Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 21. Oktober

In Deutschland war der saisonale Rückgang der Milchanlieferung zuletzt unterbrochen. Die Molkereien erfassten in der 41. Woche laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,4 % mehr Milch als in der Vorwoche. Damit war die Anlieferung um 0,6 % niedriger als in der Vorjahreswoche. Der saisonale Tiefpunkt dürfte erfahrungsgemäß Mitte November erreicht werden. In Frankreich bewegte sich das Milchaufkommen zuletzt knapp unter dem Niveau der Vorjahreswoche.
Der Handel mit flüssigem Rohstoff ist in der laufenden Woche recht ruhig gestartet. Die Preise für Industrierahm sind weiter sehr fest, bewegen sich aber nicht mehr auf ihrem Höchststand von vor einigen Wochen. Magermilchkonzentrat hatte Ende der vergangenen Woche etwas nachgegeben und sich inzwischen wieder befestigt.
Am Markt für Magermilchpulver ist eine gute Nachfrage zu beobachten. Bei den Werken gehen immer wieder Anfragen vom europäischen Binnenmarkt und vom Weltmarkt ein. Das Kaufinteresse konzentriert sich eher auf kurzfristige Termine. Für längerfristige Kontrakte werden viele Gespräche geführt. Was längerfristige Abschlüsse betrifft, ist die Haltung aktuell wieder mehr abwartend, was mit der Unsicherheit aufgrund der wieder stärkeren Zunahme der Corona-Fälle in Zusammenhang stehen dürfte. Die Verfügbarkeit für die kommenden Monate ist nach wie vor begrenzt und zuletzt weiter zurückgegangen.
Die Preise für Lebensmittelware tendieren seitwärts mit einer leicht festeren Tendenz. Bei Futtermittelware haben sich etwas festere Preise durchgesetzt.
Bei Vollmilchpulver besteht ein stetiges Kaufinteresse, das auch immer wieder zu neuen kleineren Abschlüssen führt. Die Preisentwicklung bei deutscher Ware ist fest, während von vergleichsweise günstigen Angeboten aus anderen EU-Ländern berichtet wird.
Am Markt für Molkenpulver hat sich die Nachfrage nach Lebensmittelware etwas belebt, wobei die Erlöse etwas nachgegeben haben. Der Markt für Futtermittelware ist von Stabilität gekennzeichnet. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

Senkt Aldi Preise für Trinkmilch?

Nachdem Aldi Nord und Aldi Süd in den letzten Monaten bis zu 8,5 Cent mehr an die Lieferanten zahlten als die Konkurrenz, könnten die Preise jetzt wieder deutlich sinken. Dies würde sich auch auf die übrigen Discounter auswirken.
Bei der Festlegung der Preise für den Zeitraum von November 2020 bis April 2021 habe Aldi lediglich die Angebote der Molkereien gesichtet und die Preise sowie die Lieferzeitpunkte und -mengen zugewiesen. Nach Angaben der Lebensmittel Zeitung (dfv Mediengruppe) fanden klassische Kontraktverhandlungen diesmal nicht statt.
Der vor einem halben Jahr vereinbarte Preisaufschlag für Trinkmilch von 5 Cent pro Liter wird von Aldi also nicht fortgesetzt. Damit dürfte der Preis mindestens um die Höhe des Aufschlages nach unten gedrückt werden. Von Bauernprotesten und politischem Druck waren die Kontraktverhandlungen im Frühjahr 2020 geprägt. Nach einem Spitzengespräch mit dem Deutschen Bauernverband (DBV) gaben Aldi Nord und Aldi Süd nach und führten im Mai den Preisaufschlag von 5 Cent ein. Weitere Konzerne zogen nicht nach. Damals verkündeten Christoph Schwaiger von Aldi Süd und Jürgen Schwall von Aldi Nord, dass die beiden Discounter damit höhere Preise zahlen würden als vom Markt vorgegeben. Ziel sei es gewesen, die Landwirte zu unterstützen – und den Preisaufschlag nicht an die übrige Wertschöpfungskette weiterzugeben.
Ein dauerhaftes Einpendeln des Trinkmilchpreises auf höherem Niveau sei ohne Unterstützung der anderen Konzerne laut Aldi nicht möglich gewesen. Für Frust sorgte zusätzlich, dass die Konkurrenten im letzten halben Jahr die Preise sogar gesenkt hätten, berichtet die Lebensmittel Zeitung. Der Unterschied zum niedrigsten Einkaufspreis der Konkurrenz habe zuweilen 8,5 Cent betragen.
Unter diesen Umständen sei es für Aldi nicht möglich gewesen, als einzige Unternehmen über den aktuellen Kontraktzeitraum hinaus höhere Preise zu bezahlen. Dabei habe auf dem Weltmarkt die Nachfrage zuletzt zugenommen und die Milchmengen deutscher Erzeuger nahmen im Herbst ab.
Aktuell biete Kaufland für 97 Cent Deutsche Markenbutter an – anstatt 1,34 Euro. Diese Aktion am Ende des Kontraktzeitraums rufe Unverständnis hervor, so die Lebensmittel Zeitung.
Bei Aldi stünden demnächst auch Eigenmarken bei Sahne-, Quark- und Crème fraîche-Produkten unter Preisdruck. Hier hätten die Aldi-Einkäufer marktübliche Abschlüsse getroffen. Da die Preisveränderungen normalerweise auf die Verbraucher übertragen werden, sei damit zu rechnen, dass sich im November die Preise wieder auf dem Vorjahresniveau befinden. In der Folge seien Anpassungen der anderen Discounter zu erwarten.  (agrarheute.com)

