Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 7. April

Der bescheidene saisonale Anstieg des Milchaufkommens in Deutschland hält an. In der 12. Woche war die Milchmenge laut Schnellberichterstattung der ZMB um 0,1 % höher als in der Vorwoche und um 1,0 % unter der Vorjahreslinie. Bei den aktuell niedrigen Temperaturen dürfte die Milchanlieferung zunächst gedämpft bleiben. In Frankeich setzte der saisonale Anstieg zuletzt wieder ein, die Vorjahreslinie wurde jedoch deutlicher als zuvor um 3,4 % unterschritten.
In der Karwoche zogen die Preise für Rahm und Magermilchkonzentrat bei knapp ausreichender Verfügbarkeit etwas an. Zu Beginn der Woche nach Ostern tendieren die Preise zunächst stabil.
Direkt nach den Osterfeiertagen präsentiert sich der Markt für Magermilchpulver ruhig und abwartend. Teils sind die Akteure noch im Osterurlaub. Vereinzelt gehen bei den Werken Anfragen für das zweite Halbjahr ein. Hier muss sich der Markt aber mitunter noch finden. Der in der kommenden Woche beginnende Ramadan dürfte ebenfalls einen Anteil an der Marktberuhigung haben, da die Geschäfte mit den muslimischen Ländern für diesem Zeitraum bereits abgeschlossen sind. Schwerpunktmäßig konzentriert man sich aktuell auf die Abwicklung bestehender Kontrakte, die anhaltend gut abgerufen werden. Die Probleme mit der Logistik im internationalen Handel halten an und erschweren die Abwicklung der Exporte. Die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittel- wie auch in Futtermittelqualität bewegen sich auf dem Niveau der Vorwoche.
Vollmilchpulver wird nach Ostern ebenfalls ruhig nachgefragt. Die Preise in Deutschland tendieren stabil.
Auch am Markt für Molkenpulver ist zu Beginn der Woche nach Ostern wenig Bewegung zu beobachten. Vor den Feiertagen wurden umfangreiche Mengen gehandelt. Die Preise für Lebensmittelware tendieren stabil. Futtermittelqualitäten wird weitgehend unverändert gehandelt. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta)

Internationale Milchpreise: Anstieg um 0,3 Prozent

Auf der Handelsplattform Global Dairy Trade stieg der Durchschnittspreis für Milchprodukte in dieser Woche um 0,3 % auf 4.081 $/t Der Durchschnittspreis über alle Produkte und Zeiträume beim Global Dairy Trade stieg in dieser Woche um 0,3 % auf 4.081 $/t. Der Global Dairy Trade-Preisindex ist damit um 4 Punkte auf 1.299 Punkte gestiegen. Lediglich der Preis für Lactose (-6,5 % auf 1.307 $/t) ist gesunken. Der Preis für Vollmilchpulver (4.085 $/t) stagniert. Bei den Preisen für Buttermilchpulver (+17,6 % auf 3.710 $/t), Cheddar (+2,2 % auf 4.393 $/t), Butter (+2,0 % auf 5.776 $/t), wasserfreies Milchfett (+0,8 % auf 6.209 $/t) und Magermilchpulver (+0,6 % auf 3.367 $/t) gab es ein Plus. Für Süßmolkenpulver sind keine Preise verfügbar. Die gehandelte Menge lag mit 25.104 t unterhalb des Niveaus der vergangenen Auktion (26.872 t).

Rohstoffwert Milch im März bei 35,7 Cent

Im März 2021 hat sich der Kieler Rohstoffwert Milch um 2,8 Cent sprunghaft auf 35,7 Cent je kg Milch erhöht. Zurückzuführen ist das insbesondere auf die höheren Preise für Butter.
Die mittleren Butterpreise stiegen um 45,2 €/100 kg auf 397,3 €/100 kg Butter.  Die Preise für Magermilchpulver stiegen um 6,9 €/100 kg auf 242,0 €/100 kg.
Der Kieler Rohstoffwert Milch übersteigt im März 2021 erstmals seit Monaten wieder das Vorjahresniveau.

