Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 5. Januar

In Deutschland steigt die Milchanlieferung saisonal an. Laut Schnellberichterstattung der ZMB erfassten die Molkereien in der 50. Woche 1,0 % mehr Milch als in der Vorwoche. Der Rückstand zur Vorjahreswoche hat sich auf 2,4 % verringert. Für die 51. Woche lagen zum Redaktionsschluss noch keine vollständigen Daten vor. In Frankreich wurde die Vorjahreslinie sowohl in der 50. wie auch in der 51. Woche um 2,8 % unterschritten.
Die Preise für flüssigen Rohstoff sind über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel für die Jahreszeit ungewöhnlich fest geblieben. Es waren kaum Preisabschläge zu beobachten. Hinzu kamen knappe Logistikkapazitäten und hohe Frachtkosten. Die Verfügbarkeit von Industrierahm hat sich etwas verbessert. Magermilchkonzentrat blieb auch über die Feiertage knapp und wird aktuell bei festeren Preisen gesucht.
Am Markt für Magermilchpulver haben sich die Aktivitäten in den beiden vergangenen Wochen feiertagsbedingt beruhigt. Viele Marktteilnehmer waren oder sind noch in Weihnachtsferien, so dass zuletzt weniger neue Abschlüsse zu Stande gekommen sind als üblich. Für einen Jahresbeginn ist die Lage derzeit außergewöhnlich fest. Die Produktionskapazitäten konnten über die Feiertage dem Vernehmen nicht voll ausgelastet werden, da der Rohstoff für die Trocknung knapp war und die Zukaufsmöglichkeiten begrenzt waren. Zusätzlicher Rohstoff war anders als in den meisten Vorjahren nicht vorhanden. So wurde in der Regel auch nur für bestehende Verträge produziert und zusätzliche Partien konnten nicht angeboten werden.
Bei den Werken gehen indessen aber kontinuierlich weitere Anfragen für neue Abschlüsse ein, vor allem auch für Exporte. Die deutschen Werke haben die Mengen, die in den kommenden Monaten produziert werden, bereits zu einem sehr hohen Teil verplant, so dass neue Anfragen oder gar Neukunden nicht angenommen werden können.
Die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität haben auch über den Jahreswechsel fest tendiert und es werden erneut höhere Preise gefordert. Auch für Futtermittelware müssen höhere Preise angelegt werden.
Die Lage bei Vollmilchpulver ist weiter von einem geringen Angebot gekennzeichnet. Auch hier gehen immer wieder neue Anfragen bei den Werken ein und es werden festere Preise gefordert.
Bei Molkenpulver wird ebenfalls von einer geringen Verfügbarkeit für die kommenden Monate berichtet. Die Preise für Futter- und für Lebensmittelware tendieren fester.
(Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

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