Lockdown: Molkerei Berchtesgadener Land holt die Milch weiterhin ab

Der Landkreis Berchtesgadener Land ist ein Corona-Hotspot. Stand 22. Oktober weist das Robert-Koch-Institut für den Kreis im Südostzipfel der Republik einen Inzidenzwert von 292,6 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen aus.
Dennoch geht die Milchverarbeitung bei der Molkereigenossenschaft Berchtesgadener Land weiter. Die seit dem 20. Oktober für 14 Tage geltenden Ausgangsbeschränkungen haben keine Auswirkungen auf den direkten Geschäftsbetrieb,
Laut Pointner ist die volle Produktionsfähigkeit der Molkerei gesichert. Bereits seit Mitte Februar gelte ein vorsorglich eingeführtes strenges Hygienekonzept. Entgegen anderslautender Pressemeldungen seien aktuell von den rund 500 Mitarbeitern nur drei Mitarbeiter Corona positiv getestet. In Abstimmung mit dem örtlichen Gesundheitsamt befänden sich diese in häuslicher Quarantäne.
Das Unternehmen betont, dass Lebensmittel generell kein Übertragungsweg für Coronaviren sind. Milch und Milchprodukte würden zudem mindestens pasteurisiert und im Anschluss vollautomatisch verarbeitet und abgepackt. (Topagrar.com)

Leichtes Preisplus am internationalen Milchmarkt

Der Durchschnittspreis auf der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade nahm um 0,4 % auf 3.156 $/t zu. Der Global Dairy Trade-Preisindex stieg um 4 auf 971 Punkte.
Einen Preisanstieg gab es bei Butter (+3,3 % auf 3.678 $/t), Cheddar (+3,0 % auf 3.803 $/t) und Vollmilchpulver (+0,3 % auf 3.037 $/t). Bei Magermilchpulver (-0,2 % auf 2.851 $/t), Lactose (-8,0 % auf 1.887 $/t) und wasserfreiem Milchfett (-0,5 % auf 4.110 $/t) sind die Preise gesunken. Buttermilch- und Süßmolkenpulver wurden nicht gehandelt. Die gehandelte Menge lag mit 34.648 t unterhalb des Niveaus der vergangenen Auktion (35.090 t). (Topagrar.com)