Milchproduktion mit Weidehaltung ist klimafreundlich

Die weidebasierte Milchproduktion kann sehr hohe Milchleistungen mit sehr niedrigen Methanemissionen verbinden und somit zum Klimaschutz beitragen. Das ist das Ergebnis eines Forschungsprojektes, das Wissenschaftler der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel durchgeführt haben. Wie Dr. Carsten Malisch als Koordinator der Studie am 1. April erklärte, stellt die Weidehaltung der Kühe außerdem Zusatzleistungen für die Artenvielfalt bereit. Der Zuchtfortschritt der Futterpflanzenzüchtung der vergangenen 20 Jahre werde mit optimiertem Weidemanagement kombiniert. „Auf Importfuttermittel kann verzichtet werden, denn das notwendige Protein im Futter liefert der Klee“, so Malisch. Nach Angaben der Universität erfassten die Forscher und Forscherinnen auf dem Versuchsgut Lindhof im Rahmen des EU-Projektes „SusCatt“ über ein Jahr hinweg die Milchleistungen und Methanemissionen von weidenden Jersey-Kühen. Die Milchleistungen der Tiere seien sehr hoch und vergleichbar mit Jersey-Kühen aus einer anderen Studie gewesen, die bei gleichem Körpergewicht 61 % Kraftfutter in der Ration aufgenommen hätten. Außerdem sei die Milchleistung auf artenreichen Beständen sogar signifikant gestiegen und habe in der frühen Laktationskurve im Mittel bis zu 30 kg Standardmilch (ECM) pro Kuh und Tag erreicht. Da Jersey-Kühe mit etwa 430 kg Körpergewicht deutlich leichter seien als Holstein-Friesian-Kühe, seien dies bezogen auf das Körpergewicht extrem hohe Leistungen. Diese Milch sei von exzellenter Qualität mit Fettgehalten von durchschnittlich 5 % bis 6 % gewesen. Die Methanbildung sei zwar leicht gestiegen; allerdings bewegten sich die betreffenden Emissionen von 8 g bis 10 g Methan bezogen auf das Kilogramm Standardmilch auf einem sehr niedrigen Niveau, berichtete Malisch. Dies sei vor allem das direkte Resultat der exzellenten Futterqualitäten und hohen Futteraufnahmen auf der Weide. Um dies zu erreichen, hätten die Kühe auf etwa 15 Teilflächen bis zu zehn Mal im Jahr „rotiert“. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Agriculture“ veröffentlicht und kann im Internet heruntergeladen werden. (www.bit.ly/3whDh6X) (AgE)

Fonterra will raus aus der Kohle

Für die neuseeländische Molkereigenossenschaft Fonterra hat der fossile Brennstoff Kohle keine Zukunft mehr. Wie das Unternehmen am 31. März mitteilte, wird bereits seit einiger Zeit an der Umstellung auf erneuerbare Energien gearbeitet. Damit erfülle man Verpflichtungen zur Senkung der Treibhausgasemissionen und reagiere auf die Wünsche der Kunden. An neun der insgesamt 29 Standorte wird nach Firmenangaben noch Kohle eingesetzt. „Letztes Jahr haben wir unser Ziel einer Reduzierung der Energieintensität um 20 % gegenüber 2003 erreicht, nachdem wir Tausende von Verbesserungen an den Standorten in Neuseeland vorgenommen hatten“, berichtete der bei Fonterra für das operative Geschäft verantwortliche Manager Fraser Whineray. Die Steigerung der Energieeffizienz sei eine wichtige Voraussetzung für größere Investitionen. In jüngerer Zeit sei die Gesamtmenge an verbrauchter Kohle um 10 % gesenkt worden, weil der Standort in Te Awamutu auf die Verbrennung von Holzpellets umgestellt worden sei. Dies habe auf den Erfahrungen aus der Umstellung des Betriebs in Brightwater im Jahr 2018 auf die Verbrennung von Holzbiomasse aufgebaut. Gleichwohl sei der Wechsel bestehender Kohlekessel auf erneuerbare Energien eine logistische, technische und finanzielle Herausforderung, stellte Whineray fest. Während des Übergangs müsse sichergestellt werden, dass die Milch der Landwirte verarbeitet werden könne und die Bedürfnisse der Kunden erfüllt würden. In der milcharmen Saison stehe nur ein kleines Zeitfenster zur Verfügung, in dem die erforderlichen technischen Arbeiten durchgeführt werden könnten. „Es ist uns wichtig, dass Neuseeland weiterhin an der Spitze einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion steht – und der Ausstieg aus der Kohle ist eine Möglichkeit, wie wir dabei helfen können“, betonte der Fonterra-Manager. Die neuseeländischen Milcherzeuger hätten bereits den niedrigsten CO2-Fußabdruck unter den wichtigsten Produzentenländern weltweit, und diesen Wettbewerbsvorteil gelte es weiter auszubauen. Weitere Maßnahmen seien unter anderem die zunehmende Nutzung von Elektrofahrzeugen, die Verwendung von Kraftstoffen mit geringem Kohlenstoffausstoß oder die Unterstützung der Forschung und Entwicklung zur Minderung der Methanemissionen. (AgE)

