Fonterra steigert den Gewinn

Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra hat in der ersten Hälfte des noch bis zum 31. Juli laufenden Geschäftsjahres 2020/21 gute Geschäfte gemacht. Wie das Unternehmen am vergangenen Mittwoch (17.3.) mitteilte, gingen zwar das Verkaufsvolumen gegenüber der Vorjahresperiode um 2,0 % auf knapp 2 Mio t und der Umsatz um 4,9 % auf 9,92 Mrd NZ$ (5,98 Mrd Euro) zurück. Doch bei den entscheidenden Zahlen des normalisierten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde eine Verbesserung um 17,1 % auf 684 Mio NZ$ (412 Mio Euro) und beim bereinigten Gewinn nach Steuern sogar ein Plus von 42,7 % auf 418 Mio NZ$ (252 Mio Euro) verzeichnet. Herausgerechnet ist beim Vorjahresvergleich der 2019/20 noch zu Buche schlagende Veräußerungsgewinn von DFE Pharma und Foodspring. Einen großen Anteil an der laut Fonterra-CEO Miles Hurrell „positiven Entwicklung“ hatte das florierende Geschäft mit China einschließlich Taiwan und Hongkong. Dort legte das EBIT gegenüber der ersten Jahreshälfte 2019/20 um 38 % auf 339 Mio NZ$ (204 Mio Euro) zu. „Unser herausragender Performer ist weiterhin China“, hob der Fonterra-Manager hervor und verwies auf deutliche Zugewinne im dortigen Foodservicebereich und im Geschäft mit Endverbrauchern, was durch die starke wirtschaftliche Erholung nach Covid-19 begünstigt worden sei. Hurrell kündigte an, nach den Milchfarmen nun auch die als Joint-Venture betriebenen JV-Farmen zur Milcherzeugung in China verkaufen zu wollen und die Anteile an Beingmate bis Ende des Geschäftsjahres vollständig zu veräußern. Das normalisierte EBIT legte laut Fonterra auch im asiatisch-pazifischen Raum zu, und zwar um 9 % auf 190 Mio NZ$ (115 Mio Euro). Dagegen war es in den verbleibenden Regionen um 7 % auf 201 Mio NZ$ (121 Mio Euro) rückläufig. Als Erfolg verbuchte die Molkereigenossenschaft, dass die Betriebsausgaben gegenüber dem ersten Halbjahr 2019/20 um 3 % und die Nettoschulden um ebenfalls 3 % auf 5,62 Mrd NZ$ (3,39 Mrd Euro) gesenkt werden konnten. Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres erwartet der Molkereikonzern eine global gute Nachfrage, jedoch Margendruck durch die hohen Milcherzeugerpreise. Seine kürzlich abgegebene Milchpreisprognose bestätigte Fonterra, was das zweithöchste Auszahlungsniveau seit 1998/99 bedeuten würde. Das Rohmilchaufkommen soll mit 1,525 Mio kg Milchfeststoff um 0,5 % über der Saison von 2019/20 liegen (Umrechnungskurs: 1NZ$ = 0,6028 Euro). (AgE)

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