Anstieg der Lebensmittelpreise schwächt sich weiter ab

Der Preisaufschlag, den die Verbraucher in Deutschland beim Lebensmitteleinkauf gegenüber dem Vorjahr zu zahlen haben, hat sich weiter abgeschwächt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 13. Oktober in Wiesbaden mitteilte, verteuerten sich im September die Nahrungsgüter im Vergleich zum Vorjahresmonat um durchschnittlich 0,6 %. Im August hatten die Preise im Mittel um 0,7 % und im Juli noch um 1,2 % höher als vor Jahresfrist gelegen, im Juni sogar um 4,4 %. Die Teuerungsrate insgesamt fiel im Berichtsmonat zum zweiten Mal in diesem Jahr unter Null; sie betrug minus 0,2 %. Eine niedrigere Rate war zuletzt mit minus 0,3 % im August 2015 verzeichnet worden. Ursächlich für die aktuelle Entwicklung war den Wiesbadener Statistikern zufolge vor allem die Verbilligung von Energieprodukten. Die Preise für Heizöl und Kraftstoffe lagen um 39,6 % beziehungsweise 11,4 % unter dem Niveau von September 2019. Günstiger waren außerdem einige Gebrauchsgüter wie Telefone, Geräte der Unterhaltungselektronik und der Informationsverarbeitung sowie Bekleidungsartikel. Unter den Nahrungsmitteln wurde vor allem Gemüse preiswerter als vor einem Jahr angeboten, und zwar im Schnitt um 5,2 %. Überdurchschnittliche Preisanhebungen gab es dagegen im Mittel für Obst mit 4,3 % sowie für Fleisch und Fleischwaren mit 4,1 %. Merklich teurer als im September 2019 waren auch Tabakwaren, nämlich um durchschnittlich 5,7 %. Im Vergleich zum August 2020 gaben die Preise für Lebensmittel im Berichtsmonat im Schnitt um 0,3 % nach. Dabei verbilligte sich Gemüse mit 0,9 % überdurchschnittlich. Derweil meldete das Bundesamt für den August eine Fortsetzung des Preisrückgangs für landwirtschaftliche Produkte auf Erzeugerebene. Gegenüber Juli 2020 verzeichneten die Statistiker hier einen durchschnittlichen Abschlag von 2,5 %, wobei die Preise für pflanzliche Produkte im Mittel um 5,7 % und die für tierische Erzeugnisse um 0,4 % nachgaben. Binnen Jahresfrist erlösten die Landwirte für pflanzliche Produkte im Schnitt 5 % weniger, für tierische Erzeugnisse 8 %; insgesamt belief sich der Abschlag im Mittel auf 6,8 %. (AgE)

Trotz Corona im ersten Halbjahr Zunahme der EU-Agrarexporte um 3 Prozent

Die Agrar- und Lebensmittelexporte der Europäischen Union sind von Januar bis Juni 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wertmäßig um fast 3 % angestiegen. Das geht aus dem Monatsbericht der EU-Kommission zum EU-Außenhandel hervor, der am vergangenen Freitag (16.10.) in Brüssel vorgelegt wurde. Demnach hat der monetäre Wert der Exporte zur Jahresmitte einen Gesamtumfang von 90,2 Mrd Euro erreicht. Die EU-Behörde zeigte sich zufrieden, dass es gelungen sei, trotz der Corona-Krise und des Brexit einen Anstieg zu erreichen. Im Gegenzug gab es im ersten Halbjahr aber einen beinahe ebenso hohen Anstieg der Importe von Agrar-und Lebensmitteln; hier wurde ein Zuwachs von 2,5 % auf insgesamt 62,7 Mrd Euro verzeichnet. Damit konnte die EU unter dem Strich einen Handelsüberschuss von 27,4 Mrd Euro erzielen; dies entspricht einer Steigerung von 5 % gegenüber den ersten sechs Monaten des Jahres 2019. Laut Kommission konnten die EU-Exporteure von Agrar- und Lebensmitteln sowohl in China als auch in der Region Naher Osten und Nordafrika (MENA) erneut zulegen. Die Ausfuhren der EU-27 nach China stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum vor allem aufgrund der verstärkten Nachfrage nach Schweinefleisch, Weizen, Innereien und Säuglingsnahrung. In der MENA-Region zeigten insbesondere Saudi-Arabien, Algerien und Marokko verstärktes Interesse an EU-Agrarprodukten. Treiber waren hier vor allem Gerste und Weizen. In Zahlen niedergeschlagen hat sich unterdessen auch der Brexit. Die wertmäßigen Exporte der EU-27 nach Großbritannien gingen im ersten Halbjahr 2020 deutlich um 521 Mio Euro zurück. Der Wert der EU-Importe aus Großbritannien sank sogar um 863 Mio Euro. (AgE)