Milchprodukte vor Ostern gut gefragt

Das Ostergeschäft hat in den Supermärkten für einen regen Absatz von Produkten des Milchsortiments gesorgt. Da die meisten Verbraucher wegen der Corona-Auflagen die Feiertage zu Hause verbringen mussten, wurden Käse, Butter und Milchfrischerzeugnisse über den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) rege geordert, berichtete der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB). Nach Angaben der Süddeutschen Butter- und Käsebörse ging insbesondere Päckchenbutter „sehr gut in den Markt“; das Handelsvolumen habe sich vor den Feiertagen merklich vergrößert. Verhaltener sei das Geschäft mit Blockbutter verlaufen, da die industriellen Verarbeiter das Ostergeschäft bereits abgeschlossen hätten, stellte der VMB fest. Die Notierungen für lose und geformte Ware wurden am 31. März in Kempten auf ihrem vergleichsweise hohen Niveau bestätigt. Auch die amtliche Preisfeststellung für Hartkäse an der Kemptener Börse sowie die Notierung für Schnittkäse in Hannover blieben im Vorwochenvergleich unverändert. Die Nachfrage für diese Produkte wurde von Analysten ebenfalls als gut beschrieben, und auch in Richtung der Mittelmeerländer sei Ware trotz der dort fehlenden Touristen abgeflossen. Das Geschäft mit Magermilchpulver ist vor Ostern laut der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) ruhiger als zuvor gelaufen. Teilweise hätten sich die Einkäufer wohl in den Ferien befunden. Die bestehenden Kontrakte seien aber normal abgewickelt worden. Bei den Verschiffungen in Drittländer hätten sich jedoch logistische Probleme ergeben. Die Verkäufe von Magermilchpulver in Lebensmittel- und in Futtermittelqualität fanden laut Kemptener Börse zu stabilen Preisen auf vorwöchigem Niveau statt. Dies galt im Großen und Ganzen auch für Vollmilchpulver. Allerdings konnten die Hersteller am unteren Ende der Preisspanne einen moderaten Aufschlag von 2 Cent auf 3,20 Euro/kg realisieren; die Höchstpreise blieben mit 3,30 Euro/kg stabil. Uneinheitlich war laut ZMB die Situation bei Molkenpulver. Bei Futtermittelware kam der Preisanstieg zu einem Ende; sie wurde zu unveränderten Konditionen gehandelt. Bei gut gefragtem lebensmitteltauglichem Molkenpulver mussten die Käufer hingegen einen Aufschlag von 4 Cent zahlen; das Kilogramm kostete damit zwischen 1,04 Euro und 1,10 Euro, was das höchste Preisniveau seit Juli 2017 war. (AgE)

Northern Ireland: milk delivery achieves new record

In Northern Ireland in 2020 dairy farms delivered 2446.41 million litres milk which was 2.4 percent more than in 2019 and a new record. To compare: in 2005 Northern Irish dairy farms delivered 1866 million litres milk according to the Department of Agriculture, Environment and Rural Affairs

Denmark: study on hoof trimming and calving date

A Danish study of the universities or Arhus and Copenhagen shows that cow of which the hoofs have been trimmed four weeks before the expected calving date have a 2.4 percent higher change on an abortion than cows of which the hoofs have been trimmed eight weeks before the expected calving date.

