennen laut der forsa-Befragung 70 % der Bundebürger. Davon finden 92 % deren Konzept gut oder sehr gut. Eine deutliche Mehrheit von 64 % ist überzeugt, dass Verbraucher durch ihr Kaufverhalten die Verantwortung für eine tiergerechtere Haltung tragen. „Die ITW wird immer bekannter, zugleich bleibt die Zustimmung der Verbraucher zum Konzept der ITW konstant hoch“, stellte Römer fest. Das werten wir als eindeutiges Signal, den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit der Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und dem Lebensmitteleinzelhandel weiterzugehen. Am Ende würden die Verbraucher entscheiden und die Wirtschaft sei gemeinsam in der Verantwortung, das passende Angebot zu machen. (AgE)

Austria: AMA Marketing focuses on precondition of detached stables

In Austria, permanent keeping dairy cows tied is still permitted in exceptional cases until 2030 and concerns about 2500 dairy farms, or ten percent of all dairy farms. In order to meet society’s wishes and to motivate dairy farmers to switch sooner, the Austrian agricultural marketing service AMA Marketing is focusing on the further development of the quality mark for milk and dairy products, whereby detached stables are a precondition. The exceptions for the AMA quality mark dairy farms will no longer be recognized from 2024. According to conservative estimates, at least half of the 2,500 affected companies will switch by that date.

Germany: ife data July/June

In Germany in July compared to June 2022 the raw material or compound value of milk at farm decreased 2.0 eurocent to 63.8 eurocent per kilogram milk with 4.0 percent fat and 3.4 percent protein (exclusive VAT). This is 27.6 eurocent more than in the same month one year before. The highest future price of milk for the next 18 months on the Kieler Börsenmilchwert European Energy Exchange is the price for August 2022 at 61.8 eurocent. The lowest future price is the price for June 2023 at 54.1 eurocent.

Germany: trade company Stone X offers futures for four types of cheese

In Germany it was already possible to trade futures for butter and skimmed milk powder at the EEX in Leipzig. Now the future and derivatives trade company Stone X offers futures for four types of cheese: Cheddar Curt, Mild Cheddar, Young Gouda and Mozzarella. All contracts are settled at the EEX.

Germany: antibiotics monitoring to apply for dairy farms in 2023

In Germany the government has proposed a law that in 2023 antibiotics monitoring will apply for dairy farms also. Dairy farmers then have to record the use of antibiotics and report the days of treatment. If the measures are not successful after 24 months measures will have to be taken for reduction.

Germany: Umweltbundesamt UBA advocates reduction in number of animals

Germany’s main environmental protection agency Umweltbundesamt UBA advocates a reduction in the number of animals by 50 percent. In view of animal emissions, UBA believes that a carbon tax for cows is a logical idea, but after heavy criticism it withdrew the proposal. Nevertheless, the UBA is calling for a significant reduction in the effects of animal husbandry on the environment and ⁠climate⁠, because the production and consumption of animal food is currently not sustainable from an environmental and climate point of view, nor from a health and animal welfare perspective, according to the UBA.

Belgium: reduction of sugar content in dairy products

Belgian dairy processing companies reduced the content of added sugars in their products by 15 percent between 2012 and 2021. The members of BCZ, the Belgian Confederation of the Dairy Industry, more than achieved the objectives of the Balanced Nutrition Covenant (2012-2020), with a reduction of 12 percent instead of the proposed 8 percent. They continued their efforts in 2021, increasing the total reduction to 15 percent. More than half of the entire dairy range contains no added sugars at all.