Kakaovermahlung weiter rückläufig

Die Kakaovermahlung in Deutschland ist auch im dritten Quartal 2020 deutlich gesunken. Wie der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) in Bonn mitteilte, haben die elf von der Bohne aus arbeitenden und am Meldeverfahren teilnehmenden Unternehmen von Juli bis September dieses Jahres insgesamt 93 355,1 t Kakao vermahlen; das bedeutet gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal ein Minus von 9,7 %. Damit schwächte sich der Rückgang allerdings etwas ab; für das zweite Quartal 2020 war nämlich noch eine Einschränkung der Vermahlung um 16,3 % gegenüber der Vorjahresperiode festgestellt worden. Der BDSI begründete die unter dem Strich negative Tendenz mit der Corona-Krise, welche die Absatzkanäle der Kakao- und Schokoladenindustrie beeinträchtigt habe. Davon seien unter anderem Geschäfte für den Reisebedarf, zum Beispiel auf Flughäfen, und vor allem der Export von Süß- und Schokoladewaren betroffen gewesen. Auch die Europäische Kakaoorganisation (ECA) in Brüssel meldete für den Zeitraum Juli bis September 2020 einen Rückgang der Vermahlung. Demnach wurden EU-weit nur 345 730 t Rohkakao verarbeitet; dies entspricht gegenüber dem Vorjahresquartal einem Minus von 4,7 %. (AgE)

Auch 2021 soll die Milchproduktion steigen

Die Milchproduktion in der Europäischen Union ist in diesem Jahr deutlich gestiegen und soll auch 2021 weiter zulegen. Davon geht zumindest die EU-Kommission in ihrer aktuellen Marktprognose aus, die wegen der Corona-Pandemie jedoch unter großer Unsicherheit erstellt wurde. Für das laufende Jahr rechnen die Brüsseler Analysten mit einer Erzeugung von 154,0 Mio t Milch in der EU-27, von denen nach Abzug der Verfütterung und des Eigenverbrauchs rund 144,9 Mio t an die Molkereien geliefert werden dürften. Gegenüber 2019 würde sich eine Zunahme des verarbeiteten Rohstoffs um 1,4 % ergeben. Im kommenden Jahr soll sich der Anstieg der Molkereianlieferungen dann auf 0,8 % abschwächen und ein Gesamtvolumen von 146,1 Mio t erreichen. „Die hohe Wachstumsrate 2020 kann bei einer nur langsamen Nachfrageerholung kaum gehalten werden“, erläuterte die Brüsseler Behörde. Treiber des für 2021 erwarteten höheren Milchaufkommens sollen die Produktivitätssteigerungen des Milchviehs sein; vorausgesetzt werden dabei normale Witterungs- und Futterbedingungen. Laut Kommission wird in diesem Jahr die durchschnittliche Milchleistung je Kuh gegenüber 2019 um 1,6 % auf 7 411 kg zunehmen; 2021 soll der Wert gemäß der Prognose dann mit einem Plus von ebenfalls 1,6 % bei 7 529 kg liegen. Dem steht ein bereits über die Jahre hinweg schrumpfender Milchviehbestand gegenüber. Die Zahl an Milchkühen in der Gemeinschaft wird im laufenden Jahr um rund 0,4 % abnehmen und soll 2021 um 0,8 % auf einen neuen Tiefstand von 20,4 Millionen Tiere sinken. Nach Einschätzung der Brüsseler Marktexperten wird die voraussichtlich größere Rohstoffverfügbarkeit im kommenden Jahr zu einem moderaten Anstieg der Erzeugung von Butter um 1 %, von Magermilchpulver um 3 % und von Käse um 0,5 % führen. Bei diesen Produkten wird auch mit einer Zunahme der Exportmengen zwischen 3 % und 5 % gerechnet, da die Verbrauchszuwächse innerhalb der EU eher bescheiden ausfallen dürften. Bei Milchfrischprodukten rechnen die Analysten gegenüber 2020 mit einer leicht verringerten Herstellung und Nachfrage der EU-Bürger, da sich die teilweise übertriebenen Hamsterkäufe zu Beginn der Corona-Krise wohl nicht wiederholen dürften. Für Vollmilchpulver werden aufgrund der weltweit guten Verfügbarkeit ein Rückgang der EU-Exporte um 2 % und eine um 0,5 % geringere Produktion als 2020 erwartet. (AgE)