Finland: Valio pays sustainability bonus

In Finland from the beginning of 2021, all 4300 member dairy farms of the biggest dairy cooperative Valio commit to Valio’s sustainability criteria. Every dairy farm supplying milk to Valio is now paid a sustainability bonus of two cents per litre. In order to receive the bonus, the farm must practice preventive animal healthcare and systematic monitoring of animal welfare. Since 2018 Valio has paid a sustainability bonus to those dairy farms committed to taking voluntary actions to improve animal welfare. The sustainability programme requires farms to take measures to improve the welfare of cows beyond what is required by the Animal Welfare Act. A veterinarian makes a healthcare visit to the farm at least once a year to assess the animal welfare and practices at the farm, and to set goals for the farm for the upcoming year. The goals and corrective measures are recorded in Naseva, the Centralised Health Care Register for Finnish Cattle Herds. Other requirements for receiving the sustainability bonus include regular hoof treatment, and the use of anaesthetics, sedation and pain relief during disbudding, i.e. the removal of a calf’s horn buds. The sustainability criteria also require that any new barns built at the dairy farm must be freestall barns, which allow the cows to move about freely. Valio’s focus will be on increasing grazing and year-round outdoor activity of cows. Currently, grazing of one or more animal groups occurs at some 70 per cent of the farms. Also Valio will continue efforts to reduce climate emissions from milk production with many farm-specific measures, like carbon farming and biogas production from cattle manure.

Finland: Arla calculated the carbon footprint of all its Finnish dairy farms

In Finland the Denmark headquartered dairy cooperative Arla has calculated the carbon footprint of all Finnish dairy farms delivering milk to Arla in Finland. According to Climate Check calculations on farms, the average carbon footprint of farms is 1.03 kilogram CO2 equivalent per kilogram milk. It is below the Finnish average of 2019, which according to Natural Resources Institut Finland is 1.10 kg CO2 equivalent. It is also well below the global average of 2.5 kg CO2 equivalent per kilogram milk. Arlas goal is to reduce the carbon footprint of dairy farms with 30 percent by 2025. Arla Finland has 447 member dairy farms producing 217 million litres of milk per year.

European Dairy Association: EDA asked president Biden to lift the import duties on European dairy products

The European Dairy Association EDA has asked the new American president Biden to lift the import duties on European dairy products. The USA Trump government started with extra import duties on EU dairy products because of the EU gives subsidies to Airbus.

Europe: new regulations for organic dairy farmers in 2022

In Europe in 2022 organic dairy farmers will face new regulations. Among others the convert period for land will be extended to two years. Starting 2023 70 percent instead of the current 60 percent of the feed has to have a ‘regional’ origin. However: the whole EU is seen as regional. For milk powder and milk replacers it is no longer allowed that they contain chemical compositions or vegetable compositions. Buying regular cattle to add to the herd is only allowed when there is no organic cattle available. This has to be proven by a database. Only for individual animals for specific individual reasons a permit is possible to dehorn.

Germany: ife – data

In Germany in January 2021 compared to December 2020 the raw material or compound value of milk at farm decreased 0.4 eurocent to 31.3 eurocent per kilogram milk with 4.0 percent fat and 3.4 percent protein (exclusive VAT). This is 4.9 eurocent less than in the same month last year.
The highest future price of milk for the next 18 months on the Kieler Börsenmilchwert European Energy Exchange is the price for July 2022 at 35.5 eurocent. The lowest future price is the price for May 2021 at 34.0 eurocent.

Germany: percentage of cattle housed in free walking barns

In Germany in 2020 was 83 percent of the cattle (mainly dairy cattle) housed in free walking barns. This was 8 percent more than ten years earlier. Ten percent of the cattle was housed in tightened barns. Of this farms 52 percent gave their cattle entrance to pasture.