Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 7. Juli

Der saisonale Rückgang der Milchanlieferung hat sich zuletzt in Deutschland vermutlich witterungsbedingt verstärkt. Die Molkereien erfassten laut Schnellberichterstattung der ZMB in der 25. Woche im Schnitt 1,5 % weniger Milch als in der Vorwoche. Damit lag die Milchmenge um 1,6 % unter dem Vorjahresniveau. In Frankreich war die Anlieferung zuletzt um 2,1 % niedriger als in der Vorjahreswoche.
Am Markt für flüssigen Rohstoff haben die Preise für Industrierahm und Magermilchkonzentrat in der vergangenen Woche deutlich angezogen. Aktuell ist der Markt wie meist zum Wochenbeginn ruhiger und die Höchstpreise werden nicht mehr erzielt.
Die ruhigen Tendenzen am Markt für Magermilchpulver setzen sich weiter fort. Die Situation stellt sich ähnlich dar wie in den vergangenen Wochen. Ferienbedingt sind die Anfragen ruhiger geworden, was für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich ist. Die Hersteller haben die Mengen aus der laufenden Produktion für die nächste überwiegend verkauft und verfügen daher lediglich über ein geringes Angebot an freien Mengen. Gleichwohl sind zuletzt einige Abschlüsse, vor allem innerhalb des europäischen Binnenmarktes, zu Stande gekommen. Die Nachfrage vom Weltmarkt stellt sich indessen vergleichsweise ruhig dar. Die Abwicklung von bestehenden Exportkontrakten ist außerdem durch die knappe Verfügbarkeit und Frachtraum erschwert.
Die Preise für Magermilchpulver sind etwas uneinheitlich. Bei Lebensmittelware werden teilweise unverändert Preise gefordert, teilweise aber auch von etwas schwächeren Angeboten berichtet. Die Preise für Futtermittelware sind weitgehend unverändert.
Am Markt für Vollmilchpulver ist aktuell ebenfalls eine ruhige Entwicklung zu beobachten. Am Binnenmarkt sind die Aktivitäten ferienbedingt ruhig und die Exportmöglichkeiten auf den Weltmarkt sind aktuell begrenzt. Die Preise in Deutschland bewegen sich weiter auf dem Niveau der Vorwochen und sind innerhalb der EU etwas uneinheitlich.
Bei Molkenpulver ist Futtermittelware volatiler als Lebensmittelware. Während bei Futtermittelware von erneut schwächeren Preisen berichtet wird, hat sich Lebensmittelware weitgehend behauptet. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta)

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