Arla und Hochland weisen Vorwurf der Verbrauchertäuschung zurück

Die Verbraucherorganisation foodwatch wirft den Herstellern Arla, Danone und Hochland Verbrauchertäuschung vor und hat im September von ihnen jeweils ein Produkt für den „Goldenen Windbeutel“ nominiert, mit dem auf „dreiste Werbelügen“ aufmerksam gemacht werden soll. Wie foodwatch am vergangenen Dienstag (13.10) mitteilte, wurden die Produkte bereits im September auch bei Behörden angezeigt, um die Irreführung zu unterbinden. Dabei sei eine Frist bis Ende November gesetzt worden. Sollten die Behörden bis dahin nicht gegen die Verbrauchertäuschung tätig geworden sein, will die Verbraucherorganisation eine Klage gegen die Ämter einreichen. Die Behörden haben bisher eine Prüfung des Sachverhaltes zugesagt; Ergebnisse liegen aber noch nicht vor. Konkret bemängelt foodwatch, dass Danone bei seinem Volvic Bio Roiboos Tee mit Hilfe einer rötlichen Plastikfolie den Eindruck erwecke, es handele sich bei maßgeblich um echten Rooibos-Tee, der darin aber kaum enthalten sei. Hochland werfen die Verbraucherschützer vor, auf der Verpackung von Grünländer-Käse mit Freilaufkühen zu werben und so eine bessere Tierhaltung vorzutäuschen, obwohl die Tiere im Stall stünden. Der Käsehersteller aus Bayern wies diese Kritik zurück und verwies darauf, dass sich die Tiere 365 Tage frei in einem modernen Laufstall bewegen könnten, was auf der Verpackung auch klar beschrieben sei. Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) merkte hierzu eher ironisch an, dass Grünländer ein Schnittkäse sei, der aber auch am Stück angeboten werde, was aber nicht als Verbrauchertäuschung kritisiert werde. Ebenso wie Leberkäse, der weder Leber noch Käse enthalte. Foodwatch monierte zudem, dass die Großmolkerei Arla auf der Frontseite ihrer haltbaren Bio-Weidemilch mit 71 % weniger CO2 werbe, obwohl sich das nur auf die Verpackung und nicht auf das Gesamtprodukt beziehe. Arla kann diese angebliche Täuschung nach eigenen Angaben jedoch nicht nachvollziehen, da auf der Verpackung eindeutig darauf hingewiesen werde, dass sich die Angabe zur CO2-Reduktion auf den neuartigen und nachhaltigen Karton aus nachwachsenden Rohstoffen beziehe. Auch bei dem eigenen Verbraucherservice, der Kontakt mit Tausenden Kunden habe, sei seit Produkteinführung 2018 keine Kritik erfolgt, betonte das Unternehmen. (AgE)

Aus Alete wird „Alete bewusst“

Im Zuge ihrer Strategie 2030 wird Deutschlands größte Molkereigenossenschaft, die DMK-Group, die 2019 erworbene Traditionsmarke Alete neu ausrichten. Wie das Unternehmen am 12. Oktober  mitteilte, wird das gesamte Portfolio auf „Alete bewusst“ mit der neuen Markenbotschaft „Natürlich gut für uns“ umgestellt. Mehr als 60 Artikel und sieben Neuprodukte, die sich an Babys und Kleinkinder richteten, kämen nun mit neuem Design in die Läden. Dabei biete die Marke ein breites Angebot für eine bewusste Ernährung, lege Wert auf Bioqualität und verzichte bei den vielfältigen Beikost-Produkten auf Palmöl. „Mit unserem Angebot unterstützen wir Eltern, die ihre Kinder bewusst ernähren wollen“, erklärte der Geschäftsführer der zur DMK gehörenden Humana Vertriebs GmbH, Christoph Esch. Damit unterstreiche die Molkereigenossenschaft ihren Fokus auf eine markt- und konsumorientierte Ausrichtung ihrer Geschäftsfelder, um ein profitables Wachstum in zukunftsträchtigen Märkten zu erreichen. Der Markt für Kleinkinderernährung gehöre zu den attraktivsten Konsumgütermärkten. Laut Esch wird es klar strukturierte Informationen zu den verwendeten Zutaten und Hinweise zu einer bewussten Ernährungsweise auf dem Verpackungslayout geben. Zusätzlich werde bei der Neuentwicklung von Produkten darauf geachtet, keine Zuckerzusätze zu verwenden und das gesamte Alete-Portfolio frei von Palmöl zu halten. Mit „Alete bewusst. Natürlich gut,“ sei die Markenbotschaft eindeutig, hob Esch hervor: Auf diese Weise werde Alete zu einer modernen Marke für Kinderernährung, die mit nachhaltigen und gesunden Zutaten zur Geschmacksausprägung von Kindern beitrage. (AgE)

Austria: sheep and goat milk

Austria had in 2019 28200 milk sheep which was 0.6 percent less than in 2018. Average milk production was 432 kilogram which was 3.4 percent less than in 2018. Together they produced 12200 tons of milk which was four percent less than in 2018. Of this 9900 tons (80.9 %) was used for human consumption and 2200 tons (18.1 %) was fed to animals and one percent was booked as lost.
Austria had in 2019 a number of 39000 milk goats which was one percent more than in 2018. Together they produced 26500 tons of milk which was 1.6 percent more than in 2018. Average milk production was 680 kilogram (+0.6%). Of the total production of 26500 tons 23700 tons (89.5%) was used for human consumption and 2500 tons or 9.5 percent was fed to animals.

Austria: dairy/cow milk data 2019

In Austria in 2019 the production of cow milk decreased one percent to 3781000 tons. Of this volume 89.3 percent went to processing dairies. Of the rest of 244000 tons or 6.5 percent was on the farm fed to calves and other animals and 122000 tons or 3.2 percent was on the farm processed and or direct used or sold for human consumption.
In Austria in 2019 the number of dairy cows decreased 2.1 percent to 527000 head and their average milk production increased 1.1 percent to 7200 kilogram.
Austrian dairies took in 2019 a volume of 584974 tons organic milk in. This was 18.6 percent of the total milk intake and 16611 tons or 2.9 percent more than in 2018. Production of almost all organic dairy products increased. Production of organic drink milk increased 9.9 million kilogram or eight percent to 130 million kilogram. Main increase was made with pasteurized drink milk with 3.5 percent fat. Production of this increased 7.4 million kilogram. Main part of organic drink milk was still extended shelf life (E.S.L.) milk with 3.5 percent fat. Of this was 71.6 million kilogram produced.

Austria: milk – production data 2019

In Austria in 2019 the production of cow milk decreased one percent to 3781000 tons. Of this volume 89.3 percent went to processing dairies. Of the rest of 244000 tons or 6.5 percent was on the farm fed to calves and other animals and 122000 tons or 3.2 percent was on the farm processed and or direct used or sold for human consumption.

Germany: ife-data

In Germany in June compared to May the raw material or compound value of milk at farm increased 3.0 eurocent to 28.8 eurocent per kilogram milk with 4.0 percent fat and 3.4 percent protein (exclusive VAT). This is 2.2 eurocent less than in the same month last year. The highest future price of milk for the next 18 months on the Kieler Börsenmilchwert European Energy Exchange is the price for December 2021 at 33.9 eurocent. The lowest future price is the price for July 2020 at 31.1 eurocent. www.ife-ev.de

Germany: Hochland bannes imported feed

The southern German private dairy Hochland specialized in cheese, with in 2019 a production of 378000 tons cheese, a turnover of 1.59 billion (10*9) euro and more than 5000 employees, does no longer allow that milk delivering farms use feed that is imported from oversee. Earlier Hochland banned the use of non-selective herbicides such as glyphosate used on delivering farms their fields or grassland, which the farms mainly utilize to plant feed for their own requirements.

Germany: research on lactation period

In Germany, research of the university of Rostock during four years with 3000 cows shows that cows that after their first lactation had a dry period of eight weeks instead of six weeks later produce more milk. In 100 days the eight week cows produced 4224 kilogram milk compared to 4155 kilogram milk of the six week cows. In 305 days the eight week cows produced 300 kilogram more milk.